Die Winterquartiere...

  • achja... zb auch vielleicht nicht uninteressant zwecks asiatica -> ich war damals aus dem wurf die verteilt wurden glaub ich der einzige der die jungen tiere schon in winterpause geführt hatte... mit 5 cm oder so - zwar gefüttert - aber sonst alles wie es halt so ist im winter.

    ich hatte nach der winterpause - direkt danach - 3 paare mit jungen - das erste paar sogar noch im becken mit den 9 tieren - ohne das ich das mitbekommen hab - es waren 3 tage erst wieder warm und langsam am steigen der temperaturen... und kaum hatte es 20 grad... waren die jungen da.

    die anderen leute die aus dem gruppe von palle damals tiere bekamen und keine winterpause gemacht haben... hatten erst viel später versuche... und auch keine paare etc. zu diesem zeitpunkt als bei mir schon alles vorbei war... bis auf 1-2 ausnahmen. also das wirkt sich definitiv aus auf die verpaarung - den vorm winter gab es null anzeichen auf paare oder ähnliches. das ging ruck zuck dann in ein paar tagen alles.

    so halt bei meinen reds... die asiatica normal haben sich haufenweise umschlungen - aber keine jungen gebracht. mal sehen ob das diesen frühling anders ist.

  • Karsten - richtig - mache ich bei Barca zb. genauso... wie auch bei Auranti... (geht auch bei warm wenns passt, wie ich bei meinem Paar gemacht hab)

    ich glaube da auch an die theorie das die übers jahr getrennt sind... sich in der höhle wieder treffen... winterruhe machen... im frühjahr dann alles beginnt... etc. und dann wird die höhle verlassen und das spiel beginnt von vorne... sprich... sie treffen sich zur winterzeit.

    in kurzen worten halt schnell die geschichte wie ich sie nachvollziehbar auch einsetze im aquarium.

    Danke für die Info!!!

    Dann werde ich wohl doch die Trennwand bei meinen Aurantis mal rausnehmen und sehr genau beobachten, was dann abgeht...

  • Ist ja in der Natur genauso. Die Paare sollen zusammen in einem Höhlensystem sitzen. Jedoch in jeweils eigenen Kammern.

    Ich überwintere sie ja auch gemeinsam.

    Jedoch liegen sie dabei seltener nebeneinander, sondern zumeist jeder in seiner Grube.


    Vielleicht gibt es einen gewissen Gewöhnungseffekt in dieser Zeit und es treffen im Frühjahr nicht 2 fremde Tiere aufeinander.

    Ich denke mal, dass das auch ein natürlicher Vorgang der Arterhaltung ist.


    Mit abnehmenden Ressourcen, sinkender Temperatur, begrenztem Platzangebot und gemindertem Nahrungsangebot steigen die Toleranzschwellen für innerartliche Gesellschaft.


    Dagegen mit zunehmender Temperatur, steigendem Platzangebot und Stoffwechsel ist der Nahrungs-/ Paarungsdruck der Tiere möglicherweise auslösend auch für innerartliches Aggressionenspotential. Was bei der Art ja nun auch bekannt ist.


    Gleichartiges sieht man ja in verschiedenen Videos auch bei tropischen Arten. Bei ausgetrockneten Gewässern sitzen plötzlich eine nicht unerhebliche Anzahl von Tieren in gemeinsamen Höhlen. Manchmal sieht man in diesen Videos sogar eine Gesellschaft auch mit anderen Arten, z.B. Welsen.


    Grüße Heiko

  • Moin,

    na ich war mir halt unsicher wegen der Umstände...

    Erstens ist das ja meine erste Überwinterung eines zukünftigen Paares dieser Art und zweitens waren sie in ihrem eigentlichen AQ ja auch durch ein Gitter getrennt, durch das sie sich in den letzten Wochen aber stets ordentlich gedroht haben.


    Natürlich, das waren einfach auch andere Haltungsumstände und ich habe ihnen (dieser Gedanke kam mir dann im Nachhinein) mit dem Gitter grundsätzlich die Möglichkeit genommen, sich durch Umschlingen gegenseitig zu besänftigen... eventuell ist das bei denen ja wichtiger als man glaubt?


    Ich werde das Gitter morgen oder vllt schon heute Abend rausnehmen und berichten, was passiert ist...

  • Moin,

    so weit so gut!

    Die Parameter zur Überwinterung sind klar!Zu mindestens sind wir uns da einig.

    Ich hatte ja auch schon mal ein kleinen Erfolg nach der Überwinterung meines Auranti Paar in den letzten Jahren!

