Beiträge von w4tel

    eine kurze recherche ergab: mörtelwannen bestehen in der regel (aus kostengründen und der umwelt zuliebe) aus recyceltem polyethylen, das als einer der sichersten werkstoffe gilt, und es enthält auch keine weichmacher. manche baumärkte machen sich die mühe, das explizit auf ihrer homepage anzuführen


    stinken tun sie so, weil beim recycling-vorgang ein teil des materials verbrennt. wie oben schon angeführt, verliert sich dieser geruch gänzlich, wenn man sie eine zeitlang im freien stehen läßt


    hochgradig giftig ist pfas, besser bekannt unter dem markennamen teflon


    wie ebenfalls schon erwähnt, verwende (nicht nur) ich sie bereits seit jahren, als outdoor-becken und zum kartoffelanbau, und mein miniteich ist ja aus dem selben material. einstweilen haben meine fische das unbeschadet überstanden, und ich habe auch keine toten libellenlarven gefunden, wenn diese sie gefressen haben


    sollte ich langsam senil werden, so ist das eher dem fortschreitenden alter als dem pe anzulasten. dennoch möchte ich niemand etwas aufoktruieren. es ist jeder alt genug, seine eigenen entscheidungen zu treffen


    für mich bleibt es weit bedenklicher, fische in 20l-kübeln zu hältern als in einer 90l (besser 120l) mörtelwanne


    am besten beides, damit man jungfische in ein bereits eingelaufenes becken umsetzen kann

    du hast ja noch zeit bis juni, und da werden doch hoffentlich auch ein paar warme tage drunter sein


    miß bis dahin die temperatur, am morgen und am abend, an der oberfläche und am boden


    gestern hat es bei uns stundenlang heftig gehagelt. die feuerwehr mußte ausrücken, um an neuralgischen stellen das eis und abgeschwemmte erde zu beseitigen. in den wiesen liegt es heute abend stellenweise immer noch, auch bei mir im garten


    es ist bei uns immer noch nicht sehr warm, und das wasser ist nach gestern noch einen tick kälter als sonst


    die medakas, die ich aus einer freilandzucht geholt habe, zeigen sich unbeeindruckt, auch als ich heute das abgeschlagene laub aus den bottichen entfernt und etwas wasser abgeschöpft habe. sie schwimmen in tieferen regionen, aber nicht verschreckt oder hektisch


    ich muß es noch einmal erwähnen: auch die wildfarbigen sind wunderschön. aber sie sind in dunklen behältern nur erkennbar, wenn sie an der oberfläche sind, und zumindest bei mir waren sie scheuer als die farbformen. orange und blau-silber, die 'standard-farben', sind, insbesondere im sonnenlicht, auch gut zu sehen, wenn sie sich in tieferen regionen bewegen


    und die winzigen jungfische, die reglos zwischen den schwimmpflanzen stehen oder biitzschnell unter diesen verschwinden, sind auch in farbe schon schwer genug auszumachen : )

    dunkle behälter haben sich auch deshalb bewährt, weil sich die tiere darin, wenn sie abtauchen, sicherer fühlen


    die mörtelbottiche aus dem baumarkt sind zwar nicht lebensmittelecht und stinken bei abholung fürchterlich, haben sich aber in der freilandhaltung seit jahrzehnten bewährt. käme es hier zu negativen auswirkungen, wären die foren voll davon. und gegen den geruch genügt, sie einige tage im freien auszulüften


    ich persönlich kenne keinen fisch, der für die outdoor-haltung in bottichen - in beide richtungen des temperatur-spektrums - ähnlich geeignet wäre wie der medaka


    man sollte jedenfalls die temperatur nicht nur an der wasseroberfläche messen, sondern auch am grund des beckens. hier zeigen sich deutliche unterschiede, und diese werden von den fischen auch genutzt


    ich bevorzuge ebenfalls langlebige arten, aber gegenüber eignung für die haltungsbedingungen tritt dies in den hintergrund



    für kellerbecken würde sich der blinde höhlensalmler anbieten. dann braucht man die becken weder zu heizen noch zu belauchten

    meine katzen streichen zwar, wenn ich dort zugange bin, um die freistehenden behälter herum, haben auch bei hohem wasserstand schon draus getrunken, interessieren sich aber für das leben drin überhaupt nicht. vermutlich sind die medakas zu klein - und außerhalb ebentueller fütterungen zu langsam - um aufmerksamkeit zu erregen


    waschbären und marder kämen eher des nachts, da sind aber die medaka ohne künstliche lichtquelle nicht an der oberfläche


    die wasserkäfer wir die libellen fliegen vermutlich zu dieser jahreszeit noch nicht, zumindest hier. libellenlarven sind lauerjäger. um vor allem kleinlibellenlarven in einem gut bepflanzten und mit der zeit an den wänden algenbewachsenen behältnis auszumachen, da gehört schon sehr viel geduld und noch mehr glück dazu. auch eine großlibellenlarve habe ich nur durch zufall gesehen und umgesiedelt


