Artbecken Channa orientails

  • Hi,
    in diesen Thread sollen ja Artbecken beschrieben werden und da sich Channas immer größerer beliebtheit erfreuen fang ich mal mit nen Channabecken spez.für channa orientalis an.
    Beckengröße:
    Für ein Paar ch.orientalis wie auch für ch.bleherie oder spec. assam reichen 112l (80x40x35)voll und ganz.
    Genannte werden nicht größer als ca.18cm
    Es sind sehr ruhige Fische die nicht viel freien Schwimmraum benötigen.Lieber"schlängeln"sie sich elegant durch diverses Wurzel,-Ast,-und Pflanzenwirrwar.
    Wichtig:Channas sind perfekte Springer!Ein Channabecken MUSS immer gut abgedeckt sein!Da es sich bei allen Channas um Labyrinter handelt muss dabei aber beachtet werden daß zwischen den Abdeckscheiben immer noch n'kleiner Spalt bleibt damit die Dicken auch atmen können.Dem ist nat.auch bei der Abdeckung/Lampenkasten Folge zu leisten.
    Wasserwerte:
    Channas sind nicht wirklich anspruchsvoll was die Wasserwerte angeht allerdings fühlen sich fast alle Arten in weicheren,leicht sauren Wasser wohler und zeigen dann auch mehr Farbe.
    Wenn mal ein oder auch zwei Wochen kein Wasserwechsel gemacht wurde stört die das kaum.
    Ich filter das Wasser für'n Wasserwechsel im Vorfeld zwei/drei Tage über Schwarztorfgranulat.Das Zeug's entzieht dem Wasser erst die Härtebildner und gibt dann Huminstoffe frei.Primazeugs!
    Bodengrund:
    Ich nehm stinknormalen weis/grauen Sand mit Körnung ca.1-5 mm mit verschieden größeren Steinen zur reinen Deko.
    Einrichtung:
    Wie schon geschrieben-Channas sind nicht die aktiven Schwimmer.Sie"schlängeln"sich lieber durch irgendwelches Gekrös.Ich pack also nen"Sack",im Vorfeld gewässerte und gereinigte Wurzeln und Äste rein,darauf einige Schwarzwurzelfarne,eventuell noch ne Ecke mit Valisneria spiralis und noch ne Lotos,Schwimmfarn oben drauf-fertig.Schwarzwurzelfarn kommt auch mit wenig Licht(wegen Schwimmpflanzen)gut zurecht.
    Schwimmpflanzen sind meiner Meinung nach ein Muss,haben die Dicken doch so auch Deckung von oben und fühlen sich so viel wohler.
    Filterung/Temperatur:
    Ich schwör ja auf Hamburger Mattenfilter,also hab ich auch im Channabecken so'n Teil drin.Ein Handelsüblicher Aussenfilter tut's aber auch.Temp.22-26 C.Orientalis sidn tropische Channas.
    Futter:
    Das ist das schöne an Channas,die fressen fast alles was tierischen Ursprungs ist.
    Fischfilet,Garnelen,Regenwürmer,Mehlwürmer,Heimchen,Grillen,Fliegen und deren Maden und und und.....
    Was nicht gefüttert werden sollte ist Fleisch,also auch kein Rinder,-oder Geflügelherz.
    Damit kommt der Organismus von Channas auf Dauer nicht zurecht.
    Channas neigen sehr schnell zur Verfettung.also sparsam füttern.
    Jungtiere bekommen bei mir täglich.Erwachsene nur alle zwei Tage.14 tage Urlaub?Gar kein Problem für Channas.
    Im allgemeinen kann man sagen,Channas sind recht einfach zu haltende Fische,vorausgesezt man befolgt einige wichtige Regeln.
    Dazu,falls Intresse aber später mehr.
    So,-noch was vergessen?Noch Fragen?


