Zwergkärpflinge

  • Mittlerweile scheint es schon einen Millimeter weiter draußen zu sein. Ist wohl eine schwere Geburt 😬


    Dachte, die flutschen eher so raus. Ist das denn üblich, dass sich die Geburt bei Zwergkärpflingen so hinzieht?

    Die Schwanzflosse vom Jungfisch ist auch schon minimal von dem Männchen angeknabbert, welches immer hinter dem Weibchen schwimmt 🙄

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  • Das Junge steckt noch immer fest. Das wird vermutlich nicht normal sein und hoffentlich schafft es das Weibchen, es irgendwie doch noch loszuwerden. Leben wird es sicher nicht mehr.


    Eventuell flutscht es bei dem nächsten Versuch, ein weiteres zu gebären einfach mit raus.


    Puh ... gerade wo ich das geschrieben habe, konnte ich beobachten, wie sich das Weibchen hin und her wendete und das Jungtier endlich rausflutschte. Es lebt sogar noch. Hat allerdings einen ziemlichen Knick und wird es vermutlich auch nicht schaffen.


    Zumindest das Weibchen ist gerettet und es sind mittlerweile einige muntere Jungfische im Becken unterwegs.

  • Guten Morgen, Janosh,


    ich möchte jetzt nicht weiter Werbung dafür machen, lebende Weiße Mücke an die Kärpflinge zu verfüttern, sondern in der Sache kurz ein eventuell aufgekommenes Mißverständnis aufklären.


    Für die Zwischenlagerung einer angebrochenen Portion dieses sauberen und völlig geruchsfreien Lebendfutters brauchst Du kein Gefrierfach (das war kürzlich unser eigentliches Thema gewesen), sondern lediglich gut 5x5 cm Platz im Kühlschrank für ein kleines Gefäß mit Wasser.

    Thema 'finito'.


    Themenwechsel.

    Bei Dir hat ja gerade erst der allererste Wurfzyklus bei den Kärpflingen begonnen.

    Im Laufe der Zeit werden erfahrungsgemäß so viele Jungfische die kritische Anfangsphase erfolgreich überstehen und sich als kleiner Organismus stabilisieren, sodaß Du gerade bei dem nur begrenzt vorhandenen Platz unter Umständen dann gar nicht mehr weißt, wohin denn mit all dem Kindersegen.


    Ich würde da ganz einfach auf die Vermehrungszuverlässigkeit dieser ja nicht komplizierten Art, und auf den Faktor Zeit vertrauen.

    Das wird schon, da bei Dir nach meinem Kenntnisstand die Pflege-Eckdaten ja hinreichend stimmen!


    Grüße

    Frank

  • Mit der Schwimmblasenfüllung an der Oberfläche ist das wohl doch kein Problem. Ich hatte dazu ja etwas geschrieben. Jetzt habe ich von Versuchen gelesen, dass auch ohne Erreichen der Oberfläche die Schwimmblase gefüllt wird. Diese Experimente waren ganz interessant. Darum muss man sich also keine Sorgen machen.

    Hoffentlich greifen sich deine Garnelen nicht die Neugeborenen, wenn sie noch nicht richtig unterwegs sind. Auf dem Bild oben kann man so etwas vermuten. Oder war der Jungfisch schon gestorben, als die Garnelen zugriff?

  • Das Problem ist das Fehlen eines vertrauenswürdigen sowie gepflegten, in der Nähe befindlichen, Zoofachgeschäfts.


    Ich hatte ja bereits mal erwähnt, dass der nächstgelegene Zooladen 25 km entfernt ist und von mir lediglich mit dem Zug zu erreichen. Diesen suche ich allerdings nur im Notfall auf und als ich dort das letzte Mal nach Lebendfutter schaute, lagen dort nur 2 Tütchen mit nicht mehr als solche zu erkennenden Daphinen auf dem Thresen. Das hatte ich auch schon mal erwähnt.


    Ich lasse die Kärpflinge jetzt einfach mal machen. Die Voraussetzungen sollten mittlerweile doch gegeben sein, die eine Vermehrung begünstigen. Und ich habe ja noch 2 Becken, in die sie ziehen könnten.

  • Mit der Schwimmblasenfüllung an der Oberfläche ist das wohl doch kein Problem. Ich hatte dazu ja etwas geschrieben. Jetzt habe ich von Versuchen gelesen, dass auch ohne Erreichen der Oberfläche die Schwimmblase gefüllt wird. Diese Experimente waren ganz interessant. Darum muss man sich also keine Sorgen machen.

