Bio-CO2-Anlage- Falschgase?

  • Wie schon aus der Überschrift hervorgeht, komm ich nicht ganz klar mit den
    Termini der Falschgase bei ner Bio-CO2-Anlage...


    Wenn ich sagnwama den Gasausgang der Anlage ins Aquarium einleite, egal wie,
    entscheidet da nur das unterschiedliche Molekulargewicht , ob der eine Anteil in Lösung geht,
    während der andere einfach nach oben entschwindet?
    Bei der Paffrathschale geht das CO2 mit dem darunterliegenden Wasser in Lösung,
    während die Falschgase durch ein Loch in der Schale nach oben verschwinden?
    Weil sie sich in Wasser nicht lösen können?
    Bin da sogar als Chemiker überfordert...


    Hab seit ca. 5 Wochen ne Bioanlage mit Reaktor, hätte nicht gedacht, dass es so extrem anders wächst,
    ne grüne Hölle ist absolut untertrieben für das, aber nun möcht ich das eventuell
    auf mehrere Becken erweitern, wobei sich die Frage der Falschgase gestellt hat,
    ob es nicht vielleicht nur Überschuss-CO2 ist, was da abgeht, ich es also auch noch nutzen könnte...

  • ja gar nicht schlecht an, was Du zur grünen Hölle schreibst. Habe mir das Gerät mal angesehen. Vielversprechend, so etwas fertig zu erhalten. Die Methode ist ja eigentlich altbekannt. Die Werbung dafür ist allerdings ätzend. Eigentlich typisch für Produkte, die wohl doch irgendwo einen Haken haben. Können die das nicht alles kurz und knapp erklären? Auch bei anderen Produkten dieser Webseite ist das auffallend. Oder kommt mir das nur so vor?
    Bin gespannt, ob Deine Ergebnisse weiterhin gut bleiben.

  • n dem Internet-Forum Narkive - Newsgroup Archive - habe ich einen
    Beitrag gefunden in dem recht gut erklärt wird, was Falschgase sind.
    Hier antwortet Lars Dettmann auf eine Anfrage von Ernst Obermayr.


    Ich hoffe, dass Dir die Erklärung von Lars Dettmann bei Deinem Problem weiterhilft. Aus meiner Sicht wird immerhin recht anschaulich erklärt, was Falschgase sind. *coffee*


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    (zu alt für
    eine Antwort)


    Anfängerfragen:
    CO2-Anlage - Falschgase separieren


    Ernst
    Obermayr


    vor 10
    Jahren


    In einem
    Dennerle-Prospekt von CO2-Geräten lese ich mehrmals, dass Falschgase in CO2-Hüten, Auffangwannen etc. separiert und abgeführt, abgeleitet oder ausgestoßen werden. Es liest sich für mich so, als ob das automatisch passieren würde. Wenn dem so ist: Kann jemand erklären, wie das funktioniert?


    In einer Bauanleitung für eine CO2-Hefegärung findet sich auch ein Hinweis auf Falschgase und die Möglichkeit der händischen Ableitung. Sind diese Falschgase denn wirklich so ein Problem?


    Ernst


    Lars
    Dettmann


    vor 10
    Jahren


    Hallo Ernst,


    Post by Ernst Obermayr


    Es liest sich für mich so, als ob das automatisch passieren würde. Wenn dem so ist: Kann jemand erklären, wie das funktioniert?


    das mit den "Falschgasen" ist so 'ne Nummer für sich. Wenn man versucht, Gase in Wasser zu lösen, muß das nicht immer vollständig gelingen, da Wasser nur eine bestimmte


    Aufnahmekapazität für Gase hat und in der Regel immer nahe den 100% dieser Kapazität liegt. Damit wird aus der CO2-Aufnahme dann ein Austausch gegen andere Gase An den entstehenden Blasen tummeln sich anfangs Deine zugeführten
    Sauerstoff, Argon- und-was- weiß-ich-noch-für-Molekülen erhalten, die aus dem Wasserkörper in diese Blase(n) einwandern. Im Gegenzug verlassen dann zahlreiche CO2-Moleküle diese Blase(n). "Wissenschaftlicher" Begriff für dieses sich einstellende
    Gasgemisch in den Blasen ist dann das Wort *Falschgase*. ;)


    Dieses "Falschgas" ist dann also ein Gemisch aus allen Gasen, die im Wasser gelöst sind bzw. waren, einschließlich einem großen Teil CO2.
    Wieviel davon sich in dem Eintragsgerät sammelt und wie weit das ein Problem für die Eintragsleistung wird, hängt von der
    Konstruktion ab. Ein anderes Problem wird der entstehende Auftrieb der ganzen Geschichte. Ableiten kann man die
    "Falschgase" über Bohrungen/Öffnungen, die ab einem bestimmten
    Füllstand dem "Falschgas" als Weg aus dem Eintragsgerät offenstehen. Bei Schalen wird es einfach hervor blubbern. Bei anderen Geräten sind es seitliche Bohrungen oder von oben eingesteckte Röhrchen, die das Anwachsen der Gasmenge begrenzen.