    25 cm Wasserstand ,18 grad Wassertemperatur ,Licht gedimmt und die Stunden runter genommen!

    Der Bock steckte hinter einer Wurzel mit Pflanzen und Filter, es sah so aus wie eine Höhle.

    Er kam für eine lange Zeit nicht hervor, das Weib wechselte oft die Röhre und schaute sich um ob es nicht was zu fressen gibt!

    Anfang März stieg die Temperatur auf 20-21 grad und beide bewegten sich wieder im AQ zusammen. Kurze Zeit später haben Sie sich gepaart und der Bock versteckte sich in einer Großen Korkröhre die an der Wasseroberfläche platziert war!.

    Ich konnte Ihn beobachten wie er gepumpt hat.Tage lang,leider lief was schief und Er kam ohne NZ wieder raus!

    Genaues kann ich leider nicht dazu sagen, aber eins war klar!

    Das Weibchen war danach nicht mehr in Paarungsstimmung ,Sie hat den Bock die halbe Seite aufgerissen ! Ich konnte Ihn aber retten und Er sitzt nun bei Heiko!


    Diese Jahr werde ich das aber mal anders machen, neues Paar neues Glück!

    Beide sitzen getrennt in Boxen, dunkel und geringer Wasserstand!


    Also dann schauen Wir mal was Wir alle für Erfahrungen im März nach der Überwinterung zusammen tragen können!



    PS: Ich habe mein Pärchen andrao zusammen in die Winterruhe gesteckt! Zwei Wochen später hat der Bock das Weib getötet!

    Obwohl Sie beide 7 Monate zusammen waren und sogar eine NZ durchgebraucht haben!

    Also nur mal so zum Nachdenken hier !



    Grüße Maik

  • Bei mir liegen beiden Paare nahe beinander - fast die meiste Zeit.

    Das eine Paar ist fast zu 90% so im Becken verteilt... -> das Männchen in der Höhle... das Weibchen irgendwo darüber oder daneben... als würde sie auf ihn achten. Dieses Paar ist auch sofort aktiv wenn ich reinkomme... werden derzeit um die 17 Grad gehalten... kühlster Raum.

    Das andere Paar... ist jetzt auch auf 19 Grad bereits abgekühlt... sie liegen immer nebeneinander... Schwanzflosse an Schwanzflosse... oder sehen sich an...


    Das mit dem Bunker sehe ich bei den Aurantis genauso... und vor kurzen mit Domi untrhalten... da teilen wir sogar die Meinung... das die selben Tiere sich vor der Winterpause wieder in der Höhle treffen... nicht irgendwelche Tiere. Und nach der Paarung verbringen die die Zeit nicht zwingend oder gar nicht zusammen... nach dem Hochwasser erlischt die Brutpflege und die Tiere trennen sich... -> die Zeit die Gefährlich ist bei Arantis...

    Meine Erfahrung ist sogar so, dass die Winterpausen die Zeit ist, in der die Tiere am wenigsten aggressiv sind. Zumindest die Arten die ich pflege -> Ausnahme wäre hier Pulchra... die ich auch nicht unter 24 abkühle. Auch da null Probleme und kein einziger Ausfall aufgrund der Winterpause... und ich trenne eigentlich nie bei harmonischen Paaren. Und welche die das nicht sind, bei denen läuft man ganzjährig Gefahr das etwas passiert... so meine Erfahrung.

  • Hallo zusammen,

    Daher bin ich auf Digitalthermometer umgestiegen

    Wie sagt der Physiker: Wer misst, misst Mist!

    Wenn man einige Grade überhalb der erträglichen Temperatur bleibt, ist der übliche Fehler der Thermometer ja egal.

    Ich habe mein Pärchen andrao zusammen in die Winterruhe gesteckt! Zwei Wochen später hat der Bock das Weib getötet!

    Ich habe eine Gruppe von sechs halbwüchsigenüber den letzten Winter einfach im Aquarium gelassen, das ohne Heizer dann auf minimal 18°C abkühlte. Im Frühsommer dachte ich dann: Keine Nachzucht, war wohl zu warm. Oder zu kleines Becken? Da gerade ein doppelt so großes frei (und ich ihres für andere Fische verwenden wollte) geworden war, zogen sie um. Als sich am Folgetag die Wassertrübung gelegt hatte und ich mit der Umgestaltung des kleineren Beckens beginnen wollte, huschte etwas durch das Becken. Kurz: Ich fand zwei Schlangenköpfe, die vielleicht seit einer Woche freischwammen.

