Beiträge von Stefan_L

    Mal rein technisch betrachtet:

    - Der Energieumsatz je 24 h im Heizer ist geringer, wenn über Nacht das Wasser abkühlt, da die Wärmeabgabe des Beckens mit sinkender Wassertemperatur fällt. Bei Wohngebäuden wird dies genutzt unter dem Begriff "Nachtabsenkung" und stimmt dort allerdings nur dann, wenn man bei Brennwertheizungen im Brennwertbetrieb bleibt.


    - Aquarienheizer "powern" üblicherweise nicht sondern werden vom Thermostat gemäß Regelabweichung ein- und ausgeschaltet. Aber auch bei elektronisch geregelten Heizern mit Leistungsregelung ist es dem Heizer egal, er ist dafür ausgelegt.


    - Wie groß ist denn die Temperaturänderung über Nacht bei ausgeschalteter Heizung?


    Biologisch:

    - In sehr vielen Regionen der Erde gibt es Temperaturschwankungen im Wasser im Tagesrhytmus. Die Tiere haben damit üblicherweise kein Problem.


    - Durch die unterschiedlichen Temperaturen in verschiedenen Wassertiefen und das Verhalten vieler Fische, sich tageszyklisch in unterschiedlichen Wassertiefen aufzuhalten ist der Nachweis gegeben, das solche Temperaturwechsel vertretbar sind


    Anektdotisch (weil "man bisher nichts davon gehört hat")

    - Temperaturwechsel im Aquarium Tag/Nacht von 2 K bis 3 K über viele Jahre haben bei mir den Effekt das die Tiere länger leben als die Tiere aus der gleichen Brut bei konstanter Temperatur bei den Abnehmern meiner Überschüsse.


    - Temperaturwechsel draußen in Mörtelwannen Tag/Nacht von >15 K haben weder Medaka noch Makropoden irgendwie gestört. Sie lebten woanders (mit kühler Überwinterung) vergleichbar lange wie meine Tiere.

    Alle Altersgruppen sehen m.E. mehr als ausreichend genährt aus. Meine Guppies sind schlanker, vermehren sich gemäßigt und sind gesund.


    Bei der Besatzdichte und der wenigen Deckung ist es völlig OK wenn einige JF es schaffen größer zu werden. Futtermangel bei den Zwergen sehe ich nicht.


    Wir haben übrigens unterschiedliche Kriterien für "gut bewachsen", für mich ist dein Becken kahl mit den paar Stengeln Wasserpest....

    Macrobrachium peguense


    Die haben auch ausgewachsene Tylos verspeist und Stahlhelmschnecken hatten auch nur ein kurzes Gastspiel


    Deine 3 cm-Schnecken schaffen die ausgewachsenen Räuber vermutlich ohne Probleme, die haben Spaß am "auspacken" und verspeisen

    Statt "nur vor dem Aquarium sitzend die Fische zu beobachten" mal was Anderes:


    Das Hospiz IPEK in Mahlow veranstaltet einen Lauf in verschiedenen Streckenlängen.


    Die Startgebühr geht als Spende an das Hospiz.


    Mitmachen kann Jeder lauffähige Homo sapiens.


    https://myracepartner.com/veranstaltung/?event-id=365505


    Machen ist wie wollen, nur krasser!


    Als Zusatzmotivation: der Brandenburger Wünschewagen ist auch vor Ort und bietet Informationen zum Thema "Letzte Wünsche wagen"

    Bei mir wurzelt alles bombenfest, teilweise sucht sich der Javafarn einen Weg in den Bodengrund, daher kann ich das Problem nicht nachvollziehen.


    Wurzeln auf 1/3 der Länge, max. Länge des Mittelfingers, einkürzen, Pflanze mit einer Hand so halten das Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger die Wurzeln umschließen und so in den Bodengrund bis zur Bodenscheibe einsetzen.

    Ggfs. die Pflanze wieder etwas herausziehen, wenn sie zu tief steht.


    Nach 3 Wochen Osmocote-Dünger in der Nähe der Pflanzen in den Bodengrund einbringen.


