Bodenbelag in neu einzurichtendem 150 l Pott

  • Moin und frohe Pfingsttage allen Lesenden.

    Kurze Frage; Was kommt am besten als Bodenbelag in meinen neuen schwarzen 150 Liter Tuppen?

    Ca. 35 cm hoch im Halbschatten.

    Die einen sagen so, die anderen sagen so.

    Mit Kiesschicht oder gänzlich ohne?

    Lavagestein für bakterielles Micoklima?

    Ich will alles richtig machen und bin nun verunsichert.


    Was meinen die von Euch mit eigen Langzeiterfahrung.

    Erbitte Hinweise und Kommentare.


    Grüße Skiffle

  • Ich habe in meiner Teichschale keinen Bodengrund drin. Lässt sich so leichter sauber machen.

    Nur in der Pflanzzone ringsrum am oberen Rand habe ich ein Gemisch aus Erde und Aquarienkies. Dort wächst u.a. die Bachminze.


    Viele Grüße Andy

  • Es macht wirklich Jeder anders - am Besten aufs eigene Bauchgefühl verlassen.


    Wir hatten z. Bsp. im kompletten Gartenteich speziellen Gartenteichgrund.

    Den gab es damals so im Baumarkt zu kaufen.

    Wenn man es genau nimmt, war's eine Mischung aus Sand und verschiedenen kleineren Kiesgrößen.


    Die Pflanzen sind gut angewachsen und den Goldfischen hat er auch sehr gut gefallen.

    Ein Goldfisch hatte sich sogar darin eingegraben und erfolgreich überwintert.

    Ich hatte ihn beim Abfischen nicht gefunden und im Frühjahr schwamm er fröhlich allein durch den Teich. 😂


    Meine Balkonkübel hatte ich mit einfachen Aquariensand und mit feinen Aquarienkies bestückt.


    Aktuell habe ich noch ein Melasse - Fass davon auf dem Balkon in Betrieb, allerdings ohne Fische, aber mit Wasserpflanzen.

    Bodengrund ist geblieben.

    Das Fass dient meinen Stadttauben, weiteren Vögeln und den vielen Insekten als Wasserquelle.

  • Ich habe schon beides erprobt.


    Mittlerweile bin ich dazu gekommen, dass ich eher keinen Bodengrund auf dem Grund der Mörtelwannen einbringe, sondern Wasserpflanzen in Töpfe pflanze (hauptsächlich in Eifellavasubstrat oder in Dolomitsplitt je nach Ansprüchen der Bewohner) und diese hineinstelle. Sumpfpflanzen (Iris, Seggen, Blutweiderich, Lysimachia, ...) und Weiden- oder Erlenzweige stelle ich einfach mit den Wurzeln im Wasser an den Rand.

    Mitunter habe ich auch Schwimmende Inseln aus Styrodur mit Mikrofaservlies drüber und darauf Bewuchs geschaffen.

    Schwimmpflanzen machen das Ganze komplett.


    Gruß


    Manu

  • hi,


    die Frage aller Fragen, die du dich stellen solltest:


    A

    ist es als gut begrünter Miniteich geplant, der irgendwann in eine Art biologisches Gleichgewicht kommen soll und eine Handvoll Medaka sind nur ein kleiner Teil davon...


    B

    oder dient dieses 150L Gefäß hauptsächlich nur zum Fische anschauen?

  • B:

    Viele Fische heißt viel Exkremente die sich am Boden sammeln und dort biologisch zersetzt werden müssen und bei einem zu viel auch regelmäßig oder spätestens im Herbst raus müssen.. dafür ist es schwieriger mit Bodengrund


    A:

    Wenn du so 5 bis 8 Fische planst, Schnecken und anderes niederes Getier drin hast (oder sich ansiedelt) dann kommt dein Gewässer bei dem Volumen vielleicht auch von selbst klar ohne dass du vom Boden wiederkehrend Dreck entfernen musst und es sollte dann ausreichen, wenn du eine oder mehrere schnellwachsende und nährstoffhungrige Pflanzen drin hast, von denen du ab und an was entnimmst um den Fischen wieder Schwimmraum zu geben und Nährstoffe in gebundener Form damit wieder raus holst

  • Moin @ GLange, Danke für Deinen Kommentar. Es läuft auf A hinaus.

    Hab inzwischen mit schwarzem Lava Granulat die Pflanzen in diverse Körbe gesetzt.

    Dabei habe ich darauf verzichtet, den Tuppenboden mit Irgendwas aufzufüllen.

    Nun muß sich alles noch setzen.

    So könnte ich ggfs. entstehenden Bioschlamm leichter absaugen.


    Da ich das Wasser aus dem "alten" 90 L Tuppen wieder als Basis in den "neuen" mit 150 L eingefüllt und mit Frischwasser aus der Leitung ergänzt habe, könnte ich wohl in ca. 2 bis 3 Wochen mit dem Besatz beginnen.