    Fazit: Meine C. andrao benötigen keine sehr kühlen Temperaturen, sondern können einfach in ihrem Becken bleiben bei Tiefsttemperaturen von etwa 18°C. Sie laichen dann dennoch, und zwar gerne heimlich und sogar in der Sechsergruppe ohne Mord und Totschlag oder zerfetzte Flossen.


    Gruß, Klaus

  • Guten Morgen,

    so, (fast) alle ruhen sich jetzt aus bei mir im Keller - die Aurantis und die Bleheries seit etwa 3 Wochen in ihren dafür vorgesehenen Becken und zumindest mein großes Paar Asiaticas in ihren Wannen (s.o.).

    Übrigens habe ich das Trenngitter bei den Aurantis entfernt und siehe da - keine Aktion, also auch nichts Negatives von Seiten der Fische. Kuscheln tun sie zwar auch nicht, aber alles friedlich soweit... die Hoffnung auf meiner Seite steigert sich! :-)

  • Hi.

    Bei mir ist definitiv das Männchen eher inaktiver als das Weibchen... das Weib schwimmt / liegt meist beim Männchen in der Nähe und dieses liegt in seiner Höhle. Immer wieder blasen sie sich mal auf wenn sie sich dann mal begegnen aber das ist sofort wieder vorbei... und wenn ich reine komme betteln auch beide.

    Das inaktivste Tier... ist das Männchen das ich derzeit noch alleine halte... dessen Weib kommt die Tage jetzt mal. Das heißt, auch die Verpaarung findet in der Winterruhe statt... wie auch bei den Barca die Tage mal mit dem ersten Versuch.

    Also schon im Auge behalten... aber geht der Winter gut... und sie sind da distanziert harmonisch... dann hast mit dem Paar schon mal gute Aussichten ;).


    lg

  • Von Foto 1 bis 2 ist alles dazwischen normal - aber keine Flosse kaputt. Heute mal das Handy mit gehabt ;).


    lg

  • hehe, genau. das gehört so... brummen sie sich nie an... stimmt auch was nicht :P

    garantie gibts halt sowieso nie... aber meine meinung ist ganz klar... hast du ein paar das gemseinsam überwintern kann... ist / würd ich das auch tun... meiner meinung wird sich das positiv auf alle weiteren schritte auswirken. ich denke das dies zur natürlichen haltung bzw. dem verhalten weit mehr beiträgt... um ein harmonisches paar zu haben... als vor der winterpause das becken deutlich zu verändern oder sogar die tiere zu trennen. jeder weiß, dass becken veränderungen genau zu stress führen bei paaren und plötzlich alles schief gehen kann... da zählt schon eine absekung des wasserstandes dazu.

    ich greife 2-3 wochen vor winterpause daher die becken GAR NICHT an... bis auf füttern. das würde ich auch empfehlen... wenn eine gemeinsame überwinterung angestrebt wird. weil sonst braucht man nachher keinen grund suchen, warum das doch nicht geklappt hat. so meine theorie dazu...

    und zum absenken etc. in der winterpause... abgesehen von der tatsache... das es einfacher ist, das wasser über winter mit mehr sauerstoff anzureichern, was aufgrund von weniger licht zu empfehlen ist, da die pflanzen nun längere zeit mit sauerstoff versorgt gehören und selbst keinen produzieren... und das in summe dem tier weit mehr weg erspart... als 10 cm absenken :) vor allem hilft es den pflanzen. den sauerstoffaussprudler kannst ja ganzes jahr drinnen lassen... kann man sich natürlich sparen wenn man über sauerstoff die hmf betreibt.

    ich möcht das thema absenken eigentlich gar nicht erneut aufgreifen... aber es spielt halt alles (veränderungen) mit wenns ums gemeinsame überwintern geht... daher dies nur als beispiel und wie ich dazu denke.

    bis jetzt sieht alles pipifein aus... auch das andere paar das ich noch nicht kenne... im verhalten aber völlig ident... weibchen etwas aktiver... männchen chillt... erinnert ein wenig an die brutzeit bei maulbrütern. ist das bei dir auch so karsten ? kannst du sowas in die richtung schon feststellen ?

    mein drittes paar wird spannend... die werden sich in einer 80x60x60 winterhöhle kennenlernen ;)

    infos folgen...

  • Moin Christoph,


    Tja, ich habe ja eigentlich grundsätzlich noch gar keine eigenen Erfahrungen bzgl. der Überwinterung von geschlechtsreifen Aurantis - dieses Jahr habe ich damit Prämiere, weil mein Männchen und Weibchen ja erst jetzt adult geworden sind. Auch habe ich bis jetzt ja auch nur subtropische Offenlaicher überwintert und mit meiner Methode jahrelang fast nur Erfolg, sprich also Nachwuchs im darauffolgenden Frühling gehabt...

