Garnelen auf der Flucht

  • In meinem Becken leben Neocaridina zusammen mit Zwergflusskrebsen, Perlhuhnbärblingen und Endler Guppys.


    Mittlerweile finde ich wöchentlich ca. 2–3 vertrocknete Garnelen auf dem Boden.


    Letztens sogar einen Endler.


    Als es noch keine Fische in dem Becken gab, war es ähnlich.


    Bei meinen beiden anderen Becken, die genauso abgedeckt sind, fand ich bisher so gut wie noch nie eine Garnele außerhalb des Beckens.


    Meine stärkste Vermutung ist, dass die Krebse sie nachts versuchen zu jagen und sie deshalb aus dem Becken flüchten.


    Allerdings frage ich mich auch, wie sie es überhaupt schaffen, aus dem Becken herauszukommen?


    Können sie so gut springen oder klettern? Manchmal liegen sie auch auf der Abdeckscheibe. Erst letztens konnte ich eine retten, da ich es mitbekam, wie sie darauf umherhüpft.


    Einen Zwergflusskrebs fand ich hingegen noch nie außerhalb des Beckens, obwohl man ihnen nachsagt, Ausbruchskünstler zu sein. Bisher gab es für sie wohl noch keinen Grund auf Wanderschaft zu gehen.


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  • Ich würde an Deiner stelle das Becken komplett abdecken.

    Ich kann mir gut vorstellen das die Garnelen durch hektische Bewegungen der Fische oder durch hantieren vor dem Aquarium erschrecken und dann springen.

    Denn auch Garnelen können springen.

  • Ich glaube eher nicht, dass die springen. Der Wasserstand ist relativ hoch und in den Ecken, Rohrleitungen, Kabel etc. können die klettern.
    Hatte ich einige Zeit auch mal, als die Pflanzen die Deckscheibe berührten. Das hat sich dann später aber wieder gegeben.

    janosh :

    Warum steht denn die Artemia-Brutschale auf der Deckscheibe?:/

  • Ich würde an Deiner stelle das Becken komplett abdecken.

    Ich kann mir gut vorstellen das die Garnelen durch hektische Bewegungen der Fische oder durch hantieren vor dem Aquarium erschrecken und dann springen.

    Denn auch Garnelen können springen.

    Das Problem hatte ich bei diesem Becken auch schon ohne die Fische 🤔


    Und bei meinen beiden anderen Becken ist noch nie eine Garnele rausgesprungen.


    Glaube, innerhalb einen Jahres fand ich mal eine.


    Das komplette Abdecken wird auch wegen der Technik schwierig und würde dadurch nicht der Gasaustausch zwischen Sauerstoff und CO2 verhindert werden?

  • Ich glaube eher nicht, dass die springen. Der Wasserstand ist relativ hoch und in den Ecken, Rohrleitungen, Kabel etc. können die klettern.
    Hatte ich einige Zeit auch mal, als die Pflanzen die Deckscheibe berührten. Das hat sich dann später aber wieder gegeben.

    Werde den Wasserstand mal noch etwas senken. Vielleicht bringt das schon etwas.


    Ich hatte gehofft, dass es eventuell besser wird, wenn der Innenfilter samt Kabel weg ist.


    Aber die Glaswaren scheinen auch keinen Schutz vor dem Rauskrabbeln zu bieten.


    Zumindest konnte ich letztes beobachten, wie sich ein Krebs daran festhielt.


    Die Ausbrüche könnten auch durch die Pflanzen begünstigt werden, da diese bis zur Oberfläche reichen und die Garnelen oft darin weiden.


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    Allerdings gäbe es auch im anderen Becken diese Möglichkeit zur Flucht, sogar mit höherem Wasserstand. Dafür aber nicht mit lebhaften Fischen und Krebsen.


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  • Plätschert da irgendwo Wasser rein? Garnelen "klettern" manchmal auch am Wasserstrahl hoch.

    Kannst du nachts beobachten, was die Krebse so machen und wie die anderen Beckenbewohner reagieren?

    Vielleicht kann man das Becken mit einem Netz zusätzlich sichern.

    Einen Wasserfall gibt es an dem Becken nicht.


