Wasserwechsel und Filterreinigung zusammen - Niemals!!!

  • Hallo Forum...


    Sehr oft wird die Frage gestellt, ob nicht bei dem oder dem Problem ein Wasserwechsel gemacht werden kann, und gleichzeitig der Filter komplett gereinigt werden sollte.
    Und bis jetzt auch ich immer gesagt, nein. Niemals...


    Hab aber noch nie eigene Erfahrungen gemacht, was passieren kann, wenn man es doch macht...!!!
    Alles, was ich dahingehend wusste, waren Berichte von anderen, darunter auch erfahrenen, Aquarianern, die schon ihre Erlebnisse damit hatten...
    Nun. Ich kann euch sagen, dass auch ich nun weiss, zumindest ansatzweise, warum. Und dass es wirklich nicht zu empfehlen ist...!


    Was ist passiert . . .
    Ich habe am heutigen Abend mein grosses 300 Literbecken auf einer Seite neu eingerichtet. Weil noch Höhlen und Unterstände für die Welse fehlten. Auch optisch gefiel es mir nicht.
    Die Wurzeln hatte ich, zum Glück! , in zwei Plastewannen mit Aquarienaltwasser, zwischengelagert.
    Leider hatte ich nicht nur das Becken vom Mulm (war viel zu viel) befreit, sondern bei der Gelegenheit auch den Aussenfilter mit gereinigt. Mal richtig alles durchgespült. Das war wohl der Fehler...!!!
    Filter wieder angeschlossen, in Betrieb genommen, alles schick. Wasser war voller Schwebstoffe, trüb, nicht besorgniserregend. Licht aus...
    Ne halbe Stunde später mach ich das Licht an. Wollte nur kurz guggen, ob man was sieht, wollte mal meine Einrichtung begutachten.
    Und sehe allerhand meiner Nelen wie blöd rumspringen! Etliche waren bereits tot, andere wiederum verhielten sich (noch) normal...
    Hab dann ein paar rausgenommen, in Altwasser reingesetzt. Trotzdem verstorben.


    Was tut man in solch einem Fall???
    Erstmal Wasserwerte messen!!!
    Hab nix mehr da gehabt, weder Streifen noch Tropfen...
    Also Wasser rausgenommen, 40 Liter waren es. Und mit dem Altwasser, das ich zum Glück noch in den Wannen hatte, wieder aufgefüllt.
    Bis dato sah ich trotzdem keine Besserung...!
    Wasseraufbereitungsmittel rausgekramt, was ich sonst niemals benutze, aber trotzdem noch ne kleine Flasche da hatte. Sommerfestgewinn... ; )
    Reingekippt, die Hälfte...
    Naja, momentan kämpfen die überlebenden Garnelen um Selbiges. Es sterben leider immer noch etliche. Einmal zu stark angeknackst, erholen die sich leider nicht mehr. Den Fischen hingegen ist nix anzumerken. Die schwimmen rum wie immer.
    Ich werde morgen berichten, ob ich wirklich sämtliche Nelen gehimmelt habe...


    Warum...die so plötzlich hops gegangen sind, was bei solch einer Komplettreinigung wirklich passiert, wüsste ich auch gern mal. Gibt vielleicht auch Unterschiede...
    Zuviel Nitrit ganz plötzlich kanns nicht gewesen sein. Vielleicht Chlor im Leitungswasser???
    Was gibt es noch für mögliche Ursachen...?


    Was ist die Moral von der Geschicht'...
    Mach Wasserwechsel und Filterreinigung zusammen 'nicht!!!


    Lg
    manu

  • huhu,
    das ist natürlich schade wenn´s die garnelen erwischt.
    Das es aber an der Kombination Wasserwechsel/filterreinigung lag, kann ich nicht so ganz glauben.
    Ich Reinige meinen Aussenfilter 2mal im Jahr und das immer in kombination mit wasserwechsel, ich hab meistens eine population von 20-30 garnelen im filter die da schon in 2ter oder 3ter generation lebt ;)


    Zurück zum thema, ich denke das es direkt mit dem Wasserwechsel zu tun hat, also das frische wasser einen Wert überstieg was die Garnelen nicht vertragen haben, Chlor kann es nicht sein, dieser wert unterliegt ja strengen kontrollen, andere werte hingegen können schwanken wie Eisen oder Kupfer und andere Metalle.
    Die Stadtwerke arbeiten ja momentan sehr stark am Trinkwassernetz und durch den Tausch von Rohrleitungen kann es zu einem anstieg der metalle kommen, meistens gibt´s dann aber ein aushang das sich das wasser rostfarben verfärben kann.


    für uns menschen unbedenklich kann ich mir schon vorstellen das so ein rapider eisenanstieg für garnelen tödlich enden kann.


    aber hier spekuliere ich nur, am besten man füllt sich frisches wasser in ein sauberen behälter und lässt bei Stotzek oder klee die Werte checken, dann kann man zumindest nach dem ausschlussverfahren sagen ob es am wasser lag oder an was anderem.


    lg steffen.

