EHEIM professionel 5e Außenfilter Fragen

  • Hallo ihr lieben,


    Für unser Eheim 180l Becken haben wir uns für den Professionel 5e entschieden. Es sind ja Filtermedien mit dabei. Ich wollte vorher in Erfahrung bringen ob ich andere Medien noch verwenden sollte als die die beigelegt sind? In unserem Becken sollen in ein paar Monaten mal Prachtflossensauger, Garnelen und Bärblinge einziehen auf einem Naturkies mit 2-5mm Körnung.

  • Guten Morgen ! Fange ruhig mit den Start Medien an, dann kann man im Laufe der zeit das ein oder andere

    austauschen.. Eheim ist doch gut und die Leute machen sich schon Gedanken ! Ich habe ja 2 X FX6 im Einsatz

    von Fluval, auch gut zufrieden. Wünsche dir und Familie ein tolles Osterfest ! Claus:daumen hoch:Viel Erfolg dabei.

  • Hi,


    da habt ihr euch ja gleich den "Porsche" unter den Eheim Außenfiltern herausgesucht. Ich bin an sich technikaffin - aber meiner Meinung nach braucht man das ganze Überwachungszeug nicht. Allenfalls die automatische Entlüftung kann vielleicht praktisch sein. Den Rest erlernt man schnell durch eine Mischung aus Beobachtung und Routine. Ich weiß auch nicht, woher diese schon fast sportlich anmutende Herausforderung/ Anforderung kommt, den Außenfilter möglichst selten reinigen zu müssen. Wo ist das Problem, ihn alle 3 - 6 Monate einmal zu öffnen und alles durchzuspülen? Damit zerstört man keine Massen an "nützlichen" Bakterien, wenn man es richtig macht. Und es sind ja nicht nur die Filtermedien, die sich zusetzen, viel kritischer sind oft die Schlauchkupplungen und die Schläuche selbst.

    Daher meine Meinung und mein Rat - nehmt die einfache Variante, je weniger dran ist, desto weniger kann auch kaputtgehen.


    Was die Filtermedien angeht, scheinen diese nach kurzer Recherche aus einer rein mechanischen Komponente (die gerillten Kunststoffkugeln), einer biologisch aktiven, porösen Schicht (Eheim Substrat pro) und einer vermutlich nicht ausgeprägt biologisch aktiven Schicht (Eheim Substrat - scheint mir ähnlich wie Keramikringe zu sein) zu bestehen. Zusätzlich noch eine Vorfiltermatte aus groben Filterschaum, und ein Feinvlies.

    Ich stimme Foxi zu, das kann man erstmal so verwenden, Eheim hat sich was dabei gedacht. Ihr werdet aber merken, dass ihr die Zusammenstellung im Laufe der Zeit noch anpassen müsst oder wollt.

    Nur mal als Beispiel aus eigener Erfahrung: Ich mag diese Kunststoffteile nicht, die habe ich gleich durch Keramikröhrchen ersetzt. Ist aber eher eine individuelle Abneigung, als mechanischer grober Schmutzfänger funktionieren die auch. Und ich bin kein Freund von "aktiven" Filtermedien, auf deren porösen Oberfläche viele nitrifizierende Bakterien siedeln. Es gibt in der Aquaristik den Gedanken, diese Prozesse möglichst nicht völlig in den Filter zu verschieben, sondern dafür zu sorgen, dass sich im Becken selbst Biofilme bilden, die den Stoffumbau teilweise übernehmen. Erstens ist es dann nicht ganz so kritisch, wenn der Filter mal ausfällt, oder zu gründlich gereinigt wurde. Zweitens ist die Düngung mit Makronährstoffen wie Nitrat besser steuerbar. Darum gab es in meinem Außenfilter kein Substrat pro oder ähnliches.

    Das hängt natürlich auch vom Besatz ab - in einem stark besetzten Becken mit "Umsatzstarken" Fischen (Antennenwelse nur mal als Beispiel, oder andere große Welse und Barsche, mit einer gesegneten Verdauung) sollte man die volle Kapazität an Filtermedien schon nutzen.

    Zuletzt noch das Vlies. Zum Filtern von Feinpartikeln schon praktisch, allerdings ist es die Komponente, de sich am schnellsten zusetzt und dann dazu führt, dass man den Filter aufmachen muss, um das Vlies auszuwaschen oder zu tauschen. Und das kann deutlich häufiger als vierteljährlich sein, und wurde mir dann auch zu viel, obwohl ich kein Problem mit regelmäßiger Filterpflege habe. Alternativ kann man einfach Filterwatte nehmen - voluminöser und dadurch mehr Aufnahmekapazität. Oder, und diese Lösung hat sich als wirklich genial erwiesen in meinem Fall, die "sera crystal clear" Bällchen. Kommen ursprünglich aus der Teichfiltersparte und werden einfach lose in einen freien Korb im Filter gelegt. Sie müssen nicht fest abschließen, nur umspült werden. Das funktioniert wunderbar, die hatte ich zuletzt in jedem Außenfilter und teilweise auch in Innenfiltern im Einsatz.


    Da ihr ja Flossensauger einsetzen wollt, kann ich euch schon sagen, dass es immer ein gewisses Maß an Partikeln im Wasser geben wird, gerade nach der Fütterung. Die Herrschaften wühlen nämlich ganz schön, wenn sie sich ihr Futter auf dem Boden suchen. Das lässt sich nicht ganz verhindern - nach dem füttern ist hier das Wasser immer etwas trüb, trotz aller Feinfilterung.

  • Hi,


    Danke für Deine ausführliche Antwort :-)


    Ich finde diese Überwachungstechnik gar nicht sooo schlecht. Ich habe mir wegen den Filtermedien natürlich auch schon Gedanken gemacht, wollte mich aber dennoch hier austauschen. Ich werde diese Kunststoffmedien auf jeden Fall in Keramik austauschen. Bin mir nur nicht sicher was tatsächlich besser wäre: Eheim Mech oder Biomech. ?


    Sollte ich natürliches Lavastein noch zusätzlich mit im Filter verwenden?


    Den Flies muss man ja eh immer öfter mal austauschen was ich nicht schlimm finde...

  • Hallo captur_Berlin.


    Ich hab erst gestern meinen Oase-Filter sauber gemacht. Dabei sind die kleinen Plastikriffelröhrchen unten im letzten Korb aufgeschwommen. Alle mussten einzeln herausgefischt werden. Das hat den Filterreinigungsprozess geringfügig verlängert.Ich weiß, dass im Eheim Ähnliche sind und werde das beim nächsten Filterreinigen hoffentlich wieder wissen.


    Wenn Du Ersatz hast empfehle ich das aufschwimmende Plastik nicht zu vrewenden.


    VG
    Mirko

  • Die Kunststoffdinger würde ich dann durch die normalen Keramikröhrchen (Eheim mech) ersetzen.

    Die Besatzplanung klingt jetzt nicht so, als bräuchtet ihr unheimlich viel Oberfläche durch grobporige Filtermedien wie das Eheim Biomech. Und es geht in dem Fall ja auch vorrangig darum, dass grobere Partikel hängen bleiben.

    Bei mir diente der Korb mit den Keramikröhrchen auch gerne mal als Zwischenaufenthalt für Posthornschnecken - und für kleine Flossensauger. Beides wurde jeweils als Ei, Larve oder Minischnecke eingesaugt, und dann beim Filter subermachen entsprechend herausgesammelt und weiter versorgt.

    Daher schonmal der Hinweis - den Inhalt des Filters schön in einen Eimer geben und auf eventuelle Bewohner checken beim reinigen :)