Wenn sich Pflanzen oder Algen im Teich befinden, können Medakas auch Regenwasser überstehen. Gezüchtete Medakas in verschiedenen Farben sind genauso resistent gegen Eiswasser wie Wildpopulationen. Medakas sind nicht teuer. Letzten Herbst habe ich sie für je einen Euro verkauft. Im Frühjahr, nach der Überwinterung, können sie teurer sein.
Planungen für den Garten-Sommer
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Der letzte, noch aktiv gewesene Moderator eines Aquarienfischforums, das es nun schon länger nicht mehr gibt, pflegte 'normale' Kardinalfische über mehrere Jahre ganzjährig draußen in einem kleinen Fertigteich.
Der Teich - ich meine, dessen Volumen hätte um 250 Liter herum betragen - war kälteisoliert in ein, in einem großen Innenhof gelegenen Hochbeet eingebettet.
Der Besatz betrug im berichteten Zeitraum konstant knapp unter 10 adulte Tiere.
Kardinäle nachgekauft und nachbesetzt wurden meines Wissens nicht.
Jungfische kamen in den Sommern in klein(st)en Stückzahlen auf.
Der Gesamtbestand wuchs dadurch mit der Zeit - in den wenigen, berichteten Jahren - jedoch nicht nennenswert.
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Ganz genau, ihr beiden, deshalb hatte ich ja Kardinalfische (keine Wildfänge) und u. a. Medaka-Teichmix empfohlen, falls die Behältergröße passt.
Kardinalfische (Tanichthys albonubes) oder Macropodus ocellatus wären ebenfalls möglich.
können Medakas auch Regenwasser überstehen
Ja. Ich hatte jedoch empfohlen, Medaka nicht in zu weiches Wasser einzusetzen und/oder dauerhaft darin zu halten, auch pH-Stürze zu vermeiden. Ideal für Medaka ist ein pH-Wert von 6,6-8,0; und Härte < 25° GH. In der Natur kommen sie u. a. auch in brackigem Wasser vor. Überstehen ist etwas anderes als Optimalbedingungen, die wir ja sicherlich anstreben.
Er ist kein Weichwasserfisch/Schwarzwasserfisch.
Gruß
Manu
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Ich habe auch Tanichthys albonubes in einem Teich gezüchtet, wo sie unter Eis überleben konnten und eine Form mit verlängerten Flossen aufwiesen. Ich habe auch Erfahrung mit der Zucht von Macropodus ocellatus in einem Teich. Fast alle meine Aquarienfische habe ich vor Jahrzehnten in Gartenteiche gesetzt, allerdings nur in den Sommermonaten. Ich füge ein paar Fotos aus dem Jahr 2008 ein. Von den amerikanischen Elritzen (Notropis) sind zwei Arten in Europa weit verbreitet, es gibt aber noch weitere. Pteronotropis welaka sind sehr schön, aber nicht erhältlich. Aphanius – Anatolichthys danfordii sind tolle Teichfische, aber in den letzten Jahren wurden sie nicht mehr angeboten.
Foto: Meine Aquarienfische und ihr vorübergehender Aufenthalt im Teich.
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Ich habe auch Tanichthys albonubes in einem Teich gezüchtet, wo sie unter Eis überleben konnten und eine Form mit verlängerten Flossen aufwiesen. Ich habe auch Erfahrung mit der Zucht von Macropodus ocellatus in einem Teich. Fast alle meine Aquarienfische habe ich vor Jahrzehnten in Gartenteiche gesetzt, allerdings nur in den Sommermonaten. Ich füge ein paar Fotos aus dem Jahr 2008 ein. Von den amerikanischen Elritzen (Notropis) sind zwei Arten in Europa weit verbreitet, es gibt aber noch weitere. Pteronotropis welaka sind sehr schön, aber nicht erhältlich. Aphanius – Anatolichthys danfordii sind tolle Teichfische, aber in den letzten Jahren wurden sie nicht mehr angeboten.
Foto: Meine Aquarienfische und ihr vorübergehender Aufenthalt im Teich.
Du pflegst wirklich optisch schöne und sichtlich vitale Fische, Paul!

Sehe ich das richtig, Du hattest Kongosalmler im Teich?!
Mein Wissen über diesen Fisch ist echt nur spärlich.
Für eine sommerliche Teichhaltung hätte ich ihn aufgrund dessen, was ich zu wissen glaube, als völlig ungeeignet angesehen...
Wer sind denn eigentlich Deine 'zuverlässigen' Abnehmer für die jahraus, jahrein zahlreich nachgezogenen Fischarten?
Gibst Du sie etwa regelmäßig an den lokalen beziehungsweise regionalen Handel ab?
Auch direkt an interessierte Hobbyaquarianer?...
Viele Grüße von der Spree nach Tschechien
Frank
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Sehe ich das richtig, Du hattest Kongosalmler im Teich?!
Mein Wissen über diesen Fisch ist echt nur spärlich.
Für eine sommerliche Teichhaltung hätte ich ihn aufgrund dessen, was ich zu wissen glaube, als völlig ungeeignet angesehen...
Frank
Ja, wenn der Sommer warm ist, was auch vom jeweiligen Gebiet abhängt, können Fische der Art Phenacogrammus interruptus den Sommer über im Teich gehalten werden, wo sie größer werden als im Aquarium. Diese Fische fressen gerne Insekten, und früher habe ich sie mit einem Netz im Gras gefangen und dann abgekühlt auf die Teichoberfläche geworfen, wo sie sofort zuschnappten. Jetzt habe ich diese Fischart nicht mehr. Ich bin auf Japanische Medaka umgestiegen. Überschüssige Exemplare biete ich auf Aquarienbörsen an. Pflanzen und Medakas verkaufe ich im Frühsommer, andere Fischarten (lebendgebärend) und Medaka im Herbst.