    Ich habe derzeit nur noch ein Paar Channa orientalis.
    Bevor ich auf Buschfische"umgestiegen"bin hatte ich:
    ch.gachua"bengalen"
    ch.limabta "TH2/03"
    ch.bleherie
    ch.assiatica
    und ein Einzeltier vom coolsten Channa überhaubt-Parachanna obscura.


    Grüße

  • Nun können wir dieses uralte Thema wieder aufmachen und ich muss sagen, ich bin richtig stolz drauf, dass unsere Channagruppe Ost das Vertrauen erhalten hat, zu helfen, diese Tiere in Deutschland wieder zu etablieren.

    Channa orientalis ist eine klein bleibende Art aus den Regenwäldern ( Kottawa forrest) SriLankas. Die Tiere sind meines Wissens im natürlichen Habitat stark bedroht. Importe gibt es nicht. Sie unterscheiden sich zu den kleineren Gachuaarten besonders durch das Fehlen der Bauchflossen.

    Die Art war lange vom Markt verschwunden, obwohl aufgrund der Größe, der tropischen Haltungsbedingungen sehr zu empfehlen.

    Letztes Jahr tauchten dann plötzlich 4 Tiere zufällig auf dem Markt auf und wurden von Ralf Przchomski sofort gesichert. Die ersten schwer erkämpften 6 Nachzuchten haben wir jetzt bekommen.

    Anmeldungen für weitere gibt es genug. Nun heißt es behutsam die 6 groß zu bekommen.

    Die ersten Tage sieht es sehr gut aus. Haben sich eingewöhnt und sind futtertechnisch nicht wählerisch.

    Trotzdem begleitet mich stets das Bauchgefühl, dass noch was schief gehen kann. Sind immerhin noch Jungtiere von 2-3 cm.

    Also drückt bitte alle die Daumen!😉


    Erste Bilder hab ich auch!


    Grüße Heiko

  • Es ist schön zu sehen, dass so etwas doch auch klappen kann - eine eigentlich aus dem Hobby verschwundene (und dann auch noch endemische???) Art, die in einem stark schwindenden, nur noch teilweise natürlichem Lebensraum vorkommt, tatsächlich wieder zu holen und für Liebhaber zu etablieren!

    Allein der Versuch verlangt schon Respekt...

  • Mal ein kleines Update.

    Die kleinen orientalis entwickeln sich im Vergleich zu anderen Arten recht langsam.

    Es sind noch alle 6 da. Leider erkennt man bei 3 Tieren doch jetzt deutlicher eine Fehlentwickling.

    2 sind wirklich recht klein geblieben zum Rest der Gruppe. Einer davon scheint dabei eine Art Mopskopfbildung zu bekommen.

    Ein Dritter entwickelt sich zwar körperlich gut, scheint aber ein Problem mit der Schwimmblase zu haben. Er liegt vorrangig auf dem Boden und zum Atmen an die Oberfläche kommt er mit taumeligen Bewegungen und etwas hängendem Schwanz.

    Die anderen 3 sehen wirklich gut aus und scheinen keine Fehlentwicklungen zu zeigen.

    Die Größe variiert wirklich zwischen 4-6 cm.

    Man wird sehen, ob sich am Ende ein Pärchen findet ohne Fehlentwicklung.

    Zur Dokumentation ein paar Bilder im Verlauf.

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  • Ja die sind von Ralf aus Hamburg. Er hatte mehrfach Nachwuchs aber von glaube 3 Würfen nur diese 6 durchgebracht. Ich bin erstmal froh, dass alle 3 noch leben und wachsen. Wenn wir am Ende1 gesundes Paar bekommen, haben wir schon gewonnen und die Chance ist größer die Art wieder zu etablieren.

  • Hi Christoph, bei meinem Bock sind wieder nur tote Larven rausgekommen der hat aber auch noch keine 10cm. Deine scheinen doch schon etwas größer zu sein.

