Glanzwürmer suchen und finden

  • Hallo Aquarianer,

    Das Thema was ich hier wieder hervorgekramt habe, weil darüber schon einmal geschrieben wurde, mich aber interessiert und keine so für mich beruhigende Antwort stand, ich jetzt mal mit Euch darüber unterhalten möchte.

    Folgendes - ich züchte sei 2 Jahren Mikrowürmer und im Sommer dann noch Wasserflöhe.

    Ich möchte sagen das habe ich schon im Griff.

    Nun habe ich 2 Behälter mit Glanzwürmer angesetzt. Diese habe ich in einer Zoohandlung gekauft. Beide Behälter werden mit Luftheber (Sprudelsteine)belüftet.

    Alle 2 Tage erfolgt ein 80% Wasserwechsel. Die Würmchen geht es scheinbar gut, gefüttert werden sie mit Sperolinertabletten (selber gemacht,die Tabletten meine ich).

    Nun meine Frage, wer züchtet noch Glanzwürmer und wie schnell vermehren diese sich.

    Wer fängt selber welche in der Natur und wann wäre die beste Zeit diese zu fangen? (Salatfalle im Tümpel oder Gräben.)

    Gruß Gubbi59 :?:

  • Moin moin zusammen,

    Da muss ich echt staunen, wer züchtet überhaupt Lebendfutter und welches?

    Glanzwürmer können es wohl nicht sein....

    Hatte echt mit Antworten gerechnet.

    Vielleicht liegt es auch daran das man heute alles schnell bekommt an Lebendfutter im Futtermittelmarkt, Futterkiste oder Zoohandlung.

    Vor allen macht es keine Arbeit. Na ok, dann ist es halt so.

    Gruß Gubbi59 8)

  • Hallo Gubbi59,


    nicht schlecht, was Du Dir da für Arbeit machst. Ich selber züchte kein LF. Nur hin und wieder vermehren sich die Wasserflöhe und Mückenlarven im Wasserfass bei entsprechender Außentemperatur. Dabei kommen gelegentlich auch mal Tubifex oder Glanzwürmer mit aus dem Auslasshahn.


    Direkt beisteuern kann ich nichts.


    Mein Zooladen bietet mir immer noch ausreichend Angebot.


    VG

    Mirko

  • ...Da muss ich echt staunen, wer züchtet überhaupt Lebendfutter und welches?

    Glanzwürmer können es wohl nicht sein....

    Na, denn, damit die Enttäuschung noch nen grad reduziert werden kann:
    Ich züchte Lebendfutter, und wenn man den Begriff weit genug dehnt von Artemien über Mückelraven bis zu Glanzwürmern und Wasserasseln.

    Also, ich dehne den Begriff züchten mal soweit, dass das gezielte Herstellen eines geeigneten Milieus für die jeweilige Tierart bereits als Züchten zählt ;)

    Also:
    Artemien:
    ich bringe ihre Zysten zum Schlupf; lasse sie in Außenbehältern heranwachsen und sich selbst vermehren.

    Wasserasseln:
    in jedem Aquarium, in dem sie nicht schneller weggefressen warden als sie sich vermehren.

    Mückenlarven:
    in der Wassertonne, die ich gezielt immer mit dem Keimwasser des Papageienkeimfutters befülle, eben damit sich Mückenlarven kräftig ansiedeln.

    Glanzwürmer:
    Hab ich im Lebendfutterhandel gekauft und dann in Plastikboxen mit Filterschwammstückchen versucht betreut zu vermehren. Die Ausbeute war mir aber zu gering. Deswegen habe ich sie in Portionen aufgeteilt, jeden Teich mit einer Portion bestückt, jedes Aquarium und jeden Mörtelkübel sowie die Mückenlarvenwassertonne und die Wasserzisterne.
    Da ich sowohl meine Mückenlarvenwassertonne als auch die Mörtelkübel nie "sauber" bzw. leermache und sie die Mörtelkübel als Bodengrund einfach lehmige Gartenerde haben gedeihen die Würmer wunderbar in jedem Kübel solange keine Fischchen drin sind und in der Wassertonne und Zisterne reichlich. In der Wassertonne steht ein alter Gartenzaunpfahl. Den lieben die Glanzwürmer sehr, d.h. sie wohnen in dessen Holz.
    In den Mörtelkübeln verschwinden sie während der Fischsaison nahezu vollständig aber nie ganz, da eine kleine Ecke immer auch über der Erde mit nem groben Steinhäufchen ausgestattet sind, aus dem die Fischlies nichts rausfangen können. Daher beginne sie sich außerhalb der Fischsaison wieder stark zu vermehren und wenn der Winter vorbei ist wimmelt der Boden im Dunkeln immer recht dicht von Glanzwurmgeschwinge bevor ich die Fische wieder einsetze.

  • Ich finde diesen Ansatz eigentlich sehr passend. Wenn die Bedingungen stimmen, übernehmen viele Lebendfutterarten den Rest ganz von allein. Es ist immer wieder erstaunlich, wie stark sich die Entwicklung verändert, wenn man das passende Milieu schafft. Gerade in alten Kübeln oder Regentonnen entdeckt man manchmal plötzlich eine erstaunliche Vielfalt, ohne ständig eingreifen zu müssen.