    Hoffentlich greifen sich deine Garnelen nicht die Neugeborenen, wenn sie noch nicht richtig unterwegs sind. Auf dem Bild oben kann man so etwas vermuten. Oder war der Jungfisch schon gestorben, als die Garnelen zugriff?

    Beruhigend zu wissen!


    Ob der Kleine bereits gestorben war, kann ich nicht sagen. Da ihn sich die Garnele am Filtereinlass einverleibte, vermute ich, dass er von ihm eventuell angesaugt wurde und er zu schwach war, sich davon zu befreien.


    Besonders stark ist der Sog allerdings nicht.

  • Weil du Daphnien erwähnst - die sind auch nicht schwer zu züchten. Zumal, wenn du sie im Sommer "outdoor" halten kannst. Du brauchst lediglich einmal einen Ansatz mit lebenden Wasserflöhen. Da diese nicht so transportstabil sind, ist das fast noch der schwierigste Part. Ich habe meine aus den Überlebenden zweier Lebendfuttertütchen gezogen.

    Behälter um die 10 l (bei mir ein Haushaltseimer, transparent, damit mehr Licht einfällt und Algen wachsen). Etwas Herbstlaub rein. Da sich im Zimmer nicht so viele Algen durch Lichteinfall bilden, habe ich a) eine billige 10W Pflanzenlampe über dem Eimer und b) füttere ich mit Algenpulver zu. Alle paar Wochen sauge ich den Mulm unten im Eimer ab und wechsle 50% Wasser. Das ergibt eine stabile Wasserflohpopulation, von der ich wöchentlich kleine Portionen verfüttern kann.

    Wichtig: Es geht mit Leitungswasser, aber das Wasser muss abgestanden/mit der Temperatur angeglichen sein. Daphnien sterben sehr schnell an Gasblasen(krankheit). Und ich habe es noch nie geschafft, sie in Becken mit noch so geringer Filterung der Strömung zu etablieren.

    Draußen, mit Sonnenlicht, geht es noch leichter, da wachsen mehr Algen ("Grünes Wasser"). Es kann höchstens passieren, dass das Ganze kippt, weil es zu warm wird.


    Eimer steht neben dem Aquarium. Die Posthornschnecken habe ich inzwischen rausgesammelt, ich hatte das Gefühl, sie sind zu große Futterkonkurrenz. Blasenschnecken sind weiter dabei.

    daphnieneimer01.jpg

  • Mit solch einer Wasserflohzucht hatte ich auch schon geliebäugelt.


    Im Sommer gäbe es sie auch bequem aus der Regentonne. Da hatte ich allerdings schon mal meine Bedenken geäußert, was das Einschleppen von etwaigen Keimen, Schadstoffen usw. anbelangt.


    Da Daphinen wohl auch hauptsächlich aus Ballaststoffen bestehen und wenigen Proteinen, soll man sie, meines Wissens, nur gelegentlich verfüttern.

  • Das ist aber auch ein Vorteil, mit den Ballaststoffen. Das meiste Futter, auch Lebendfutter, ist recht gehaltvoll. Da sind die Daphnien sozusagen Diätkost. Und, sie "putzen" den Verdauungstrakt, sind ein Trick, Verstopfungen bei Fischen zu beseitigen.

    Wenn du Flöhe von draußen nimmst, kannst du sie ja kurz abspülen und Sichtkontrolle machen, bevor du sie ins Becken gibst.

  • Das ist aber auch ein Vorteil, mit den Ballaststoffen. Das meiste Futter, auch Lebendfutter, ist recht gehaltvoll. Da sind die Daphnien sozusagen Diätkost. Und, sie "putzen" den Verdauungstrakt, sind ein Trick, Verstopfungen bei Fischen zu beseitigen.

    Wenn du Flöhe von draußen nimmst, kannst du sie ja kurz abspülen und Sichtkontrolle machen, bevor du sie ins Becken gibst.

    Das ist mir auch bekannt 🙂


    Bin dennoch skeptisch, ob die Schadstoffe, welche durch den Regen aus der Luft aufgenommen werden, sich nicht in den Daphinen ansammeln.


    Dazu kommt all das, was sich auf dem Dach ansammelt, welches zudem aus gutem alten Asbest besteht, ebenso in der Tonne gespült wird.