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Sehr beeindruckend, Paul!
Einfach WOW!
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Sehr beeindruckend, Paul!
Einfach WOW!
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Ich werde weitere Fotos als Dankeschön hinzufügen.
Sie können zehn Fotos hochladen, daher teile ich den Beitrag in zwei Teile auf, damit mehr Fotos möglich sind.
Die meisten der folgenden Fotos zeigen Fischzucht in Netzen in einem Teich.
Einzelne und gemischte Schwärme junger Fische in diesen Netzen wuchsen und vermehrten sich über den Sommer. Im Herbst konnten sie leicht geerntet, also schnell gefangen und zum Verkauf angeboten werden.
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Paul, deine Anlagen sind ja der Wahnsinn!
Ich bin auch nochmal in mich gegangen und habe den Platz für das Teichbecken nochmal gemessen. Jetzt bin ich am überlegen, ob ich nicht doch gleich das rechteckige 380l-Becken von Heissner nehme - vom Platz her passt es.Ich weiß, dass sich die Fischauswahl und auch Anzahl aufgrund der Überwinterungssituation in der Gartenlaube nicht ändert. Aber dann hätten wenige Fische ordentlich Platz im Becken🤔
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... Jetzt bin ich am überlegen, ob ich nicht doch gleich das rechteckige 380l-Becken von Heissner nehme - vom Platz her passt es.
Ich persönlich finde, das ist die beste Entscheidung, die Du im Hinblick auf den Sommerurlaub der Fische im Freiland überhaupt treffen kannst. 😊👍
Die Entscheidung für das 380er Teichbecken wäre dann natürlich mit so Einigem an Grabarbeiten verbunden!
Wähle den Kübel für die Überwinterung in der Gartenlaube bitte keinesfalls zu klein.
Es könnte ja zum Beispiel durchaus sein, daß Deine Fische sich vor lauter Freude an der Sonne und am Leben draußen spontan vermehren.
Auch der Nachwuchs möchte dann, sofern Du ihn behältst, mit den 'Alten' zusammen geräumig genug überwintert werden. 😄
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Fragen, die sich mir in diesem Zusammenhang noch stellen...
Wieviel direkte Sonne zu welcher Tageszeit bekommt denn der geplante 'Lageplatz' des Teichbeckens vom fortgeschrittenen Frühjahr bis zum Frühherbst (Outdoorsaison) so ab?
Hält sich bisweilen Getier in Deinem Garten auf (z.B. Hauskatzen, Reiher, Ringelnattern), das eventuell Geschmack an Deinen Fischen dort finden könnte?
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Volle Sonne bekommt das Becken maximal früh morgens, ansonsten liegt das Becken im Tagesverlauf im Halbschatten/Schatten.
Und Getier ist unterwegs - streunende Katzen. An ein Netz zum Schutz habe ich schon gedacht. Es gibt in der Gartenanlage auch andere Fischteiche, da klappt das mit dem Netz ganz gut.Das Netz habe ich mir auch wegen zu viel Laub, was ins Wasser fallen könnte, überlegt.
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Falls du Macropodus ocellatus wählst, dann achte darauf, dass die sich dann nicht in den Maschen des Netzes verfangen, falls Bereiche davon ins Wasser eintauchen...
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Hallo,
anbei Fotos vom Winterquartier, ein 240l-Filterbecken, unterteilt mit Filtermatten und isoliert mit 5 cm starken Styropor-Platten. Es läuft ein schwacher Innenfilter und je nach Bedarf eine Heizmatte, an der Rückscheibe außen angebracht. Untergebracht sind den zweiten Winter meine verbliebenen drei Medakas (vorher einmal im Freiland überwintert), die sich auch in weichem Wasser (Ausgangshärte 8 dGH, nach Regenfällen niedriger) wohl fühlen. Sie schwimmen auch verhalten rum und werden bei höheren Temperaturen mit etwas Lebendfutter versorgt. Die ebenfalls untergebrachten Chinamakropoden werden erst ab 8-9 Grad wieder "lebendig". Das Becken steht in einer gut isolierten, hellen Hütte, die ich bei Frostgefahr leicht aufheizen kann (kurze Intervalle via Schaltuhr). Bei Nachttemperaturen von aktuell -8 Grad ist das für die mit überwinterten Pflanzen erforderlich, tagsüber heizt die Sonne wieder auf. Das Becken hatte ohne Heizung heute morgen 4 Grad, das reicht auch.
"Sommerurlaub" im Freien ist - entsprechende Temperaturen und Temperaturstabilität vorausgesetzt - für viele Arten möglich und vorteilhaft, für z.B. die meisten größeren Betta. Der "Rest" muss natürlich auch stimmen.
Servus,
Norbert
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Einen Standort ohne Sonne würde ich gleich sein lassen. Nur im Hochsommer braucht es etwas Schatten, sonst ist jeder Sonnenstrahl willkommen, um die Temperatur anzuheben.
Ich würde Dir empfehlen eine Regentonne (mit 95cm durchmesser kommt man da schon auf über 500l), einen IBC-Container (gibt es oft geschenk in den Kleinanzeigen, den oberen Rand abschneiden) nur 10-15 cm im Erdreich zu versenken um besseren Winterschutz zu gewährleisten. Dann hat man einen "Hochteich" und kann auch sehr einfach alle Pflegemassnahmen und Beobachtungen auf Hüfthöhe ausführen.
Unbedingt winterharte Fische nehmen! Diese Überwinterungsaktion mit dem Minibecken willst Du den Fischen und auch Dir selbst nicht zumuten.
Miss Deinen Platz nochmal aus und denke ein paar 100l grösser!