Wieder ein Neuanfang

  • Es sind nun seit meinem letzten Besuch hier 10 Jahre vergangen.

    Nach 30 Jahren Pflanzenbecken mit diversen Fischbesatz, 20 Jahre Meerwasserbecken und dann 12 Jahre Fische aus dem Tankanjikasee soll es wieder eine Änderung geben.

    Die Tropheus maswa duboisi sind gestern nach Berlin verzogen.

    Wie heißt so schön - back to the roots

    Jetzt denke ich wieder über ein Pflanzenbecken nach. Als Fischbesatz stell ich mir Schwarmfische und diverse Welse vor. Die Herausforderung wird wohl die Beckengröße (840l) werden.

    Die Anlage läuft erst mal ohne Fischbesatz weiter. Als nächstes muß ich mir Aquariensand besorgen. da brauchte ich bisher nicht so viel.

    Für den "Neuanfang" brauch ich nun eure Hilfe

    Als Schwarmfisch stell ich mir Neonsalmer vor. Die Anzahl ist noch offen. Ist es machbar, einen oder zwei weitere Schärme einzusetzen und wenn ja welche da anzuraten.

  • Hallo, Rudi,


    herzlich willkommen (unbekannterweise) zurück im Forum!


    Auch bei Dir gilt offenbar, einmal aquaristik-infiziert, immer aquaristik-infiziert.... ^^


    Vorab würde mich interessieren, welche genauen Abmessungen Dein zur Zeit fischfrei laufender 840 Liter-Tank hat?


    Ich persönlich empfände es als besonderen Reiz, wenn in einem solch geräumigen (gut strukturierten!) Lebensraum zwei oder eventuell auch drei kleinbleibende Fischarten mit einem arteigenen, engeren Zusammenhalt in jeweils größerer 'Kopfstärke' tendenziell unterschiedliche Regionen des Beckens bevölkern würden.


    Um in punkto möglicher Besatz einen dezenten, bewußt 'unvollendeten' Anfang zu machen...

    * Hengels Keilfleckbärbling (Trigonostigma hengeli)

    * dazu 1 Panzerwelsart Deiner Wahl; mein Vorschlag hierzu wäre Sterbais Panzerwels (Hoplisoma sterbai)

    *...............?

    *...............?


    Um sich zum Thema 'Schwarm'fische im Falle eines geistigen Kaltstarts als Pfleger mal ein klein wenig inspirieren zu lassen, finde ich in Sachen eher kleinbleibende Arten das folgende Video ganz gut...



    Grüße

    Frank

  • Das ist ja schon mal ein guter Ansatz. 5 von den Vorschlägen kannte ich noch gar nicht und 2 habe ich schon im Hinterkopf gehabt. Ist zum Teil eine neue Blickrichtung für mich. Aber ich hab ja noch Zeit mit dem Fischbesatz.


    Das Becken hat übrigens folgende Maße (siehe auch Signatur) 200x70x60 (LTH)

  • 20260126_155021.jpg


    Becken aktuell

    In meinen Ohren, Rudi, schreit dieses Becken geradezu nach hohen, gutplatzierten, markant verästelten Wurzelholzstücken - im Hintergrund.

    Und nach einem (hohen) stellenweise dichten Pflanzenbewuchs gerade im Hintergrund und an den Seiten.

    Mit größeren Schwimmpflanzen auf der Oberfläche, die im effektvollen Wechsel hellere sowie auch beschattete Zonen schaffen...


    Die noch vorhandenen Steine würde ich persönlich rausnehmen.

    Aber auch das ist eine Geschmacksfrage.


    Könnten diese Steine, sofern sie drin bleiben, aufgrund ihrer Beschaffenheit das Aquarienwasser (zusätzlich) aufhärten?


    Bei der verbindlichen Wahl der Fischarten (deren Ansprüche ans Wasser) sollte man das besser gleich in der Einrichtungsphase praktisch berücksichtigen.

  • Hallo Rudi,

    Könnten diese Steine, sofern sie drin bleiben, aufgrund ihrer Beschaffenheit das Aquarienwasser (zusätzlich) aufhärten?

    Die Befürchtung habe ich auch (falls du das Tanganjikabecken meinst mit dem Umgestalten) und weite sie auf den Bodengrund aus.

    Also falls beides aufhärtet und drin bleibt: nur Pflanzen (und Fische) verwenden, die hartes Wasser wollen oder vertragen (oder den pH-Wert, der sich in solchen Becken einstellt).


    Oder herausnehmen und anderen Bodengrund und (falls man Steine möchte) Steine verwenden, wenn man andere Pflanzen verwenden möchte als diejenigen, die hartes Wasser benötigen oder vertragen und Neonsalmler oder andere Arten, die sich dann wohlfühlen sollen.


    Gruß


    Manu

  • Für die Umstellung auf Sand, kann ich dir Pool-Filtersand(0,7 - 1,2mm/0,4 - 0,8mm) wärmstens empfehlen.

    Das nervige Waschen entfällt, da gut vorgewaschen, und daher direkt verwendbar.


    Als Gesellschaft für Neons(Innesi, bis 24/25°C, Axelrodi, ab 24/25 ° C), würden mir Rotkopfsalmler(wohl der "Schwarmsalmler" schlechthin ), und als Kontrast, hochrückigere Arten, etwa Kirschflecksalmler, "Weißspitzen-Schmucksalmler", usw., vorschweben.

    Die Auswahl ist da riesig.

  • Ich könnte mir auch gut – einen meiner Lieblingsfische – Kongosalmler vorstellen!

