Koexistenz von Planarien und Garnelen

  • Wir haben plötzlich in unserem Garnelen und Schnecken 54l Becken Planarien. Ich vermute sie kamen mit Lebendfutter. Ich sitze sehr oft vor dem Becken und beobachte die Scheiben, da ich schaue ob es Kahnschneckennachwuchs gibt und das Becken hatte bisher keine. Es läuft seit letzten Februar, ich vermute Lebendfutter aus dem Laden als Quelle. Gestern habe ich 3 von der Frontscheibe abgesammelt bei Licht. Also kann man sich vorstellen wie viele es sind, wenn das Licht aus geht. Da ich durch meine Medakas öfters Pflanzen von draußen nach drinnen und umgekehrt durchwechsele werde ich wohl Planarien nie ganz vermeiden können, auch wenn ich kein Futter mehr zukaufe. Jetzt wollte ich mal fragen, ob es jemanden gibt, der es schafft eine Koexistenz von Planarien und Schnecken und Garnelen hinzubekommen? Das übliche vergiften fällt aus, weil sie ja eh wieder kommen und ich meine Schnecken nicht opfern will. Kahnschnecken verhungern mir in einem Quarantänbebecken. Das Becken wird sehr sparsam gefüttert, die momentan noch darin befindlichen Medakas kommen jetzt bald raus, aber die bekommen alle 2 bis 3 Tage nur etwas, die Garnelen einmal die Woche, lediglich Essigälchen gibt es fast täglich. In dieses Becken sollten eigentlich keine Fische mehr kommen, wenn die Medakas raus sind. Jetzt frage ich mich aber, ob ein eventueller Besatz mit Endlern die Population begrenzen kann, dass ein Gleichgewicht entsteht? Dann würde es eben auf Dauer das Garnelen, Schnecken, Endler Becken werden. Und in den anderen Becken wo es keine Garnelen gibt wären mir die Planarien auch ziemlich egal.

  • Ich habe ein Becken, in dem Garnelen und Planarien miteinander klar kommen. Ganz weg bekomme ich die Planarien daraus wohl nicht. Ich setze regelmäßig Fallen ein, die recht wirksam sind. Aber irgedwie bleiben doch immer welche übrig, die sich wieder vermehren. Es gibt ja auch genug Futter für sie, weil die Garnelen sich ja häuten. Endlers kanns du m.E. problemlos in das Becken geben. Die Planarien schaden denen nicht. Die Endlers begrenzen die Planarienpopulation aber auf keinen Fall, wenn das deine Frage gewesen sein sollte..

  • Irgendwie ist dein Thema in einer falschen Kategorie gelandet, mirhai kann es bestimmt verschieben.


    Mit Garnelen und Planarien habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht.


    In meinem 45l Becken mit Red Bee Garnelen kam auf einmal kein Nachwuchs mehr hoch - das habe ich schon gemerkt, bevor ich die ersten Planarien entdeckte. In diesem Becken konnte ich die Planarien mit Panacur loswerden, da es dort keine Schnecken gibt.


    Im Asienbecken (240l), wo ich die Planarien aufgrund von Renn-und Geweihschneckenbesatz nicht mit Panacur oder No Planaria loswerden kann, existieren sie notgedrungen weiter. In dem Becken leben unter anderem Rotscherengarnelen (Macrobrachium peguense). Die sind dafür bekannt, dass sie auch Planarien fressen. Was zu stimmen scheint, denn die Planarien sind auf einem nur moderaten Level vorhanden. Ab und zu gebe ich ein paar Abende hintereinander Planarienfallen ins Becken, zur Befallskontrolle, und um noch ein paar zu erwischen.


    Es gibt unterschiedliche Arten Planarien, die sich auch bei der Ernährung unterscheiden. Manche Arten schnappen sich außer Aas auch Fischlaich/ Larven und Garnelen, und zwar auch richtig fitte, nicht geschwächte. Andere geben sich mit Aas und Resten von Fischfutter zufrieden. Je nachdem, welche man erwischt hat (ich hatte zwei Arten, eine "Aggro" Variante und die "harmlosen"), sind die Auswirkungen auch mehr oder weniger stark. Du wirst es also beobachten müssen.

