Planung des Flossensaugerbeckens

  • Danke, super Video! Ich probiere es mal mit dem Aussenfilter alleine und schaue, ob ich was ergänzen muss.

  • Wie geschrieben, Kristina, Sewellia ist die Flossensauger Gattung, die am besten ohne Strömungspumpe auskommen kann.

    Sewellia patella mal ausgenommen, aber die werden wohl kaum exportiert.

    Für die schlankeren Gattungen Annamia, Vanmanenia, Formosania u.ä. würde ich eine Strömungspumpe empfehlen.

  • Darf ich Euch noch um Eure Meinung zum Thema Bodengrund bitten. Ich schwanke zwischen Sand und Kies. Ich werde ja nicht gut Mulm saugen können mit all den Steinen und der Hintergrundbepflanzung. Schnecken und Neocaridina sollen im Becken sein. Was bietet sich da als Bodengrund eher an? Auch habe ich Sorge, dass sich Faulstellen bilden könnten unter den grösseren Steinen. (Wenn ich die in den Sand / Kies lege, dann guckt wohl doch nicht mehr so viel raus... oder soll ich die Steinhaufen direkt auf dem Aquarienboden beginnen und dann den Sand / Kies herumplatzieren?) Wie löst Ihr das Problem?

  • Ein Foto von meinem Sewellia-Becken.


    Feiner Kies unten und Flusskiesel in verschiedenen Größen darüber. Wenn man die Saugglocke über den Steinen ein paar mal hin und her bewegt, löst sich der größte Teil des Mulms in den Zwischenräumen. Aber Vorsicht, es könnten immer Eier oder Larven in den Zwischenräumen sein. Etwas Mulm kann im Becken ruhig verbleiben.

    Am besten ist es, wenn man das abgesaugte Wasser in hellen Eimern ein paar Tage stehen lässt und schaut, ob Eier oder Larven zu sehen sind, die man mit abgesaugt hat.


    Sewellia Juwel Rio 180 Gesamtansicht.JPG

  • Danke für Deine Erfahrungen. Hinten hast Du ja auch viele Pflanzen. Da kannst Du dann ja aber nicht mulmen zB zwischen den Wurzeln, oder? Macht das nichts aus?

  • Hinten hast Du ja auch viele Pflanzen. Da kannst Du dann ja aber nicht mulmen zB zwischen den Wurzeln, oder?

    Ja, es sind an der Rückseite zumeist Javafarn. Alle auf Mopani Wurzeln. Dazwischen lässt sich gut mulmen. Das sieht auf dem Foto alles dichter zusammen aus, als es in Wirklichkeit ist. Die Cryptocorynen sind zumeist vorne.

  • Bei der ersten Einrichtung meines Asienbeckens hatte ich tatsächlich Probleme mit Faulstellen unter den Steinen. Das waren verschieden große Flusskiesel. Die größeren lagen mit Silikonfüßchen abgepuffert direkt auf der Bodenscheibe, aber mittelgroße und kleine Steine lagen auf dem Sand. Und darunter entstanden mit der Zeit dunkle, faulig riechende Stellen.

    Nachdem das nicht in den Griff zu bekommen war, habe ich die Kiesel größtenteils durch Pagodensteine ersetzt, die ebenfalls auf Silikontupfen direkt auf dem Boden standen, und den Sand drumherum aufgeschüttet. So ging es besser, bis ich das Becken im März gewechselt habe. Ich musste aber trotzdem immer ein Auge auf extreme Mulmstellen und Faulstellen haben. Besonders im hinteren Bereich, und im Cryptocorynen Dschungel zwischen den Pflanzen.

    Im kürzlich neu aufgesetzten Becken habe ich flache Gitter unter den Steinen, und den Sand um die größeren Steine herum aufgeschüttet. Alles in allem ist der Bodengrund in dem Bereich, wo die Steine sind, nicht so hoch.

    Bisher funktioniert das. Ich kontrolliere beim Wasserwechsel stichprobenartig zwischen und unter den Steinen, ob es "gammelt".

    Wo sich beim heutigen Wasserwechsel eine unerwartete Faulstelle aufgetan hat, war im Wurzelbereich einer der Cryptocorynen vor der Rückwand. Da lagen ein paar mittelgroße Steine zum Beschweren auf dem Sand, das reichte offensichtlich schon.


    Mit Kies als Bodengrund habe ich keine Erfahrungen, da ich immer Sand verwendet habe bisher (Poolfiltersand, oder, beim neu eingerichteten Becken, Spielsand).

  • Hallo Kristina,


    vielleicht ist das Stichwort "feiner Kies" nicht selbsterklärend.

    Als feinen Kies bezeichnet man eine Korngröße knapp über 2 mm...


    Hier ein Beitrag zum Thema Kies im Aquarium:


    https://www.aquasabi.de/aquasc…dengrund_kies-im-aquarium


    Gruß


    Manu

  • Im Geschäft haben sie mir auch den eher feinen Kies empfohlen, 2-4mm... Ich schau mal. Wahrscheinlich nehme ich den feinen Kies, lege die Steine eher direkt auf den Boden (da kommt so eine Matte rein vom Aquarienbauer) und schichte von da auf, so dass ich unter den Steinhaufen erstmal nicht direkt Kies habe. Und eine Sandecke vorne für Schnecken und ggf doch Zwergpanzerwelse oder so.

