Beiträge von w4tel

    was der 'tanks for nothin'-typ da betreibt, ist im grunde ja nichts anderes als bonsai-aquaponic. und hat insoferne mit der überschrift auch nur sehr am rande zu tun


    das problem ist, daß sich dieses thema nicht in einem satz abhandeln läßt, und wir auch den begriff 'filter' gerne viel zu wörtlich nehmen


    bzw. dann darauf schließen, daß ein becken ohne zusätzlichen mechanischen filter ohne filterung auskommt - was es mit sicherheit nicht tut. nur wird diese dann durch andere komponenten bewerkstelligt


    dazu sind aber, wie auch aus den vorposts schon herausklingt, gewisse voraussetzungen erforderlich. voraussetzungen, von welchen grade ein neu-einsteiger keine vorstellung hat, und welche sich selbst uns oft nicht im vollen umfang erschließen. daß etwas ganz toll funktioniert ist nicht unbedingt eine garantie für das nächste mal


    darum sollte man sich (auch oder gerade) diesem thema ganz vorsichtig und mit dem nötigen respekt nähern. ein anfänger-becken erfüllt diese voraussetzungen nur ganz selten - auch weil man meist das nötige maß an selbstbeschränkung erst lernen muß. man kann zudem mit filter weit weniger fehler machen als ohne



    bei mir laufen übrigens eine ganze reihe von luftheber-filtern - begonnen habe ich ebenfalls damals mit billy - inklusive zugehöriger pumpe so gut wie lautlos. machen sie lärm, ist irgendwas falsch auf- oder eingestellt. von rucksackfiltern war ich, da ohne erkennbaren vorteil und weniger praktikabel, bald wieder abgekommen

    vielleicht beantwortet schon das deine frage


    "Eine Einzelmitgliedschaft im VDA kostet 36,00 Euro pro Jahr, inkludiert ist eine

    automatische Mitgliedschaft im Arbeitskreis Allgemeine Vivaristik (AKAV)."


    es besteht auch die möglichkeit der mitgliedschaft über einen verein, aber das wird vermutlich kaum billiger

    ach kinders


    mir liegt die deutsche sprache wirklich am herzen, und manches, was man da zu hören bekommt, tut mir in tiefster seele weh


    aber das liegt in erster linie an mir, meinem persönlichen empfinden, und ich habe weder das recht noch die möglichkeit, das anderen überzustülpen. wenn überhaupt, kann ich andere durch mein beispiel überzeugen


    nicht alles, was kurzfristig hochpoppt, wird überdauern, manches wird sich langfristig auch in seiner bedeutung ändern. ich bin auch gar nicht so unglücklich, daß ich dann nicht mehr da sein werde, um damit konfrontiert zu werden. unsere altvorderen würden uns, wenn sie auferständen, im wortsinn nicht mehr verstehen. aber die hauptsache ist doch, wir verstehen uns und wissen, was gemeint ist. den rest regelt die zeit


    auch wenn für mich der bock ebenso zur geiß gehört, würde ich die fische in meinen becken nicht als rogner oder milchner bezeichnen, und ich finde mit artunspezifischen 'männchen' oder 'weibchen' völlig das auslangen. aber auch ich verwende zur näheren beschreibung (und nicht zu verwechseln mit larven) begriffe wie babyfisch, bei welchen sich andere die (oft nicht einmal vorhandenen) haare raufen



    den begriff 'totlegen' kannte ich ehrlicherweise noch gar nicht, und auch das wörterbuch verortet ihn eher in der elektrotechnik. ich vermute, wenn eine 'vögelin' in ihrem käfig ein ei nach dem anderen legt und dann irgendwann stirbt, sind auch dort - wie in den legebatterien - die ursachen eher in den haltungsbedingungen zu suchen als in der ei-ablage

    kaviar war ursprünglich einmal einzig der rogen des störs - und wurde mit gold aufgewogen. heute verwendet ihn die werbeindustrie für alle möglichen ersatzprodukte


    die begriffe rogner und milchner bezeichnen nur geschlechtsreife fische und stammen vermutlich aus der fischerei