    Das mit den Fallen ist in kleineren Becken auch effektiv zur Reduzierung der Plattwürmer, wenn man es konsequent durchzieht.


    Zum Nachlesen

    Planarien, jetzt hat es mich auch erwischt

  • Oh, ja, das ist die falsche Kategorie, entschuldigung, ich dachte ich hätte es bei Krankheiten reingeschrieben. Falls das jemand verschieben kann wäre das prima.

    Danke für Eure Antworten.

    In englischsprachigen Foren habe ich des öfteren gelesen, dass Endler Guppys bei moderater Fütterung auch Planarien fressen würden. und sie so gering halten könnten. Eigentlich wollte ich ursprünglich nur ein Wirbellosenbecken, aber dann kamen die Medakas, und dann kann ich auch gleich in das eine Becken Endler setzen. Nicht bis die Planarien weg sind, sondern weil sie mir auch sehr gefallen. Medakas fressen Planarien übrigens nicht, die gehen auf alles was sich bewegt, schwimmen an den Planarien aber vorbei. Haben also gelernt, dass die nicht schmecken. Die Medakas sind im Sommer im Freien und bekommen ein neues Becken zum Überwintern, es wäre also möglich, dass das Garnelenaquarium auch ein Endler Guppy Aquarium wird. Die beiden Arten sind ja beides eher nach oben orientierte Fische, die möchte ich da nicht zusammenwerfen.

    Das Problem ist, dass schon seit einiger Zeit meine Sulawesi Inlandsgarnelen sich nicht mehr vermehren. Zuerst dachte ich, das sei wegen der niedrigeren Temperaturen im Winter, aber auch jetzt sehe ich keine trächtigen Tiere mehr, und dann sieht man plötzlich die Planarien. In dem Becken habe ich leider auch meine Kahnschnecken, die sich dort auch schon vermehrt haben, und ich befürchte wenn ich die Tiere absammle und in ein anderes Aquarium gebe ich die Planarien mitnehme. Und die Kahnschnecken kann man nicht füttern, die brauchen Aufwuchs, also wird das eher nichts in einem sauberen Quarantänebecken wo man jede Planarie sieht. Das betroffene Aquarium ist so übervoll mit Nix- und Hornktaut und Vasilnerien, dass ich dort auch schlecht die Kahnschnecken herausbekomme, weil ich sie nicht finde und die Garnelen haben auch zu viele Versteckmöglichkeiten. Danke Oehrchen für Deine langen Planarienthread, da hab ich mir gestern sehr interessiert die ganzen sieben Seiten mit Deinen wiederkehrenden Statusmeldungen durchgelesen. Super dokumentiert alles!

    Dann werde ich wohl jetzt erstmal mit Fallen arbeiten. Die Hobbyfalle ist leider nicht so optimal, da sind die auch gleich wieder raus. Ich werde es mal mit einem Eigenbau und einer dieser Glasfallen probieren. Das Endler Thema werde ich weiter versuchen zu recherchieren.

    Noch eine andere Frage. In dem Becken wäre ja auch noch Platz am Bodengrund. Gibt es irgendwelche Kleinbleibenden Welse oder sonstigen Bodenfische die auch Planarien fressen? Also nicht nur als Funktionstiere, sondern schon als Tiere die man dann dauerhaft betreut und hält. Also irgendetwas schnecken- und garnelenkompatibles, was Planarien mag und gerne im Boden wühlt. Ich bin gegen Funktionstiere, wenn man sie nur anschafft um kurzfristig ein Problem zu lösen, aber mag es, wenn Tiere zum Funktionieren eines Beckens beitragen. So wie die Welse die einfach den Boden mit sauber halten, Schnecken und Garnelen, die auch Reste vertilgen, etc.

  • Ja, gibt es. Zwerg-Tigerschmerlen (Yunnanilus cruciatus).

    Das sind recht unkomplizierte Gesellen, die wohl auch die eine oder andere Planarie fressen.