    Post by Ernst Obermayr


    In einer Bauanleitung für eine CO2-Hefegärung findet sich auch ein Hinweis auf Falschgase und die Möglichkeit der händischen Ableitung. Sind diese Falschgase denn wirklich so ein Problem?


    Dieses Gasgemisch an sich ist harmlos. ;) Es kann eben nur durch den entstehenden Auftrieb, das Trockenlegen von Schaufelrädchen & Co. oder ähnliche Effekte die Leistung solch technischer Meisterwerke zum CO2-Eintrag an physikalische Grenzen bringen. :)


    MfG Lars


    Ernst
    Obermayr


    vor 10
    Jahren


    Hallo Lars!


    Post by Lars Dettmann


    Ableiten kann man die "Falschgase" über Bohrungen/Öffnungen, die ab einem bestimmten Füllstand dem "Falschgas" als Weg aus dem Eintragsgerät offen stehen. Bei Schalen wird es einfach hervor blubbern.
    Genau da habe ich mein Verständnisproblem: Ist CO2 schwerer als die Falschgase (schwerer als Luft ist es zumindest), dann wäre das, was über Bohrungen/Öffnungen oder bei Schalen unten hervor blubbert, CO2 und es
    handelte sich nicht um eine Falschgasentlüftung. Sind aber die Falschgase schwerer als CO2, dann bestünde bei Schalen (und mir geht es im Speziellen um Paffrath-Schalen) die unterste Gasschicht bald aus Falschgasen, wodurch eine CO2-Diffusion ins Wasser verhindert würde. Irgendwas stimmt da für mich nicht.


    MfG Ernst


    Lars
    Dettmann


    vor 9 Jahren


    Hallo Ernst,


    Post by Ernst Obermayr


    Genau da habe ich mein Verständnisproblem: Ist CO2 schwerer als die Falschgase (schwerer als Luft ist es zumindest), dann wäre das, was über Bohrungen/Öffnungen oder bei Schalen unten hervor blubbert, CO2 und es
    handelte sich nicht um eine Falschgasentlüftung. jepp, CO dürfte das schwerste der Gase in diesem Gemisch sein.
    Dies käme aber nur dann zur Geltung, wenn nicht laufend Bewegung in der Blase wäre. Von unten eintretende kleinere Blasen sollten eine nennenswerte Schichtung zumindest erschweren. ...........................................................................................................................................................


    Hier geht die Disskussion weiter, dürfte für Dich nicht mehr interessant sein!


    Ich denke, dass ich nicht gegen Rechte verstossen habe, da ich die Quelle angegeben habe.


    Wenn doch solltest Du meinen Beitrag löschen.

  • ...hab ichs mir doch gedacht... ,Erika,
    so blöd kann ich also doch garnicht sein :phatgrin:
    Heisst für mich jetzt also, ich kann ruhigen Gewissens ausprobieren,
    in einem zweiten Becken diese "Falschgase " über z.B. eine Paffrathschale
    auch als weitere CO2-Quelle auszunutzen...(wenn der Druckverlust nicht zu hoch sein sollte,
    was auszuprobieren wäre)
    Der grösste Unterschied zu den herkömmlich beschriebenen Selbstbau-Bio-Anlagen liegt für mich u.a.
    in dem Niederhalten des Schaums durch drei simple Speiseöltropfen pro Befüllung,
    da gab es ja immer die grösseren Probleme, wenn ohne Waschflasche gefummelt wurde...


    Danke fürs Suchen im web, Erika!


    Anubias :

    Zitat

    Wenn Sie es
    bis hierher zu lesen geschafft haben reicht es vielleicht auch noch für 3
    Kundenmeinungen, von denen wir Hunderte dieser Art erhalten haben....

    -- nicht einfach, aber wahrscheinlich muss man so schreiben, will man auch bissel Geld damit verdienen...