    'bock' für den männlichen fisch hat sich, nach meinen beobachtungen beginnend bei den malawis, auch zu meinem leidwesen in der (¿hauptsächlich deutschen?) szene eingebürgert. ein zeitgeistphänomen

    ich glaube, hier unterschätzt du rainer und das team, jana. wenn sie eine idee als sinnvoll erachten, bedarf es sicher keiner hundertschaft, um sie in ihrem tun zu bestärken


    ich fotografiere leidenschaftlich und habe tausende fotos gespeichert. würde ich diese nicht ordnen, würde ich niemals etwas wiederfinden. auch im besten forum interessieren mich nicht alle bereiche gleichermaßen, und ich sehe eine große hilfe darin, eine möglichst übersichtliche gliederung vorzufinden


    um ein forum zu unterstützen ist es schon ein ganz wesentlicher beitrag, es - und wenn auch nur passiv - zu nützen. aber da wird rainer eventuell ebenfalls noch mehr dazu sagen wollen

    bei dem reichlichen besatz und bei den mengen, die du fütterst, braucht es keine darm-flagellaten. auch wenn man sie noch nicht völlig ausschließen kann, halte ich sie nicht zwingend für die ursache des sterbens


    du hast schon eine menge guter ratschläge bekommen, nur wird es langsam etwas unübersichtlich. ich werde versuchen, nochmals zusammenzufassen:


    wesentlich weniger füttern - nur so viel, was im handumdrehen verschwunden ist, und auch das nur alle zwei tage - eine prise flockenfutter zwischen den fingern zerbröseln. fische kennen kein sättigungsgefühl, ihre hauptbeschäftigung in der natur ist fressen. es sind kaum jemals fische verhungert, aber schon viele an den folgen von überfütterung gestorben


    den gesamten bodengrund gründlich mit der mulmglocke bearbeiten und genau anschauen, was dabei zutage kommt. zwei große wasserwechsel (>50%) sofort, und künftig 50% jede woche


    das becken viel stärker bepflanzen, auch schwimmpflanzen. die pflanzen sind nicht nur sichtschutz und vermindern damit streß, sie verbrauchen auch nitrat


    zum testen würden für's erste tatsächlich teststreifen ausreichen. allerdings helfen die nur zur bestimmung von nitrit, und das ist hier sicher nicht die ursache. aber erfrage deine ausgangs-wasserwerte beim wasser-anbieter


    was 'eingefleischte alt-aquarianer' aus ihrer erfahrung heraus tun, hilft dir nicht weiter. deren blick bekommst du erst im laufe der zeit


    ich würde jedenfalls, solange keine stichhaltige diagnose vorliegt, keine medikamente - und schon gar nicht breitband - einsetzen. die belasten die fische noch mehr, machen eventuell erreger immun - und sind für die umwelt schädlicher als eventuelle tröpfchen-tests


    wenn sich nicht bald besserung einstellt, wäre eventuell doch ein gang zum tierarzt ratsam, wenn du was retten willst. nicht vergessen, proben des abgesaugten kots - oder was auch immer - mitzunehmen


    ob sich da wirklich etwas bewegt, kannst du aber auch vorher selbst schon in einer glasschale außerhalb des beckens, in der keine wasserbewegung herrscht, überprüfen


    darüber, wie du deinen besatz generell besser gestalten kannst, kannst du dir gedanken machen, wenn das hier überstanden ist. einstweilen würde ich keinesfalls tiere abgeben

    was die hühner betrifft, ist das - vor allem, wenn es nicht unbedingt um legehühner geht - nur sehr eingeschränkt richtig


    hühner erbringen den hauptteil ihrer legeleistung in ihren ersten lebensjahren. danach geht diese immer weiter zurück. meine hühner schalteten zudem die kältere jahreszeit über immer eine legepause ein. daß das lebensverlängernd wirken kann, ist uns ja auch von fischen nicht unbekannt


    das älteste huhn der welt soll übrigens über zwanzig jahre alt geworden sein. aber ein alter von zehn jahren kann ich auch - wenn sie nicht vorher der fuchs erwischt - aus eigener erfahrung als durchaus realistisch bestätigen

    hallo jana


    der gedanke spricht schon deshalb für sich, da ja die neotenischen querzahnmolche nichts mit terraristik zu tun haben. und es gibt ja, wenn auch dieser name der bekannteste ist, bei weitem mehr als den axolotl - wie ich kürzlich wo gelesen habe, über 60 arten, eigentlich alle - soferne sie überhaupt noch zu finden sind - vom aussterben bedroht


    es wäre schön, wenn wir auch rainer dafür begeistern könnten