Beiträge von Sewellia

    Lieber Andy, gilt das mit der Nahrungskonkurrenz auch für die Zwergpanzerwelse Corydoras pygmaeus? Ich lese immer, dass die eher in der Mitte schwimmen.

    Ja, das gilt auch für alle Zwergpanzerwels-Arten. Sie schwimmen zwar gerne im Mittelwasser, nehmen aber, wie auch alle Flossensauger, ihre Nahrung vom Boden, auf Blättern oder Wurzeln auf. Beide Arten sind zwar Futterkonkurrenten, sollten aber ohne große Probleme nahrungstechnisch miteinander klar kommen.


    Viele Grüße Andy

    Das sind Gastomyzon ocellatus.


    Gastromyzon viriosus ist so etwas von falsch, denn diese Art hat gelbe Rücken- und Schwanzflossen und immer einen schwarzen Saum in beiden Flossen.


    Gastromyzon sp. filiusia trigis sind es auch nicht. Die haben ein völlig anderes Kopfmuster und wurden aller Wahrscheinlichkeit nicht nach Deutschland exportiert.


    Eine kleine Bestimmungshilfe.

    Gastromyzon Poster 60 x 45 cm 48 Arten.png

    Panzerwelse und Flossensauger gehen sich im Aquarium zwar meistens aus dem Weg, sind am Boden aber dennoch Nahrungskonkurrenten.

    Ich hatte diese Kombination selbst am Anfang meiner Flossensauger-Haltung – allerdings nur für kurze Zeit, bis die Südamerikaner ihr eigenes Becken bekamen.

    Sewellia lineolata gilt zwar als die am leichtesten zu züchtende Flossensauger-Art, aber sie vermehren sich bei Weitem nicht so rasant wie beispielsweise Lebendgebärende. Wenn nicht alle Parameter exakt stimmen, laichen sie gar nicht erst.

    Eine Gruppe von sechs Flossensaugern ist zwar ein guter Start, aber je größer die Gruppe ist, desto besser zeigen sie ihr natürliches Verhalten.

    Ich würde daher wie Stefanie empfehlen, die Panzerwelse wegzulassen und die Sewellia stattdessen auf zehn Tiere aufzustocken.


    Viele Grüße Andy

    Die 3 Bücher nach Thailand haben soeben den deutschen Zoll passiert und werden in Kürze auf Flugreise gehen. Am Montag habe ich die Bücher verschickt. Mal sehen, wann die ankommen.


    Ein weiteres Buch wird im August persönlich nach Indonesien (Insel Java) gebracht. Nicht von mir, sondern von Hans G. Evers, der dort beruflich zu tun hat.


    Das mal als kleine Randnotiz.

    Hinten hast Du ja auch viele Pflanzen. Da kannst Du dann ja aber nicht mulmen zB zwischen den Wurzeln, oder?

    Ja, es sind an der Rückseite zumeist Javafarn. Alle auf Mopani Wurzeln. Dazwischen lässt sich gut mulmen. Das sieht auf dem Foto alles dichter zusammen aus, als es in Wirklichkeit ist. Die Cryptocorynen sind zumeist vorne.

    Ein Foto von meinem Sewellia-Becken.


    Feiner Kies unten und Flusskiesel in verschiedenen Größen darüber. Wenn man die Saugglocke über den Steinen ein paar mal hin und her bewegt, löst sich der größte Teil des Mulms in den Zwischenräumen. Aber Vorsicht, es könnten immer Eier oder Larven in den Zwischenräumen sein. Etwas Mulm kann im Becken ruhig verbleiben.

    Am besten ist es, wenn man das abgesaugte Wasser in hellen Eimern ein paar Tage stehen lässt und schaut, ob Eier oder Larven zu sehen sind, die man mit abgesaugt hat.


    Sewellia Juwel Rio 180 Gesamtansicht.JPG

    Hallo Peter, sei auch Du herzlich willkommen bei uns im Forum.


    Ich habe deinen Beitrag freigeschaltet.

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    Ich kann Dir noch keine Nachricht per Konversation schicken. Auch das muss erst von Rainer Rekord freigeschaltet werden.


    Bis dahin kannst Du vielleicht etwas zu deiner Person und deinen Fischen schreiben. Entweder in deinem Willkommens-Thread:

    Herzlich Willkommen Peet - Neue Mitglieder stellen sich vor - Aquarium-Forum aus dem Osten ohne Grenzen - freundlich oder gar nicht

    oder gleich in einem der speziellen Threads, die Du auf der linken Seite unter der Forentabelle findest.


    Spätestens am Donnerstag werde ich weitere Bücher beim Druckhaus bestellen.


    Viele Grüße Andy

    ... will mich an der Zucht der Gastromyzon Bloody Mary versuchen.