  • Ich habe zwar keine Erfahrung mit den Biogasanlagen, aber für mein einfaches Verständnis wäre es doch sicher einfacher ein T-Stück nach der Flasche zu setzen um ein 2. Becken mit zu versorgen. Das ist zwar ein Geduldsspiel den gleichen Gegendruck zu finden (Schlauchdurchmesser/länge, Eintauchtiefe), aber bei deiner Variante müßtest du die Gase ja mit einem "Trichter" einfangen und gegen den Druck des Wassers im anderen Becken wieder einführen. Mit Luft rüber pumpen ist, glaube ich, ne blöde Idee, bliebe noch Wasser aus dem zweiten Becken mit ner Pumpe über ein Diffusor- Prinzip. Dann kann man aber auch über ein gemeinsames Filterbecken nachdenken oder zwei kleinere Flaschen. Die Falschgase kann man, glaube ich, vernachlässigen. Den größten Anteil dürfte ungelöstes CO² bilden.


    Ich denke ein zweckmäßiger Diffusor bei dem recht geringen Druck bringt da eher eine bessere Ausbeute und den Druck kannst du eben nur über die Flaschenbefüllung regeln.


    Egal welche Diffusoren du nimmst, sie versuchen alle das CO²auf dem längst möglichen Weg und der größten Fläche im Wasser zu lösen. Wenn ich dich richtig verstehe, versuchst du mit der Pfaffrathschale nur eine möglichst große Fläche zu schaffen. Vergrößern könnte man die Fläche durch einzelne Blasen (je kleiner, je größer wird die Fläche) und dann wäre noch der Weg (langer Weg, lange Zeit- viel Kohlensäure)


    Ich hoffe durch mein blödes Gequatsche konnte ich dich wenigstens zu einer Idee bringen und wenn nicht, warst du wenigstens mal etwas abgelenkt. Auf alle Fälle wünsche ich dir ein schönes Weihnachtsfest.


    LG Wolf

  • @Erika: -so ist das schon komplett, Wasser drauf, kräftig schütteln, Reaktor einhängen(verstecken), fertig...
    für knapp 16€ , oder für dein Becken knapp 10...
    Die Fische haben noch nichts gesagt...
    ..sind eh nur die Grundeln 14 Panzwerwelse und vier L-Welse drin,
    eher haben vielleicht die Schnecken damit Probleme, denn die ihnen jetzt entgehende biogene Entkalkung
    hat ja immer ordentlich beim Gehäuseaufbau geholfen, jetzt hab ich nen konstanten pH um die 6,5, also sauer...


    @Wolfram: - gemeinsames Filterbecken wäre das ideale, aber kaum Platz dafür...
    mir gings auch nur darum, dass diese "Falschgase" ungenutzt zur Oberfläche entschwinden,
    wo ich nun weiss, dass auch da noch ca. 30% CO2-Anteile drin sind...


    An diesem Rektor ist ja extra ne Falschgasentleerung mit Verschraubung dran ,
    wo man nen weiteren Schlauch befestigen kann, der als Einleiter ins nächste Becken dienen kann...


    ...werd das in den nächsten Tagen mal versuchen!

  • Hallo Bernd,


    vielen Dank für den Tipp! *dickesdanke*


    @ Hallo zusammen,


    ich wünsche allen ein gesegnetes Weihnachtsfest und ein gutes und gesundes neues Jahr.

    Na, und natürlich einen guten Rutsch, aber nicht ausrutschen, falls es an Silvester oder Neujahr frieren sollte.


    Und hier noch eine weihnachtliche Impression:
    Google Drive

  • Ich muss das Thema nochmals aufgreifen. Mir geht es aber nicht um Falschgase.
    Mein Problem:


    Ich verwende für 600 ml Wasser in der Originalflasche von JBL-Bio-Co2 die oftmals angepriesene Mischung aus (Teil 1) 300 ml Wasser, 260 Gramm Zucker kochen, bis klar, abkühlen und Zugabe (Teil 2)
    300ml Wasser40 Gramm Zucker, Priese Trockenhefe etwas 30 Minuten eingeweicht. Habe auch schon Tortenguss dazu gegeben. Brachte aber auch keinen Erfolg. Verhindert nur das Schäumen. Genau wie Öltropfen.


    Die Reaktion beginnt umgehend. Sie ist recht heftig. Überall wird aber geschrieben, sie würde nach 2-3 Tagen beginnen. Nach 3-4 Tagen ist wieder Schluss bei mir. Nach dem Schütteln der Flasche wird nochmals heftig CO2 abgegeben, dann ist wieder Ebbe.


    Ich verstehe das nicht, weil meist geschrieben steht, es würde 3 Wochen und länger CO2 erzeugt.


    Bei den Original-Nachfüllgen von JBL hat das auch so lange geklappt. Das wäre mir auf die Dauer aber zu teuer.


    Was mache ich falsch? Welche Erfahrungen habt ihr? Welches Rezept hat sich bei Euch bewährt?

