Wieder ein Neuanfang

  • Nach einer Woche haben sich die Fische langsam eingewöhnt. Die Welse schwimmen meist im oberen Drittel. Warum weiß ich nicht. Die Neons ziehen schön im Mittelfeld durchs Becken und die Phantomsalmler halten sich ausschließlich im untersten Viertel auf.

    Die Futterstelle (an der Oberfläche) wurde von allen erkannt. Die Welse werden ab und zu im Glas am Boden gefüttert.

  • Guten Morgen Frank darf ich dir eine Frage stellen. Da ich selber 25 Corydoras (Hoplisoma) sterbai pflege, interessiert mich die von dir angesprochene Fütterung der Tiere im Glas. Wie darf ich mir das vorstellen und welches Futter reichst du da. Meine Beckengröße ist fast ident mit deiner (230/70/65) ich bin mit meiner Gruppengröße recht zufrieden und den Tieren geht es auch sehr gut, sie sind regel mäßig bei der Eiablage.


    viele Grüße

    Johannes

  • ... Die Welse schwimmen meist im oberen Drittel.

    Das ist wirklich ungewöhnlich.

    Ein solches Verhalten kenne ich eigentlich nur von den richtig zwergig bleibenden Panzerwelsarten.


    Könntest Du vielleicht mal ein brandaktuelles Foto der Gesamtansicht des Beckens posten?


    Interagieren die sich bevorzugt im unteren Viertel aufhaltenden Phantomsalmler in irgendeiner Form mit den Panzerwelsen?

  • Hallo Rudi,

    Der Aufenthalt im oben Bereich, heißt dann ja wohl freischwimmend.

    Das dürfte ganz schön anstrengend, für die Sterbais, sein.

    Meine klettert mal durch die Pflanzen und kommen so bei der Mitte des Beckens an.

    Ja, und ab und an schießt mal einer, zum Luft holen, an die Oberfläche.

    Und ganz am Anfang ging es für ein paar Tage die Scheibe rauf und runter aber das die Sterbais sich weiter oben aufhalten kommt mir nicht normal vor.


    Wo schlafen/ dösen die denn bei dir?


    LG aus dem Neandertal Anja

  • Hallo Johannes,


    20260211_164539.jpg


    Ich habe die Fütterung im Wasserglas im Netz gefunden. Ich fand es interessant, weil das Futter nicht im Becken verteilt wird. Von oben wird nur soviel gefüttert, dass möglichst nichts unten ankommt. Ich füttere "Pleco chips". Die Struktur hält sehr lang. Da wird nichts aus dem Glas raus getragen. Ich bin aber noch in der Phase, wo ich froh bin, dass sie fressen. Ob es das beste Futter für Panzerwelse ist, weiß ich nicht.

    In der Planung sind aber noch weitere 12 Panzerwelse. Dann hab ich auch so viel Welse wie du.

  • 20260223_151344.jpg


    Sonnenbad und Anja


    Bisher kannte ich Welse auch nur als Bodenbewohner die ab und zu Luft holen. Die hier sind ungewöhnlich viel als Freischwimmer unterwegs und das auch noch sehr schnell. Auch nachts konnte ich beobachten, dass einige dauerhaft schwimmen. Wenn es Futter von oben gibt, dann sind sie am Boden unterwegs.

    So sieht es dann aus, wenn die Futtertablette an der Scheibe klebt und das bis zum Schluss.:hmm:


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  • Interagieren die sich bevorzugt im unteren Viertel aufhaltenden Phantomsalmler in irgendeiner Form mit den Panzerwelsen?

    Nein, die verteilen sich je zur Hälfte auf die linke und die rechte Seite. Die anderen Fische werden nicht beachtet.

  • Hallo Frank (rudi),


    . Ich füttere "Pleco chips". Die Struktur hält sehr lang. Da wird nichts aus dem Glas raus getragen. Ich bin aber noch in der Phase, wo ich froh bin, dass sie fressen. Ob es das beste Futter für Panzerwelse ist, weiß ich nicht.

    Für Panzerwelse gibt es eigens für sie hergestellte Futtertabletten, sogar für junge Panzerwelse.

