Hilferuf an unsere Gärtner wegen Blattläuse im Garten

  • Hallo Gartenfreunde ,

    mein Problem sind Blattläuse , von Ameisen eingeschleppt . Bei den Kirschbäumen konnte ich mir bisher helfen indem ich eine Mischung aus Wasser und Rapsöl gepritzt habe . Dies funktionier bisher recht gut , man muss eben oft nachspritzen .

    Aber innerhalb weniger Tage sind meine Pflaumenbäume wie eingeschmiert mit Zuckersaft , ich denke das ist Blattlauspisse . Man mag kein Teil am Baum berühren , alles klebt , es ist wie Zuckersirup .

    Was kann ich einsetzen , ich möchte so wenig wie möglich Tiere schädigen , oder ist es eh schon zu spät . Ich habe diesen Kampf eigentlich jedes Jahr , aber so wie in diesem Jahr war es bisher nicht .

    Wenn mir Jemand raten kann , dann bitte , bitte .

    Grüsse Armin

  • Hallo Armin,

    Sieh mal hier


    Ich selbst hatte bei unseren Dalien einigermaßen Erfolg durch abspritzen mit dem Gartenschlauch. Auf der Seite wird Knoblauchsud und Milch empfohlen.

    Ich befürchte, wir bekommen nach dem letzten Winter einige Probleme mit dem Zeug :(

  • Bei uns geht es jetzt auch langsam los. Die Ameisen schleppen sie aber nicht an, sondern nutzen nur deren süße Ausscheidungen.


    Im letzten Jahr wurde der Austrieb beim Goldregen und beim Jasmin erheblich geschädigt.

    Alle Bekämpfung lief ins Leere. Scharfer Wasserstrahl brachte nur zeitweilige Erfolge. Habe dann erheblich beschnitten. Hinterher habe ich überall geklebt, als hätte ich in Zuckerwasser gebadet. War echt grausam, überall waren dicke blaue Blattläuse.


    Wenn es wieder schlimm wird, gehe ich in diesem Jahr mit einem Kärcher gegen die Biester vor. Mit Spritzmittel erreicht man nie den ganzen Baum oder Strauch.

  • Hi Armin,

    wir haben dieses Jahr extrem viele und sich schnelle vermehrende Blattläuse. Blaue, graue und grüne.

    Mit Schmierseife - Wasser - Gemisch kann ich sie zwar nicht ausrotten aber sehr deutlich dezimieren.

    Einen Esslöffel Schmierseife auf einen Liter Wasser und damit sprühen.

    Die Mischung soll noch wirkungsvoller sein wenn man noch 2 Esslöffel Spiritus pro Liter dazugibt.


    Gegen die Ameisen helfen leider nur die üblichen Gifte, vorher allerdings noch versuchen die Puppen einzsammeln, die Fische im Aquarim lieben sie....

  • Ich lass die Ameisen nicht mehr auf die Bäume, streiche bei Befall

    die Stämme eine gute Handbreit mit Insektenleim ein...

    Hilft etwas, aber nicht vollständig, Lösungen ähnlich Rainers radikaler Empfehlung

    sind auch immer wieder im Auge, nur auf bestimmte Zweiggruppen bezogen, nicht komplett Tabula rasa...

    Niedrige Pflanzen mit scharfer Brennesselbrühe besprühen, funktioniert auch zum Teil...


    Da ich nebenbei einen "Trockengarten " betreue, kann ich deutlich feststellen,

    viel Saft in der Pflanze macht sie für Blattläuse anziehend, in dem trocknen Teil gibts einfach keine,

    sag aber lieber noch, bisher...

    Hilft aber alles dem Armin mit seinen Zuckerbäumen nicht...

  • Danke an Euch ,

    ich war gestern Abend noch mit dem Wasserschlauch am Werk . 1/2 Stunde pro Baum . Die Blattläuse sitzen recht fest unter den Blättern , man bekommt sie nur herunter wenn man mit einer Hand das Blatt festhält und mit der Spritze dicht heran geht . Nun die beiden Bäume sind etwa 3,5 Meter hoch und es sind deren Blätter viele . Eine Lebensaufgabe . Ich hatte am Morgen den Eindruck dass das abregnen die Blätter etwas von dem klebrigen Saft befreit haben . Aber das es klebt immer noch .

    Als nächstes werde ich das Rezept von Stefan ausprobieren , wenn ich damit die unteren 2 Meter halbwegs befreien könnte wäre das schon ein Fortschritt .

    Danke Euch . Grüsse Armin

  • Nimm aber nur feste Schmierseife, also richtig zähe Paste, keine Flüssigschmierseife, Neutralseife etc. was teilweise auch als "Schmierseife" angeboten wird, die helfen kaum (leidvolle Erfahrung).


    "Echte" Schmierseife hat die Konsistenz von Schmierfett und löst sich in kaltem Wasser nur schwer, dafür wirkt sie.

