Beiträge von Platypus

    https://www.aqualog.de/blog/su…GPd-MP5NITYDAABaoESyzI8QU


    Grad gefunden und deckt sich mit meinen Erfahrungen.

    Ein einzelnes Platy Männchen belästigt einige wenige oder ein einzelnes Weibchen nahezu ununterbrochen.

    Zwei oder sehr wenige Männchen führt dazu, dass ein Männchen die anderen so stark schikaniert, bis nur noch eins übrig bleibt. Und das Lieblingsweibchen ist auch ständig dran.

    Anders bei vielen, also mehr als 5 Männchen. Da ist unter den Männchen ständig Aktion aber es bleibt harmlos. Für die Weibchen bleibt mehr unbehelligte Zeit. Das setzt aber schon große Gruppen von zehn und mehr Tieren und damit große Becken voraus.

    Am entspanntesten ist aus meiner Sicht die geschlechtsgetrennte Platyhaltung. Dann gibt es auch keine unbeherrschbare Vermehrung. Reine Männerbecken sind recht lebhaft, reine Weibchenbecken sehr entspannt.

    Mal ausprobieren.


    Gruß Ronald.

    Lebendgebärende kommen auch in Frage...? Dann Papageienplatys. Xiphophorus variatus. Nicht nur Wild- sondern auch Zuchtformen. Die Beckengrösse passt. Temperaturgefälle Sommer Winter auch. Bestenfalls kommt das übliche Betonwasser aus der Leitung, was sonst immer alle an den Rand des Wahnsinns bringt.

    Bedenke aber nicht nur die Fische. Über den Pflanzenbesatz musst du auch noch nachdenken. Ein paar tropische Vertreter fallen da aus.


    Gruß Ronald

    Ein weiteres Männchen der F3.


    Ich hatte meine Herausforderungen mit der Größe der Männchen in dem Stamm. Nun in der F3 sind endlich die ersten normalgroßen also 45mm Gesamtlänge gefallen. Zuerst als Normalflosser. Ich hoffe auf ebenso große Deltaflosser in der nächsten Generation.


    Gruß aus der ZuchtformenEcke.


    Ronald.

    2016 war ich in Dresden und in Diemelsee. Das waren die allerersten Ausstellungen dieser Art, die ich gesehen habe. Dann hab ich wohl unerwartet auch noch das Ende dieser Wettbewerbe erlebt. Sehr schade. Immerhin habe ich dort meine ersten Hochflosser ersteigert, die nun immer noch eine Basis meiner Fische sind.

    Leider kann ich im Netz nicht finden, wann in wo in den Nachbarländern was stattfindet. Zufällig war ich im Herbst diesen Jahres in Frankreich, als dort die letzte Austellung war. Da ich es aber nicht wusste, bin ich dran 'vorbeigefahren' und hab in Deutschland dann die Zusammenfassung im Netz gefunden.


    Gruß Ronald

    Hallo und guten Abend,

    Ich bin mal fremdgegangen und hab mich in anderen Foren umgehört.

    Also Deltaflosser vererben ihre Anlage immer dominant. Soweit herrscht wohl Einigkeit.

    In den meisten Stämmen oder sagen wir vorwiegend wird nach dem Schema vererbt, wie von der Literatur beschrieben und wie von mir beobachtet.

    D.h. es fallen durchgehend ein Teil Normalflosser, auch wenn man nur mit Hochflossern züchtet. ...

    ABER

    Es gibt wohl eine Reihe von Stämmen, die davon abweichen. Es fallen dann zu 100 Prozent Hochflosser wenn die Eltern reinerbig sind.

    Mindestens seit vor 2006 soll das in den USA bei einigen Variatus der Fall sein. Dann ist das sicherlich auch in Deutschland bei einigen Züchtern drin.

    Bei mir zwar noch nicht, aber wenn ich mir irgendwann mal Fische von Julian organisiere, evtl. schon.

    Aber das ändert nichts an der Ursprungsfrage. Die Hälfte der Nachkommen der Kreuzung wird Deltaflossen haben... wahrscheinlich. 😉


    Gruß Ronald

    Hab ich Rainer.