    Zum Beispiel:

    JBL Pronovo Corydoras

    oder

    WILDLIFE Wild Cory

    und für junge Panzerwelse:

    WILDLIFE Wild Cory Baby

    Die Pleco Chips sind für Ancistrus und andere L-Welse geschaffen.

    Gruß

    Manu

  • Hi,

    die sehen alle sehr schlank aus, zu dünn eigentlich sogar. Panzerwelse dürfen/müssen ein bisschen Bauch haben, dann sind sie nicht zu fett, sondern genau richtig. Die musst du noch ein bisschen päppeln. Da sie sich überwiegend carnivor ernähren, kannst du außer geeigneten Futtertabletten auch Frostfutter oder Lebendfutter anbieten, das wird gerne genommen.

    Es ist gar nicht so leicht, in einem Gesellschaftsbecken dafür zu sorgen, dass Panzerwelse genug Futter abbekommen, oft sind die Fische in den oberen Schichten schneller und gieriger und die Gepanzerten haben das Nachsehen. Da kann man dann mit "Ablenkungsfutter" für oben (z.B. Flockenfutter) arbeiten, oder die Panzerwelse nach Beleuchtungsende nochmal füttern, wenn die anderen langsam schon zur Ruhe kommen.

  • Das Becken ist derzeit meines Erachtens in all seinen Zonen viel zu strukturarm und zu kahl. Nicht nur für die Panzerwelse.

    Da gibt es für die Bewohner viel zu wenige, im Falle von insgesamt noch mehr werdenden Arten im Becken nochmal notwendiger werdende 'Orientierungspunkte'.

    Zu wenig Sichtschutz. Zu wenige Rückzugsmöglichkeiten.


    Grob in etwa die Hälfte der Grundfläche würde ich an Deiner Stelle zum einen mit noch mehr 'gut strukturiertem', also natürliche Höhlen und Zwischenräume anbietendem Wurzelholz, zum anderen mit 'Inseln' aus dichten, sowohl kleiner bleibenden wie auch hochwüchsigen Pflanzengruppen reich und ein kleinteiliges, optisch ansprechendes Gesamtmuster schaffend gestalten.


    Den verbleibenden Rest der Grundfläche und des Wasserkörpers direkt darüber läßt man frei (vielleicht von Schwimmpflanzen abgesehen).


    Das aktuelle Schwimmverhalten Deiner Welse führe ich wesentlich auf die fehlende Struktur und auf die unzureichende Deckung zurück.


    Wichtig fände ich es auch, wenn man die Welse an immer der gleichen Stelle im Becken gezielt füttern würde.

    Am besten bei ausgeschalteter Aquarienbeleuchtung und nur sehr schwachem Raumlicht.

    Denn die Futterkonkurrenz ist groß - und für einen Wels beim Mitfressen viel zu schnell!

  • Hallo Frank, danke für deine Antwort habe ich so auch noch nicht gesehen. Meine Sterbais sind mit Diskusfischen vergesellschaftet, bei der Futtergabe sind die immer zweiter. Es ist nicht möglich die Welse gezielt zu Füttern, alles was ich denen reiche wird von den Diskusfischen weggeschnappt, sogar harte Chips oder ähnliches wird genommen und so lange rumgekaut bis nichts mehr da ist. Die Sterbais haben da das Nachsehen und müssen mit den Futterresten auskommen.

    Ich werde deine Art der im Glasfütterung mal ausprobieren.


    Gruß Johannes

  • Ja richtig erkannt Axel, es ist gerade erst mal 4 Wochen her, dass ich das Projekt begonnen habe. Inzwischen sind ca. 70 Stck Pflanzen und es werden noch mehr werden. Fische sind es nun auch schon über 80 drin. Eigentlich wollte ich mir mehr Zeit lassen. Es kommt aber meist anders.:)

    Nun muß ich erst mal sehen, wie die einzeln Pflanzen wachsen. Die meisten sind neu für mich bzw. gab es vor vielen Jahrzehnten nicht zu kaufen. Und 1,4 m2 Fläche wollen erst mal bestückt sein!

    Weitere Elemente für die Deckung sind auch noch geplant, aber alles brauch seine Zeit. Selbst mein 160-Liter-Becken war nicht nach 4 Wochen fertig.

