Hi Sonnenbad,
entschuldige bitte das das ich jetzt erst antworte. Leider ist meine Gesundheit nicht gerade die beste.
Ich habe Deine Berichte gelesen und möchte mich dafür bedanken.
Zu meinen Wasserwerte PH 6,8 / KH 4,0 / GH 8 ( Reines Ostmosewasser)
Wasserwerte aus der Leitung. GH 14 / PH & KH nicht gemessen.
Zu den Eiern, die ersten waren hellbraun die letzten waren weiß und nach einen Tag verfilzt.
Temperatur jetzt auf 23. C° geregelt, vorher waren 26 C°.
Wenn ich das Metylenblau einsetzen möchte im Aufzuchtbecken wie müsste ich es anwenden.
Fragen über Fragen......
Gruß Gubbi59
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Hallo, Gubbi59,
Du mußt Dich doch nicht dafür entschuldigen, daß Du mir nicht im Eilverfahren auf meine Beiträge zum behandelten Thema geantwortet hast.
Du hast mir geantwortet, und das freut mich. 😊
Zu einzelnen, inhaltlichen Punkten.
Die Wasserwerte, die Du als 'reines Osmosewasser' bezeichnet hast, können meines Erachtens nur von einem durchgeführten Verschnitt Deines lokalen Leitungswassers mit Osmosewasser herkommen.
In meiner gesamten aquaristischen 'Karriere' habe ich im eigentlichen Sinne nie gezüchtet. Sondern dann und wann haben sich vereinzelte Arten einfach ganz spontan vermehrt.
Den Umgang mit Methylenblau kenne ich selbst nicht. Dazu hat ja cwb bereits etwas für die Praxis Hilfreiches geschrieben.
Alternativ zu diesem Mittel lassen sich für Deinen Zweck auch humin- bzw. gerbstoffhaltige Laubarten (Seemandelbaum, Walnuß, Eiche z.B.), oder aber ein handelsübliches Humin-Flüssigpräparat verwenden.
Da es Dir gesundheitlich anscheinend schon über einen längeren Zeitraum hinweg nicht so gut zu gehen scheint, würde ich an Deiner Stelle die Zucht von Pandapanzerwelsen rein methodisch von den angebotenen Rahmenbedingungen her mit so wenig Pflegeaufwand wie nur möglich anzugehen versuchen.
Damit meine ich konkret, ich würde die betreffende Welsgruppe möglichst dauerhaft mit einer Überzahl(!) an Männchen (steigert die Wahrscheinlichkeit, daß die Eier auch tatsächlich befruchtet werden enorm) in einem für sie reservierten, und nur von ihnen allein besiedelten, ausreichend großen Aquarium pflegen.
Du versuchst dann die Welse in einem sogenannten 'Daueransatz' zu züchten.
Das Aquarium sollte ausreichend Versteckmöglichkeiten für die geschlechtsreifen Welse aufweisen, und gleichzeitig mindestens eine größere, freie Fläche zum Gründeln haben.
An Pflanzen sind darin ganz besonders möglichst feinfiedrige Arten (wie Javamoos) wichtig. Und dann am besten als größere, dichte, relativ geschlossene 'Büsche'.
In diesen Dickichten finden geschlüpfte Jungwelse sowohl Schutz als auch wichtige Kleinstnahrung für die erste Zeit.
Es ist unbedingt von Vorteil, wenn die adulten Welse - außer anderen Futter'typen' natürlich - relativ regelmäßig (vor dem Verfüttern gut durchgespültes) Lebendfutter bekommen.
Dies hebt nicht nur deren allgemeine körperliche Kondition, sondern steigert auch die Laichbereitschaft.
Das 'wilde Treiben' und Ablaichen der Welse läßt sich mit ausreichend großen Teilwasserwechseln mit im Vergleich zum Aquarienwasser etwas kühlerem Wechselwasser auslösen.
Auf Methylenblau, das als Nachtrag, würde ich bei einem solchen Daueransatz komplett verzichten.
Jedoch auf jeden Fall entweder eine Wasser ansäuernde Laubsorte ins Becken geben, oder eben dafür ein Fertigpräparat nutzen.
Dann läßt Du der Natur am besten ihren Lauf...
Der Pandapanzerwels zählt neben dem Marmorierten Panzerwels (kurz, dem 'Paleatus') und dem Metallpanzerwels (dem 'Aeneus') mit zu den Arten, die sich ohne (allzu) großes Zutun im Aquarium noch am leichtesten vermehren.
Viel Erfolg!
Grüße
Frank