Hallo Dirk,
herzlichen Glückwunsch für das 4jährige Durchhalten.
Zum Thema Pflanzen möchte ich mal meine Erfahrungen beisteuern.
Grundsätzlich versuchen wir alle ganz offensichtlich, einen bunten Unterwassergarten im Aquarium anzulegen und zu pflegen. Dabei ist es besonders wichtig, Pflanzen miteinander zu kombinieren, die von ihren Ansprüchen und Nährstoffbedarfen genau zueinander passen. Das wird offensichtlich das Schwierigste sein!
Der wichtigste wachstumsbegrenzende Faktor bei den Pflanzen ist immer der Faktor oder Nährstoff, der zu wenig vorhanden ist. In einem Aquarium, in dem die Nährstoffwerte nicht regelmäßig überwacht werden, wird es sowas immer mal geben. Lebensräume sind immer ständigen Veränderungen unterworfen. Das gilt für Aquarien ganz besonders, weil es sich hier um einen besonders kleinen Lebensraum handelt und sich die Parameter für Pflanzen, Fische u.a. wesentlich schneller ändern als in der Natur (auch wenn das Aquarium "eingefahren" ist); deshalb muss man immer öfter wieder mal am Aquarium rumfummeln (Wasser wechseln, nachdüngen oder beides). Wenn sich ein Nährstoff im Minimum befindet, werden sich immer die Pflanzen durchsetzen, die sich am besten anpassen und am schnellsten die verbliebenen Nährstoffe den anderen Pflanzen "wegfressen". Manchmal sind eben Algen die Sieger.
In einem Aquarium mit vielen unterschiedlichen Pflanzen werden nicht immer alle Pflanzen gleich gut gedeihen. Es wird immer welche geben, die sich durchsetzen und wachsen, andere dagegen mickern vor sich hin oder vergammeln.
Ich kenne 2 Wege, wenigstens den Mangel von Nährstoffen zu vermeiden:
(1) Regelmäßig den großen Wasserwechsel. Großer Wasserwechsel heißt 70 ... 80% Wasser tauschen. Danach mit einem Kombinationsdünger das Wasser wieder "aufdüngen", damit alle Nährstoffe in genügender Menge vorhanden sind. Diese Methode hat außerdem den Vorteil, dass Stoffe, die im Überfluss vorhanden sein könnten, "abtransportiert" werden. Übrigens - wenn man mit Wasserwechsel Stoffe "abtransportieren" will (also verdünnen möchte), dann helfen 10 ... 15% Teilwasserwechsel nicht! Bei 10 ... 15% ändert sich an der Konzentration einfach zu wenig.
(2) Wenn man nicht solche Massen an Wasser wechseln möchte wir unter (1), funktioniert das nur, wenn sich keine Nährstoffe im Aquarium anreichern. Nitrat und Phosphat "tun" das gern. Kann man das ausschließen, sollte man möglichst genau den Nährstoffbedarf seines Aquariums ermitteln und nur die Stoffe nachdüngen, die fehlen.
(1) und (2) sind aber noch keine Garantie dafür, dass alle gewählten Pflanzenarten im Aquarium gleich gut wachsen.
Zu Pflanzenkombinationen habe ich folgende Erfahrung gemacht:
- Ein Aquarium, das nur wenige Pflanzenarten enthält, lässt sich viel einfacher pflegen. Wahrscheinlich ist der Verdrängungswettbewerb der Pflanzen untereinander weniger stark ausgeprägt bzw. die Chancen unter den Pflanzen sind hier "gleich verteilt".
- Übrigens: Vergleiche doch mal ein Aquarium mit natürlich vorhandenen Lebensräumen. In der Natur werden in Volumen, die größeren Aquarien entsprechen, kaum mehr als 1-2 Pflanzenarten zu finden sein - warum wohl ?!
Ein Wort der Kritik habe ich aber noch:
Bei Deiner Zeichensetzung ist tatsächlich noch viel Luft nach oben! Klemmen die Tasten für die Satzeichen auf Deiner Tastatur
? Ich werde ganz besoffen bei den vielen kleinen Punkten
.
Viele Grüße aus dem Land Brandenburg