  • Danke Euch allen für die Antworten.

    Nun würde ich gerne Eure Meinung für den Besatz wissen.

    - Passt das von der Menge her?
    - Würden ggf einige Hoplisoma julii oder Corydoras pygmaeus noch reinpassen, oder passt denen das Setup nicht bzw wird das zu viel Fischsuppe? Ich mag die auch so gerne :-) Ich weiss aber nicht, ob sich die Welse und Flossensauger aus dem Weg gehen würden (weil Sand vs Steine) oder ob sie sich generell dann auf dem Boden in die Quere kommen bzw ob das dann zu wuselig wird auf dem Boden


    • 6 Prachtflossensauger (Sewellia lineolata) kommen als letztes rein
    • Malaiische Turmdeckelschnecken (TDS) und ein paar andere Schnecken
    • Zwerggarnelen kommen als erstes rein, die habe ich schon
    • 15x Goldener Kardinalsfisch (Tanichthys albonubes "Gold")
    • 15x Perlhuhnbärbling (Danio margaritatus)
  • Hallo Kristina,


    mir wäre es zu viel Fischsuppe bei deiner Aquariengröße.


    Ich würde bleiben bei:6 (oder mehr) Prachtflossensauger (Sewellia lineolata) Malaiische Turmdeckelschnecken (TDS) und ein paar andere SchneckenZwerggarnelen 15x Goldener Kardinalfisch (Tanichthys albonubes "Gold")und die Perlhuhnbärblinge und die Panzerwelse weglassen.GrußManu

  • Seh ich auch so.

    Täusch dich mal nicht mit der Größe der Kardinalfische - die sind ausgewachsen relativ groß, und auch schwimmfreudig. Es würde zwar gehen bei den Beckenmaßen. Aber ein großer Trupp Perlhunhnbärblinge macht sich proportional besser, und ab 20 - 30 Fischen ist da ordentlich Leben im Aquarium.

    Und den Bodenbereich würde ich den Flossensaugern überlassen, dafür eher 10 als nur 6 nehmen.

  • Panzerwelse und Flossensauger gehen sich im Aquarium zwar meistens aus dem Weg, sind am Boden aber dennoch Nahrungskonkurrenten.

    Ich hatte diese Kombination selbst am Anfang meiner Flossensauger-Haltung – allerdings nur für kurze Zeit, bis die Südamerikaner ihr eigenes Becken bekamen.

    Sewellia lineolata gilt zwar als die am leichtesten zu züchtende Flossensauger-Art, aber sie vermehren sich bei Weitem nicht so rasant wie beispielsweise Lebendgebärende. Wenn nicht alle Parameter exakt stimmen, laichen sie gar nicht erst.

    Eine Gruppe von sechs Flossensaugern ist zwar ein guter Start, aber je größer die Gruppe ist, desto besser zeigen sie ihr natürliches Verhalten.

    Ich würde daher wie Stefanie empfehlen, die Panzerwelse wegzulassen und die Sewellia stattdessen auf zehn Tiere aufzustocken.


    Viele Grüße Andy

  • Lieber Andy, gilt das mit der Nahrungskonkurrenz auch für die Zwergpanzerwelse Corydoras pygmaeus? Ich lese immer, dass die eher in der Mitte schwimmen.

    Im Moment bin ich bei 10 Sewellia und dazu 20-30 Perlhuhnbärblinge für das Aquarium, aber einen dritten Fisch fände ich noch reizvoll, wenn das passt.


    Ich freu mich schon, am Freitag kommt das Aquarium, den Aussenfilter Oase Thermo 350 hab ich auch schon sowie eine LED Leuchte. Dann gehts ans Einrichten - zögere immer noch mit Sand 0.4-0.8mm oder Kies 2-3mm. Steine habe ich wunderschöne aus der Emme hier in der Schweiz und auch ganz schöne dänische Nordseesteine, 2 Mangrovenwurzeln... Die Bepflanzung plane ich dann, sobald ich das alles mal ins Aquarium tun kann. Eine Pflanzliste hab ich schon mal :-) Und dann darf das Aquarium in Ruhe einlaufen, Fische gibts erst nach den Sommerferien im August. Wann die Garnelen und Schnecken reinkönnen, sehe ich mal. Wohl auch erst im August. Die 10 Sewellia bekomme ich Ende Oktober über einen Bekannten, der eine Züchterin kennt.

  • Lieber Andy, gilt das mit der Nahrungskonkurrenz auch für die Zwergpanzerwelse Corydoras pygmaeus? Ich lese immer, dass die eher in der Mitte schwimmen.

    Ja, das gilt auch für alle Zwergpanzerwels-Arten. Sie schwimmen zwar gerne im Mittelwasser, nehmen aber, wie auch alle Flossensauger, ihre Nahrung vom Boden, auf Blättern oder Wurzeln auf. Beide Arten sind zwar Futterkonkurrenten, sollten aber ohne große Probleme nahrungstechnisch miteinander klar kommen.


    Viele Grüße Andy