    Aus diesen Gründen soll man Regenwasser wohl auch nicht unbedingt als Aquarienwasser verwenden.

  • Wenn "dauerhaft" schwimmendes (Jung)fischfutter benötigt wird, bieten sich gemahlene/zerriebene FD-Futtertiere(r.ML, Tubifex, Artemia, Krill, Cyclops), und SD-Futter(Gammarus, Wasserflöhe), an. Lässt sich auch bestens boostern.

    Ich habe noch solch eine Dose mit getrockneten roten Mückenlarven, Daphinen, Tubifex und Krill.


    Bisher allerdings noch nie verfüttert, weil ich es für ungeeignet und zu trocken hielt.


    Das kann ich ja mal im Mörser zerreiben und gucken, was die Fische davon halten.


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  • Wenn bei meinen Junge erscheinen sollten, dann kommen gefrostete Rädertierchen, Krillmehl und Mikrowürmer zum Einsatz. Die werden auch von den anderen Fischen gern gefressen. Da sie auch etwas Grünfutter benötigen, wird gelegendlich etwas Spirula auf die Oberfläche gestreut.


    Sechs meiner Zwerge leben jetzt zusammen mit entlichen Guppys einer sehr kleinwüchsigen Art. Deren Junge sind nach dem Schlupf auch nicht größer als von den Zwergen. Die kommen sogar ohne zusätzliches Jungfischfutter immer durch.

  • Ob der Kleine bereits gestorben war, kann ich nicht sagen. Da ihn sich die Garnele am Filtereinlass einverleibte, vermute ich, dass er von ihm eventuell angesaugt wurde und er zu schwach war, sich davon zu befreien.

    Verstehe. Musst du überhaupt eine Filter im Becken haben? Ich setze keinen ein. Regelmäßiger Teilwasserwechsel tut es auch. Filter habe ich nur in zwei größeren Becken mir starkem Besatz.

  • Das von mir verwendete Staubfutter hat auch einen gewissen Spirulina-Anteil.


    Weiß ich nicht, ob ich einen benötige.


    Kann sein, dass meine Becken auch ohne gut laufen würden. Schaden wird er wohl eher nicht, außer, das eventuell Nährstoffe von den Filterbakterien aufgebraucht werden, über die sich die Pflanzen freuen würden und ich somit weniger düngen müsste. Aber das bis ins kleinste Detail durchzugehen und nachzumessen, wäre jetzt sicher wieder auch zu viel.


    Vorteil des Filters ist es auch, das er für eine gewisse Wasserbewegung im Becken sorgt.


    Dass manche eine Trennung von Filter und Strömungsumpe befürworten oder ihre Becken gänzlich techniklos betreiben, ist mir bewusst.


    Die ganzen Fürs und Widers mag ich jetzt aber nicht durchgehen, sind mir aber größtenteils bekannt.

  • ... lebenden Wasserflöhen. Da diese nicht so transportstabil sind, ist das fast noch der schwierigste Part.

    Selbstgekescherte Wasserflöhe transportiere ich im kältestmöglichen, 'lebenden' Wasser (kein Leitungswasser), das sich in jenem Moment finden läßt.


    Dann wird ein kaltes, oder gegebenenfalls angefeuchtetes Handtuch mit schützender Plastiktüte, mehrfach um das Transportglas geschlagen.

    Ab in den Rucksack damit. Der isoliert dann noch zusätzlich etwas.

    Und auf dem direktesten Weg mit dem Fang nach Hause!


    Nicht verfütterte Daphnien kommen dort in eine dafür bestimmte, kleine Plastikbox mit teils Originalwasser, teils kaltem Leitungswasser.

    Eine Lage sich zersetzenden Laubs aus dem Aquarium und auch noch einige Salvinia dazu.

    Und ab in den Kühlschrank damit. (Mir ist bekannt, 'so etwas' ist wirklich nicht jedermanns oder -fraus Sache. Was ich auch durchaus verstehen kann.)


    Die Kühle und das Laub verzögern den unausweichlichen Sterbeprozeß der nur sehr eingeschränkt 'lagerungsfähigen' (lebenden) Daphnien schon deutlich.


    Allein die Panzerwelse - vermutlich mit einer gewissen Verzögerung ebenso die Amanogarnelen - machen sich auch über frisch abgestorbene Wasserflöhe mit Eifer her.

    Lebende bzw. frisch abgestorbene mögen die Welse ganz klar lieber als das identische 'Produkt' in tiefgefroren.