Rote Spitzschwanzmakropoden - Pseudosphromenus dayi

  • Leider wurde das Markplatz-Thema von Stefan_L schon geschlossen. Ich wolle eigentlich noch paar Bilderchen beisteuern. Nu mach ich halt ein Thema auf und hoffe, dass Stefan hier noch paar seiner Erfahrungen beisteuert.😉


    Hab die Tiere seit 4 Tagen bei mir schwimmen und muss schon mal feststellen, dass sie eine tolle Farbe zeigen.

    Mit den Geschlechtern bin ich mir noch nicht ganz sicher, da die Weibchen dieser Art in Farbe den Böcken nicht nachstehen. Im Körperbau und der LĂ€nge der Flossen sieht man aber doch Unterschiede, sodass ich auf jeden Fall bereits 2 Böcke und eine grĂ¶ĂŸere Dame definitiv ausmachen konnte.

    Derzeit schwimmen sie auf 50l mit viel Moos und Farn bepflanztem Becken, bei ca. 24°C.

    Das erste Futter Artemia und Granulat gabs auch schon.

    Etwas neckisch sind sie gelegendlich zueinander aber ohne große Streitigkeiten.

    Fotographieren ist echt nicht einfach. Eh der Autofokus sie erfasst, sind sie auch schon aus dem Bild wieder verschwunden.

    Das brauchbarste kann ich mal zeigen.

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  • Heiko

    Hat den Titel des Themas von „Rote Spitzschwanzmakropoden“ zu „Rote Spitzschwanzmakropoden - Pseudosphromenus dayi“ geĂ€ndert.
  • Schöne Tiere :-)

    Die krĂ€ftige rote FĂ€rbung dĂŒrfte durch die ErnĂ€hrung kommen. Deine 6 und 2 weitere die noch bei mir sind durften im Schlemmerland (Zuchtbecken mit recht starken Besatz von roten N. davidii) leben. WĂ€hrend der 3 Wochen Sommerurlaub gab es kein alternatives Futter.

    Die Tiere im Gesellschaftsbecken sind weniger rot gefÀrbt und etwas kleiner.

    Die 2 Übriggebliebenen durften auch ins Gesellschaftsbecken umziehen und waren nach 24 h farblich weiterhin "röter" und somit identifizierbar.


    Um die 24 °C sind aus meiner Sicht OK, zuletzt hatten sie zwischen 21 °C und 23 °C. Ich habe mit etwas tieferen Temperaturen gute Erfahrungen gemacht bei gemĂ€ĂŸigter FĂŒtterung mit min. einem Fastentag je Woche.


    Bei Gegenlicht sind die Geschlechter m.E. am leichtesten zu unterscheiden, besonders nach 24 h Fastenzeit. Oder warten bis ein W in Laichstimmung kommt....

  • In dem Becken schwammen noch einige kleine Larven von roten Makropoden drin. Die warn ruckzuck ausgemacht und vernichtet. Kann ich mir vorstellen dass die auch deine jungen Garnelen lecker fanden.

    Nu hoff ich dass sich die Farbe trotzdem hĂ€lt. Sonst muss ich dort wohl noch Garnelen reinsetzen. Sowas gat ich noch nie lebend in einem meiner Becken.😂

  • Eine kleine ErgĂ€nzung:

    Seitdem die Tiere nicht mehr im Zuchtbecken sind, kommen wieder Hydras hoch, obwohl ich kein Futter von draußen mehr ins Becken gebe.

    Zumindest bei mir scheinen die P. dayi gefallen an Hydra gefunden zu haben.


    Die kleinen M. opercularis, die nun dort hausen mĂŒssen, kommen langsam in die GrĂ¶ĂŸe, wo auch Hydra passen dĂŒrfte :-)


    Deren Eltern waren der Meinung, dass der Umzug aus dem Garten in die Garage eine gute Gelegenheit sei , noch mal heftig an die Vermehrung zu denken.

    Draußen war's wĂ€rmer und es gab tolles Futter, im MörtelkĂŒbel bei Kunstlicht mit Trockenfutter und manchmal Lebendfutter scheints besser zu klappen.

    Versteh einer die Viecher....

  • Kleine Anmerkung zur Bestimmung der Geschlechter von P. dayi ( in dem Fall aus Kerala).

    Habe diese Art selber gehalten und gezogen.

    Da es vorkam, dass sogar Weiber extreme Flossen aufwiesen und farblich nicht sonderlich differierten.

    P. dayi Weiber sind klar und deutlich an den stets gut sichtbaren Ovarien festzumachen.

    Ist meines erachtens die einzig und sicherste Vorgangsweise.

    Da dominante P. dayi Weiber, wie auch bei Malpulutta, dazu neigen extreme FlossenauszĂŒge aufzuzeigen.

    Das kann bei jungen Tieren Verwirrung stiften.

    Habe vereinzelt Weiber gehabt, deren Flossen, adult, besser aussahen als die der Böcke^^

    Was die Aufzucht anbelangt, da die SchlĂŒpflinge mal extrem klein sind, habe ich ganz old school Eigelb gefĂŒttert.

    Damit bekommt man die Tiere binnen drei bis vier Tage auf ArtemiengrĂ¶ĂŸe, wo man mit Pantoffel u.s.w. Wochen benötigt.