    Trotzdem ist eine gemeinsame Überwinterung in einem "Quartier" sicherlich DIE naturgemäße Variante für Aurantis und bis jetzt scheint es gut zu klappen (ich sehe die Tiere nur alle 2-3 Tage bei meiner Sichtkontrolle, wenn ich dann die Styroporplatten mal wegnehme, um nach den Beiden zu schauen), auch ohne Trenngitter. So wie bei dir beschrieben verhält es sich auch bei meinen Tieren - das Weibchen ist bei rund 18°C noch etwas schwimmaktiver als der Herr, aber Stress scheint es nicht wirklich zu geben; so ähnlich wie bei Heiko liegen meine beiden aber eigentlich nicht zusammen in einem Unterstand.


    Zur Historie noch kurz:

    Meine beiden Tiere stammen aus einer ursprünglichen 7ner Gruppe und haben sich, nachdem ich das Männchen (damals noch mit ca. 15 cm KL!) wegen einer Pilzinfektion mal für einige Monate aus dem Gruppen-Becken nehmen musste, irgendwann wieder "zusammen-gefochten" - es waren schon damals die beiden größten Exemplare in der Gruppe und mussten das dann wieder "klären". Kurz und relativ heftig war das!


    Mit der restlichen Unterbringung halte ich es eher angelehnt an die traditionelle Habitat-/ Lebenszyklusbeschreibung der Art -> ständig wechselnde Bedingungen (hier natürlich auf die aquaristische Unterbringung Sommer <-> Winter reduziert, weil ich eben keinen 5000 Liter Teich im Keller habe :D !), an die sie sich anpassen... also ein größeres Sommer-AQ, in dem ich grundsätzlich aber nur die Temperatur variiere und welches ich auch nur einmal (kurz vor Wieder-Besatz) einrichte und ein Winter-Becken, welches eben den Bedingungen einer 1,5 m tiefen Höhle bei Niedrigst-Wasser entspricht. Ansonsten versuche ich auch, das weiß ja im Grunde jeder Channa-Halter, im jeweiligen Bestandsbecken möglichst wenig zu verändern - das sollen sie selbst tun oder es lassen :-) .


    Ich bin sehr gespannt, wie sie sich ab März verhalten werden, wenn bis dahin alles gut gegangen sein sollte!

    Da ist wahrscheinlich gegenseitiges Daumendrücken angesagt... ;-) :D

  • Bei mir war mein erstes Paar mit einer ähnlichen Geschichte... 6er Gruppe, das größte dominanteste Tier... ein Weib... trennte ich vom Rest, da doppelt so groß und 2 kleine Tiere schon angefallen wurden. Der nächst größere ein Männchen... und ich hab übersehen, dass die beiden großen schon gute Anzeichen gemacht haben... bzw. das vorerst ignoriert und vergessen... dann passierte viel -> das Männchen mit einem kleineren Weib aus der restlichen 5er Gruppe Knoten, Eier im Maul... dann Krieg und Totschlag.

    Das große dominante Weib... 3 Monate super harmonisch mit einem Kerl... kaum gings 3 Grad runter... brachte er das Weib fast zur Strecke... zwischenzeitlich ging die 5er Gruppe weg... zu einem Kollegen... der hat sich daraus 2 Tiere gesucht etc. etc. - das Männchen kam zurück und ist jetzt mit dem großen Weib mein erstes Paar das perfekt passt. Also aufgewachsen zusammen... über 6 Monate nicht gesehen... und kurz vor der Winterpause verpaart... und in die Winterpause geführt... klappte perfekt.


    Das mit gemeinsamen Unterstand ist bei diesem Paar schon auch zu sehen... bei dem anderen das ich mit 40 cm übernommen habe und schon Junge hatte... eher nicht so. Da sind sie dann schon eher individuell - die einzelnen Paare, denk ich.

    Ja... klar ;) hab schon bei jemanden heute einen Knoten geschickt bekommen, der einen verschobenen Winter hat... also bei dem is im Winter für die Fische Sommer und umgekehrt. Da hat vor kurzem eines der Tiere ausgesehen, als würde er jeden Moment vom anderen getötet... echt jetzt. Der sah nicht gut aus und der sehr erfahrene Halter wollte schon trennen... jetzt ist die Temp anscheinend oben und der Knoten ist da ;)

    Also das wünsche ich dir natürlich genauso so, mit dem Knoten zumindest ;) - hoffe natürlich, den Rest lassen meine weg :) ist immer eine Nervensache hehe