Planungen für den Garten-Sommer

  • Der Gärtner macht sich im Winter Gedanken um den Sommer - so geht es mir auch😀.

    Für dieses Jahr schwebt mir ein Bottich (z.B. so ein Mörtelkübel) mit tierischem Besatz vor. Für einen Teich, der tief genug ist, reicht der Platz im Kleingarten nicht. Daher müssten die Tiere zum Überwintern (frostfrei) auch in die Gartenlaube umziehen und würden dann dort nur hin und wieder besucht werden.

    Jetzt habe ich hier schon sehr viel über Medaka gelesen, die ja auch gut über den Winter zu bringen sind.

    Gibt es noch andere klein bleibende, relativ unkomplizierte Fische, die für so einen Bottich geeignet sind?

    Und wie sollte der Bottich Fischgericht eingerichtet werden (hinsichtlich Boden und Pflanzen)?


    Ich freue mich über Input!

    Danke!

    Yvonne

  • Hallo Yvonne ! Dir noch alles Gute für 2026. Irgendwie sprichst du mir aus der Seele... Ich hatte

    nach einer Trennung nach immerhin 13 Jahren auch einen persönlichen ich sage mal Durchhänger.

    Jetzt haben wir aber ein Neues Jahr und ich plane auch zum Frühjahr... Den Garten etwas auf Vordermann,

    Neue Garten Möbel, habe auf der Terasse eine 90 Liter Zinkwanne, die werde ich auch wieder aktivieren !

    Fische weiß ich noch nicht, hatte den Fischreiher zu Gast ! Man kann auch gut so halbe Weinfässer nehmen,

    die hat der Nachbar mit einem Wasserspiel...Schaut gut aus. Hoffe, meine Mini Seerosen haben dann den

    Winter überstanden und kommen mit Blüte wieder. Gibt es für kleinere Behältnisse !

    Auf jeden Fall: Die Vorfreude ist doch die schönste Freude oder.. Schönen Nachmittag, Claus*coffee*

  • Bei 90 l wird es wohl bei Medaka (z.B. Aichi Ken), Paraphanius mento oder ähnlich kleinen Tieren bleiben. Wobei die P. mento Männchen Reviere bilden, da müßte man schauen wie man den Kübel strukturiert bekommt das es keine üblen Raufereien gibt.


    Ich hab die P. mento zusammen mit Aichi Ken im Teich....


    Zu den Pflanzen:

    - nix stark assimilierendes wie Wasserpest, sonst gibt es Probleme mit dem ph-Wert bei starker Beleuchtung (biogene Entkalkung)

    - nix was Bodengrund braucht weil der faulen könnte

    - nix schnell wachsendes weil der Pflegeaufwand heftig ist

  • Hallo Yvonne,


    Kardinalfische (Tanichthys albonubes) oder Macropodus ocellatus wären ebenfalls möglich. Bei den Medaka gehen schon auch Zuchtformen wie Himedaka, Yang Guifei, Miyuki, oder Teichmix etc. Medaka wollen nicht zu weiches Wasser!

    Allerdings kann ich mir bei der Überwinterung in der Gartenlaube nicht wirklich was vorstellen, kommt natürlich darauf an, welche Bedingungen dann darin herrschen.


    Den Standort für den oder die Mörtelkübel sollte man gut aussuchen (zum Beispiel halbsonnig, und dann Bereiche mit Schwimm- oder Sumpfpflanzen abschatten).


    Ich habe allerdings auch in manchen Kübeln z. B. Wasserpest drin, in manchen auch Bodengrund und schnell Wachsendes lichte ich aus. Wenn man weiß, was man macht und wie ist da vieles möglich.


    pH-Sturz sollte man natürlich vermeiden.


    Gruß


    Manu

  • Hallo, Yvonne,


    zwei Fragen hätte ich bezüglich Deines ins Auge gefaßten Fische-outdoor-Projekts aktuell an Dich?


    Wie groß genau wäre der im Vergleich zum Outdoorkübel ja kleinere Überwinterungskübel?

    (Der kleinere Kübel setzt in meinen Augen 'strategisch' das Limit für die 'draußen möglichen' Fischarten.)


    Wie tief können die winterlichen Temperaturen in der erwähnten Gartenlaube im Extremfall sinken?

    Oder anders gefragt. Hast Du die Möglichkeit, dort gegebenenfalls ein klein wenig zu heizen, sollte es dort von der Binnentemperatur her zu kritisch werden?


    Grüße

    Frank

  • Hallo Frank,


    zuerst zu deiner 2.Frage: sollte es zu kalt werden, könnte ich heizen.