    Wenn es schnell gehen muß löse ich die Seife in heißem Wasser und verdünne diese Lösung, wenn es Zeit hat gebe ich kaltes Wasser hinzu und rühre ab und zu um, dann dauert es Tage bis alles gelöst ist.


    Viel Erfolg!

  • In Naturnahen Gärten können Marienkäfer und andere Räuber bei überangebot an Nahrungstieren (Balttläuse) ihre Reproduktion steigern und so regulierend wirken (ohne die Beute komplett zu vernichten). Marienkäfer und deren Larven regagieren jedoch auch empfindlich auf Chemiekeulen und auch auf Seifenlauge usw.

    Blattläuse haben eineb schnellere Reproduktionrate und deren Populationen können nach Störungen schnellere wieder wachsen als die ihrer Fressfeinde (stichwort Räuber-Beute-Beziehung). Einfach mal ne weile nichts Unternehmen und drauf hoffen das sich die Natur selbst reguliert (was in künstlichen Systemen zugegeben manchmal nicht sooo funktioniert).


    VG Johannes

  • Hallo Johannes, ich habe 30 Jahre Erfahrung mit abwarten und hoffen. Die Blattläuse auf den Pflaumenbäumen haben sich davon nie beeindrucken lassen. Und wir haben einen sehr naturnahen Garten ^^

    Wir haben Pflaumenbäume nie behandelt, denn das ist wirklich aufwändig. Früher, als wir noch nichts wussten, nahmen wir Bi58, arglos wie wir waren. Früher, als ich noch arbeitete, konnte ich zusehen, wie sich das entwickelte.

    Meine Dalien wollte ich bei dem starken Befall allerdings nicht opfern. Wenn man gleich anfängt mit abspritzen an den Spitzen geht das noch. Später gibt es auch da keine Chancen mehr. Marienkäfer schadet das abspritzen bestimmt nicht ^^ zumal ich sie auch absammle, wenn sie da sind. Und es ist nett zu sehen, wie sie wirken. Aber sie schaffen es nicht.Spatzen und Meisen helfen auch mit, aber...

  • Hallo Johannes,

    es handelt sich um einen sehr naturnahen Garten , mit 2 Birnbäumen , 2 Apfelbäumen , 4 Holundersträucher , 2 davon etwa 4 Meter hoch . Viele Sträucher , Eiben , ungemähte Wiese (2 X im Jahr) , Laubhaufen für die Igel , Insektenhotel und und und . Ein leidenschaftlicher Gärtner würde diesen Garten , als Saustall bezeichnen .

    Das schärfte Spritzmittel welches ich bisher eingesetzt habe war Wasser mit Rapsöl und dies waren immer nur die Pflaumenbäume . Warum sind es immer die Pflaumenbäume ? Die Holunder sind an den Stengeln schwarz von den Blattläusen , dort mache ich nichts , der Holunder übersteht das auch gut .

    Zurück zu den Pflaumenbäumen . Vor 3 Jahren hatte ich das gleiche Problem . Die Idee war , die Natur wird es schon richten . Einer der Pflaumenbäume sah im Herbst totkrank aus , es war ein trauriger Anblick . Ich dachte der wird den Winter nicht überstehen .

    Im Frühjahr begann der Baum sehr zögerlich auszutreiben . 2 dicke Hauptäste waren mausetot . Im Laufe des Jahres hat der Baum dann sich wieder gefangen , bis auf die toten Äste .

    Dies wird mir in diesem Jahr nicht passieren , es geht nicht um die Früchte ich möchte dass der Baum lebt .

    Wo sind die Marienkäferlarven , die Schwebefliegen usw .. Natürlich sind dann doch welche da , aber viel zu wenige . Normal müsste so ein Baum voller Schwebefliegen sein und nicht nur 3 oder 4 .

    Also , ich bin wild entschlossen den Baum nicht sterben zu lassen .

    Grüsse Armin

  • Danke Rainer für Deinen Bericht . Die wenigen Meisen die bei uns noch herum fliegen wissen nicht wo sie zuerst anfangen sollen .

    Vor 2 Jahren hat noch die Nachtigall im Pfarrgarten gebrütet . Auf einer dorfnahen Wiese gab es Braunkelchen , deren Nester hat man mit Jauche ertränkt . Der Widehopf ist weg . Seit 2 Jahren habe ich keine Bluthänflinge mehr gesehen . Zu meiner Frau hat man Ökotussi gesagt weil sie zur Brutzeit der Vögel zu einem Menschen gesagt hat , dass zur Zeit der Heckenschnitt verboten ist . Da kommen dann so Antworten wie "das haben wir immer so gemacht" .

    Ich denke mal , wenn ich die beiden Bäume nach dem Rezept von Stefan spritze dass ich dies verantworten kann .

    Grüsse Armin

  • Danke für die Aufklärung ^^ Bis eben wusste ich nicht, dass bei uns ein Paar Bluthänflinge rumfliegt. Heute habe ich es geschafft einen Film in leider schlechter Qualität aufzunehmen.