    Fertig, hält und die Wurzeln wuchern durchs ganze Becken und überall kommen neue Triebe raus.


    Bodengrund ist feinkörniger, runder Kies.

    "Gute" B. splendens zu bekommen ist schwer...

    Ich halte nix von den Hochzuchtformen mit langen Flossen, mich stimmt der Anblick der schwimmbehinderten Tiere traurig.


    Es gibt genügend Fischarten, die für das kleine Becken geeignet sind, sich z.B. mit Garnelen vergesellschaften lassen und anspruchsloser und unempfindlicher sind.

    Speziell die Fütterung von B. splendes ist etwas heikel, üblicherweise wird zu viel gefüttert und die Tiere gehen schnell ein (Fettleber).


    Einzelhaltung halte ich auch nicht für sinnvoll.



    Ansonsten zu Deiner Fragensammlung:

    - Wenn das Becken nicht im Kühlschrank steht, sind die 100 W für den Heizer viel zu viel. Wenn die Regelung ausfällt, überhitzt das Wasser.


    - Da ein neues Becken ohnehing nicht schnell mit Tieern besetzt werden soll, sondern am besten über min. 2 Wochen einfahren sollte wenn man es nicht professionell angeimpft in Betrieb nimmt, wäre es eine Lösung erstmal ohne Heizstab zu schauen, wie warm das Wasser durch Filter und Beleuchtung wird und dann ggfs. einen passenden Heizstab auszuwählen (kann man berechnen, Infos gibts im net)


    - Wasserpest ist gerade zum Anfang eine brauchbare Pflanze, macht aber Probleme wenn sie überhand nimmt und wenn Fremdlicht (Sonnenschein durchs Fenster) auf das Becken trifft. Dann assimilert die Wasserpest extrem und es kommt zur biogenen Entkalkung und der PH-Wert geht extrem nach oben (zur Erinnerung: PH 8 ist 10 mal alkalischer als PH 7). Das vertragen höhrere Lebewesen wie Fische sehr schlecht.

    Für die Einfahrzeit des Beckens und bis andere, langsam wachsende Pflanzen wie Javafarn mehrere Blätter ausgetrieben haben ist Wasserpest durchaus hilfreich...


    - Dunkler Bodengrund wirkt im allemeinen positiv, sowohl für den Betrachter als auch auf die Tiere. Es gibt im Fachhandel schwarzen, feinkörnigen Kies der nicht gefärbt ist. Alternativ dunkler Spielkastensand aus dem Baumarkt mit ca. 1 mm Körnung. Die hälfte der Sandhöhe ungewaschen ins trockene Becken, darauf gewaschenen (bis das Wasser nicht mehr trüb ist) Sand als Abdeckung. Die Trübstoffe sind Lehmbestandteile, die den Pflanzen als Dünger dienen.


    - Strömung durch den Filter: Versuche eine Kreiströmung im Becken mit ca. 1 cm / s Strömungsgeschwindigkeit hinzubekommen. Ich würde einen Eck-HMF nehmen bei der Beckengröße, der ist gut und braucht bei geringem Dreckanfall nicht gereinigt zu werden.

    Hi Lothar,

    ich schreibe was ich meine....


    Das horizontalw Rohr geht nicht vom Boden wieder hoch und endet bei ca. 1/4 der Beckenlänge.


    Die Löcher im horzontalen Teil sind schräg gebohrt, damit das Wasser in "Rohrrichtung" ausströmt, die Löcher im senkrechten Teil sind kleiner als im horizontalen Teil da dort der Druck höher ist und zeigen parallel zur Rückwand..


    Bilder vom Becken gibts in der Galerie, aber da sieht man nix vom Rohr und fast nix vom Filter, das war ja schließlich das Ziel.


    Wenn Du das CO2 unten in den Filter einleitest löst sich ein höherer Prozentsatz im Wasser. Bei mir reichen 2 kg ca. ein Jahr...

    Bei meinem Innenfilter geht ein Rohr von der Pumpe im 90 ° Winkel nach unten und am Grund mit einem weiteren 90 ° Winkel parallel zur Rückwand.


