Hallo Fango,
Da ich mich für eine Weile mit diesen tollen Tieren beschäftigt habe, ein paar Anmerkungen zu den N. buescheri bzw dem Aquarium:
Im Handel uns als Nachzuchten wird z.Zt. lediglich "Neolamprologus buescheri Kamakonde "Zaire Gold" und Neolamprologus buescheri Kamakonde "Black" angeboten.
Da zeigt sich Mal wieder, dass Handelsnamen nur Schall und Rauch sind. Es handelt sich bei Zaire Gold Kamakonde um die gleichen Tiere wie bei Kamakonde Black. Das Gold bezieht sich auf die Körperfarbe, das black auf den hohen Schwarzanteil in den Flossen.
Für Neolamprologus buescheri ist halt extrem wichtig [...] dass Landmarken zur Revierabgrenzung vorhanden sind.
Wie Manu schon schrieb, braucht es nicht nur Verstecke, sondern auch Reviergrenzen. Diese sind aber in deinem Aufbau so gut wie nicht vorhanden. Es fehlen die genannten Landmarken. Der langgestreckte Aufbau, der mehr oder weniger durchgehend durch Höhlen und Spalten verbunden ist, bietet langfristig nur ein Revier für nur ein Männchen und 2 bis vielleicht maximal 3 Weibchen. Was kein Problem sein muss - man kann ja auch an einem Pärchen oder Trio viel Freude haben.
Solltest du aber mehr Tiere dauerhaft halten wollen, würde es Sinn machen, den Aufbau in mehrere kleinere, aber höhere und weniger durchlöcherte Aufbauten zu teilen.
Eine potentielle Bruthöhle nah an einer (Seiten)Scheibe kann sehr von Vorteil sein, wenn man die interesannte Brutpflege beobachten möchte. Bisher sind sind N. buescheri die einzigen Cichliden, bei denen ich eine 100% Erfolgsquote bei der Aufzucht beobachten konnte. Also aus jedem einzelnen Ei eines Geleges wurde auch ein gesunder Jungfisch.
... doch die Natur hat es anders bestimmt.