    Wenn Kjeld in Dänemark sein Buch erhalten hat, werde ich ihn mal fragen, ob er ein paar Zuchtinfos Preis gibt.

    Gastromyzon haben eine andere Laichstrategie als Sewellia-Arten und benötigen zur erfolgreichen Zucht weiches Wasser.


    Gerne kann ich auch für Dich ein Buch bestellen.

    Mittwoch oder Donnerstag werde ich die Bestellungen zum Druckhaus senden.


    Ich schicke Dir eine PN, Jan.


    Viele Grüße Andy

    Wie geschrieben, Kristina, Sewellia ist die Flossensauger Gattung, die am besten ohne Strömungspumpe auskommen kann.

    Sewellia patella mal ausgenommen, aber die werden wohl kaum exportiert.

    Für die schlankeren Gattungen Annamia, Vanmanenia, Formosania u.ä. würde ich eine Strömungspumpe empfehlen.

    Hallo Kristina,


    mit Sewellia lineolata hast Du eine gute Flossensauger-Art für den Einstieg. Sewellia lineolata ist in Vietnam sehr weit verbreitet und wahrscheinlich auch die häufigste aller bisher bekannten 170 Flossensauger-Arten.


    Bei der Gattung Sewellia handelt es sich um tropische Fische, die durchaus höhere Temperaturen vertragen. Eine Beckenkühlung wirst Du ganz sicher nicht für diese Art benötigen. In einigen Flussabschnitten in Vietnam und Laos wurden z.T. bis zu 30 °C gemessen und auch im heimischen Aquarium überstehen die meisten Sewellia diese Temperatur kurzzeitig, sofern sie gesund sind.


    Bei Flossensaugern haben viele diese Ideologie im Kopf: Kühle Temperaturen, extreme Strömung, viele Steine und praktisch keine Pflanzen.

    Aber wenn man sich näher mit Flossensaugern beschäftigt, stellt man fest, dass es große Unterschiede beim Temperaurspektrum, Strömung, der Nahrungsaufnahme und auch bei der Nachzucht gibt.


    Die optimalen Temperaturen für Sewellia-Arten liegen zwischen 22 - 26 °C. Sie vertragen auch etwas kühlere und auch kurzzeitig etwas höhere Temperaturen.


    Wenn das Wasser dauerhaft "zu kalt" ist, stellen sie das Laichen ein. Sewellia lineolata lassen sich recht einfach vermehren. Ohne großes Zutun. Ein Wasserwechsel mit kühlerem Wasser reicht meist schon aus, wenn die Temperatur danach langsam wieder ansteigt. Deine etwas höhere GH wäre für eine Nachzucht von Sewellia-Arten kein Problem. Und Flossensauger stellen, bis auf wenige Ausnahmen, ihren Nachwuchs nicht nach.


    Die meisten Sewellia-Arten kommen auch ohne größere Strömung aus und es reicht oft die Filterströmung. Viele Halter schwören auf eine Strömungspumpe, aber sie ist für diese Gattung nicht zwingend notwendig. Wichtiger ist die Sauerstoffkonzentration, die mit zunehmender Temperatur auch wieder fällt. Hier sind Luftsprudler sehr vorteilhaft.


    Die Art des Bodengrundes ist für Sewellia-Arten eher zweitrangig, da sie wie Pseudogastromyzon etc., keine Gruben zum Laichen anlegen. Viele runde Steine und verschieden große Flusskiesel sind aber Pflicht. Die Steine können ruhig Faustgröße haben. Und - wichtig - diese nicht zum Säubern der Algen rausnehmen. Im Aufwuchs auf den Steinen finden Flossensauger ihre Nahrung. Ebenso auf Pflanzen, die meiner Meinung nach in einem Flossensauger-Becken nicht fehlen sollten.


    Wenn Du Begleitfische wie z.B. vietnamesische Kardinalfische einsetzen möchtest, sollten diese zuerst im Becken einziehen. Die Flossensauger ganz zum Schluss, wenn das Becken gut läuft. Schnecken und Garnelen wären je nach Art auch kein Problem, sofern sie mit den Wasserparametern klar kommen.


    Viele Grüße Andy

    Einen Zuchtbericht hat er bisher nicht veröffentlicht. Züchter von neuen Arten halten sich da oft (verständlicherweise) noch zurück.

    Aber eine gezielte Nachzucht sollte bei Gastromyzon-Arten nur im weichen Wasser möglich sein.


    Auch G. lepidogaster, G. monticola, G. ctenocephalus wurden schon mehr oder weniger erfolgreich nachgezogen.


    Ich bin mit Kjeld befreundet und versuche mal an Infos ranzukommen. Er wird auch bald die Enzyklopädie bekommen.


    Viele Grüße Andy