Corydoras trilineatus oder julii?

  • Hallo Kouta,


    die Arten C. julii, C. trilineatus und C. leopardus sind an Hand von Fotos nur sehr schwer zu bestimmen.

    Die Zeichnung allein, sagt leider nicht viel aus. Der C. trilineatus ist sehr variabel, was die Musterung betrifft.

    Ob nun gröbere Muster, stärker oder weniger stark ausgeprägte Seitenlinien etc. sagen leider nicht viel aus.

    Eventuell hilft die Herkunft, sofern man die sicher weiß.


    Viele Grüße,

    Andy

  • Danke Armin! Lange Belichtungszeit (0,5 sek) auf Stativ. Mit Welsen ist dies möglich, weil die auf einer Stelle bleiben!


    Diese wurden als C. julii verkauft aber ich finde, die ähneln mehr C. trilineatus laut zwei Bücher von mir (Corydoras-Fibel von Seidel und Aquarien-Atlas): im Kopfbereich Wurmlinien anstatt von Punkten und kürzerer Körperbau.


    VG

    Kouta

  • Hallo Kouta,


    ich habe bei Aqua Global in Werneuchen nachgefragt, um welche Art es sich handelt.

    Herr SEIDEL ist ja ein großer Wels-Experte.

    Heute, kurz vor 8.00 Uhr hat Herr Ingo Seidel per Mail zurück geantwortet.


    Hier die Nachricht:

    Sehr geehrter Herr K..................,


    das ist ein Dreilinienpanzerwels (Corydoras trilineatus), zu erkennen an den drei parallelen Linien auf dem Hinterkörper.


    Mit freundlichen Grüßen


    i.A. INGO SEIDEL


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    Viele Grüße,

    Andy

  • common

    Hat den Titel des Themas von „trilineatus oder julii?“ zu „Corydoras trilineatus oder julii?“ geändert.
  • Leider habe ich kranke Welse gekauft. Ich habe schon beim Kauf gemerkt, dass manche Welse Flossen- und Bartel-Schäden hatten, und es ist mir bewusst, ich hätte die Fische nicht kaufen dürfen. Zwei von meinen Welsen habe ich ziemlich schnell verloren, die restlichen scheinten sich überleben aber heute sieht noch ein dritter schlecht aus. Es ist das selbe Tier, das ich vor 1 Woche fotografiert habe (Foto oben). Im ersten Foto sieht man schon, dass über den Barteln eine kleine weisse Fläche ist. Jetzt ist die weisse Fläche größer geworden, das Kiemenbereich ist rot (siehe das Foto unten) und das Tier atmet sehr schnell. Ich nehme an, es wird ziemlich schnell sterben und ich kann nichts machen, um es zu retten.


    Zum Glück sind die Welse in einem kleinen Garantänebecken. Den restlichen Welsen geht's noch sehr gut. Meine Frage: denkt ihr, dass dies ansteckend ist? Soll ich irgendwas machen, um die noch gesunden Tieren zu retten?


    Grüße

    Kouta



    Corydoras_trilineatus-krank.jpg

  • Hallo Kouta , normal sind Panzerwelse recht harte Knochen .

    Ich kann auf dem Bild nicht recht erkennen, wie stark die Barteln beschädigt sind .

    Oft steckt ein ungeeigneter Bodengrund dahinter, an dem sich die Tiere die Barteln verletzen .

    Diese kleinen Wunden sind dann die Eintrittspforte für Pilze und Bakterien .

    Was Du tun kannst u. da ist es günstig dass die Welse in einem Qarantänebecken sitzen .

    Jeden Tag Wasserwechsel , nur den Bodengrund absaugen , weil Erreger vorwiegend in die tieferen Wasserschichten absinken .

    Sollte der Bodengrund scharfkantig sein , dann raus damit , weil ungeeignet .

    Es gibt Corydoraszüchter , deren Tiere noch nie etwas anderes als einen Glasboden gesehen haben .

    Ich habe auf die Schnelle nichts über die Temperaturansprüche Deiner Corys gefunden .

    Bei welcher Temperatur hältst Du die Tiere ?

    Generell gilt für Fische, je höher die Hälterungstemperatur, um so mehr produziert der Fisch

    seinen Schleim , der ist unter anderem auch ein Schutz gegen Eindringlinge .