  • Zu meiner Frau hat man Ökotussi gesagt

    Hallo Armin, so etwas macht einen nicht traurig, sonder wütend.

    Die Leute, die das zu Deiner Frau gesagt haben, zählen sicher auch zu den Leuten, die einen Steingarten und einen komplett gepflasterten Hof haben.

    Blumen und Pflanzen kaufen sie im Baumarkt etc. und wenn sie verblüht, oder eingegangen sind, werden sie lieblos weggeworfen und sich neue geholt.


    Ich drücke Dir die Daumen im Kampf gegen die Blattläuse und das deine Bäume noch lange leben.


    Viele Grüße,

    Andy

  • Armin, Lavendel soll auch gegen Blattläuse helfen.

    Viele Rosenbesitzer pflanzen Lavendel zwischen den Rosen.

    Das sagte mir damals ein benachbarter Rosenzüchter.

    Hier mal ein Link: https://www.gartenjournal.net/lavendel-blattlaeuse


    Viele Grüße,

    Andy

  • ich wollte selbstverständlich nicht eure Gartengestaltung angreifen oder euch naturferne Gärten unterstellen. In unserer aufgeräumten Landschaft ist ein einzelner naturturnaher Garten leider nur ein Tropfen auf den heißen stein. Wenn die Gärten und die Landschaft ringsum lebensunfrundlich sind und zudem weitere Stressfaktoren wie Hitze und Trockenheit, ggf. Naturgifte und "Pflanzenschutzmittel" kommen ist so ein kleines System schnell eben am Ende und kann sich nicht mehr selbst regulieren. Nur der Vollständigkeit halber ist ein Heckenpflegeschinnt (nicht Fällung) per se auch außerhalb der Fallzeit erlaubt, wobei Rücksicht auf geschützte Arten genommen werden muss. https://www.arag.de/service/in…ile/heim-und-garten/2826/ Ich selbst würde das nie machen und auch nicht begutheißen. Lg Johannes

  • Recht habt ihr . . .

    Und ich freu mich, daß ich nebst Freund nicht die einzigen 'Ökotussis' sind...!

    Unser Garten wird so nach und nach, mit jedem Jahr noch mehr, ein naturnaher Garten.

    Mit teilweiser ungemähter Wiese, Totholz, Naturteich, Nistkästen, Bienenhotel...

    Im nassen Laub, welches seit Herbst unter der Hecke liegt, leben fette Engerlinge und andere Insekten, der Komposthaufen brütet Ringelnattern aus, im Steingarten leben Eidechsen und im Holzstapel Mäuse und Eidechsen. Und irgendwo dazwischen wohnt 'ne Blindschleiche.

    Im Herbst werden noch am Rand Brennesseln ausgesät. So verrückt sind wir... ;)

    Weil wir in einer schönen Doku gesehen hatten, wie wichtig diese für Raupen und andere Insekten sein sollen...

    Insektenarten haben wir sehr sehr viele bei uns. Viele seltene darunter...

    Jedoch selbst in und um unsere wilde Ecke ist die Anzahl der Insekten extrem zurückgegangen. Man sieht es überall. In der Wiese, an den Blüten, oder auch an der Anzahl der jährlich wiederkehrenden Schmetterlinge! In den 5 Jahren werden die Saisonfalter immer weniger...!

    Also versuchen wir irgendwie daran etwas zu verändern . . .


    Mit Blattläusen haben wir bis heute keine Probleme gehabt. Aber die jungen Wildrosen haben irgendwie einen Pilz. Sind so orange Flecken. Teils leicht verdickt...

    Was könnte das sein?

    Hab mal was von Rostbrand gehört. Könnte es dieses sein?


    Lg

    manu

  • Ein leidenschaftlicher Gärtner würde diesen Garten als Saustall bezeichnen .

    Bin ein leidenschaftlicher Gärtner, Armin, aber keiner von dieser Fraktion....

    Ich kann das alles sehr gut nachvollziehen, was du geschrieben hast,

    z.B. saß ich heute zum Geburtstagsnachgrillen unter einem ebensolchen "tropfenden " Pflaumenbaum,

    obwohl durch 3 (drei!) Schirme geschützt, immer wieder kleine grüne Teufelchen auf der Haut...

    Die trägt man dann auch nicht zum nächsten Waldrand und wildert sie aus...:crazy:

    Und Meisen hab ich momentan gar keine, nur Spatzen und Rotschwänzchen, die schaffen da gar nichts von weg.


    Aber mal ein andres Problem: Was passiert denn eigentlich mit den abgespritzten Blattläusen,

    die kriechen doch wohl wieder hoch oder nicht?

    Ich mach das zwar auch so und hab es heute lange und ausgiebig getan, aber deshalb sind die doch nicht weg,

    die hat dann doch wohl bloß im besten Falle ein andrer, oder?