    S‘ ist zugegebenermaßen ein nicht mehr ganz so kleiner Schwarmfisch, aber für so einen ausgesprochen rasanten Schwimmer wäre ein „Zweimeter-Rennbecken“ perfekt. Und das gleich in einer Schwarmgröße von vielleicht 50 Stück! Nicht kleckern, sondern klotzen… :)

    Bei einem Ladenpreis von inzwischen auch schon 10 € (lasst mich mal rechnen… :hmm:) eine kleine Investition, aber es gibt auch wesentlich günstigere Privatanbieter.


    Ansonsten; trotz seiner Größe absolut friedlich und „gesellschaftsfähig“ auch mit wesentlich kleineren Arten. Man denkt immer, so ein ausgewachsenes Männchen könnte ja von der Maulgröße her einen halbwüchsigen, „maulgerechten“ Neonsalmler problemlos runterbekommen, aber nix ist!


    Eine sehr attraktive Art, die bei ihrer Ersteinführung in den 50-ziger Jahren einen kleinen Hype auslöste – war aber nicht dabei, ;)


    denkt sich

    der Jens

  • Notho


    Der Kongosalmler hat mich im Hinterkopf schon immer gereizt.


    Aber in meinen, na ja, ziemlich hyperaktiven Aquaristikanfangsjahren der häufigen Bestandsveränderungen konnte ich mir ein ausreichend großes Becken für diesen Fisch einfach nicht leisten. (Aquarien bzw. Aquarienkombinationen kaufe ich mir am liebsten fabrikneu.)


    Und auch mein derzeitiger 130 cm-Wasserkasten ist für diesen schwimmfreudigen Afrikaner bei längerfristig angelegten Pflegeabsichten noch zu kurz.


    Für Rudis beeindruckende 'fischige Badewanne' aber wäre der tatsächlich was! 👍

  • War heute beim Fischhändler um die Ecke zum Erfahrungsaustausch.

    Als ersten Schritt wird er das aktuelle Fischwasser mal prüfen. Aus dem Wasserhahn kommt eher härteres Wasser. Ich denke, der Einfachheit halber wird es wohl ein Becken mit härteren Wasser werden.

    Dann kann ich die Steine im Hintergrund zur stufenartigen Ausbildung verwenden. Diese Steine werden immer Kalk auslösen. Nach vorn kann das mit Holz abgedeckt werden.

    Der Sand wird wohl drin bleiben. Er ist in der Struktur sehr stabil und mit Körnung 07-1,2mm sicher geeignet. Die helle Farbe stört mich nicht. Ich hatte noch nie was anderes. Zusätzlich haben die Tropheus den Sand ständig umgegraben, so das er immer wie neu aussah.


    Als Gesellschaft für Neons(Innesi, bis 24/25°C, Axelrodi, ab 24/25 ° C), würden mir Rotkopfsalmler(wohl der "Schwarmsalmler" schlechthin ), und als Kontrast, hochrückigere Arten, etwa Kirschflecksalmler, "Weißspitzen-Schmucksalmler", usw., vorschweben.

    Das waren meine ersten Vorstellungen. Aber es tut sich für mich auch einiges Neues auf, was ich bisher nicht im Visier hatte.

  • Mir wäre der Bodengrund deutlich zu hell.

    Korrigiert mich bitte, falls ich mich irre.


    Von Natur aus dunklen Aquarienbodengrund habe ich - ungeachtet der Frage zu seiner Eignung oder Nichteignung - in der Anschaffung als vergleichsweise teuer in Erinnerung.

    Da wird erst recht bei großflächigeren Becken allein schon der bloße Untergrund zum Luxus-Gut. Oder?

  • Hallo Rudi,


    Aus dem Wasserhahn kommt eher härteres Wasser. Ich denke, der Einfachheit halber wird es wohl ein Becken mit härteren Wasser werden.

    Dann kann ich die Steine im Hintergrund zur stufenartigen Ausbildung verwenden. Diese Steine werden immer Kalk auslösen

    Ja, ok. Dann halt bei Wasserpflanzen, Fischen, evtl. Garnelen Arten wählen, die hartes Wasser bevorzugen.


    Gruß


    Manu

  • Hallo Rudi,


    bei dem Becken und hartem Wasser könnte ich mir auch sehr gut und schön Regenbogenfische vorstellen!


    Dann bei hartem Wasser natürlich keine Neons.


    Was auch sehr gut ginge und auch mit Pflanzen funktionieren kann, wären kleine mittelamerikanische Buntbarsche, mit Salmlern aus der Region und Lebendgebärenden.


    Auch toll wäre Schmerlen +Barben + Bärblinge aus Asien. Da würden dann auch noch ein paar Streifenhechtlinge dazupassen.


    Du hast sehr viele Optionen. Ich würde mir zuerst den Besatz überlegen, bevor ich mit der Einrichtung beginne. Wozu brauchst Du mehr Sand?

  • Dann bei hartem Wasser natürlich keine Neons

    Also wenn man die Neons nur HALTEN will, geht sicher auch härteres Wasser. Von Nachzucht war ja wohl nicht die Rede... ;)


    Wobei Salmler, wenn sie längere Zeit in "richtig" hartem Waser gehalten wurden, (angeblich) auch nicht mehr zum Ablaichen zu bewegen sind, wenn sie später in Weichwasser kommen.

    Aber ich bin kein Spezi diesbezüglich. Das letzte mal dass ich Salmler nachgezogen habe ist schon ein paar Jahrzehnte her, und das waren auch nur 3 Arten.


    der Jens