    Und der Überwinterungsbottich wird nicht nur ein Wassereimer. Ich habe sogar noch ein kleines 35l-Aquarium übrig, in dem momentan Wasserflöhe leben. Das könnte ich nehmen, das wäre auch wesentlich heller als ein schwarzer Mörtelkübel, was die Lichtverhältnisse im Wasser betrifft.

    Auf jeden Fall hätten die Tiere im Winter weniger Platz als im Sommer (da denke ich so an 75-90l). Aber in der Winterruhe sind die Fische doch eh nicht so aktiv und brauchen weniger Platz, oder liege ich da falsch?

  • Ydo


    Kannst Du die Fische nicht mit nach Hause nehmen & sie im frostsicheren Keller überwintern lassen.


    So habe ich das mit unseren Goldfischen (Gartenteich) & später mit meinen verbliebenen Medakas (Balkonkübel) gemacht.


    PS. Outdoor - Haltung im Kübel kann funktionieren, muss aber nicht.


    Ich persönlich würde es nicht mehr machen. Da die Kübelhaltung bei mir auf dem Balkon z. Bsp. nicht funktioniert hat.


    Es wird zwar immer behauptet, Kübelhaltung ist komplett unproblematisch, vorallem mit Medakas, daß kann ich aber so nicht bestätigen.


    Woran es nun genau gelegen hat, weiß ich nicht - aber viele meiner Fische, haben mein Kübel - Experiment, leider mit ihrem Leben bezahlt.

  • Hallo, Yvonne,


    für ein 'total' nicht sonderlich großes Outdoorbehältnis im Bereich von 75 bis 90 Liter blieben Dir insgesamt nochmal weniger Besatzmöglichkeiten in der Breite, falls Du zur Überwinterung der Fische lediglich ein 35 Liter fassendes Aquarium wählen würdest.


    Abhängig von der Überwinterungstemperatur, die die von Dir gewählte Fischart mindestens braucht, kann der betreffende Fisch tatsächlich auch im Winter Platz und Futter benötigen. Und da käme man dann mit 35 Litern nicht weit.


    Eine Grundsatzfrage in dem Zusammenhang wäre, willst Du eine Art pflegen, die im Winter tatsächlich eine richtige Winterruhe bei konstanten Temperaturen um 8 Grad oder weniger benötigt?

    Oder willst Du eine temperaturtolerante, tropische Art oder eine subtropische Art den Sommer über draußen pflegen, die man den Winter über am besten in einem unbeheizten Zimmeraquarium unterbringt?

    Welches dieser 'zwei Grundmodelle' würdest Du eher bevorzugen?


    Grüße

    Frank

  • Ich bin klar bei Fischen mit richtiger Winterruhe, weil ich zu Hause gar keinen Platz für ein weiteres Becken habe. Und auch deshalb, weil ich im Winter nur sporadisch im Garten vorbeischaue.


    Und die Option, zu Hause im Keller zu überwintern, fällt auch aus. Ich wohne im Neubaublock, unser kleines Kellerabteil ist voll, die Gemeinschaftsräume sind auch keine Option und außerdem ist es dort auch im Winter verhältnismäßig warm. Da wäre auch Nix mit Winterruhe.


    Und danke für die bisher vielen konstruktiven Rückmeldungen - das freut mich sehr😉!

  • Hallo Wassermonster,


    PS. Outdoor - Haltung im Kübel kann funktionieren, muss aber nicht.


    Ich persönlich würde es nicht mehr machen. Da die Kübelhaltung bei mir auf dem Balkon z. Bsp. nicht funktioniert hat.


    Es wird zwar immer behauptet, Kübelhaltung ist komplett unproblematisch, vorallem mit Medakas, daß kann ich aber so nicht bestätigen.


    Woran es nun genau gelegen hat, weiß ich nicht - aber viele meiner Fische, haben mein Kübel - Experiment, leider mit ihrem Leben bezahlt.

    Das ist eine individuelle Erfahrung, die für sich stimmt, aber die man nicht generalisieren sollte. Denn das kann manchen auch mit Fischen in Aquarien auch so gehen.


    Meine Medaka sind outdoor sehr vergnügt, sie haben UV-Strahlung, gute Ernährung zusätzlich durch Algen, Detritus, Blütenstaub, können in die durchsonnten Bereich schwimmen, wenn sie sich aufwärmen wollen, oder wenn es zu heiß ist nach unten (Wasserschichtung). Sie zeigen beste Farben, sind lebhaft, und durch die nicht dauerhaft hohen Temperaturen leben sie länger als wenn man sie dauerhaft in beheizten Wohnräumen hält.


