Beiträge von Karsten

    Hallo Robin,

    Ich selbst habe bisher nur Offenlaicher vermehrt und bei denen ist das offensichtlich nicht Usus; höchstens mal kurz nacheinander, wenn die erste Brut nichts wird... das habe ich schon öfter miterlebt.

    Bei Maulbrütern ist die Wahrscheinlichkeit dafür wohl höher. Aber dazu müssten mal die entsprechenden Halter was schreiben.

    Hallo,

    Ein Wasserwechsel kann durchaus eine Verhaltensänderung der Eltern zum Negativen hin hervorrufen - am Anfang würde ich das lassen (zumal ein richtiger Wechsel - also etwa 1/4 - 1/3 - ohnehin bei mir nur etwa 2-3mal im Jahr stattfindet). Der Filter sollte das "abkönnen können" und es wird halt etwas schmutziger, wenn plötzlich so viel mehr Fresser im AQ rumschwimmen. Auffüllen mit Osmosewasser ist bei mir sehr häufige Praxis.

    Ansonsten kannst du doch einen Vorfilter an den Ansaugschlauch basteln, z.B. so etwas in der richtigen Größe...

    https://www.ebay.de/itm/130893…3lEwv5EAQYAyABEgK-CvD_BwE

    Als kleiner Hinweis… reich wird man mit so etwas nicht mal annähernd 😉


    Also wenn ich z.B. vergleiche, Nachzuchten von offenlaichenden Channas (bei mir halt Asiaticas) liegen bei online Händler für privat ja nach Größe zwischen 15 und 25 €, z.T. von privat sogar noch mehr… beim Großhändler bekomme ich bei einer Abgabemenge von 80-100 Tieren etwa 1,5-2,5€ , bin aber alle los und die liegen mir nicht mehr auf der Tasche.
    Der Markt mit möglichen „echten“ Interessenten (nicht solche, die ihre „gefährlichen neuen Raubfische“ beim ersten kleinen Problem gleich wieder abgeben) ist endlich - ich meine damit: erwarte vom Verkauf nicht zu viel 😉

    Hallo Robi,

    Die machen sich scheinbar wirklich gut - freut mich!


    Verkauf beim Zoohändler des Vertrauens kann passen, zumal dir eben nicht nur 4-6 Tiere, sondern meist schon einen ganzen Schwung abnehmen.

    Privatverkauf über Kleinanzeigenmärkte geht auch, ist aber auch extrem mühsam, finde ich - mit jedem Interessenten ewig „diskutieren“, dann springen immer auch welche wieder ab, Preisfeilscherei &&&… wenn du die Zeit dafür hast, sicher kein Problem.

    Übers Forum ist sicher einfacher, aber die mögliche Käuferanzahl in D hält sich eben in Grenzen.

    Grüße

    Hm... keine Ahnung bei Ch.stewartii, aber es wird sicherlich so sein, dass sie mit dem Freischwimmen beginnen, wenn der verbliebene Dottervorrat aufgebraucht ist und die aktive Nahrungssuche beginnt.


    Sowohl bei Channa bleheri, als auch bei Channa asiatica ist das je nach Temperaturen etwa 4-5 Tage nach dem Schlupf der Fall (das sind aber jeweils Offenlaicher mit kleineren Jungfischen!). Durch die Nähreifütterung "gewinnt" halt der Pfleger immer noch ein paar Tage, bevor er sich um das Zufüttern kümen muss... deshalb hatte ich 2 Wochen geschrieben (... und damit etwa 2 Wochen nach der ersten Sichtung (also ab jetzt!) gemeint ;-)). Vorher hat sich die Brut ja auch schon einige Tage im Maul des Männchen entwickeln können.

    Hallo Robin,

    Glückwunsch - das ging ja schnell!

    Bei diesen maulbrütenden Channa füttern die Weibchen durch Nähreier und das tun sie so gut und so lange, wie sie selbst auch "gut" im Futter stehen (trotzdem auch dann nicht übefüttern - es sind keine tropischen Buntbarsche!!!). Aus meiner Erfahrung heraus kannst du die ersten 2 Wochen komplett auf die Larvenfütterung verzichten und danach langsam und mäßig beginnen, entsprechend großes, aufgetautes und abgespültes Frostfutter zu verfüttern - die Kleinen sollten dann bereits etwa so groß sein, dass sie Cyclops und kleine Daphnien problemlos schaffen können.