    Ja, mit den Zwerg - Tigerschmerlen und der Knoblauch - Kur habe ich meine Planarien ganz gut wegbekommen.


    Aber richtig geholfen hat am Ende nur die Radikalkur und der Rausschmiss vom Bodengrund.


    Seitdem ich mich vom Axogravel (Spezialbodengrund für Axolotl) verabschiedet habe, gab's keine keine Besiedlung mit Planarien mehr.


    sven222


    Den Bodengrund hatte ich noch drin, weil ich anfänglich in dem Becken Axolotl gehalten habe.

    Die mittlerweile auf Sand & im Keller leben.


    Axogravel würde ich nie wieder kaufen. Er war eine einzige Katastrophe, ein Desaster.


    Ich weiß nicht, was Du für Bodengrund drin hast.

    Bodengrund, der eine Kugelstruktur oder sehr lose Struktur hat, ist kritisch, denn er bietet den Planarien unsagbar viele Versteckmöglichkeiten.

    Den würde ich auswechseln.


    Die Zwergtiger gibt's aktuell nicht zu kaufen.

    Da sie sich in der Gefangenschaft nicht so optimal vermehren, sind sie fast immer Wildfänge aus Vietnam.


    Fangsaison ist erst ab Oktober. Kaufen kann man sie meistens ab Mitte Oktober bis Anfang Januar/Februar.


    Ich habe meine Tiger übern Zoofachhandel bezogen. Meine Tiere wurden extra für mich bestellt.


    Kostenpunkt pro Tier ca. 8 - 10 Euro.


    Meine haben damals 7,99 Euro gekostet.


    Aufgrund des Preises habe ich anfangs nur glaube 7 oder 8 Tiere genommen.


    Die zweite Bestellung fiel wesentlich höher aus. 😉

  • Danke. Wie sieht denn so eine Knoblauchkur aus? Ich bin kein sonderlicher Freund von Wildfängen, ich suche mal weiter, ob es irgendjemanden gibt der Planarien frisst. Bis dahin wird regelmäßig mit der Falle gearbeitet. Bodengrund ist in diesem Becken relativ feiner Sand, darunter eine dünne Schicht Erde. Also dass man ohne Radikalmaßnahmen kein planarienfreies Becken hin bekommt ist klar, aber ich hoffe es zumindest soweit dezimieren zu können, dass die Garnelen sich ausreichend vermehren um die Population zu erhalten, und jetzt nochmal etwas aufzubauen.

    Danke für die bisherigen Antworten

    Sven

  • knoblauch ist ein naturprodukt und daher schwer zu dosieren. hilft es gegen planarien, zeigt es offenbar - ich habe es selbst noch nie ausprobiert, ich verwende no planaria in einmaliger anwendung - die selben auswirkungen auf mitbewohner wie die anderen mittel. mit sicherheit wirkt knoblauch nur gegen vampire


    ich liebe meine yunnanilus cruciatus (aktueller name Micronemacheilus cruciatus), aber seit sie älter sind, bekomme ich sie kaum zu gesicht, wenn ich nicht nach der fütterung gute 20 min regungslos vor dem becken verharre. ob sie bei futtermangel auch planarien annehmen, vermag ich nicht zu sagen, gesehen habe ich es noch nie. und planarienfrei bekommen sie ein becken mit bestimmtheit nicht


    von allen anderen fischen, die angeblich auch planarien fressen, gilt das jedenfalls auch für den nachwuchs von zwerggarnelen


    ob planarien tatsächlich 'gefährlich' für ein becken sind oder ob ihr gehäuftes auftreten nur ein zeiger für andere probleme ist, ist - wie von stefanie schon erwähnt - bei der unzahl von arten nicht voraussagbar. nach meiner eigenen beobachtung scheinen jedenfalls gerade die größeren arten (> 1,5 cm) eher harmlos zu sein

  • Honigguramis fressen z. B. auch Planarien. Und, natürlich, junge Garnelen - also nur bedingt zur Planarienkontrolle in einem Garnelenbecken geeignet ;)

    Die kleinen Tigerschmerlen hält meine Mutter, zusammen mit Rosy-Schmerlen. Sie sind bisher so mittel-scheu. Ob sie sich an der Planarienreduktion (die Plattwürmer gibt es da auch) beteiligen, ist schwer zu sagen, weil in dem Becken auch Macrobrachium peguense leben.

