Erfahrungen mit Mikrofex

  • Hallo liebe Forengemeinde,

    da man im Internet die unterschiedlichsten Zuchtanleitungen, Pflegeanleitungen und Erfahrungsberichte über Microfex (Dero Digitata) finden und Nachlesen kann, habe ich mir gedacht, ich gebe auch mal meinen Senf dazu.

    Ich züchte die Würmer seit gut einem Jahr und habe die verschiedensten Methoden ausprobiert. Letztendlich habe ich eine Methode gefunden mit der ich gut leben kann und die möchte ich hier mal kundtun.

    Zuerst einmal etwas über die Geruchsbelästigung. Am Anfang hatte ich die Würmchen in meinem Fischkeller, welcher mit dem Wohnhaus in Verbindung ist. Da ich ja noch am experimentieren war, kam es hier auch zu einer "kleinen" Geruchsbelästigung (finde ich jedenfalls). Meine Frau sah das allerdings etwas anders, und verbannte die Würmchen aus dem Haus ( :WF: Mimose :phatgrin: ). Also zog ich in den Heizungsraum (vom Haus Getrennt) und "forschte" weiter. Heute glaube ich eine Methode gefunden zu haben, die relativ ergiebig ist und auch kaum noch stinkt.

    Ich verwende zwei 4 Liter Boxen und die kleine Box von Aqua Purist (von da stammt mein Zuchtansatz). Die kleine Box ist mein Notfallreservoir, falls die anderen mal kippen sollten. Die großen Boxen sind mit 4 cm Schaumstoffmatten, die passend geschnitten wurden, bestückt (feine Porung ). Wasserstand ist 1mm unter Schaumstoffkante. Gefüttert wird mit 5 Korn Schmelzflocken aus der Babyabteilung. Die Flocken mahle ich zu Staub und gebe noch etwas Spirulina und Chlorella Algenpulver dazu. Füttern tue ich mittlerweile nur noch einmal am Tag. Bestreut wird die ganze Fläche gleichmäßig dünn. Festgestellt habe ich bei meinen "Forschungen" das man mit der Menge an Futter sehr gut die Vermehrung der Würmchen steuern kann (Viel Futter oder Mehrmals am Tag = viele Würmer). Jetzt kommt die Crux, bei zu hohen Temperaturen und zuviel Würmchen stirbt so ein Ansatz innerhalb kürzester Zeit komplett ab ( über 29 Grad). Optimal finde ich 22-25 Grad + mäßige Fütterung.

    Jetzt kommen wir aber mal zum Highlight meine "Forschung". Mit der Pipette, wie auf dem Bild, sauge ich jeden Tag das Wasser komplett ab aus den Boxen und fülle Frischwasser auf. Dazu presse ich die Pipette zwischen Schaumstoff und Boxenwand und fahre da ringsum und sauge den ganzen Schlonz ab. Ist bei den 3 Behältern knapp ein dreiviertel Liter. Durch diese Maßnahme hat sich die Geruchsbildung drastisch reduziert und ist kaum noch wahrnehmbar.

    Für die drei Boxen + 2 mal Grindal und 2 mal Microwürmchen beträgt der tägliche Aufwand ca. 10 Minuten. Die Würmchen reichen locker für eine zweimalige Fütterung pro Woche für ca. 150 Fische, wobei meine 12 Venezuelanus Panzerwelse jeden Tag eine Portion bekommen, aus.

    Schöner Nebeneffekt, das Schlonzwasser gieße ich in meinen 1000 Liter Regenwasser-Tank. Das freut meine Wasserflöhe, die es mir mit reichlicher Vermehrung, danken.

    MfG Holger20260820_142838.jpg

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  • Hallo Holger : Super Bericht ! Ich mache es ähnlich wie du . Habe Microfex in Plastikboxen wo gerade 2 Abwaschschwämme reinpassen und rundherum 2cm Platz bleibt . Hatte zu Anfang mit einem Ansatz begonnen den ich von einem Kollegen bekommen habe und bald darauf wurden daraus 4 Ansätze . Obwohl alles im Keller untergebracht war verlor ich durch die Hitze 2 Ansätze . Bei den Grindal die ich ebenso wie Du auf Seramisgranulat halte war es am Anfang sehr zäh mit der Vermehrung . Diese vertragen die Hitze bei mir aber anscheinend weit besser als die Microfex und so wurde aus am Anfang einem mickrigen Ansatz mittlerweile 4 sehr gut besetzte Ansätze . Meine Microwürmer habe ich in Einmachgläsern und bin damit aber nicht zufrieden da die Entnahme nicht optimal ist . In Zukunft werde ich es so wie Du in Boxen machen da man an und in diesen Boxen schöner arbeiten kann . Schönen Dank für Deinen Bericht und LG Tony

  • Howi

    Hat den Titel des Themas von „Erfahrungen mit Mirofex“ zu „Erfahrungen mit Mikrofex“ geändert.
  • Hallo Tonny,

    das mit den Grindal kann ich bestätigen. Am Anfang lief es überhaupt nicht. Bei mir lag es aber an der Futtermenge. Hat man nur mal etwas zuviel gefüttert ist es gleich verschimmelt und musste mühselig wieder entfernt werden, wobei man stets die Würmchen gestört hat. Mittlerweile habe ich den Bogen raus und es klappt auch mit der Vermehrung. MfG Holger

  • Hallo Markus,

    wie oben geschrieben, 10 min. pro Tag. Die Fische muss ich ja auch jeden Tag füttern, die Jungfische sogar mehrmals.

    Dann kommt noch das Ansetzen und Absieben der Artemias jeden Tag dazu. Also ja, etwas Arbeit ist es schon, aber es ist ja mein Hobby (also selbst gewähltes Leid 😁 ).

    Im Urlaub habe ich jemanden, die sich um die Fische kümmert und auch die Würmchen füttert. Natürlich in abgespeckter Form, ohne Wasserwechsel. Klappt bislang ganz gut. Bei mäßiger Fütterung ist auch die Vermehrung nicht so wild.

    MfG Holger

  • Das mit der Bratenspritze ist ja ein guter Tipp. Ich hätte ehrlich gesagt nicht gedacht, dass man die dafür so praktisch einsetzen kann. Bei mir landet so manches Küchenutensil irgendwann bei einer ganz anderen Aufgabe als ursprünglich gedacht. 😄

    Hat jemand von euch die Methode schon ausprobiert? Mich würde vor allem interessieren, ob sich damit auch hartnäckiger Schmutz gut lösen lässt oder ob man vorher trotzdem noch ordentlich einweichen muss.

    Viele Grüße