Blasenschnecken - wie bekommt man sie dauerhaft weg?

  • Hallo zusammen,

    ich kann mir denken das dieses Thema hier schon oft vorkam und besprochen wird/wurde.

    Aktuell habe ich in meinem einfahrenden Becken das Problem das ich die Blasenschnecken, welche ich mir sicherlich trotz vorher gegangenen Abwaschen durch die Wasserpest aus dem Aquaristikgeschäft ins Haus geholt habe (alle andere Pflanzen sind Invitro Pflanzen bzw. auch gründlichst abgespült).

    Da ich kaum Besatz (sechs Rennschnecken und ca. (ich sehe leider immer 2-3 Stück) 11 Neocaridina) im Becken habe und so gut wie nichts verfüttere, vermehren die Tiere sich dennoch. Ich kann am Tag min. 10 Stück absammeln und sehe am Abend oder am nächsten Tag wieder viele an den Scheiben oder Pflanzen hängen.
    Ich sehe diese nicht zwingend als Plage an, weiß aber aus der Vergangenheit das die schnell zu einer werden können.

    Habt ihr da Tipps und Tricks um sich die Biester vom Hals zu schaffen?
    Im Netz las ich auf einer Seite das es bei einem Becken in der Einfahrphase zu einen Schneckenproblem kommen kann da durch die vielen im Becken bereitstehende Nahrung zu einer Algen- (bekannt) und Schneckenplage kommen kann.
    Das soll sich wieder geben wenn das Becken eingefahren ist. Sprich, man soll das ganze quasi aussitzen. Kann man das so stehen lassen?

    Es wird aktuell jede Woche ein Wasserwechel vorgenommen. Meist um die 70%, dennoch bekomme ich nie den ganzen Mulm abgesaugt der da auch als Nahrungsquelle mit zur Verfügung stehen kann.

    Danke für Eure Hilfestellung im Voraus. :)

    VG

    Steven

  • Hallo Steven,


    zuerst einmal will ich sagen, dass Schnecken das biologische Gleichgewicht bestimmen und somit auch nützlich sind! Schneckenpopulationen entstehen bei einem Überangebot an Futter und können auch nur bei genügend Mineralvorkommen (z.Bsp. Kalk) gedeihen.


    Da Du diese Schnecken nicht zu mögen scheinst, gibt es noch eine andere Art Schnecke, die die Blasenschnecken mit Vorliebe fressen. Ob da die Rennschnecken aber nicht auch angegriffen werden weiß ich nicht.


    Andernfalls bleibt nur das regelmäßige ablesen mit s.g. Schneckenfallen oder per Hand. Bei mir haben sich Möhren als wunderbare Möglichkeit bei Schneckenüberhang bewährt. Reinlegen, über Nacht abwarten und morgens früh die Möhre samt Schnecken raus nehmen.



    Ob es bei Dir funktionieren kann, kann ich nicht sagen.


    Mit Deinem großzügigem Wasserwechsel bringst Du womöglich immer ein Zuviel an Nährstoffen mit. Bei dem genannten geringen Besatz reichen womöglich auch 50% oder weniger.


    Wenn zuviel Mulm da ist, eventuell an der Filterung arbeiten?


    VG

    Mirko

  • Hallo,


    ja klar, ohne Infos zum Becken kann man sich das schlecht vorstellen.

    Es ist ein 250l Aquarium (100x50x50). Als Beleuchtung sind zwei Eheim daylight LED Leisten verbaut (brauche aber zügig eine dritte), gefiltert wird über einen Außenfilter der Marke Eheim. Es ist ein Eheim Professionel 4+ für 350 Liter Becken.


    Gefüttert würde bisher nur wenig, sprich in der letzten Woche hatte ich zwei Mal für 1-2 Tage ein Stück Hokkaido Kürbis im Becken, welcher bei den Garnelen und Rennschnecken gut ankam. Weiter habe ich es mit zwei Algenplatten versucht, die waren aber eher weniger von Interesse.

    Am Samstag sowie am Dienstag hatte ich jeweils einen Erbsengroßen Klumpen von Schnecken Futter (NatureHolic Schneckenfeed Paste). Das wurde gut angenommen.

    Aber das ist nun nicht die Art von zu viel Füttern (denke ich). Es wird ja alles recht schnell verputzt.


    VG


    Steven

  • es bedeutet ein gewisses dilemma, daß die rennschnecken in deinem noch jungen becken ohne algenaufwuchs wahrscheinlich auf die schneckenpaste angewiesen sind, andererseits auch die blasenschnecken davon profitieren


    was ich mich frage, ist, wo in diesem jungen becken der von dir geschilderte reichliche mulm herkommt, für den es eigentlich keine verursacher gibt


    die daylight ist eine eher kostenintensive beleuchtungsvariante. aber nicht aus diesem grund - denk, je nach vorhandenen pflanzen, nochmal darüber nach, ob du tatsächlich eine dritte brauchst


    und vielleicht hast du ein foto vom becken, damit wir uns mehr drunter vorstellen können

  • Hallo Steven,


    planst Du später auch Fische einzusetzen?

    Falls ja, evt. Labyrinther die durchaus gern Schnecken fressen? Dann hat sich "Dein Problem" schnell erledigt, allerdings werden Deine Garnelen es schwer haben.


    Zum absammeln können Schneckenfallen hilfreich sein die man Morgens leert. Bei mir funktionierts meistens, ich verfüttere Schnecken aus dem Zuchtbecken an meine Labyrinther.

  • Hallo Steven,

    die Schneckenpopulation wird sich einpendeln, wenn sich das Futterangebot reduziert oder du natürlich Feinde einsetzt, wie Stefan schon geschrieben hat. Ich würde raten, nicht soviel Wasser zu wechseln und auch den Mulm im Becken zu lassen. In dem Mulm sind ja nützliche Mikroorganismen, die wir haben wollen. Desto schneller ist das Becken eingefahren.