    Das mit der Grube kann ich bestätigen während des brüten hat mein Bock auch ein ordentliches Loch angelegt. Mittlerweile habe ich es jetzt geschafft das Paar von der restlichen Gruppe zu separieren. Jetzt schaue ich mal wie es die nächsten Male aussieht und versuche noch etwas an der Temperatur Schraube zudrehen. Leider ist das bei einem Paludarium direkt neben einem Fenster was ständig aufgerissen wird schwer zu kontrollieren. Ich werde mal sehen wie sich das weiterentwickelt gegebenfalls muss ich in ein anderes Becken ausweichen. Ich wünsche dir aber viel Erfolg und bin überhaupt nicht böse wenn du mir mit dem ersten Nachwuchs was vor machst Hauptsache wir bekommen langfristig mal wieder paar Tiere auf den Markt.


    Viele Grüße Heiko

  • Hey.

    Der ist noch immer unterm Blatt... morgen wäre wieder der vierte Tag. Mal sehen... :)

    Auch wenn du mir böse wärst, mein lieber Heiko, ich würds weiter probieren haha ;)


    Meine Tiere sind auch keine 10cm - knapp drunter denk ich. Ich bräuchte noch einen Kerl dann hät ich 2 Paare... oder falls es klappt mit Jungen... von denen einen.

    Wie viele Tiere hast du weil du von trennen sprichst ?
    Jetzt ohne scheiß... du siehst ihn die Larven rausgeben und die sind tot ? Larvensterben kenn ich jetzt auf die Schnelle nur aus 2 Gründen - Wasser / Sauerstoff oder verhungern. Das von dir geschriebene hät ich noch nie erlebt.


    lg

  • Hi Christoph,


    Ich habe derzeit sechs Jungtiere, die ich von Ralf bekommen habe. Ist ein anderer Stamm als der von Pascal und wohl auch die einzigen Jungtiere, die Ralf von seinem Paar durchbringen konnte.

    Leider haben drei der Tiere deutliche Behinderungen. Zum einen eine Wirbelsäulendeformität, was aber eher nach einer frühen Verletzung auszieht. Zum anderen eine Art Mopskopf und das aktuelle Weibchen is leider ein Bauchrutscher.

    Die anderen drei Tiere, darunter das aktuelle Männchen scheinen gesundheitlich in Ordnung zu sein.

    Da die Tiere noch sehr klein sind, ich habe sie mit ca 2 cm im Mai bekommen derzeit zwischen 7 bis 9 cm, befanden sie sich bis vor wenigen Tagen noch in Gruppenhaltung.

    Bereits in dieser Phase hat sich das aktuelle Paar schon zwei bis dreimal gepaart und der Bock hatte wiederholt für ca drei bis vier Tage Eier im Maul. Beim letzten Mal konnte ich beobachten wie er die Eier von der Oberfläche eingesammelt hat. Die waren echt winzig ich habe daraufhin die Gruppe jetzt endlich mal trennen können. Das hat natürlich kurzzeitig noch während des Brütens zu Stress geführt.

    Auf jeden Fall hatte er noch 2 Tage lang die Eier im Maul und am nächsten Morgen wars plötzlich vorbei. Er hat wieder gefressen und im Bereich der Grube konnte ich durch Aufwirbelung vier bis fünf tote Larven erkennen, die langsam zur Oberfläche trieben. Ich habe extra noch mal eine große Lupe genommen, um auch sicherzugehen, dass es welche sind. Es war deutlich die Larvenform an dem dünnen Schwanz erkennbar.

    Verhungern gehe ich nicht von aus, dann hätte ich wenigstens ein zwei Tage lebende Larven sehen müssen.


    Ich hatte ein ähnliches Phänomen mal bei andrao. Da hat ein Pärchen regelmäßig bis zum Larvenstadium gebrütet. Ein Teil der Larven war sofort tot, der Rest ist innerhalb von 1 bis 2 Tagen verstorben. Was mir damals auffiel, war, dass die noch lebenden Larven sich völlig unkontrolliert bewegten und es nicht schafften an der Oberfläche zu bleiben sondern immer wieder zu Boden fielen. Der Bock hatte sie immer wieder vom Boden eingesammelt und zur Oberfläche geschleppt. Damals war es auch so dass das Weibchen nicht wirklich gesund war. Dominik meinte sowas ist bekannt und irgend was krankhafte. Wäre dann wohl auch sinnlos es weiter zu probieren.


