Beiträge von erabo

    Um 'chronisch' verfolgten Kärpflingen auf dem engen, gegebenen Raum nötige Rückzugsmöglichkeiten anzubieten.

    Bei Zwergkärpflingen gibt es kein "Chronisch"-Verfolgt-Problem.
    Männchen bilden Reviere und die Weibchen sind viel zu groß, um von Männchen sich gestresst fühlen zu können.
    Allerdings nichts desto trotz ist es richtig, dass Zwergkärpflinge sich lieber im Verkrauteten aufhalten und rumkriechen.
    Bzgl. Futter ist es wichtig ihnen nicht zu selten Lebend- oder Frostfutteer zu geben, sonst kümmern sie. Reichlich Lebendfutter fördert die Vermehrung auch noch.

    Zwergkärpflingsmännchen ... Solange es sich nicht bewegt, scheint es bisher allerdings nicht als Beute angesehen zu werden.

    Zwergkärpflinge fressen ihre Jungen nicht., abgesehen davon, dass das Maul eines Männchens viel zu klein dafür ist.

    Ich hab auf meiner Seite auch was über Zwergkärpflinge geblubbert, falls Interesse besteht:
    Heterandria formosa

    Ja, die obige direkt eingebundene Grafik zeigt die Messwerte 10.Jun bis 24.Aug.
    Sie beinhaltet die Messwerte von 3 Temperaturloggern, die jede halbe Stunde messen.

    1. Hellgrau-dick: Lufttemperatur im Schatten etwa 180cm über Erdboden.
    2. Hellblau-dünn: Teich-Oberflächenwasser in etwas 6 bis 10cm Tiefe
    3. Dunkelblau-dünn: Teich-Tiefenwasser in etwa 40-50cm Tiefe
    Die dunkelgraue fette Linie ist das gleitende Mittel der Lufttemperatur über ein 7-Tage-Intervall.
    In der Zeit vom 10.06.25 bis 24.06.25 ist das Thermometer des Oberflächenwassers unbemerkt nach oben gedriftet und war so der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt. Man erkennt es sehr schön daran, dass tagsüber die Lufttemperatur immer klar überschritten wird, das Thermometer also Tags bei Sonneneinstrahlung nicht die Wassertemperatur anzeigt, sondern die direkte Aufheizung des Thermometerbehälters durch die Sonne.


    Am 24. hab ich das dann bemerkt und es wieder sicher im Schatten in seiner vorgesehenen 10cm-Tiefe fixiert. Allerdings, wenn man bedenkt, dass die Rundschwanzmakropoden sich gerne - insbesondere im Frühjahr - außerhalb des Wassers auf feuchte Polster direkt in die pralle Sonne legen, zeigen diese versehentlichen Messungen, wie hoch sie dabei ihren Körper über die Wassertemperatur hinaus aufwärmen können.

    Was man auch gut sieht, ist der starke Tagesgang der Oberflächenwassertemperatur im vergleich zum ruhigen in 45cm Wassertiefe.

    ...und hast du dazu auch Ganzjahresdaten?

    Die Temperaturlogger setze ich erst seit 2025 ein.
    Früher habe ich manuell ablesend erfasst. Der obere Link bezieht sich auf eine solche Grafik.
    Die Messwerte sind jeweils morgens um 7Uhr und abends nach der Arbeit 18Uhr abgelesen.
    TW: Tiefenwasser in etwa 60cm Tiefe
    OW: Oberflächenwasser in etwa 10cm Tiefe
    Weiterhin ist noch die Eisdicke für geschlossene Eisdecken erfasst.

    Diese manuellen Messungen habe ich von 2008 bis 2015 mehr oder weniger regelmäßig durchgeführt.
    Dabei habe ich auch das Verhalten der Fische qualitativ klassifiziert, worauf z.B. meine Tabellen über die Temperaturtoleranz dieser Arten beruhen, wie z.B.
    Link zu: Temperaturtoleranz Rundschwanzmakropoden
    Link zu: Temperaturtoleranz Gabelschwanzmakropoden
    Diese vielen Daten über etliche Jahre zusammengequetscht sehen aber natürlich nicht so beeindruckend aus wie eine detaillierte Kurve über einige Monate ;).

