Kampffische (Betta splendens) gelten als aggressiv und werden deshalb häufig einzeln, in kleinen Aquarien und mit möglichst wenig Reizen gehalten.
Diese Empfehlungen findet man seit Jahrzehnten in Ratgebern, Foren und Videos.Doch woher stammen diese Haltungsregeln eigentlich – und sind sie heute noch zeitgemäß?
In diesem Video werfe ich einen kritischen Blick auf die gängige Kampffisch-Haltung:
auf ihre historischen Ursprünge, auf moderne Erkenntnisse aus Verhaltensbiologie und Aquaristik – und auf Erfahrungen aus der Praxis, die zeigen, dass viele Annahmen hinterfragt werden sollten.Dabei geht es nicht darum, Halter anzugreifen oder Schuld zu verteilen, sondern darum, bestehende Empfehlungen einzuordnen und offen zu diskutieren, wo mögliche Probleme liegen – insbesondere im Hinblick auf Beckengröße, Reizarmut und Verhaltensauffälligkeiten.
Ja, der Herr mit dem Diffu light Filter hat das Thema immer wieder - zu Recht - angesprochen.
Bisher habe ich bislang nicht allzu viel Erfahrung mit Bettas, aber 2 Dinge sind für mich jetzt schon klar:
Die Größe des Beckens sollte immer davon abhängig gemacht werden, ob eine Hochzucht, oder ein Betta mit kleinen „normalen“ Flossen vorhanden ist.
In Österreich gesetzlich, in Deutschland empfohlen, sind 60 cm Minimum Becken. Bei Hochzuchten würde ich das ganze Becken möglichst verkrauten lassen.
Bei Wildformen, oder Kleinflossern sehe ich kein Problem, nicht einmal bei größeren Becken.
Vergesellschaftung ist auch davon abhängig.
Ein Becken mit Otocinclus affinis und ein paar Corydoras – wo sollte da das Problem bei Kleinflossern sein?
Ich lasse mich aber gerne belehren.
Gruss,
Dirk