    Was man aber sagen kann, eine tolerable Koexistenz von Planarien und sonstigen Besatz ist unter gewissen Bedingungen schon möglich (immer davon ausgehend, dass es sich nicht um besonders räuberische, oder vermehrungsstarke Planarien handelt). Wenn man einen Weg findet, die Planarien in der Menge zu reduzieren.

    Was mich dennoch stört, ist die ständige Gefahr, die Biester wieder auf die anderen Becken zu verteilen. Und, ich kann aus dem Becken keine Pflanzen abgeben, Garnelen oder Fischnachzuchten auch nur unter Vorbehalt.

    Aber wie du sven222 sehe ich bisher keine Möglichkeit, die Planarien final loszuwerden.

    "Witziger" Weise ist das Becken, wo ich wirklich regelmäßig Lebendfutter füttern muss (Erbsenkugelfisch Besatz) planarienfrei.

  • Also gestern kam ich gegen Mitternacht heim, und als ich das Licht im Raum anschaltete sah ich keine Planarien, aber so unter Tags immer mal wieder eine. Die Sulawesi Inlandsgarnelen stellten die Vermehrung ein als die Temperaturen gegen 20°C im Becken gingen. Da dachte ich, das sei wegen der Temperatur. Seit jetzt die Temeperaturen wieder steigen sehe ich aber auch keine trächtigen Tiere, generell wurden es weniger, Paarungsschwimmen sehe ich auch keines. Es gab noch im Herbst einige Paarungsschwimmen, aus denen keine Jungen hervorgingen. Deshalb gehe ich davon aus, dass da eventuell schon Planarien vorhanden waren. Ansonsten sind die Garnelen aktiv, seit die Temeperaturen wieder steigen, sie waren davor aber auch nicht lethargisch, sondern nur etwas weniger quirlig. Seit kurzem hat uns ein Freund jetzt noch Red Fire Neocaridinas vorbeigebracht, mal sehen wie und ob die sich etablieren. Da ich gerne Pflanzen von einem Becken zum anderen tausche (Medakalaich in Becken ohne Fische bringen) denke ich, dass ich sie eigentlich schon in allen dreieinhalb Becken haben müsste. Komischerweise kamen in genau dem befallenen Aquarium aber 10 Medakas hoch, als die großen Medakas heraus gekommen sind, und nur noch 9 kleinere darin sind. Der Laich sollte dann ja eigentlich auch den Planarien zum Opfer gefallen sein, wenn es so viele sind, dass die Garnelen nicht hochkommen. Aber eventuell gefällt den Garnelen das becken auch einfach nicht und die Planarien haben nur eine kleine Schuld an der ausbleibenden Vermehrung, was ich mir aber biem Ruf der Inlandsgarnelen schlecht vorstellen kann.

    Honigguramis passen nicht zu meinen Wassertemperaturen, und die mögen ja auch kleine Garnelen. Ich denke ich fange ab bis der Fang gegen Null geht, und wiederhole das dann alle zwei Wochen.

  • Ich habe mittlerweile schon einige Aquarianer getroffen, auch Verkäufer im Zoofachhandel, die Planarien als normale Begleitfauna im Aquarium ansehen und auch bewusst dulden.


    Planarienbefall geht wohl angeblich auch von ganz allein zurück, wenn man nicht eingreift.

    Ob das stimmt, vermag ich nicht zu sagen.


    Bei meinen Schneckenegeln wars tatsächlich so, die haben sich selbst ausgerottet, indem sie alle Posthornschnecken erledigt haben.


    sven222


    Knoblauch - Kur ist kein Hexenwerk, aber man muss wirklich experimentieren und Geduld haben.

    Zudem riecht es natürlich auch etwas.


