Je mehr Mulm desto ........?

  • Werte Aquarianer,

    ich habe unlängst wieder einen kleinen Teilwasserwechsel


    https://youtu.be/1GQIOa8TbIo


    gemacht und den Mulm teilweise entfernt.

    Das Wasser ist schön klar, aber das war es auch mit dem Mulm :)

    Manchmal kommt es mir vor Staub aus den Ecken des Wohnbereichs zu entfernen.

    Im Unterschied zum Staub hat ja der Mulm eine wichtige reinigende Wirkung und fällt uns ja nur optisch, zumindest mir, negativ auf.

    Seitdem ich jedoch immer einen Rest des Mulms lasse, habe ich ein sehr stabiles System.

    Klarerweise hilft mein HMF


    https://youtu.be/1C5Pfe7o4LU


    und der eher geringere Besatz, doch habe ich auch sehr selten kranke Fische.

    Schon klar man sieht ja nie die verendenden so leicht und immer, aber ich bin zufrieden.

    Ich denke auch, dass ein vermehrter Wasserwechsel eigentlich nicht dienlich ist für ein stabiles System.

    Lediglich die Zuführung von Mineralstoffen in Form einer Wassergabe um das verdunstende Wasser zu kompensieren hat Sinn.

    Wie gesagt, es sind dies nur Beobachtungen, keine wissenschaftlichen Erkenntnisse hi

  • Hallo Autwin , ich hoffe, das ist Dein Vorname und ich habe Dich korrekt angesprochen .

    Wenn Du nur das verdunstete Wasser ersetzt , dann wird die Suppe immer dicker . Bestimmte Stoffe reichern sich an und blockieren andere Stoffe , wenn Du dies lange genug machst , dann hast Du am Ende nur noch Jauche . Ich würde Dir zu einem wöchentlichen Teilwasserwechsel raten .

    Grüsse Armin

  • hallo, nur eine kleine anmerkung: mineralstoffe bleiben dem aquarienwasser erhalten auch wenn wasser verdunstet, da im wasserdampf nahezu keine mineralstoffe enthalten sind. entnimmst du deinem system keine masse (fische, mulm, pflanzen) bleibt der mineralstoffgehalt konstant (wenngleich sich mineralstoffzusammensetzung durch umbau und einlagerung ändern kann).

    Vg johannes

  • Hallo Johannes , ja die Mineralstoffe bleiben , dazu kommen neue Mineralstoffe aus Auffüllwasser und Futter . Einige Mineralien werden abgebaut durch die Pflanzen , andere reichern sich an weil dann im Übermaß vorhanden . Dann kommt es bei den Pflanzen zu Mangelerscheinungen weil das Gleichgewicht der benötigten Stoffe gestört ist und am Ende überleben nur noch anspruchslose Algen .

    Armin

  • hallo armin, ja das meinte ich ja mit meiner anmerkung. massenerhaltungssatz eben. mit deiner ergänzung: das sich bei regelmäßigem auffüllen des wassers ohne analoge entnahme von masse stoffe anreichern, hast du natürlich recht.

    im übrigen bin ich auch ein verfechter des wöchentlichen teilwasserwechsels. um auf die ursprüngliche frage zurück zu kommen, mulm ist grundsätzlich nichts schlechtes, abbauprodukte des stickstoffkreislaufes sollten meiner meinung nach dennoch durch teilwasserwechsel entfernt werden da diese das wachstum der Fische hemmen können. vg johannes

  • hallo cws, ein wirklich lesenswerter beitrag! leider beansprucht der autor, der sicher in sehr vielen dingen recht hat, die absolute weisheit für sich.

    der versuch mit moderlieschen ist etwas zweifelhaft (die kommen ja ohnehin in organisch belastetem wasser vor). ein verusch mit tieren aus leitwert- und nährstoffarmen gewässern wäre diesbezüglich interessant.

    offen bleibt warum renomierte züchter (auch sehr anspruchsvoller arten), teilweise täglich, spätestens wöchentlich wasser wechseln oder gleich durchlaufanlagen betreiben?


    viele grüße,

    johannes

  • Die ganze Sammlung der Gastbeiträge ist recht interessant.

    Zumal die Beiträge schon recht alt sind

    Dr. Kassebeer ist 2013, 80jährig verstorben.


    Es sind zum Teil historische aquaristische Schätzchen die aber noch heute weitgehend richtig sind.

    Die Beiträge von Dr Kassebeer sind der Hauptteil einer insgesamt recht interessanten Sammlung

    http://www.deters-ing.de