Goldtüpfelschlangenkopffisch

  • Wahrscheinlich, einfach durch seine Farbgebung und Musterung, eine der begehrtesten Channa-Arten im aquaristischen Umfeld. Die Fische sind allerdings endemisch in der Region Assam (Dhemaji District) und wenn man bedenkt, dass Nachzuchten nach wie vor nicht sehr oft erfolgen, sollten diese Tiere mindestens nicht unsachgemäß untergebracht werden.
    Von der Körpergröße ist diese Art im größeren Heimaquarium handhabbar, aber es gilt zu bedenken, dass sie offensichtlich an einen z.T. stark schwankenden, subtropisch saisonalen Rhythmus angepasst sind, evtl. sogar außerhalb der Brutzeit Einzelgänger sein könnten, was das oftmals auftretende, hohe Aggressionspotenzial erklären könnte.
    Letzlich ist auch diese Channa-Art eigentlich nur dem spezialisierten Halter zu empfehlen!



    Artbezeichnung:

    Channa aurantimaculata (Musikasinthorn, Prachya - 2000)


    Herkunft:

    Asien, Indien, Nord-Assam (Nähe Dibrugarh); endemische Art


    Größe:

    Wird oftmals mit 40-45 cm KL angegeben; es wurden aber auch schon Exemplare mit > 60 cm KL nachgewiesen

    (in ihrer Heimat ist die Art ein Nahrungsmittel)


    Besonderheiten:

    Man sollte den Fischen in eigentlich jedem Alter ein eher geräumiges Becken gönnen, da die Tiere bereits als Jungfische zu stark territorialem Verhalten neigen. Eine besondere Schwimmfreude konnte ich bei meinen Tieren in mittlerweile fast 2 Jahren nicht entdecken, aber die Individuen im Becken brauchen unbedingt Ausweichräume voneinander. Flossenschäden wird man trotzdem nie ganz vermeiden können. Die Art scheint, im gegensatz zu Channa asiatica, gegen artfremde Fische, sofern sie nicht ins Beuteschema passen, nicht aggressiv zu sein - eine Beifisch-freie Unterbringung ist aber trotzdem anzuraten!

    Die Art benötigt zur Gesunderhaltung und Fortpflanzung eine saisonale Ruhepause, idealerweise mit einer Temperaturabsenkung auf konstante 16-18°C und möglichst einer einhergehenden Nulldiät über 3-4 Monate (vorzugsweise in den Wintermonaten November - März)!!! Im Frühling bis Sommer ist eine Wassertemperatur ansteigend bis auf 25-26°C empfohlen, zum Herbst hin wieder abfallend gen 20°C.

    Die Art ist ein Maulbrüter im männlichen Geschlecht. Vor allem die Männchen neigen dazu, sich selbst unter großen Wurzeln usw. Höhlen zu graben; damit ist Channa aurantimaculata neben Channa torsaensis spec. nov. und evtl. auch Channa barca die einzig bekannte, obligatorisch grabende Channa-Art. Die Fortpflanzung wird meist durch einen großzügigen Frischwasserwechsel mit anschließender Temperaturerhöhung ausgelöst. Vorher muss aber eine Ovarienbildung und -reifung durch eine Winterruhe stattgefunden haben. Eine Geschlechtsunterscheidung ist nicht einfach.


    Aurantis sind als Jungfische nicht sehr wählerisch, was das Futter angeht - bei mir haben die alles an Frisch-, Frost- und Trockenfutter genommen, was der Zooladen für Raubfische und carnivore Terrarientiere so hergibt. Mit Heranwachsen der Fische füttert man vorwiegend kräftigeres Futter - Regen-/Tauwürmer, Schaben und Heuschrecken, Frostfutter (z.B. Fruit de Mare, Miesmuscheln, Shrimps, Stinte usw.).

    Nur immer daran denken - nicht überfüttern; ab einer KL von 25cm reicht eine Fütterung alle 2-3 Tage mit einem, vllt. auch mal zwei größeren Brocken völlig aus, je nach Jahreszeit und Temperatur, und möglichst auf Fleisch von warmblütigen Tieren (Mäuse, Geflügel usw.) verzichten - das können die nur sehr schwer verdauen und werden mittelfristig wahrscheinlich impotent davon!