    Die Krebse sind nachts schon aktiver. Und sie schnappen schon mal mit ihren Scheren nach Garnelen und Fischen, wenn sie sich zu nahe kommen. Zumindest kann ich das tagsüber gelegentlich beobachten. Das wird dann nachts sicher mehr, wenn sie vermehrt unterwegs sind und der Rest ruht.


    Aber seit ich die Fische drin habe, bin ich nur noch ungern am Aquarium, wenn das Licht aus ist oder mache das Licht im Zimmer an, weil sie dann schon unruhig werden.

  • Das komplette Abdecken wird auch wegen der Technik schwierig und würde dadurch nicht der Gasaustausch zwischen Sauerstoff und CO2 verhindert werden?


    Ich habe in solchen Situationen Gage verwendet. Die kann man entsprechend den Erfordernissen ausschneiden

  • Ich habe in solchen Situationen Gage verwendet. Die kann man entsprechend den Erfordernissen ausschneiden

    Stelle ich mir ziemlich knifflig vor, damit alles lückenlos dicht zu bekommen, sodass es auch noch halbwegs ordentlich aussieht 🤔


    So ne Gaze bietet sicher auch ne prima Klettermöglichkeit und irgendwo wirds wegen der Lampe und Glasrohren immer Schlupflöcher geben.

  • Hallo Jan,


    Schaumstoff wäre evtl. noch eine Möglichkeit, so wie man ihn für HMF (Filtermatten) verwendet, passend zugeschnitten, die Kabel kann man dann einklemmen, sodass sie vollständig abgedichtet sind, weil der Schaumstoff elastisch ist.


    Am elegantesten sähe es vermutlich aus, wenn du eine passende (= lückenlose) Glasscheibe verwenden würdest (besorgen oder zuschneiden) und z. B. darauf die Leuchte stellen würdest, dann wären auch weitere Probleme gelöst, auch der Temperatur- und Wasserhaushalt des Beckens stabiler, da weniger Verdunstung.


    Auf die Idee, den Wasserstand zu senken, bist du bereits selber gekommen.


    Garnelen können aus dem Wasser herausklettern. Auch können sie springen. Wer schon mal z. B. Amanogarnelen mit dem Netz umgesetzt hat oder Garnelen am Meer gefangen hat, kann ein Lied davon singen.


    Rennschnecken verlassen oft das Wasser, ein passende Abdeckung wäre auch deswegen vonnöten, wenn man solche hält. Sonst könnten sie auf den Boden fallen und vertrocknen...


    Ich halte es schon für möglich, dass die Garnelen und Endler von den Zwergkrebsen gejagt werden. Vielleicht ist es ergänzend hilfreich, die Krebse genügend auch mit Proteinen zu füttern, falls dies bislang nicht der Fall sein sollte.


    Gruß


    Manu

  • Ich würde als Erstes mal die Wasserwerte plus die Temperatur checken.


    Garnelen flüchten, wenn sie sich im Wasser unwohl fühlen & die Umgebung, die Wasserqualität, die Wasserwerte für sie nicht passen.


    Mein Garnelenbecken ist auch stark bewachsen & nur lose abgedeckt, dennoch türmt bei mir keine einzige Garnele.


    Als ich vor einigen Jahren meine ersten Garnelen eingesetzt habe, konnte ich nur durch gezielten & konsequenten Wasserwechsel meine Garnelen am Selbstmord inklusive Massenflucht hindern.

  • Die Wasserwerte sind gut. Diese messe ich regelmäßig.


    Zudem wechsel ich alle 1-2 Wochen ca. 30-50 % Wasser.


    Die Garnelen, Fische, Krebse und Schnecken verhalten sich auch sonst ganz normal. Wäre was mit dem Wasser, würden sie sich wohl vermehrt an der Wasseroberfläche aufhalten oder nach Luft schnappen.


    Und wäre irgendwas mit dem Leitungswasser nicht in Ordnung, wäre das Phänomen vermutlich auch in meinen anderen Becken zu beobachten.

  • Ich habe allerdings schon öfter davon gehört, dass man einen Austausch von Sauerstoff und CO2 über die Luft gewähren sollte. Bei einem komplett abgedeckten Aquarium, durch eine Glasscheibe, mit eventuell 1-2 kleinen Aussparungen sehe ich diesen Austausch behindert.


    Die Krebse werden täglich gefüttert. 1-2 Mal in der Woche auch mit proteinreichem Futter.


    Posthornschnecken werden nebenher auch öfter gefressen.