  • Hey Falk, also ich habe noch nie diese Lösung gekocht, einfach nur das angegebene
    Mischungsverhältnis hergestellt, Hefe dazu (halbe Tüte Trocken-) 2min. geschüttelt und
    zwei drei Tropfen Öl drauf, Schlauch angeschlossen und laufen lassen , sogar ohne Waschflasche...
    keine , wie du schreibst , abrupte Reaktion, sondern schon, wie du auch gesagt hast,
    bis zu drei Monaten ( bei Temperatur um 18°C!) CO2-Abgabe, sicherlich zum Ende hin sehr viel weniger,
    ist mir aber egal, weil ich den Effekt haben will, den Pflanzenwuchs,
    und kein Erbsenzähler aus der unbedingt 10-Blasen-pro-Minute-Theorie bin....


    Mache das jetzt drei Jahre so gut wie ununterbrochen und es funktioniert,
    wollte zwar auch mal mit Gelatine arbeiten, weil das besser und länger zu dosieren sein soll,
    aber meinjottchen, die paar Cent für Zucker und Hefe hab ich dann auch noch,
    und Pflanzen kann ich auch laufend auskreisen...


    Mischung bei meiner BioCO2:
    250g Zucker, 1,5l Wasser (muss ich aber noch mal überprüfen, ist im Keller!), 3g Hefe, und alles wie gesagt
    kalt zusammengeschüttelt ohne Einweichen!
    2-3 Öltropfen dazu,um Schäumen zu verhindern...


  • Danke Bernd! Werde ich nun auch mal so machen und später berichten, ob es besser geht als bisher. Warum soll es bei mir nicht auch auf diese Weise klappen. Morgen wird eine Lösung angesetzt.


    Schöne Feiertage für Dich und alle, die das hier eventuell noch lesen.


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  • Ich würde auch sagen, schreibe die Mischung hier. Es kann ja sein,dass auch andere Interesse haben.
    5 Liter würde ich zwar nicht mischen, aber man kann die Zugaben ja umrechnen.


    Habe die Hinweise von Bernd berücksichtigt. Also nicht mehr gekocht, kein Tortenguß und nicht zwei Teile. Nach etwas zwei Stunden begann schon das Blubbern. Nun hält es schon den dritten Tag gleichmäßig an. Bin gespannt, wie lange. Bleibe dran.

  • Hallo,
    Rezept Bio CO2 für einen 5l Kanister
    1. 400g Zucker, 2 Tüten Tortenguss und 0,8l Wasser aufkochen (ein paar Minuten) (als würde man normalen Tortenguss zubereiten)
    2. warm in den Kanister füllen, kalt stellen, warten bis es kalt ist
    3. mit Wasser den Kanister auffüllen
    4. 10 Teelöffel Zucker und eine halbe Tüte Hefe in den Kanister


    fertig!

  • Nach 6 Tagen hat die Produktion von CO2 nun doch schon erheblich nachgelassen. Wenn ich die Flasche bewege, kommt noch allerlei, aber allein entsteht scheinbar nicht mehr ausreichend Druck. Egal, wenn nun ein Neuansatz fällig wird, ist das ja kein Problem. Zucker und Hefe stehen bereit. Ich warte aber noch, bis ganz Ende ist. Die Pflanzen werden mir das bestimmt nicht verübeln.

  • Hallo!
    Ich habe mir jetzt gerade mal die "Mühe" gemacht und nach dem obigen Rezept für den 5 l Kanister die Pfennige zusammen gerechnet.
    -400g Zucker 0,32€
    -2x Tortenguß 1,80€
    -0,5x Trockenhefe 0,40€
    =2,52€ das ganze hält 5 Wochen, also 10,4 mal im Jahr anzusetzen=26,20 jährliche Kosten zzgl. Wasser und Strom fürs Kochen. (Wasser ca. 0,3Cent/Liter, Kochplatte ca.2-3kW)
    Eine 10kg Flasche kostet bei Hornbach 22,50€, das entspricht bei 200bar etwa 2000l CO². Damit komme ich bei unseren beiden Becken, 850 und 400 Litern, übers Jahr.
    Jetzt muß man natürlich noch die einmaligen Kosten für die Flaschennutzung (TÜV incl.) 134€ und Manometer, Magnetventil und Nadelventil für ca. 50€ dazu rechnen=184€. Nun bräuchte man noch eine Größe für die CO² Literzahl bei einer BIO Anlage, ich denke aber mal weit geringer als 2000l und schon hätte man einen Vergleich wie preiswert eine BIO Anlage wirklich ist. Vom Aufwand und der Zeit abgesehen.
    Nur mal als Denkanstoß. Für die Sicherheitsexperten noch als Zuastz:
    Wolf