    Unter dem Link Teichtagesprotokoll kann man aber eine Übersicht finden mit etwas mehr Details in Tabellenform. Die Einzelmessungen aus der Datenbank stelle ich dort aber nicht allgemein zur Verfügung. Sie sind aber die Grundlage der folgenden Grafik.
    Was man in der Grafik unten sehr schön sehen kann ist, wie lange die Teiche und damit die Rundschwanzmakropoden (Adulte wie kleine Juvenile) oft unter geschlossener Eisdecke verbracht haben.
    Sowas kann man alles auf meiner Seite mit Geduld irgendwo frei zugänglich notiert finden ;)

    Ok, war das deine Frage nach Ganzjahresdaten?

    Ich stelle mal diese Grafik direkt hier rein, dann muss man dem Link nicht folgen:teichtagesprotokoll.png

    schaffen es ... Springbrunnen über den Tag die Eisfläche mittig wieder zu öffnen.

    Na, dann will ich auch nochmal meinen Senf zur Verstärkung dazu geben, denn einen Gartenteich im Winter umzuwälzen ist deutlich kontraproduktiv bzgl. der "Betriebsfähigkeit" der allgemeinen Teichbewohner.

    Es gibt kaum etwas, was die Teichbewohner im Winter besser vor den Widrigkeiten des Winters schützt, als eine geschlossene Eisdecke:
    - Sie isoliert das Wasser unterhalb der Eisdecke gegen die deutlich unter 0°C fallenden Lufttemperaturen, Eis ist ein schlechter Wärmeleiter.
    - Sie verhindert die gefährliche Wirkung von Winden, die zu Wellen und Wasserumwälzung werden, was die hilfreiche Wasserschichtung bzgl. Temperatur stört.
    - Sie verhindert, die Umsetzung von Winden in Wasserbewegung, welche die Teichbewohner zwingen würde im Winter mehr Energie bei der Fortbewegung aufzuwenden als ihnen meist lieb ist

    - Zerstören der Eisdecke mit evtl. Zerstückelung in Stücke/Schollen erzeugt ein Eisgebrösel, welches dem Wind ausgesetzt ist, also beweglich wird. Und kein Teichbewohner würde gerne das Pech haben, zwischen so ein Geschiebe zu geraten.

    Wie schon oben geschrieben wurde:
    eine aktive technisch forcierte Umwälzung im Teich verhindert die lebensnotwendige Schichtung und lässt den Teich bei längeren Kältephasen leichter bis zum Grund durchfrieren, was die Bewohner eigentlich nicht so gerne hätten. Selbst wenn es nicht bis zum Grund durchfriert, sorgt es dafür, dass das Wasser unter dem Eis auf Dauer umgeschichtet gleich temperiert wird, also letztlich sich an die 0°C des Eises annähert.

    Zu Eisabdeckungen hatte ich auch schon mal was weiteres geschrieben, z.B.:
    - 31. August 2017 und
    - Notwendige Teichtiefe gegen Durchfrieren

    Jott, is das alles kompliziert ;))) .

    Betta splendens sind unkomplizierte Fische, relativ kurzlebig, je wärmer gehalten, je kurzlebiger, wie oben bereits irgendwo gesagt zwischen 1 Jahr und 3 , 4 Jahre ist möglich. Also im Prinzip langlebiger als ein Goldhamster.

    Wenn das Aquarium in einem Zimmer steht, welches ihr benutzt, also regulär heizt so um die 20°C bis 22°C, da benötigst du für die Betta sp. überhaupt keine Heizung.
    => Geld einsparbar, es sei denn, du willst unbedingt Fische dazu setzten die wirklich höhere Temperaturen benötigen.

    Zur Haltung:
    In einem Becken für B. splendens, also eines, welches entsprechend einer überfluteten Wiese, so als Orientierungsbeispiel, eingerichtet ist und nicht die Maße der typischen Minibecken hat, lässt sich B. spl. am Besten als Paar halten. Ich sage ausdrücklich als Paar, nicht als 1 Männchen+2 oder mehr Weibchen.

    <strike>Ich kann die Größe deines Beckens nicht vom Bild einschätzen und Angaben finde ich nicht.</strike>(entdeckt)
    Für Betta sp. ist nicht die absolute Menge Wasser wesentlich, sondern die horizontale Fläche, also mehr Fläche in Relation zum Volumen ist das Ziel.
    Das oben vorgeschlagene Meterbecken wäre bestimmt super und ergäbe für die Tochter einen super interessanten Beobachtungsraum.