  • Hallo Skiffle,


    es kommt in Sachen Wasserqualität auch sehr darauf an, dass man nicht zu viel und nicht zu oft füttert. Ich zermörsere für Medaka das Fischfutter sehr klein, deshalb bleibt es auch lange oben. Die Medaka suchen von ihrem Naturell her die Wasseroberfläche ab, das heißt nicht, dass sie deswegen sehr hungrig wären. Kleine Mengen füttern! Je mehr sie aus der Lebensgemeinschaft Behälter an Nahrung entnehmen können, desto weniger füttern, falls kein Überbesatz an Medaka da ist. Wenn Blütenstaub auf dem Wasser ist, dann fressen Medaka auch diesen, er ist hochwertiges Futter. Ab und zu mal einen Medaka stressfrei herausfangen und in einem Plastik- oder Glasbehälter von der Seite kontrollieren, kann auch helfen, zu dicke Fütterungs-Bäuche zu erkennen (bei Männchen wäre ja dann nicht Laich die Ursache 😉).


    Sind Wasserschnecken im Behälter?

    Schwimmpflanzen sind ebenfalls hilfreich.


    Bei Medaka könntest du auch früher mit dem Besatz beginnen, selbst wenn das gesamte Volumen Frischwasser aus der Leitung wäre.

    Wenn die Pflanzen sich nach dem Licht ausgerichtet haben und somit mit dem Wachstum anfangen auf jedem Fall.


    Mach doch mal ein Foto vom Setup, dann kann man das besser beurteilen.


    Gruß


    Manu

  • Hallo Skiffle,


    hier ein paar meiner Behälter und Medaka inmitten Pflanzen:


    Behälter 1 (Ausschnitt), zu sehen sind Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus), Zwerg-Seerose (Nymphaea tetragona), Pfennigkraut (Lysimachia nummularia) und Halme der Flatter-Binse (Juncus effusus):


    2026-05-26-Behälter 1 Ausschnitt.jpg


    Behälter 2 (Ausschnitt), in dem Behälter sind Weidenzweige, die bereits Wurzeln gebildet haben, Wasser-Segge (Carex aquatilis), Pfennigkraut (Lysimachia nummularia), Vielwurzelige Teichlinse (Spirodela polyrhiza), Wasserstern (Callitriche sp.), ein Laichkrautgewächs, Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris; zu sehen sind gerade nur zerfressene Laubblätter), Weidenröschen, (nicht alle dieser Wasser- und Sumpfpflanzen sind auf dem Foto zu sehen).


    Und vier Medaka "Yang Guifei" (rechts unten), also sehr maßvoll besetzt für einen 120 Liter-Behälter mit so viel wasserreinigenden Pflanzen:


    2026-05-26-Mörtelwanne Medaka 2 Ausschnitt.jpg


    Medaka mit Blättern der Krebsschere (Stratiotes aloides):


    2026-05-26-Medaka Lame mit Krebsschere.jpg


    Medaka im Sonnenlicht mit Blättern der Krebsschere (Stratiotes aloides) und neu ausgebildeten Wurzeln der Wasser-Schwertlilie (weiß, unten links). Zwischen den weißlichen Wurzeln und den beiden Medaka am Behälterrand unscharf vermultich eine Gemeine Schlammschnecke (Ampullaceana balthica). Das Wasser ist (ohne Filterverwendung) kristallklar):


    2026-05-26Medaka lame Krebsschere Gelbe Schwertlilie neu gebildete Wurzeln.jpg


    Drei bzw. 3einViertel 😉 relativ frisch geschlüpfte Medaka "Yang Guifei", scharf gestellt auf den rechts oben. Die gelb-orange Färbung ist bereits deutlich ausgeprägt. Die weißen Teilchen sind zermörsertes Fischfutter:


    2026-05-26-Frisch geschlüpfte Medaka Yang Guifei.jpg


    Es ist nicht wichtig, dass du genau diese Pflanzen nimmst, mein Schwerpunkt liegt halt auf einheimischen Pflanzen, am liebsten Retentionspflanzen. Die Lysimachia nummularia, die Weidenröschen, manche Sauergräser und die Weide habe ich einfach aus meinem Garten genommen. Aber ich stelle auch mal eine Iris aus Nordamerika dazu...


    Gruß


    Manu

  • Moinsen, ich habe bisher recht gut bepflanzt. Aber es sollen noch einige weitere kleine Lavamulchtöpfe mit Krebsschere ect. und noch weitere diverse Schwimmmoose und Schwimmpflanzen wie Wasserpest und Tannewedel rein.

    Was so n 150 Literpott an Pflanzen schluckt...