    Die Futtergabe ist täglich Mysis (Frost) und Trockenfutter (Tabs und Granulat) und wird von allen genommen. Die Welse sind immer an vorderster Front. Sie bekommen aber trotzdem noch Futter im Wasserglas.;)


    Wen es interessiert, hier das Video zum Thema Fütterung.



  • Es ist gar nicht so leicht, in einem Gesellschaftsbecken dafür zu sorgen, dass Panzerwelse genug Futter abbekommen.

    Deshalb habe ich das Wasserglas gewählt. Da seh ich, was sie fressen.

    Auf dem Foto nicht so richtig erkennbar, Bauch ist da, aber es kann sicher noch mehr sein.

  • Das Becken ist ja noch im Aufbau bzw. in der Entwicklung. Da muss man schon ein wenig Geduld aufbringen. Von 0 auf 100 ist in der Aquaristik nichts.;)

    Ich persönlich hätte das Becken, bevor ich überhaupt mit dem Besetzen begonnen hätte, auf einer nach einem Gesamtplan vorbestimmten Fläche mit rechtzeitig vorher und in großzügiger Menge bestellten Pflanzen gleich vom Start weg deutlich stärker bepflanzt und zielgerichtet strukturiert, als es das momentan ist.

    Und dabei parallel auch insgesamt mehr Wurzelholz eingesetzt.

  • Hallo Johannes,


    Meine Sterbais sind mit Diskusfischen vergesellschaftet, bei der Futtergabe sind die immer zweiter. Es ist nicht möglich die Welse gezielt zu Füttern, alles was ich denen reiche wird von den Diskusfischen weggeschnappt, sogar harte Chips oder ähnliches wird genommen und so lange rumgekaut bis nichts mehr da ist. Die Sterbais haben da das Nachsehen und müssen mit den Futterresten auskommen.

    Ist das auch so bei gezielter Fütterung der Panzerwelse bei ausgeschalteter Beleuchtung und wenig Licht im Raum?


    Gruß


    Manu

  • Hallo Manu,

    nein die Diskusfische ziehen sich in der Dämmerungs-Mondlichtfase zurück und kommen zur ruhe. Die Panzerwelsen sind hier noch aktiv bis zur völligen Finsternis. Hier geziehlt Futter zu reichen ist ein Ansatz, danke für deine Anregung.

    Mit dem beobachten wird es halt schwierig.


    Gruß Johannes

    Hallo, Johannes,


    Panzerwelse sind unter gewissen Umständen auch in völliger Finsternis noch aktiv.

    Sofern es etwa im Aquarium noch irgendwo Futter zu finden gibt.

    Oder ein noch nicht lange zurückliegender, größerer Wasserwechsel mit kühlerem Wasser sie stimulierte.


    Man sollte, sofern man seine Welse aus triftigem Grund konstant im Dunkeln zu füttern beabsichtigt, erst recht in der Startphase dieser für einen ungewohnten Art des Fütterns schon häufiger zeitnah den dann jeweils aktuellen Ernährungszustand der Welse visuell checken.


    Da 'zum erkennen können' direktes Licht von oben erfahrungsgemäß am besten geeignet ist, schaltet man die Aquarienbeleuchtung auf einer vorübergehend möglichst niedrig eingestellten Stufe dann noch einmal kurz an (die Welse werden bei mir immer - gut sichtbar - an der Frontscheibe gefüttert).


    Die munter gründelnden Welse interessiert die kurze 'Licht an'-Phase nicht im Mindesten.

    Die (insgesamt wenigen) anderen Arten im Becken verbleiben in aller Regel im bereits eingetretenen Nachtruhe-Modus (Neon), oder fressen weiter unten mit (Garnelen, Otocinclus).


    Sich ohne (gelegentliche) Sichtkontrollen allein auf sein Glück zu verlassen, daß man ohne verifizierte, konkrete Erfahrungswerte seine Welse bei völliger Dunkelheit längerfristig gesehen 'schon irgendwie ausreichend gut' ernähren wird, halte ich für keine besonders gute Idee.

    Umso weniger noch, wenn die betreffende Gruppe der 'Gepanzerten' aus einer größeren, unübersichtlicheren Menge von Individuen besteht.


    Grüße

    Frank