  • Hallo Manu,


    ich kann mir auch nicht vorstellen, dass dieses Unglück mit dem zeitgleichen Wasserwechsel/Filterreinigung zusammenhängt. Das mache ich schon immer in einem Aufwasch und meinen Garnelen hat es nie geschadet. Ob es sich nun um Becken mit Außenfilter oder Schwammfilter handelt ist schnurz.
    Ich vermute eher, dass sich durch Deine Umgestaltung Stoffe oder Gase aus dem Bodengrund gelöst haben, welche den Garnelen nicht bekommen sind.
    Ich hoffe, dass einige Deiner Krabbler überlebt haben!


    LG Diana

  • Danke euch...


    Sieht leider sehr traurig aus...
    Etwa 8 Stück seh ich noch vereinzelt im Becken. Nur 3 sehen noch normal aus. Die anderen sind schon weiss im Körper verfärbt, werden also definitiv auch noch hopps gehen.
    Im Eimer leben auch noch 10 Stück. Zumindest etwas Positives...
    300 Garnelen mit einem Mal weg.... Ei, das tut weh... :(


    Mit den Giftstoffen im Boden könnte tatsächlich die Ursache sein! Denn die Ecke, die ich gemacht habe, ist strömungsarm. Dort hat sich in all den Monaten unter einer Wurzel haufen Mulm angesammelt. Den hab ich dann abgesaugt. Darunter war aber ein riesen Sandberg, den ich zur Mitte zu umgeschichtet habe. Da waren möglicherweise tatsächlich Faulschlamm und -gase drunter...


    Mann lernt nie aus...
    Hoffentlich haben die Fische nicht auch Schaden genommen. Bis jetzt sieht da zumindest alles okay aus.
    Hab auch vorsichtshalber vorhin nochmal 50 Liter Wasser gg. Frisches ausgetauscht, ganz langsam.


    Lg
    manu

  • Hallo Manu,


    was die Kleinen nicht umbringt ... Nun hast Du bald Nachwuchs von den wiederstandsfähigsten Krabblern. In der Schule nannten die Lehrer das natürliche Auslese, nur das die Umweltveränderung von Dir gemacht war :lol: .


    LG Diana

  • Hallo...


    Hab gestern einen weiteren Abschnitt des Beckens umgestaltet.


    Weder die Fische noch ich waren glücklich mit den 3 großen Wurzeln, die das eine Drittel des Beckens vollkommen ausfüllten.
    Hab leider kein Bild mehr davon. War jedenfalls sehr dunkel, vollgebaut, und trotzdem zu wenig Unterschlupfmòglichkeiten für die Fische...


    Nun, da ich beim letzten Mal Rumwühlerei im Becken fast sämtliche Garnelen eingebüßt hatte, ging ich diesmal auf Nummer sicher.
    Schließlich musste ich wieder große Wurzeln anheben, die nun seit über einem Jahr nicht bewegt wurden.
    Hab also in den letzten Tagen so gut es ging alle Garnelen rausgefangen und extra gesetzt. Lediglich ein paar "Versuchskaninchen" blieben drin...


    Am Montag hatte ich aus dem Steinbruch mir Steine mitgebracht. Selbiges Gestein nutzte ich auch bei den Flossensaugern, ohne Probleme.
    Nachdem ich die Wurzeln, paar Anubien und jede Menge Mulm dort rausgenommen hatte, wurden die Steine schön zu Höhlen und Unterschlupfmòglichkeiten zusammengestellt. Pflanzen drauf, paar Wurzeln nett verteilt - - fertig.
    Zwischendurch hab ich von ersten Moment an die paar verbliebenen Garnelen im Auge behalten! Gab aber keinen Anlass zur Sorge...
    Dann Wasser aufgefüllt, fertig.
    Hat bis heute gebraucht, bis die Trübung gänzlich weg war. Das Ergebnis gefällt mir aber sehr gut!
    Gestern Abend durften dann auch die Garnelen wieder zurück in das Becken. Ganz vorsichtig natürlich...
    Aber ging alles gut...
    Mittlerweile sind aus den letzten 30 nach dem Unglücksfall nun glücklicherweise wieder über 200 geworden . . . !!! ;)


    So sieht die rechte Beckenseite nun aus...
    vogel2.JPG


    vogel3.JPG


    vogel4.JPG


    vogel5.JPG


    Wie es die Fische annehmen werden, wird sich zeigen müssen. Zumindest sind die Dornaugen umgezogen. Unter den noch reichlich vorhandenen Wurzeln auf der linken Seite,raus, unter die Steine . . .


    Lg
    manu