    Passende Löcher im senkrechten Rohr und horizontalen Rohr verursachen eine Kreisströmung von ca, 1 cm / s durch alle Wasserschichten im gesamten Becken, die Oberfläche wird fast garnicht bewegt. Hat sich positiv auf die Gleichmäßigkeit des Pflanzenwuchses in allen Ecken des Beckens ausgewirkt, es wuchert seit der Installation überall, vorher war hinten links und vorne rechts der Wuchs schlechter


    Das Rohr ist nicht zu sehen weil Pflanzen / Holz davor steht.

    Bei der geringen Wasserhärte in Dresden, im Vergleich zu Berlin, reicht Leitungswasser zum nachfüllen und alle 3 bis 6 Monate mal ein Wasserwechsel von 50 % bis 80 %.

    Alternativ, falls vorhanden, auffüllen mit abgestandenem Flaschenwasser, falls Du sowas kaufst / trinkst und es sonst wegkippen würdest, sofern es kalkärmer ist als das Leitungswasser.

    Hallo Erich,


    ich habe zwar keine nachvollziehbare Aufzeichnungen, aber ich vermute das die Tiere schon älter sind.

    Eiablage also deutlich vor dem "Kälteeinbruch".


    Das C. lalia den Kälteeinbruch um den 10. Juli überhaupt überstanden haben freut mich, gibt es Anzeichen von "Schnupfen" bei den adulten?


    Die JF sehen für mich etwas "mitgenommen" aus, ich drücke die Daumen das sie sich gut entwickeln. Tiefe Temperaturen in den ersten Tagen haben bei mir bei einigen Labyrinthern im Freiland leider zu Fehlbildungen bzw. Defekten geführt.

    Hallo,


    auch wenn Dein Sohn ein "Überflieger" wäre ist schon ein Süßwasseraquarium zumindest grenzwertig wenn kein Erfahrungsträger das Thema begleiten kann.


    Meerwasser ist deutlich schwieriger .....


    Ein Süßwasserbecken mit Garnelen wäre meine Empfehlung um mit der Thematik vertraut zu werden.

    Es fehlt halt der hype auf youtube mit 1.000.000 clicks um "Aufmerksamkeit" für tolle Fische zu bekommen.


    Wenn ich mir dann allerdings manche "Verhaltensweisen von Fischaufbewahrern" in Foren oder auf youtube ansehe, bin ich zufrieden das nicht noch mehr Tiere durch unsachgemäße Haltung leiden müssen.


    Bin gespannt, wie sich der Bestand entwickelt und ob was für mich übrig bleibt.

    Hallo Andy,


    um sich solche Vergleiche einfacher zu machen, könntest Du mal schauen ob Du KI einsetzt.


    Zur Einarbeitung für "professionelles Prompting" kann ich den bei Youtube kostenfrei erhältlichen online-Kurs

    "Google Prompting Essentials" empfehlen.


    In der Youtube-Version fehlen zwar die Lernkontrollen und man bekommt kein Zertifikat, man lernt aber trotzdem.


    Die Sprache kann auf Deutsch eingestellt werden, dann werden die KI-generierten Personen in den Dialogen mit anderen Lippenbewegungen ausgestattet.

    Faszinierend und etwas beklemmend....


    Als Idee: einen Chatbot einrichten der Spezialist für Flossensauger ist und der das net nach Datenbanken bzw. Änderungen in definierten Datenbanken durchsucht und (nach menschlicher Prüfung) in Deine Datenbank einpflegt.


    Dann noch die Idee mit "Google Bildersuche" mal rumzuspielen um optisch identische Arten mit unterschiedlichen Namen / Bezeichnungen zu finden.

    Ich "denke" in diesem Fall nicht sondern schaue wie in Deutschland Kies gewonnen wird.


    Im Uferbereich, wo die Strömung eine schön homogene Schicht gleichartiger Körnungen abgelagert hat, wird ausgebaggert, gesiebt und fertig.


    In Übersee sind sie auch faul und prakmatisch ....