    Bisher 2 große in Nierenform und einige kleine. So kann ich jetzt nach Entwicklung die Töpfe hin und her schieben, bis es allen Beteiligten paßt. ;-)

    Auf dem Foto ahnt man mehr, als man sieht. Schön dunkel wegen anthrazit Lavamulch.

    Muß sich noch ein zwei Tage klären.

    10 Posthornschnecken und 4 Sumpfdeckelschnecken sind drin. 4 Spitzhornschnecken kommen später noch dazu.


    Mir sind Verstecke wichtig und Ableichmöglichkeiten, um Bestand stabil zu halten. Darum der liegende kaputte Keramikübertopf als Höhle.

    Immerhin lauern, Elster, Katzen ect. Im Umfeld.

    Vorn kommt dann wieder der Stakentenzaun dran.

    Am Ende erhoffe ich ne gute Balance zwischen Schutz und Optik.

  • elstern und katzen sind im allgemeinen für medaka nicht gefährlich, haben sich jedenfalls bei mir noch nie dafür interessiert. "gefährlicher" ist da die sich mit sicherheit einstellende heimische beifauna wie libellenlarven und wasserkäfer, die aber auch ihre daseinsberechtigung hat


    achte darauf, daß dir die schwimmpflanzen nicht im laufe der zeit die oberfläche dicht machen, da sonst kein sauerstoff-austausch erfolgen kann und die medaka, wie weiter oben schon erwähnt, dort ja auch gerne nahrung suchen


    krebsschere kannst du einfach ins wasser geben, sie braucht nicht unbedingt einen topf. für nymphea ist, denke ich, nicht mehr genug platz frei

  • Moin@ w4tel Stimmt, am Ende ist geplant einige kleinere schwimmende runde Barrieren als "Fenster" ins Wasser zu geben.

    Vermutlich ne Korkkugelketten. Die werde ich wohl selbst basteln. Ich denke so ne Kette ist flexibel in der Form und paßt sich dem Bewuchs an.


    Ne Miniseerose ist auch im Pflanzkorb mit Düngekegeln bestückt.

    Alles was zu viel ist, kommt dann wieder raus in ein anderes Becken mit nur Pflanzen drinnen + Insekten ect. ;-)


    Es entwickelt sich....das Flugwesen.

  • Was so n 150 Literpott an Pflanzen schluckt...

    Wo hast du denn den Bottich her? Ich habe letztens erst viele 90 und 65 und 50 Liter Bottiche gegen wenige 220L getauscht,


    überlege ob ich noch vier der 50 Liter Euroboxen (stehen auf Fläche 60x160cm20260510_101923.jpg gegen zwei größere austausche....) die 220LBottiche haben aber einen zu großen Durchmesser, dann könnte ich mich im Gewächshaus nicht mehr bewegen


    20260510_101916.jpglinks hinten steht inzwischen noch so ein Monstrum und es geht mir um einen Ersatz der kleinen Euroboxen rechts vorne...

  • Hallo Skiffle,


    vielen Dank für die Fotos!


    Nach dem, was ich auf den beiden Fotos an Pflanzen sehe im Verhältnis zum Volumen, kannst du sicherlich bereits so Medaka einsetzen. :thumbup:


    Medaka wollen auch freie Stellen und sich im Sonnenlicht wärmen. Also nicht zu sehr verkrauten lassen. So wie ich es auf deinen Fotos sehe halte ich dies für ausgewogen.


    Ablaichmöglichkeiten wären Schwimmpflanzen mit Wurzelbärten oder Laichmopps z. B. aus Schleifwolle.


    Falls du den zweiten Bottich realisierst, kannst du auch die erwachsenen Medaka umsetzen, nachdem diese abgelaicht haben oder wenn du die erste Medakalarve (= Jungfisch) siehst.

    Dies wäre eine einfache Methode, um Nachwuchs zu erhalten.


    Gruß


    Manu

  • Danke Manu für die Hinweise. Ja ich versuche eine gute Balance zwischen viel Sauerstoff liefernden Pflanzen, die auch als erfolgreiches Versteck dienen und diversen Sport- und Fluchtstrecken zu finden.

    Das zweite kleinere Becken werde ich dann ggfs. nun als Zwischenlager für die adulten Fische und übrigen Pflanzen nutzen.


    Das muß sich noch mit der Zeit einspielen.

    Ich lerne ja auch ständig dazu. ;-)


    Eben habe ich meinen Lorbeerstrauch gefällt. Mochte den eh noch nie. Jetzt, wo das Wayb überraschend zugestimmt hat, mußte ich handeln. Hat eigentlich nur im Weg rumgestanden und nur wegen der Tausenden Lorbeerblätter....


    Jetzt ist perfekt genug Sonne und ausreichend Schatten da.


    Die Fische können kommen.....