Mag. Michael Köck - ehemaliger Kurator im Haus des Meeres, Wien mit immer einem offenen Herzen für die Zierfisch-Gemeinde - hat, nachdem er dort mit seinem Team bereits mehrere Jahre in der Natur als stark gefährdet bis ausgestorben geltende Arten aus der Goodeiden-Gruppe (endemische mexikanische Hochlandkärpflinge, die mit extremen Temperaturschwankungen zurechtkommen) in Erhaltungszucht betreute um so ihre spätere Wiederansiedlung zu ermöglichen,
den Schritt gewagt, seine feste Anstellung hinter sich zu lassen und Artenschutz dort zu betreiben, wo er am meisten Sinn macht, in ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet dafür Sorge zu tragen, daß für sie wieder – oft auf Privat-Grundstücken liegende – Lebensräume zur Verfügung stehen.
So großartig die Unterstützung in Mexiko, auch durch die einheimischen Bevölkerung, auch ist, derzeit steht er vor einem Dilemma:
sein Auto in Mexiko fällt auseinander (480.000 km!), und ohne dieses kann er die, oft mehrere Stunden weit voneinander entfernten, Projekte nicht weiter aufrecht erhalten.
Diese Projekte sind gänzlich über Spenden finanziert. Diese sind aber immer zweckgebunden, es kann nicht querfinanziert werden. Für ein Fahrzeug gibt es also, wenn sich nicht ein großzügiger Sponsor spezifisch dafür findet, kein Budget. Leider ist für solche ‚Nebenkosten’ aber aktuell kein Sponsor aufzutreiben, und so wird gerade via crowd-funding versucht, eines zu beschaffen, das zumindest fährt.
Vielleicht können wir von hier aus ein bißchen dazu beitragen. Ich bin jedenfalls dabei. Mein Ruf nach weltweitem Artenschutz sollte mehr sein als ein Lippenbekenntnis, und ich habe zudem den Vorteil, sowohl die Projekte als auch den Gewährsmann persönlich zu kennen.
Michael hängt mit der Seele an dem Projekt. Es wurde aber auch schon so viel Arbeit darein investiert, daß schon alleine deshalb schade wäre, wenn nun alles im Sand verläuft – weil die Einsatz-Gebiete nicht mehr erreichbar sind.