    Nach weiteren 1-2 Wochen kannst du bestimmt schon größere Sorten (weiße, kleine rote und vllt schon schwarze MüLa's u.ä.) versuchen. Danach entsprechend Krill oder Mysis und entspr. große MüLa's gehen eigentlich immer, auch bei 20 cm Channas.

    Hi Steven,

    Aquarium ist eben versicherungstechnisch nicht gleich Aquarium! Da hat Stefan ganz Recht.

    Bei meiner Hausrat z.B. sind "Wasserschäden durch ein defektes Aquarium bis zu 250 Litern Nettoinhalt" abgedeckt. Darüber hinaus musste ich "dazubuchen"... ;-)

    Als Eigenheimbewohner verursachst du dir meist ja nur selbst den Schaden (ärgerlich genug!), aber als Mieter in oberen Etagen im Zweifelsfall eher am Wohneigentum anderer (Vermieter + Nachbarn) - das kann dann richtig teuer werden!

    Oh ja, das stimmt - ich muss sagen, trotzdem ich Vogelspinnen seit 1989 pflege, bin ich nicht der große Systematiker. Da gibt es ganz andere Spezialisten, die zu jeder Art alle ehemaligen Revisionsnomenklaturen draufhaben - Irrsinn!


    Ansonsten geht es eigentlich (wenn nicht gerade dutzendfacher Nachwuchs zu versorgen ist!) - ich würde mal ganz grob über den Daumen peilen, dass in Gänze etwa 20-30 Vogelspinnen so viel Arbeit machen, wie ein Aquarium... allerdings ist hier der Paltzbedarf noch nicht "eingepreist" ;-)

    Danke Andreas!

    Es macht schon Mühe, lohnt sich aber auch... schon allein, um der WF- Rate Einhalt zu gebieten, die sich sehr wahrscheinlich nur über die NZ- Rate reduzieren lässt. Manche Händler/ Halter gehen wirklich krude mit den Tieren um - das wissen wir alle und wird sich wohl auch nicht ändern lassen - aber umso schlimmer, wenn es sich dann auch noch um ökologisch wertvolle Individuen aus der Naturentnahme handelt.

    Hi Luis,

    tja - da bin ich nicht so sehr der Spezialist für, aber man kann sicherlich viele Sonnenbarscharten gut und auch über den Winter im Teich pflegen. Diamantbarsche (kenne ich von meinem Onkel) vermehren sich darin auch gut und sind dazu einigermaßen groß und wirklich hübsch gefärbt! Ansonsten, wenn du die Möglichkeit hast, an diese Art heranzukommen, würde sich eine der Unterarten des Chanchito (Australoheros facetus) sicherlich gut im Teich machen. Vermutlich wird man die aber nicht so gut zu Gesicht bekommen.

    Vielleicht ist auch Lepomis cyanellus eine Alternative - ein recht groß werdender (> 20 cm) Sonnenbarschverwandter mit verhältnismäßig großem Maul, der schon eher den Eindruck eines Raubfisches hinterlässt.

    Hallo,

    ich denke auch, dass so große Raubfische in Teichen von </= 20-25 m3 Wasserinhalt keinen Sinn machen und in unseren Breiten schonmal gar nicht - eben auch wegen der Überwinterung. Zu den Knochenhechten gehört der Alligatorhecht (Atractosteus spatula) als größter Vertreter - Knochenhechte für den Teich sollten aber, wenn überhaupt vernünftig unterbringbar (!), aus der Gattung Lepisosteus stammen, z.B. L.oculatus oder L.platostomus.


    Ich habe ja auch nur einen mäßig großen Teich, also eine GFK-Wanne in "Nierenform" mit gut 2,5 m Länge, einer Wassertiefe von 70-80 cm und einem Wasservolumen von gut 2.500 Litern. Als Besatz sind verschiedene Goldfischtypen, 2 kleine Rotfedern und 3 nicht zu groß gewordene Zwergwelse drin - ich füttere eher verhalten. Ab Mai setze ich oft auch noch kleinere Channa asiatica hinzu, die im Herbst aber wieder herausgefangen werden müssen. Diese Kombination gelingt bis jetzt über mehrere Jahre eigentlich ganz gut.