    Bei vielen tropischen Fischen kann man langsam die Wassertemperatur bei gleichzeitig starker Durchlüftung auf 28 - 30 Grad erhöhen . Dies ist der Körperabwehr gegen eindringende Keime förderlich . Nun , Deine Corys kommen wahrscheinlich aus Peru und sind nicht an so hohe Temperaturen gewöhnt , aber 28 Grad würde ich ihnen für eine Woche schon mal zumuten .

    Da ich Deine Tiere nicht gesehen habe , will ich Dir auch kein Medikament empfehlen .

    Allenfalls ein leichtes Desinfektionsmittel .

    Wenn Du diese Vorschläge befolgst , werden in 2-3 Wochen Deine Tiere wieder gesund sein .

    Es sei denn, ein Fisch ist zu stark erkrankt . Beschädigte Barteln regenerieren sich oft wieder , aber es dauert .


    Es gefällt mir, dass Du ein Quarantäne - Becken hast , dies ist sehr sinnvoll für Fische und Pflanzen .

    Es ist schon erstaunlich was Fische und Pflanzen so alles mitbringen können .

    Ich wünsche Dir Geduld und Erfolg .

    Grüsse Armin

  • Hallo Kouta , jetzt hast Du mich erwischt .

    Ich habe seit Jahren so etwas nicht mehr gebraucht und kann somit auch nichts empfehlen .

    Sollten bei mir neue Fische ins Haus kommen, gehen diese in Quarantäne .

    Sollten diese etwas mitgebracht haben, verfahre ich nach dem Muster, wie ich Dir geschrieben habe .

    Da ich nur einen kleinen Fischbesatz habe , gibt es fast keine Neuzugänge und

    somit brauche ich keine Medikamente .

    Eine ganz andere Sache sind Pflanzen und da bin ich sehr aktiv .

    Es ist schon erstaunlich was man so alles geschickt bekommt .

    Trotz Quarantäne habe ich mir eine winzige Schnecke eingeschleppt , die fast allem wiedersteht .

    Deshalb habe ich für Pflanzen , die ich abgebe einen Killer für Wurmartige , der allerdings auch Fische tötet . Das bedeutet für mich, jede Pflanze, die ich abgebe, muß für 12 Stunden in ein Bad .

    Aber dies hilft Dir ja leider nicht weiter ,

    sicher ist hier im Forum ein Mitglied, welches Dir in punkto Desinfektion raten kan .

    Grüsse Armin

  • Hallo Armin,


    Jetzt antworte ich an deine Fragen.


    Mein Bodengrund ist JBL Sansibar Dark mit 0,2-0,6 mm Körnung. In der Produktbeschreibung steht: "Feiner Granitsand schont die empfindlichen Barteln von Bodenfischen". Der Sand müsste also ok sein.


    Die Temperatur war 25 Grad. Jetzt habe ich die fast 28 eingestellt. Seidel und Schliewen empfehlen für C. trilineatus bis 28 Grad, Riehl&Baehnsch bis 26 Grad. Wasserzirkulation ist stark im Guarantänebecken.


    Ich habe Desi-Tropfen geholt und ins AQ gegeben. In der Produktbeschreibung steht, man kann die Tropfen "vorbeugend wöchentlich direkt in das Aquarium geben". Ich würde dies im Normalfall nie tun, aber das Zeug sollte also zumindest nicht schädlich zu sein.


    Wenn ich jetzt jeden Tag Wasser wechsle und den Bodengrund absauge, muss ich natürlich jeden Tag Desi-Tropfen nachfüllen?


    Vielen Dank für deine Hilfe! Jetzt hoffen wir nur, dass die Massnahmen nicht zu spät für das obengebildete Cory kommen.

  • Hallo Kouta , ich denke mal,mit den Desitropfen kannst Du keinen Schaden anrichten .

    Ich meine, diese Tropfen sind mehr als Erstlingsfutter für Jungfische im Einsatz .

    Den Bodengrund kenne ich nicht , ich hole mir so Etwas aus der Kiesgrube .

    Mit dem Boden würde ich folgenden Versuch machen , eine kleine Menge auf die Innenseite von Deinem Arm legen und etwas hin und her reiben . Sollte auch nur eine kleine Rötung auftreten, raus damit .

    Denn die Corys sind ja ständig mit der Schnauze am Boden unterwegs .

    Ich muss gestehen dass ich bei diesen Sachen voreingenommen bin und staune immer wieder,

    was dem Handel so einfällt .

    Ich hoffe aber immer noch , dass sich hier noch eine Person aus dem Forum meldet , die Dich in Sachen Medikament kompetent beraten kann .

    Viel Glück Armin