    10 Minuten hart kochen, zerbröseln und ab in den TiefkĂŒhler...Eiweiß mit Salz selber verdrĂŒckt ;)

    Nehme immer Stecknadelgroße Brocken und drĂŒck diese durch das feinste Artemiasieb.

    Schwebt lang und wird gern genommen.

    Auf die WasserqualitÀt, ist dabei peinlichst zu achten.

    P. dayi sind extrem scheu und im Gesellschaftsbecken dauert das ewig bis die auftauen.

    Die Zucht um 22 bis 24 Grad ist recht gut und die Geschlechter waren recht ausgeglichen im Gegendsatz zu anderen Arten, wo die Temperatur eine schwerwiegendere Rolle spielt.

  • Da kann ich dir beipflichten, bzgl der Geschlechterentwicklung.

    WĂ€rend der Paarungsstimmung erkennt man es deutlich besser. Die Dame bekommt bei mir dann einen ganz hellen Bauch.

    TatsĂ€chlich paaren die sich auch in der Gruppenhaltung von 6 Tieren bei mir regelmĂ€ĂŸig im 50x30 iger Becken ohne besondere WasserverhĂ€ltnisse. Hab auch schon öfter Jungtiere gesehen. Derzeit besteht bei mir nicht die Möglichkeit diese auch groß zu ziehen. Kein Becken frei. Einzelne 2-3 haben sich im Becken trotzdem weiterentwickelt und fressen jetzt schon mit den Großen.


    Sie sind bei mir gar nicht so scheu. Eigendlich die ganze Zeit an der beleuchteten Frontscheibe unterwegs. Alternativ hÀtten sie die deutlich abgedunkelte hintere BeckenhÀlfte ( Tiefe 50 cm)


    Ich denke persönlich eine recht unterschĂ€tzte Art. Farblich sehr attraktiv, eher kleinbleibend und ĂŒberhaupt nicht wĂ€hlerisch.

    Warum man sie im Handel so selten sieht, versteh ich gar nicht.


    Mich wĂŒrde jetzt interessieren, wie du die Ovarien erkennst. Die liegen doch im Bauchraum?


    GrĂŒĂŸe Heiko

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    Die Eltern und Geschwister der Tiere die bei Heiko rumschwimmen sind extrem unscheu im Gesellschaftsbecken, obwohl es sehr stark beleuchtet wird.

    Die P. dayi bei mir sind eher sehr neugierig, lassen sich bei Arbeiten im Becken kaum stören.

    Auch mit der WasserqualitÀt haben sie keine Probleme, 3 w ohne Wasserwechsel bei Selbstverpflegung durch die im Becken lebenden N. davidi haben nix ausgemacht.


    Heiko:

    Ich verstehe es auch nicht warum diese Art nicht viel mehr gehalten und angeboten wird.

    Von einigen Leuten hörte ich das einige P. dayi StÀmme sehr anfÀllig bzgl. Fischtuberkulose sein sollen

  • Das kann gut sein, ist wie so oft immer wieder unterschiedlich und bei jedem anders. Das macht das Hobby ja so spannend. Wollte das auch nicht pauschalisieren. Finde es immer gruselig, wenn sich einer hinstellt und sagt: so und nicht anders. Man hat Erfahrungswerte und wenn diese fundiert sind und man diese detailiert weiter gibt, ist das in Ordnung ;) es gibt natĂŒrlich Dinge das ist es dann wirklich so, dass wird dann aber im Detail deutlich.

    Kann diese Art als WF massig aus Kerala besorgen, einfach bescheid geben.

    Die Ovarien siehste ganz deutlich durch die Haut der Flanke, dafĂŒr muss das Weib nichtmal in Stimmung sein :)

    Ich guck mal nach einem Bild, welches man mit Marker Nachbearbeiten kann , um das mal deutlich aufzuzeigen.

  • Ich glaube ich weiß was du meinst, Mike. Das ist warscheinlich genau dieser helle Bauch den ich meine.

    Das es die Ovarien sind, wĂ€re mir so nicht in den Sinn gekommen, aber natĂŒrlich nachvollziehbar.


    Ich geb dir völlig recht, dass man das Verhalten einer Art nie verallgemeinern kann. Gerade wenn man noch mit WF arbeitet, kann sich das Verhalten durchaus unterscheiden.


    Ich kann nur von Stefans Stamm sprechen. Diese Tiere sind tatsÀchlich recht neugierig und gesellig.

    Ich persönlich bin gar nicht so scharf auf WF. Erstens mehr gesundheitliche Probleme nicht ausgeschlossen und warum Tiere importieren, wenn man hier unproblematisch NachzĂŒchten kann, solang die ZuchtstĂ€mme stabil bleiben und nicht krank werden.


    GrĂŒĂŸe Heiko

  • Hallo Heiko,


    was denn ohne besondere WasserverhÀltnisse bei Dir konkret?

    Ok war vielleicht ungĂŒnstig ausgedrĂŒckt. Ich hab die in unserem Leitungswasser. pH 7.5 und KH von 7-8 und GH von 13° -15 dH (das Ă€ndert sich immer mal)


    Kein besonders weiches oder zusÀtzlich angesÀuertem Wasser, wie manchmal bei anderen Arten notwendig.