    Ich werde jetzt sehen, wie es weiter läuft. Gegebenfalls auch mal das Becken wechseln. Das Wasser ist recht weich und dunkel durch das viele Xaxim und wie ich schon sagte sehr Temperatur empfindlich.

    Ich mache mir jetzt erstmal noch nicht die großen Sorgen zumal es bei Ralf auch äußerst schwierig war.

    Vielleicht ergibt sich ja aus der anderen Gruppe noch ein Pärchen. Leider sind bei die Geschlechter echt schwer zu sehen. Beim aktuellen Paar hätt ich äußerlich eigentlich genau das Gegenteil vermutet. Das Weibchen hat den breiteren Schädel und die ausgeprägteren Flossen. Nur die Form des Körperstammes entspricht der aktuellen Rollenverteilung., das Weibchen etwas rundlicher und untersetzter.

    Also nicht die besten Vorrausetzungen, aber du weist selbst wie schwer es ist Jungtiere zu bekommen.


    Wir werden sehen, es ist Winter und das sind tropische Fische. Schauen wir was das nächste Jahr bringt.😉


    Grüße Heiko

  • Hi. Ja das mit dem verhungern war nicht auf dich bezogen... klar, dass passiert dann innerhalb der ersten Tage erst.

    Das unkontrolliert rumhüpfen... (weil viele Larven auch am Boden bleiben die ersten Tage... holen auch nicht Luft, sondern die Luft übers Wasser für die ersten Tage... zb. bei BlueBengalen) könnte so ein Sauerstoff Thema sein... ich hab bei einem Kollegen beobachtet... viele Pflanzen etc. - übe Nacht saugen die die Luft aus dem Wasser und morgens hupften die Kleinen wie Läuse rum... bis Mittags... dann wurde es besser... Luftsprudler rein... alles vorbei und doppelt so viele Junge durchgebracht. Dieses Verhalten kenne ich bei Becken mit sehr viel Gemüse und Kreiselpumpen betriebenen HMF bzw. Außenfilter etc.... mit luftbetriebenen HMF konnte ich das noch nie beobachten.

    Bei Larven die sich an der Wasseroberfläche aufhalten... solltest du da kein Thema haben... aber das tun ja nicht alle. Und sobald sie Luftholen kannst du den Sprudler wieder abstellen eigentlich... wobei das ein Grund für mich war - die Becken nur noch luftbetrieben aufzubauen was die HMF angeht.


    Naja - ich komm heute rein... 4ter Tag... Männchen bettelt schon wieder um eine Paarung... und hat die Eier wohl heute geschluckt.


    Bezüglich Männchen und Weibchen... ne, is bei mir genauso... und normal. Das Weib ist richtig fett - dominant und frisst ihm immer alles weg - etc... aber das ist einer der vielen Gründe warum ich erst auf die Körperform sehe... und dann erst auf den Rest. Für mich ist ab den Kiemen bis zur Schwanzflosse der entscheidende Teil bei den meisten Channa... wie ich sie auseinanderkenne - so verpaare ich meist schon mit 4 cm die Tiere... lasse sie geschlechtsreif werden... und es geht schon los ohne den restlichen Stress mit Gruppe und rausfangen / trennen etc.

  • Ich seh gerade, meiner sammelt gerade wieder Eier ein. Ich glaub, wenn das wieder nichts wird, werd ich das Paar etstmal trennen und dem Bock mal ne Pause gönnen.


    Vielleicht könnte uns ja Knut ( manticora ) mal bissel was seinen Erfahrungen mit den Ceylon Schlangenköpfen hier berichten?

    Wäre sicher sehr interessant für uns.


    Grüße Heiko