    Ablageplätze kaufen ist nur Geldverschwendung oder Altruismus dem Aquaristikhandel gegenüber nach meiner Meinung. Im richtig eingerichteten Becken, hat er mehr Ablageplätze, als man Zählen kann ;) zwischen den Pflanzen.

    Jetzt brauchst du noch eine langsamen einfache Schaumstofffpatronenfilterung, um deine Überfütterungen abzupuffern ;) - wie oben schon jemand erwähnte -, und gut ist. Nix kompliziertes, nichts fancy technisches.

    Wie angedeutet: dicht bepflanzen, zum durchkriechen, dann ist gut, mit Pflanzen die auch an der Oberfläche fluten.
    Wasserpest ist also gut zum dichtmachen, aber auch alles andere, was dichte weiche Bestände bildet.

    Jetzt die Fische:
    Kauf ein Paar. Das Männchen aus einer kurzflossigen Zuchtline, keine der armen Teufel mit den überlangen Flossenbehängungen. Sollte ein brauchbares Aquaristikgeschäft im Angebot haben, da sie zur Zeit in sind.

    Mehr brauchst du nicht an Fische für deine Tochter.
    Wenn sie so wahrnimmt, wie ich das als Kind tat, dann findet sie es spannender den Beiden beim Verstecken und durchwinden aller möglichen Verstecke zu folgen, als irgendeinem Dauergewimmel zuzusehen, welches dadurch das individuelle und spannende eher verliert.

    Schnecken würde ich immer rein tun und zwar welche, die auch zweckmäßig sind: Die ganz normale Turmdeckelschnecke. Garnelen wäre evtl eine gute Speisebereicherung ;).
    Die Turmdeckelschnecken sind garantiert nicht in Gefahr.

    Wenn du nun deiner Tochter noch zeigst, dass man ganz kleine Regenwürmer nicht ecklig finden muss, sondern damit den Kampffischchen beibringen kann, aus der Hand zu fressen, wird sie die 2 Fischchen noch spannender finden und eine Beziehung zu aufbauen können. Wenn sie das häufiger tut, werden die zwei evtl. sogar Nachwuchs bringen, was garantiert spannender für die 8-jähriger Tochter als ein Gewimmel ist.

    Dazu kamen dann später noch die vielen Qualzuchten, die auch noch heute im asiatischen Raum unheimlich beliebt sind.


    Diese Goldfische wurden speziell ausschließlich für die Aquarienhaltung gezüchtet und sehen grotesk aus.

    Diese typischen Goldfisch-Qualzuchten sind nicht für die Aquaristik gezüchtet, sondern schon sehr lange zurück von den Originalzüchtern der Goldfischen, den Chinesen und zwar für ihre Teiche und Erdbottiche. Eben deswegen sind sie so gezüchtet, dass sie von oben betrachtet auffälliger sind, man hat sie von oben betrachtet.
    Sie sind also nicht nur "auch noch heute im asiatischen Raum unheimlich beliebt sind", sie waren es schon vor langer Zeit und sind es immer noch. Sie haben also nichts mit der moderne für Glasaquarien betriebenen Zucht zu tunt ;).

    Die Kombination Platys & Goldfische funktioniert gut, es kommt auch Nachwuchs durch.


    Aber das sich alle Karpfenartigen vertragen & harmonisch zusammenleben, ist ja im Allgemeinen bekannt.

    Hmm.. die Zahnkärpflinge haben eigentlich nicht viel mit den Karpfenartigen zu tun :).
    Schon eeeeewig lange her, dass sich diese Linien getrennt haben. Ich glaub die Trennung liegt irgendwo in der Gegend der Clupeocephala, gaaanz weit oben. (Deutlicher: Gehören die Zahnkärpflinge nicht in die Barchverwandten statt in die Karpfenverwandtschaft ?! )

    Goldfische gehören nach meiner Meinung nicht in ein Aquarium

    Sollte das nicht eher von der Frage der Aquariengröße abhängen, als von der Tatsache ein Aquarium zu sein?