    Man sagt, ca. 1 - 3 Zehen, frischen Knoblauch zerdrücken und ins Wasser geben.

    Das sind Angaben für größere Becken, ab 80 cm.


    Es wird empfohlen, mindestens 24 - 48 Stunden zu warten und dann das Wasser zu wechseln.


    Das hat bei mir allerdings nie funktioniert.


    Den ersten Wasserwechsel mit gründlichen Absaugen habe ich meistens nach einigen Stunden gemacht.

    Einen weiteren Wasserwechsel spätestens nach einem Tag.


    Bei mir hat es ganz gut funktioniert - Du kannst ja mal in den anderen Threads nachlesen, in denen wir uns hier schon über Planarien ausgetauscht haben.


    Die kleinen Zwerg - Tigerschmerlen waren bei mir nie scheu und immer gut sichtbar.


    Ich habe auch ein Problem mit Wildfängen, aber in dem Fall bin ich über meinen ethischen und moralischen

    Schatten gesprungen.


    Im Endeffekt muss das Jeder mit sich selbst und seinem Gewissen abmachen.

  • Zum Thema Koexistenz. Plötzlich ist die Anzahl der Planarien explodiert. Vor zwei Wochen waren noch so < 10 in der Falle am Morgen, heute > 50. Gestern Abend innerhalb von zwei Stunden mehr als 30 von Hand abgesammelt. Jetzt kann es natürlich Zufall sein, dass die Planarien genau dann sich so extrem vermehren, wenn die Medakas raus ins Außenbecken gekommen sind, oder die fressen doch auch mal die eine oder andere Planarie. Jetzt kommt die Falle erstmal täglich Nachts rein, bis sich der Bestand etwas normalisiert hat.

  • Planarienbefall geht wohl angeblich auch von ganz allein zurück, wenn man nicht eingreift.

    Ob das stimmt, vermag ich nicht zu sagen.



    Meine Erfahrungen mit Planarien sind da anders. Planarien haben sich bei mir leider immer im Garnelenbecken gezeigt und sich stark vermehrt. So das keine junge Garnelen mehr durch kammen.

    Ich hatte es auch mit Falle probiert das brachte keine Besserung, erst als Panacur angewendet wurde war Schluß mit den Planarien.

    Ich weis es gibt auch Aquarianer die gegen Chemie sind, aber wenn alles versagt dann setz ich sie ein. Ich bin kein Freund von Homöopathie

    In Fischbecken hatte ich bis her noch keine Probleme mit Planarien, nur in Becken mit Wirbellosen.


    VG Dieter

  • Ich bin auch einer der nicht an Homöopathie glaubt, aber ich habe in dem extrem zugekrauteten Becken leider auch meine Kahnschnecken (zu den Blasen-, Posthorn- und Turmdeckelschnecken) und die sollen ja leider mit den Medikamenten nicht klar kommen. Und die Kahnschnecken sind extrem gut darin sich zu verstecken. Ich denke es kommen einfach jetzt ein paar Begleitfische dazu. Dadurch, dass ich durch die Medakaüberwinterung im Haus und auch die Aufzucht aus dem Laich an Schwimmpflanzen immer mal wieder Material von draußen ins Becken hole wird es da immer wieder zu Begleitfauna kommen, die man nicht möchte. Und genauso wie man Garnelen und Schnecken im Fischaquarium hat um da mit aufzuräumen werde ich jetzt wohl immer ein paar Fische im Becken lassen. Nachdem ich gestern die Falle eingebracht habe sind sie aus allen Löchern gekommen, zeitweise sind sogar etliche auf der Oberfläche geschwommen, das war schon gruselig. Ich hatte auch immer Tubifex im Bodengrund leben, die sind auch alle weg, seit ein paar Wochen werden die Schnecken weniger, auch die Kahnschnecken, ich hoffe ich bekomme das noch eingefangen.