    Hallo,

    nach vielen Jahren einfach nur der Haltung von Vogelspinnen, starte ich gerade in den letzten 5 Jahren auch immer mal wieder Zuchtversuche, vor allem mit Arten, bei denen es i.d.R. nicht ganz so leicht ist... speziell Megaphobema mesomelas ist da für mich typisch - ich habe mittlerweile 3 Weibchen, 5-6 Männchen insgesamt über die Jahre "durch" und schon 3 (aber leider bisher erfolglose) Kokons gehabt und trotzdem ist es noch nicht geglückt. Auch konnte ich trotz der Verpaarung im letzten Herbst von meinen 2 adulten Cyriopagopus schmidti "gold" Weibchen bis jetzt keinen Kokonbau erkennen :-( .


    Ich würde es mir zur Aufgabe machen, hier immer mal meine Nachzuchten und die Versuche dahin vorzustellen... vielleicht weckt das ja auch das Interesse von Hobbyisten, zum Einen an diesem Hobby selbst und zum Anderen eventuell auch an meinen Nachzuchten ( ;-) ein bisschen Eigennutz - sorry).


    Vorab noch einmal ganz kurz ... seit 2011 wohne ich jetzt in meinem Haus mit einem vollunterkellerten Nutzbereich. Einen Raum davon habe ich mit einem Heizkörper ausgestattet und von oben temperiert auch die Fußbodenheizung meiner Küche ein wenig. Es ist also nicht ganz so kalt darin, aber tendenziell natürlich nicht zu warm - das ist nicht nur ideal für subtropische Channas, sondern eben auch für Vogelspinnen, die ebenfalls eher etwas kühlere Bedingungen bevorzugen (also unterhalb der normalerweise angegebenen 24-26°C Haltungstemperatur). Gerade diese Arten gelten meist als "heikel", aber wahrscheinlich nur wegen der Notwendigkeit der niedrigeren Temperaturen. Jedenfalls erreiche ich darin in Fußbodennähe z.B. im Winter 14-18°C - im Sommer 17-21°C und in Deckenhöhe im Winter ca. 22-23°C - im Sommer bis zu 24°C (weil die Heizung dann ja aus ist). In den Regalhöhen dazwischen stellen sich je nach Beleuchtung und Isolation (mache ich meist mit Styroporplatten, weil es ja eher ein Nutzraum ist) entsprechende Werte ein.

    Damit kann ich eben Arten gut halten, die normalerweise im Hobby oft "Probleme" machen, wie z.B. Megaphobema mesomelas, Poecilotheria subfusca (Variante "Highland"), Sphaerobotria hoffmanni, Cyriopagopus robustus, oder z.B. verschiedene Grammostola-Arten, die typischerweise in unseren Sommermonaten überwintern (weil aus dem südlichen Südamerika stammend), die entsprechenden Temperaturen für ihre Ruhephase bieten.

    Über Meg.mesomelas hatte ich ja schon HIER geschrieben und über Cyr.robustus AN DIESER STELLE (da kamen übrigens gute 85 Jungspinnen raus -> 10 von denen habe ich behalten, die sich auch bis jetzt gut machen, das Weibchen hat sich vor 3 Monaten gehäutet und erholt sich jetzt mit ausgiebig Schabenmahlzeiten vom Kokonbau).


    In der letzten Zeit konnte ich noch Hysterocrates spec. Cameroon (das ist eine noch nicht beschriebene Art der Gattung, die recht groß wird und wahrscheinlich nah mit Hys.gigas verwandt ist) vermehren - die gut 90 Jungtiere sind zum Großteil jetzt bei Matthias Köhler (LINK) zu finden - ein paar Jungtiere habe ich behalten. Die Art eigent sich zur Gruppenhaltung. Diese Gattung zu vermehren ist i.d.R. nicht zu schwer.