    Ich Klammer für mich Lyra mal ganz aus. Du sprichst in einem Halbsatz davon, dass reinerbige Hochflosser die Existenz eines Lethalfaktors ausschließen.

    Reinerbige Deltas kenn ich nicht. In keinem Buch hab ich bisher was dazu gelesen. Meine Deltas verhalten sich genau so, wie überall beschrieben.

    Dennoch schließe ich die Existenz reinerbiger Deltas nicht aus. Wenn durch die ursprüngliche Mutation im Hause Simpson ein weiteres lebenswichtiges Gen auf dem gleichen Autosom beschädigt wurde, der Fisch zum Überleben also immer noch ein 'Gesundes Gen' dazu benötigt, kann dies doch später in einem oder mehreren Schritten auch wieder ausgeglichen werden. Das geht durch weitere Mutationen, Kombination mit artfremden Chromosomen, die ein vergleichbares Gen an anderer Stelle tragen oder durch Änderungen in der Regulation von Genen.

    Ich wunder mich nur, dass keiner seine reinerbigen Deltas der Öffentlichkeit als was Besonderes präsentiert, so dass ich sie i.R. meiner intensiven Suche finde. Ist doch eigentlich berichtenswert, schließlich steht es überall anders.

    Das Gegenteil ist der Fall bei den reinerbigen Lyra. Da war man sich früher auch sicher, alle Lyramännchen seien fortpflanzungsunfähig. Es gibt nun eine ganze Reihe von öffentlichen Darstellungen, dass das nicht zutrifft. Die Königlyra und künstliche Befruchtung werden vielfach beschrieben.


    ...und endlich wird hier mal Xiphogenetik erörtert. Find ich toll. Ich hoffe das geht noch in ein paar Folgerunden. 😉


    Gruß Ronald.

    Hallo Julian,
    wenn in einigen Linien die Hochflosser rein fallen, dann ist das ja ein großer Schritt nach vorn. Dann fällt das Aussortieren der Normalflosser weg und jeder Fisch, der heranwächst ist ein potentieller Kandidat für die Weiterzucht.

    Es ist gut möglich, dass nach weiterer Mutation oder Kombination mit Modifikatoren die homozygoten Hochflosser sich doch entwickeln können. Bei den ersten Deltas scheint das jedenfalls nicht vorgekommen zu sein. Bei meinen Fischen ist das ebenfalls nicht der Fall. Ich hab darüber vor einigen Jahren mit dem Dauerausstellungssieger bei den Lyramaculatus gesprochen. Bei dessen Deltas würden auch nur 10% Normalflosser fallen. 100% hatte er aber auch nicht festgestellt.


    Gruß Ronald

    Hallo,

    Ich beziehe mich nur auf die Xipho-Zucht und den Hochflosser.

    Ich hab nun schon einige hundert Hochflosser gezogen und folgendes beobachtet:

    Hochflosser mal Normalflosser ergibt immer gleiche Teile Hoch-/Normalflosser, also etwa 50/50.

    Normalflosser mal Normalflosser ergibt selbst dann nie Hochflosser, wenn die Eltern der Normalflosser Hochflosser waren. Normalflosser geben also Gene der Hochflosser nicht verdeckt weiter.

    Bei Hochflosser mal Hochflosser fallen bei mir in jedem Wurf Normalflosser.

    Für mich ist die Idee, dass homozygote Hochflosser nicht möglich sind und Hochflossen immer dominant gegenüber Normalflosser sind, eine sehr logische Erklärung dafür.

    Eine andere nachvollziehbare Erklärung hab ich für die Hochflossergenetik noch nicht gefunden. Lyra, Ribbon usw. da hab ich keine eigene Meinung zu. Auch nicht zu Lyra mal Hochflosser.


    Gruß Ronald

    Claus und Rainer haben recht.

    Die Besonderheit ist bei dieser Flossenform aber, dass es nur spalterbige Tiere gibt. Alle Fische haben dieses Gen nur einmal. Deshalb fallen bei Hochflosser mal Normalflosser immer nur 50% Hochflosser.