    aber ich lege ohnehin kein gewicht auf nachzucht. ich pflege keine besonderen zuchtformen, und es genügt mir, ab und an jungfische zu beobachten

    da du den teich ohnehin neu gestaltest, und für einen naturteich - wenn nicht grade goldfische drin sind - üblicherweise keine filteranlage und auch keine futtermengen benötigst


    denk - wenn ich auch deine sorge um gerade die betroffenen fische verstehe - nochmal drüber nach, ob du dir damit nicht eine menge - im grunde gar nicht benötigtes - krimskrams teuer erkaufst


    selbst wenn du das alles geschenkt bekommst

    hallo inka


    die frage, was von einer - auch nur vorübergehenden - haltung von 9 stück 20-30 cm fischen in einem 80cm-becken zu halten ist, kannst du dir, wenn du dir einen augenblick zeit nimmst, darüber nachzudenken, auch selbst beantworten, da brauchst du keine unterstützung dafür


    ähnlich sehe ich das für moderlieschen und elritzen in dem doch sehr kleinen teich. insbesondere letztere sind doch sehr schnelle schwimmer und bevorzugen etwas strömung und sauerstoffreiches wasser. natürlich kannst du sie reinsetzen, die frage ist, ob du ihnen damit eine freude machst


    bei goldfischen solltest du bedenken, daß sie das wasser stark belasten. zudem wird in dem teich ansonsten nichts hochkommen. sie fressen sowohl alles an pflanzen wie auch die sich bei einem naturnah gestalteteten teich mit sicherheit einstellende heimische fauna. der begriff 'friedfische' aus der fischerei für karpfenartige ist diesbezüglich etwas irreführend. sie sind generalisten und fressen so ziemlich alles, was ins maul passt und sich einsaugen läßt


    die gründlinge, die ebenfalls eher in fließgewässern leben, würdest du - sie heißen nicht umsonst so - nach dem einsetzen nicht mehr zu gesicht bekommen



    eine möglichkeit, etwas farbe in den teich zu bekommen, wären etwa medakas. die vergreifen sich höchstens an mückenlarven und werden auch nicht so leicht zur eventuellen beute von katzen, krähen, reihern oder sonstigen 'liebhabern'

    was mich ein bißchen schreckt ist das volumen. in 60l brutto würde ich keine 10 stück erwachsene einsetzen wollen, das wäre auch schon mit zwei männchen und drei weibchen gut bestückt. für die aufzucht von jungfischen mit der aussicht auf ein größeres becken nach der winterruhe mag es gehen


    bei mir sind in den freistehenden kübeln im garten ebenfalls keine jungtiere hochgekommen, weil ich beifauna (wie z.b. libellenlarven) zulasse. die sind schließlich hier zu hause, ihr lebensraum schrumpft ohnedies, und sie sind ebenfalls interessant zu beobachten


    bei der farbwahl sollte man bedenken, daß dunkle fische wie die aichi ken, die ich ebenfalls liebe, in dunklen behältern nur schwer auszumachen sind. ebenso erging es mir mit orangen tieren in terrakottafarbenen kübeln. aber man lernt dazu

    paul könnte dir eier schicken, das klappt im allgemeinen sehr gut und wird - weltweit - häufig praktiziert


    du solltest aber zuvor die frage klären, wie du die tiere überwinterst. ich bin mit den winterlichen temperaturen um leipzig nicht vertraut, aber um sie ohne besondere vorkehrungen draußen zu lassen, ist der teich vermutlich zu klein


    es bekommt ihnen aber auch nicht besoders, sie bei raumtemperaturen drinnen zu überwintern. du solltest sie kühl unterbringen können

    etwas - wenn auch nicht tagaktuelle - erfahrung damit ist hier nachzulesen


    https://www.zierfischforum.at/…a-desmaresti-t118707.html


    man findet sie aussagen zufolge jedenfalls an den schleusenwänden, in den fisch-aufstiegshilfen und blockwürfen der uferbefestigung sowohl in D wie Ö in den größeren flüssen, über die sie sich auch verbreiten. inzwischen haben sie den kreis dahin, wo sie ursprünglich herkommen, wohl schon wieder geschlossen


    interaquaristik hat sie fallweise im programm, die jahreszeit sollte dafür günstig sein

    ich besitze selbst keine erfahrungen zum fluval, ich bin mit meinen eheim zufrieden. alle stehen in schränken und erzeugen nach schrank schließen kaum wahrnehmbare geräusche. bei den aus anderen gründen wieder getauschten jbl war es ebenso


    aber wenn du dir die rezensionen im netz durchliest, ist es bei fluval wie bei allen anderen marken:


    ist der filter zu laut, liegt es in den allermeisten fällen – wie auch hier schon mal angesprochen – an luft im system. in einem fall war die laufachse des impellers gebrochen, aber auch das läßt sich überprüfen


    es kommt auch vor, daß filter falschluft ziehen. gründe dafür können eine beschädigte kopfdichtung (das kann auch bei neugeräten der fall sein) oder nicht gut zusammengesteckte schlauchverbindungen sein. an neuralgischen stellen (außerhalb des wassers), wo diese eventuell durch biegung belastet sind, empfehlen sich rohrschellen


    interessant wäre noch, zu wissen, ob das becken zur gänze gefüllt ist, bzw wie weit der filter das wasser bis zum beckenrand heben muß

    das crowdfunding ist beendet. die anschaffung einens fahrzeugs und damit die weiterführung der projekte ist gesichert



    danke an alle, die sich ein herz gefasst und dazu beigetragen haben

    ich unterstütze einige projekte - manche fallweise, andere regelmäßig. nicht alle davon haben mit fischen zu tun


    was ich hier unterstütze, sind nicht so sehr die goodeiden - und ich muß gestehen, ich bin persönlich gar nicht ein ausgesprochener fan dieser species


    was ich hier unterstütze, ist die bereitschaft hinzugehen und tatsächlich etwas zu tun



    wovon wir sonst nur reden oder es von anderen fordern

    der unterschied ist, claus, daß es sich hier um ein wissenschaftlich begleitetes arterhaltungsprojekt handelt - und das ist eher das gegenteil einer fangstation


    die per crowd-funding überwiesenen gelder kommen auch tatsächlich dort an, wofür sie gedacht sind. das ist ersichtlich am - wenn auch sehr langsam - steigenden kontostand auf der seite, und durch michael als für die abrechnung verantwortlichen


    ich möchte hier niemanden überreden, schon gar nicht zu etwas drängen. es muß jeder selbst wissen, was ihm persönlich wichtig ist


    wenn du bei der firma gunz persönlich bekannt bist und das für erfolgversprechend hältst, wäre es doch sinnvoll, wenn du so nett wärst, dort anzufragen. das ist sicher vertrauenerweckender, als wenn ich als völlig unbekanntet dort anklopfe. ich wende mich an die menschen, die mich und meine einstellung zumindest schon ein bißchen kennen



    aber während wir hier reden, läuft die zeit ...

    Mag. Michael Köck - ehemaliger Kurator im Haus des Meeres, Wien mit immer einem offenen Herzen für die Zierfisch-Gemeinde - hat, nachdem er dort mit seinem Team bereits mehrere Jahre in der Natur als stark gefährdet bis ausgestorben geltende Arten aus der Goodeiden-Gruppe (endemische mexikanische Hochlandkärpflinge, die mit extremen Temperaturschwankungen zurechtkommen) in Erhaltungszucht betreute um so ihre spätere Wiederansiedlung zu ermöglichen,


    den Schritt gewagt, seine feste Anstellung hinter sich zu lassen und Artenschutz dort zu betreiben, wo er am meisten Sinn macht, in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet dafür Sorge zu tragen, daß für sie wieder – oft auf Privat-Grundstücken liegende – Lebensräume zur Verfügung stehen.


    So großartig die Unterstützung in Mexiko, auch durch die einheimischen Bevölkerung, auch ist, derzeit steht er vor einem Dilemma:

    sein Auto in Mexiko fällt auseinander (480.000 km!), und ohne dieses kann er die, oft mehrere Stunden weit voneinander entfernten, Projekte nicht weiter aufrecht erhalten.


    Diese Projekte sind gänzlich über Spenden finanziert. Diese sind aber immer zweckgebunden, es kann nicht querfinanziert werden. Für ein Fahrzeug gibt es also, wenn sich nicht ein großzügiger Sponsor spezifisch dafür findet, kein Budget. Leider ist für solche ‚Nebenkosten’ aber aktuell kein Sponsor aufzutreiben, und so wird gerade via crowd-funding versucht, eines zu beschaffen, das zumindest fährt.


    Vielleicht können wir von hier aus ein bißchen dazu beitragen. Ich bin jedenfalls dabei. Mein Ruf nach weltweitem Artenschutz sollte mehr sein als ein Lippenbekenntnis, und ich habe zudem den Vorteil, sowohl die Projekte als auch den Gewährsmann persönlich zu kennen.



    Michael hängt mit der Seele an dem Projekt. Es wurde aber auch schon so viel Arbeit darein investiert, daß schon alleine deshalb schade wäre, wenn nun alles im Sand verläuft – weil die Einsatz-Gebiete nicht mehr erreichbar sind.



    https://www.crowdify.net/en/project/drive-goodeids-forward