    Besonders gefreut hat mich der Kokonbau von 2 meiner insgesamt 4 verpaarten Weibchen von Poecilotheria subfusca "highland" - die kleinste Art der Gattung überhaupt (für mich tatsächlich die hübscheste - kann man sich z.B. HIER ma anschauen), die in der Natur stark durch Lebensraumeinschränkungen bedroht ist und ausschließlich in Nebelwäldern in Sri Lanka (Nuwara Eliya) oberhalb 1.500 m üNN vorkommt. Die Tiere werden eher selten offiziell angeboten und auch meine Tiere sind allesamt schon DNZ. Jedenfalls habe ich einem der beiden Weibchen den Kokon entnommen (um zu ermitteln, wie der Entwicklungsstand der Brut ist - es gibt kaum verlässliche Angaben zur Zeitigung bei dieser Art) und vor einer Woche waren es nur Eier... ein Risiko, weil diese auch schnell verpilzen können. Zum Glück sind an den Eiern seit gestern Gliedmaßen zu erkennen, d.h. der Nachwuchs entickelt sich, was hoffentlich auch so bleibt.

    Foto von heute morgen:

    IMG_8651.JPG

    (bin ich schon ein bißchen stolz drauf ;-) :mrgreen: )


    Bleibt dran - ich bleibe es auch!

    Update 29.04.21 ...


    0.2 Macrothele calpeiana; NZ'16

    0.0.3 Macrothele gigas; DNZ'19


    0.2 Pelinobius mucticus: 0.1 adult + 0.1 DNZ'15

    0.1.30 Hys. spec. "Cameroon"; DNZ'18


    1.4.70 Poec. subfusca (highland form); 3xDNZ'16 + 1xDNZ'17

    0.0.2 Poec.rufilata; DNZ' 18

    2.2 C.schmidti, gold form; DNZ'17/16 & DNZ'18

    0.0.4 C.hainanum; DNZ'19

    0.1 C. lividus; DNZ‘17

    0.1 C.albostriatus "Ratchaburi"; ENZ'17

    0.1.10 C.robustus (ex."Blue Femur"); DNZ'17

    0.2 C. spec. "hatihati"; DNZ'18

    0.1 Lyrognathus giannisposatoi; DNZ'17

    0.1 Haplocosmia himalayana; DNZ'17

    0.0.1 Phormingochilus arboricola (?); DNZ'20


    0.1 Selenocosmia crassipes; ENZ'16


    0.1 Aphonopelma chalcodes (subadult; WF)

    0.1 Grammostola pulchripes; NZ'15

    1.1 Gr. iheringi; DNZ‘16

    0.1 Gr. rosae; DNZ'09

    0.1 Gr. pulchra; DNZ'19

    1.3 Megaphobema mesomelas; verschied. DNZ'n

    0.1 Theraphosa stirmi; DNZ‘16

    0.0.2 Spaerobothria hoffmanni; DNZ'17


    3x Ambystoma mavortium (0.1 + 1.1)

    Hallo Marvin,

    Respekt zur Nachzucht - bei dieser Variante der Blue Benghalen Channa ist das nicht immer einfach, wie ich gehört habe!

    Die Art ist Maulbrüter (mit Nähreifütterung ??? - weiß ich gar nicht genau), damit sollten die Jungfische bald groß genug für Daphnien und MüLa’s sein und du kannst die Jungen durchaus theoretisch bis zur nächsten Brut im Becken der Eltern lassen, genügend Futter vorausgesetzt.

    Hallo Heiko,

    Wird durchaus diskutiert bei einigen Arten.

    Wurde sogar im Heft von Brede und Antler so auch pupliziert, " ähnlich den Diskusfischen..."

    Du hast Recht - das war mir ganz entfallen...


    Zumindest aber bei Channa asiatica kann ich so ein Verhalten absolut ausschließen (ist ja auch nicht wirklich verwunderlich) und bei Channa bleheri ist mir das nie wirklich aufgefallen, wobei die Brut oft auch schon arg eng bei den Eltern rumschwimmt...

    Hallo,

    Hautsekretfütterung kenne ich eigentlich auch nur nachweislich von Diskusfischen - vllt wirkt es einfach nur so, weil die Kleinen oft auch direkt Hautkontakt zu den Eltern suchen bei möglichen Gefahren, z.B. wenn ein riesiger Kopf mit großen Augen zu nahe kommt...?


    Jedenfalls trotzdem - ein schöner Nachzuchterfolg!

    Schade, dass du nur (?) bei FB „veröffentlichst“ - kann ich nicht sehen. :-(