    Hochflosser mal Hochflosser ergäbe zwar theoretisch 25% homozygote (reinerbige) Tiere, diese entwickeln sich aber nicht. Diese Embryonen sterben ohne Entwicklung ab. Hochflosser mal Hochflosser ist also immer spalterbig (heterozygot) mal spalterbig. Das ergibt dann formell 25% Normalflosser, 25% Embryonen ohne Entwicklung und 50% spalterbige Hochflosser. Die Brut, die sich dann tatsächlich entwickelt, ist zu 33% Normalflosser und zu 66% spalterbiger Hochflosser.


    Gruß Ronald

    Muss nicht immer so ausgehen. So ein Fisch hat ja auch ein Immunsystem. Dauerinfektionen ohne sichtbare Zeichen oder Genesung sind sicher drin. Gerade bei geringem Befall. Unsere Aquarienfische halten sehr viel aus. In deinem Fall sind vmtl. auch nahezu alle Fische infiziert gewesen. Sahen alle krank aus? Ich denke nicht.

    So kompliziert ist das bei den Fräskopfwürmern garnicht. Die fressen Löcher ins Gewebe und ernähren sich vom Blut des Wirtes. Sind sie im Uterus der Weibchen und zerstören die Blutzufuhr zu den Eierstöcken, sterben diese einfach ab. Verursachen sie größere Blutungen, stirbt der Wirt. Machen Sie ein lebenswichtiges Organ kaput, stirbt der Fisch. Das selbe bei Löchern im Darm.

    Die Eierstöcke sind nicht überlebenswichtig, das ist dann letztlich wie ne sterilisierte Katze. Nur ist der 'Eingriff' ungleich gefährlicher.


    Gruß Ronald.

    @Manu:

    Ist zumindest ne mögliche Ursache, die häufig ist.

    Mutationen sind nun mal selten, und noch seltener am lebensfähigen Tier zu sehen.

    Einfach beobachten. Gibt es Trächtigkeiten oder weitere Fische mit dieser Veränderung, unbedingt versuchen, weitere Generationen auf diese Veränderung hin abzusuchen.

    Ansonsten mal auf sehr schlanke Tiere oder unfruchtbare Weibchen oder sonstige Zeichen einer Infektion achten und bei Bedarf behandeln.

    Lebendgebärende und die weit verbreiteten Antennenwelse aus der Zoohandlung sind doch fast immer infiziert, wenn sie nicht gezielt behandelt wurden.


    Gruß Ronald

    Ich hab noch ne andere Idee.

    Das Tier ist doch recht groß. Es könnte ein Weibchen sein. Die fehlenden Farben sprechen dafür, dass das Tier kein Y Chromosom hat, dort sind viele Farbgene lokalisiert.

    Der Trächtigkeitsfleck entsteht, wenn durch das Wachsen der inneren primären Geschlechtsorgane durch die Geschlechtsreife das dunkel gefärbte Peritoneum (das Bauchfell, eine dünne Haut, die den Bauchraum auskleidet) nach hinten geschoben wird.

    Ich habe bei einem Platyweibchen im Rahmen einer Infektion mit Fräskopfwürmern gesehen, das sich dieses angefangen hat, wie ein Männchen zu benehmen. Die Afterflosse hat sich etwas umgeformt, ohne dass es ein echtes Gonopodium war. Es hat sogar versucht, andere Weibchen zu begatten. Fräskopfwürmer können bei Lebengebärenden den Uterus befallen und diesen und die inneren Geschlechtsorgane, die Gonaden zerstören. Dann werden weniger Geschlechtshormone produziert und die Tiere nehmen eine Mittelstellung ein. Damit könnte auch ein Verschwinden bzw. Rückbilden des Trächtigkeitsfleck erklärt sein.

    Das gibt es auch bei Hühnern. Nach vergleichbaren Infektionen mit Verlust der Gonaden können sich Hühner so verändern, dass man sie für Hähne halten kann einschließlich Krähen und Hennen begatten. Aber eben ohne Nachkommen. Und wenn bei älteren Damen nach der Menopause die Hormonproduktion reduziert ist, bekommen die auch andere äußere Merkmale, wie Bartwuchs, Stimmveränderungen, Verhaltensänderungen.

    Dieses Tier könnte ein Weibchen sein, welches nun nach Hormonungleichgewicht steril ist und zusätzliche schwache männliche Merkmale ausbildet.


    Gruß Ronald.