    Wasserbewegung...Algenpolster ...
    Jo, es reicht jedenfalls. Das Algenposter dürfte auch nicht viel anders wirken als son Schwamm, aber der eigentliche Grund für das Algenpolster um den aufsteigenden Luft-Wasserstrom, ist die mechanische Klärung für mich, damit das Wasser nicht trüb bleibt.

    Ist ja auch erkennbar, denke ich, dass das 1,2m-Becken nicht unbedingt überfüllt ist, passt also alles bequem so und macht überhaupt keine Arbeit am Filter.

    "wie es weiter geht." Hoffentlich durch ein Elternpaar das zur nächsten Saison wieder raus kann und dann netterweise wieder Nachwuchs im Mörtelkübel zeitigt.
    Und von den Jungen gibt es hoffentlich bis zum nächsten Frühjahr wenigstens ein Paar, dass ich hübsch kräftig gefärbt finde, sowohl Männchen als auch Weibchen, die mir dann evtl. auch Nachwuchs erzeugen ... mal sehen.

    "Zwergfadenfische auf diese Weise länger":
    Davon gehe ich feste aus.

    Zu Fragen:
    Nein, das Kellerbecken ist nicht mit Teichwasser gefüllt, der Weg wäre mir zu weit. Ganz normal mit Leitungswasser.
    Nein, die Guppies sind drin, weil das Becken sonst den Sommer über einfach leer wäre, wär auch ne Möglichkeit, säh mir aber zu langweilig aus.
    Es ist halt mein Sammelbecken, letztes Jahr hat es den Smaragdinanachwuchs beherbergt, jetzt beherbergt es eben die Colisa über Winter. Aber wenn du das video genau angeschaut hast, entdeckst du evtl auch, dass Rundschwanzmakropodenjunge drin rum Schwimmen. Hab mir nämlich aus dem Teich heute 2 Juvenile von 10mm SL rausgefangen, um mal wieder Rundschwanzmakropoden im Aquarium aufwachsen zu sehen :)

    Ja, das sind die Riesenvallisnerien aus den Teichen. Ich find die senkrechte Strukturierung passt gut zu der schmal-hohen Form der Fadenfische :) aber eigentlich find ich sie schlicht praktisch, sie wachsen immer gut, vermehren sich wachsen ewig in die länge, so dass sie mir eine verwuselte Wasseroberfläche bilden, wenn ich mehr Verstecke brauche, usw. sind halt praktisch und unanstrengend.

    Evtl. erkennst du es im Video: Der Bodengrund ist schlichte Gartenerde, die seit Jahren in den Aquarien immer wider recycelt wird. Deswegen sieht der Bodengrund gelblich aus. Schätze das gefällt den Fadenfischen mit ihren tastenden Fäden auch besser :)

    Ach verflixt, da fällt mir nochwas ein:
    Hast du im Video meine dortige Filtertechnik bemerkt :) ?
    Hatte ne Zeit lang so nen gekauften Blubberschwammfilter aktiv. Da die schwämme mir aber immer Arbeit machen, weil sie sich zusetzen und damit die Strömungswirkung des Filters reduziert wird, hab ich kurzerhand den Luftschlauch abgezogen und einfach frei zum Boden geführt. Davor dann ein Algenpolster drumgestopft, damit das Wasser da durch gezogen wird. Jetzt verstopft mir nix mehr, Arbeit keine mehr filtern und optisch klären tuts auch :)

    Nun mal eine Aktualisierung zu den Zwergfadenfischen aus dem Mörtelkübel mit ihrem Nachwuchs.
    Da draußen die Wassertemperatur seit einiger Zeit in den Kübeln nicht mehr nennenswert über 10°C ansteigt sind die Zwergfadenfische in das Kelleraquarium zur Überwinterung umgezogen. Das Elternpaar schwimmt also jetzt mit seinen Jungen aus dem Mörtelkübel in einem 120cm-Becken.

    Hab ein Video gemacht - und festgestellt, dass mir das Video bessere Bilder ermöglicht ;) -, welches sie in dem Becken zeigt:
    https://erabo.de/aqua/Bestand/4243#comment-817

    Für mein Verständnis sehen sie gut aus, sind aber fruchtbar hektisch für jemanden, der sonst eher Rundschwanzmakropoden oder Bettas knipst.