Chillatherina alleni

  • Regenbogenfische in der Aquaristik, irgendwie immer und überall vorhanden und doch bei weitem nicht mit der Präsenz, die sie verdient hätten. Warum ist das so? Wir sind nicht die ersten die sich diese Frage stellen und auch wir werden sie nicht beantwortet bekommen. Ein häufig genannter Grund ist, dass sich all diese Arten im Händlerbecken recht unifarben präsentieren. Für Hobbyanfänger ist dieser Grund sicher zutreffend. Dagegen sind die optischen Reize von Guppy, Neon und Co einfach zu groß. Aber warum beschäftigen sich so wenig „Fortgeschrittene“ mit ihnen?

    Eigentlich sind Regenbogenfische ideale Aquarienfische. Die Größe reicht von etwa 5 cm bis 15 cm, sie haben keine speziellen Ansprüche an Futter und Wasser und sie sind den ganzen Tag im Freiwasser zu beobachten. Regenbogenfische zählen zu den Dauerlaichern. Sie lassen sich täglich bei ihren Paarungsspielen beobachten. Die Männchen erstrahlen jeden Tag in Prachtfärbung, ein Schauspiel, dass immer wieder aufs Neue begeistert.

    Mit Chillatherina alleni möchten wir euch heute eine mittelgroße Art dieser Fischgruppe vorstellen und für die bevorstehende Herbstbörse ankündigen. Das Vorkommen der Gattung Chillatherina beschränkt sich einzig auf Neuguinea. Die hier vorgestellte Art wurde 1994 erstmals nachweislich von Einheimischen gefangen. 1997 erfolgte die wissenschaftliche Beschreibung und erst im Jahr 2008 wurden einige Tiere vom Fundort Siriwo durch Johannes Graf mit nach Deutschland gebracht. Tiere von diesem Fundort sind aktuell mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr im Hobby. Die heute vertretenen Fische der Art entstammen den 2012 im Wapago River gefangenen Exemplaren.

    Die Lebensräume in ihrer Heimat werden als schnell fließende Klarwasserbäche beschrieben.

    In der Größe erreicht die Art etwa 10 cm. Die Männchen färben sich jedoch bereits mit knapp 5cm ein. Auch bleibt C. alleni, im Vergleich zu anderen Regenbogenfischen außerhalb der Balz deutlich farbiger und ist so auch für den berufstätigen Aquarianer am Abend noch hübsch anzuschauen. Die Nachzucht gelingt einfach über ins Aquarium eingebrachte Wollmops. Dort hinein werden die Eier gelegt, die dann einfach in ein Aufzuchtbecken überführt werden können. Für Regenbogenfische sind die gerade freischwimmenden Jungfische von C. alleni vergleichsweise groß und die notwendige Versorgung mit Erstfutter ist mit den uns heute zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, und ein klein wenig Übung einfach umzusetzen. Vielleicht sind die kleinen Chilatherina ja der Beginn einer großen Regenbogenfisch-Leidenschaft … die Möglichkeiten sind (fast) unbegrenzt!

  • Rainer Rekord

    Hat den Titel des Themas von „Aequidens paloemeuensi“ zu „Chillatherina alleni“ geändert.