    Was sie (= Medaka, Oryzias latipes) schlecht vertragen ist zu weiches Wasser! Es wäre ein Fehler, sie darin zu halten. Auch nach ausgiebigen Regenfällen sollte man an ph-Sturz denken und dem entgegenwirken (z. B. Wasserwechsel mit kalkhaltigerem ("härterem") Wasser, insbesondere wenn die Kiemendeckel zu weit nach außen stehen und die Atemfrequenz zu hoch ist, oder man hat generell auch Dolomitsplitt oder Kalkgestein im Kübel.


    Ich habe immer auch wasserreinigende Pflanzen in den Kübeln.


    Draußen sind die auch Fressfeinden ausgesetzt, einen gewissen Schwund sollte man daher miteinbeziehen.


    Hallo Yvonne,


    auch ich meine wie auch die anderen Erfahrenen, die oben geschrieben haben, dass wenn zur Überwinterung der Fische ein 35 Liter fassendes Aquarium zur Verfügung steht, dies die Anzahl der gehalteten Fische bestimmt (das ist jetzt nicht schlimm, zumal der Stoffwechsel nach unten geht und es keine dauerhafte Haltung ist, sollte man aber bei der Anzahl der Medaka bedenken, die man saisonal draußen hält). Denn rechne dir mal aus, wie viele Monate im Jahr bei uns dann die Indoor- Saison beträgt, wenn du die Medaka dann z. B. Mitte/Ende Oktober hinein bringst und sie Ende März oder im April wieder outdoor hältst.


    Gruß


    Manu

  • Hallo, Yvonne,


    so, wie Du Dein Outdoorprojekt ausrichten möchtest (nämlich möglichst mit einer Winterruhe für die Fische), suchst und brauchst Du von der grundsätzlichen Eignung her schon Fische für den Teich. Und zwar kleinbleibende Arten.

    Keine eigentlichen Aquarienfische.

    Da ist, zumindest unter den 'Exoten', die Auswahl an geeigneten Arten jetzt aber nicht sonderlich groß.


    Hier kämen die hier im Thread von Stefan_L bereits angesprochenen Medaka 'Aichi Ken' sowie Paraphanius mento ins Spiel.

    Macropodus ocellatus wäre ebenfalls eine Option.


    Das für draußen von Dir angepeilte Behältervolumen im Bereich von 75 - 90 Litern bedeutet jetzt nicht unbedingt die Welt.

    Vielleicht könnte ich Dein Herz da zum Wohle der Fische ja für eine ein gutes Stück weit geräumigere Wanne als die aktuell angepeilte erwärmen.

    Eine, die Dir insgesamt etwas mehr Möglichkeiten 'im Layout', etwas mehr Möglichkeiten in der Gestaltung und Strukturierumg einräumen würde.

    Und auch eine im Vergleich etwas höhere Besatzdichte zuließe.


    Von der quadratischen Teichwanne von Heissner ist die Rede

    Screenshot_20260114_180547_com.android.chrome_edit_602809669828329.jpg


    Aufgrund ihres besonderen Grundschnitts sollte dieser Wannentyp meiner Einschätzung nach genug Formfestigkeit und Stabilität mitbringen, sodaß er zu zwei Dritteln bis zu drei Vierteln mit Wasser befüllt auch gut ebenerdig, also nicht notwendigerweise ins Erdreich eingegraben, aufgestellt werden kann. Ohne mit der Zeit belastungsbedingte, ernsthafte Schäden im Material aufzuweisen.


    Die Maße (BTH)

    79x79x45 cm


    Volumen

    ca. 200 l


    Leergewicht

    5 kg

    (also noch gut zu tragen; und auch gut umzupositionieren)


    Grüße 🙋

    Frank

  • Hallo, Yvonne,


    der farbenprächtigste, kleinbleibende Kaltwasserfisch, den ich so kenne (selbst aber noch nie gepflegt habe), ist die aus Fließgewässern im Südosten der USA stammende Regenbogenelritze (Notropis chrosomus).


    Screenshot_20260115_111328_com.android.chrome_edit_632847885208120.jpg

    Ein Männchen


    Einem Fisch, dem ich als Gruppe von mindestens 10 Exemplaren an aufwärts outdoor ein permanent gefiltertes und gut durchströmtes Behältnis mit einer Länge von 120 cm an aufwärts anbieten würde.