    Grüße

    Andreas

  • Hallo zusammen,


    sorry das ich jetzt länger nicht mehr von mir lesen lassen habe.

    Ich lasse das Becken nach wie vor einfahren und mache seltener einen Wasserwechsel. Bei den Schnecken wird es langsam ein Kampf gegen Windmühlen. Langes und stetiges Ansammeln oder zerdrücken ist an der Tagesordnung. Zum Glück habe ich seit Tagen keine großen Tiere mehr gesehen und die Jungtiere, also kleine Blasenschnecken, werden so langsam aber weniger.

    Das mit dem Futter muß ich noch in den Griff bekommen.

    Ich kann ja ein aktuelles Bild vom Becken einstellen.


    VG


    Steven

  • … moinsen … ich hatte auch das Problem das die Population der Blasenschnecken überhand genommen hat … durch die Guramis habsch ne ordentliche Portion Hornkraut ins Becken gepackt … beim wöchentlichen Wasserwechsel habe ich Jeniges immer gründlich mit abgespült … da waren am Anfang gefühlt hunderte kleine Schnecken drinne … mach das jetzt immer noch regelmäßig … was die Schnecken deutlich reduziert … und sich das Ganze jetzt in grenzen hält…

  • Hallo,


    das klingt ja nach einem guten Ziel. So ganz wird man die aber nie wieder los, oder?

    Es sei denn man holt sich Schneckenfresser oder reißt alles an Pflanzen raus und wäscht die soweit aus dass gar nichts mehr in denen hängen bleibt.


    So langsam frustriert mich dieses Thema, auch wenn es sich eher um ein "optisches" Problem als eine richtige Plage handelt.

    In Zukunft werden sich halt nur noch Laborpflanzen (Invitro) geholt. Bei allen anderen läuft man nur Gefahr sich unliebsame Untermieter ins Becken zu holen.


    Vielleicht sollte ich Mal eine Schneckenfalle kaufen, aber dafür sind die ja zu klein, oder?


    Viele Grüße


    Steven

  • steven, ich denke, der größte streß an der ganzen sache ist der, den du dir selbst dabei machst. du denkst immer noch hauptsächlich über die auswirkungen nach und, wie mir scheint, viel weniger über die ursachen


    in einem funktionierenden aquarium übernehmen die schnecken einen wichtigen beitrag zum gleichgewicht, sind also eigentlich 'liebsam', und wenn sie zu viele werden ..... aber das wurde dir ja schon oft genug gesagt


    nebstbei hast du uns immer noch nicht gesagt, wie groß dein becken ist, wieviel das 'so gut wie nichts' tatsächlich ist, wo der viele mulm herkommt - und was das bild betrifft, ist es auch beim vorsatz geblieben

  • *coffee* also ich möchte nur anmerken, dass ich die Schneckies gerne nehme. Die Lotlbande freut sich bestimmt darüber. Bei mir leben die irgendwie nicht lange. :D

    Da ich meine TDS und PHS, sowie meine Rennschnecken sehr gerne habe, verstehe ich das Problem nicht wirklich. Schließe mich dem an, dass es in einem gut funktionierenden Becken keinen Boom an Schnecken gibt. Ein paar sind sogar gut fürs Becken. Die Blasenschnecken habe ich im Lotlbecken, wo sie wirklich sehr schnell weg sind. Gefühlt kaum neue drin schon wieder weg. Und in einem kleinen Quarantänebecken, wo sie sich sehr gerne wild vermehren dürfen vain. Da werden dann nur die großen raus genommen und ins Lotlbecken geworfen. Wenn du reduzieren willst also immer mal raus sammeln und sichtbare Gelege entfernen. Ganz ohne Schneckies würde ich persönlich zu steril und langweilig finden. In meinem Partybecken habe ich mit Rennschnecken, Nöppies und normale TDS aufgestockt und die Blasenschnecken haben sich von alleine dezimiert. *wer weiß* Seit Monaten keine mehr drin gesehen. (Ist jedoch vielleicht auch nur Zufall gewesen).

    LG

    :pillepalle:der Keks war's

  • ich pflege schon seit jahren macrobrachium, damals hab ich sie als ringelhand-garnelen kennengelernt. welche art genau, wage ich nicht zu sagen, die händler sind oft selbst nicht sicher, was da geliefert wurde. jedenfalls erscheinen mir die derzeitigen (die ersten waren, nachdem ich zu viele jungtiere verschenkt hatte, ausgestorben) etwas kleiner


    zur üblichen haftungserklärung: alle angaben betreffen natürlich nur meine tiere


    für turmdeckelschnecken oder rückenstrichgarnelen haben sie sich nie interessiert. bodenschlafende fische wurden aber hin und wieder (bei lebendigem leib, von hinten her) verspeist. sieht skurril aus, wenn die garnele verkehrt rum auf dem fisch sitzt und diniert, während der scheinbar unbeeindruckt herumschwimmt


    in überfütterten becken kann ihre vermehrungsrate durchaus der von schnecken ähneln

  • Hallo miteinander,


    meine peguense sind da anders, ich dachte am anfang auch die wollen nur spielen...

    Sie haben schon eine Weile gebraucht aber irgendwann war auch die letzte Red fire verschwunden dabei hatte ich eine Red fire

    plage quasi einen roten Garnelen Teppich.

    Ich mag sie trotzdem sehr da im Verhalten sehr interessant außerdem sehr effektiv als Putzkolonne unterwegs. Selbst größere Kadaver werden über Nacht weggeräumt.

    Gruß Holi