  • Also ich schwöre seit dem ich es verwendet habe auf aqua-z1-aquarium-bio-protector ! Hatte das Medikament eigentlich gegen Hydren getestet als ich gesehen habe wie eine Hydra sich eine Larve eines Danio Tinwini geschnappt hatte ! Habe es in insgesamt 5 Becken ausprobiert in denen sich neben jungen Panzerwelsen und Caridina Garnelen samt Nachwuchs jede Menge Hydren und vereinzelt auch Planarien befanden ! Bereits am zweiten Tag der Anwendung des Mittels konnte man sehen das die Hydren zu schrumpfen begannen bis nichts mehr davon übrigblieb ! Bei den Planarien hatte ich einige herausgefangen und in einem kleinen Behälter das Mittel an diesen getestet ! Sofort nach einbringen von aqua Z1 konnte man feststellen das es zu wirken begann ! Meinen Schnecken ( Turmdeckel Blasen Posthorn ) und Garnelen samt Nachwuchs in allen Größen hat es nicht geschadet ! Lediglich meine Jodaschnecken hatte ich vor Beginn der Behandlung mit Z1 aus den jeweiligen Becken entfernt ! Ich hatte in allen Becken das Mittel etwas unterdosiert als in der Beschreibung zu lesen war ! Also bei einem 250 Liter Becken habe ich nur für ein 200 Liter Becken gerechnet und bei den 160 Liter Becken habe nur 130 Liter gerechnet ! Die Behandlung gegen Hydren und Planarien fand dieses Jahr im April statt und bis heute konnte ich weder Hydren noch Planarien in den Becken finden ! LG Tony

  • Das aqua-z1-aquarium-bio-protector wirkt, ähnlich wie das "No Planaria", mit Betelnussbestandteilen. Und damit ist es leider ebenso giftig für Rennschnecken, Kahnschnecken und Geweihschnecken.

    Es ist eine Alternative, wenn man an Panacur nicht "rankommt", weil kein Tierarzt es verschreibt für den Zweck.

    Bringt aber, wie Panacur auch, alle Nachteile für bestimmte Schneckenarten mit - die dann eigentlich nicht mehr in das behandelte Becken zurückkönnen, es sei denn, man wartet wirklich lange und tauscht am besten noch den Bodengrund.

  • Für Schneckenliebhaber mit speziellen Schnecken ist Panacur natürlich ein Proplem.

    Mit den anderen Medikamenten, die genannt wurden, habe ich bisher keine Erfahrung

    Aber bei den Preis den diese haben, hol ich mir doch lieber bei Bedarf meine fertig gemischte Lösung beim Tierarzt.

    Ich habe zum Glück nur 0815 Schnecken.


    VG Dieter

  • Gestern waren es insgesamt über 80 Planarien die wir von Hand und mit der Falle rausgeholt haben. Heute früh waren dann keine 5 Stück in der Falle. Dafür wieder direkt eine an der Scheibe. Ich mach mal ein paar Tage Pause mit der Falle und probiere es dann wieder.

    Übrigens, die Hobby Falle aus Kunststoff ist in meinen Augen viel zu klein, da sind die teilweise nach wenigen Minuten schon wieder raus, ich nehme eine 0,33l PET Flasche mit kleinen Löchern (mit Nähmaschinennadel reingestoßen) im Boden. Ich bin gespannt wie sich die Planarienpopulation entwickelt.

  • Der Trick ist, die Fallen nicht zu lange drin zu lassen. Am Anfang hatte ich sie immer über Nacht drin (ziemlich früh morgens rausgeholt), aber den Zeitraum nutzen die Planarien, um die Location wieder zu verlassen.

    Inzwischen, wenn ich die Fallen zur "Bestandskontrolle" reinlege, kommen sie nur von ca. 20 Uhr bis 23 Uhr zum Einsatz.

    Da ist die Fangquote am höchsten. Wobei es zum Glück wirklich nur noch wenige Planarien sind inzwischen, dafür müsste ich so langsam mal Macrobrachium peguense Garnelen abgeben ^^

    Bei mir haben sich die "Reagenzglasfallen" bewährt. Und zwar wirklich die aus Glas, nicht aus Acryl, denn die liegen stabil auf dem Boden auf.