    Mit einem Sand-grober-Kies-Gemisch als Bodengrund, das dem abgesetzten Laich der Elritzen und später dann den Fischlarven aufgrund seiner Struktur einen gewissen Schutz in den ersten Tagen und Wochen bietet.


    Forianer Beilbauch pflegt diese Art in seinem Teich.

    Vielleicht fragst Du dort bei näherem Interesse einfach mal nach.


    Grüße

    Frank

  • Hallo Frank,


    ja, das ist eine phantastisch gefärbte Art.


    Allerdings wie du richtig schreibst nichts für die Sommerbehältergröße 75 bis 90 Liter und auch nichts für den Sommerbehälter quadratische Teichwanne von Heissner (79 cm).


    Und auch nichts für eine Überwinterung in 35 Litern in der Laube...


    Gruß


    Manu

  • Immerdazulerner


    (Ausschließlich!) Die Überwinterung einer kleinen Gruppe Regenbogenelritzen in der - imaginativ - in Ydos Gartenlaube aufgestellten, quadratischen Teichwanne von Heissner bei saisonalen Temperaturen von nicht mehr als 8 Grad könnte ich mir noch realistischerweise vorstellen. Da die Fische dann einen stark verlangsamten Stoffwechsel und einen reduzierten Platzbedarf haben.


    Outdoor im Sommerhalbjahr jedoch müßte Ydo bei diesem phasenweise so farbenprächtigen Fisch im Hinblick auf die einzusetzende Behältergröße deutlich geräumiger 'denken', als sie es momentan tut!


    Als kleinbleibende, winterharte Fische mit einer Winterruhe bei einem vorhandenen Volumen, konstant sommers wie winters, zwischen 75 und 90 Litern fallen mir aktuell nur der Medaka 'Aichi Ken' als Gruppe oder alternativ ein einzelnes Pärchen Macropodus ocellatus ein.


    Beide Arten sind nicht ganz so einfach zu bekommen (der 'Ocellatus' im Vergleich sogar noch eher), und erweisen sich angesichts ihrer unscheinbaren Rückenfärbung beim ausschließlichen Blick von oben im Freiland nicht gerade als 'knallige', einen sofort begeisternde Farbwunder.

    Die Natur hat sich bei der Erschaffung solcher Tarnfarben ja durchaus etwas gedacht!


    Ein nur 35 Liter fassendes Behältnis, das Ydo ins Spiel brachte, ist in aller Regel für die Pflege von Fischen gänzlich ungeeignet. Und sollte meiner Meinung nach höchstens spezialisierten Pflegern mit Erfahrung vorbehalten bleiben.


    Für ausschließlich Zwerggarnelen und/oder Schnecken dagegen sind 35 Liter Volumen okay.

  • Ydo

    Die quadratische Teichwanne von Heissner hatte ich Dir deshalb vorgeschlagen, weil sie im leeren Zustand meines Erachtens kaum Arbeit beim sicheren, rein ebenerdigen Aufstellen und anschließenden Befüllen beziehungsweise beim möglichen Umpositionieren (vom Sommer- auf den Winterstandplatz und umgekehrt) macht.


    Solltest Du Dich outdoor für eine besonders schwimmfreudige und gesellige Art entscheiden, z.B. für Regenbogenelritzen oder auch für die im Vergleich nicht ganz so kältetoleranten, die 'normalen' Kardinalfische, dann ist dieses Kübelmodell mit seinen nur knapp 80 cm Kantenlänge erst recht für die Elritzen einfach deutlich zu kurz.


    Im Hinblick auf die quadratische Wanne, auch wenn sie natürlich ein gutes Stück größer ausfällt als z.B. die bekannten, schwarzen Maurerkübel aus dem Baumarkt, will ebenfalls genau genug recherchiert und überlegt sein, welche Art in welcher Besatzstärke man sommers wie winters dort guten Wissens und Gewissens hineinsetzen, pflegen und über's Jahr bringen kann.

  • Außer Medaka 'Aichi Ken' (und anderen Wildformen) kann man sicherlich auch farbige Medaka wie Himedaka, Yang Guifei und daraus entwickelte Farbauslesen, Miyuki oder einen Teichmix in der Mörtelwanne und im Teichkübel halten (diese sind eher erhältlich als die Aichi Ken, und das Farbige und eher Obenschwimmen hat manchmal auch Vorteile), siehe:

    Bei den Medaka gehen schon auch Zuchtformen wie Himedaka, Yang Guifei, Miyuki, oder Teichmix etc. Medaka wollen nicht zu weiches Wasser!

    Gruß


    Manu