Zwergkärpflinge

  • Um 'chronisch' verfolgten Kärpflingen auf dem engen, gegebenen Raum nötige Rückzugsmöglichkeiten anzubieten.

    Bei Zwergkärpflingen gibt es kein "Chronisch"-Verfolgt-Problem.
    Männchen bilden Reviere und die Weibchen sind viel zu groß, um von Männchen sich gestresst fühlen zu können.
    Allerdings nichts desto trotz ist es richtig, dass Zwergkärpflinge sich lieber im Verkrauteten aufhalten und rumkriechen.
    Bzgl. Futter ist es wichtig ihnen nicht zu selten Lebend- oder Frostfutteer zu geben, sonst kümmern sie. Reichlich Lebendfutter fördert die Vermehrung auch noch.

  • Zwergkärpflinge fressen ihre Jungen nicht., abgesehen davon, dass das Maul eines Männchens viel zu klein dafür ist.

    Ich hab auf meiner Seite auch was über Zwergkärpflinge geblubbert, falls Interesse besteht:
    Heterandria formosa

    Dachte ich mir auch, was die Männchen anbelangt. Besonders, wenn man sie bei den doch sehr ungeschickt wirkenden Jagdversuchen auf Babygarnelen beobachtet.


    Bei den doch verhältnismäßig recht viel größeren Weibchen habe ich schon eher meine Sorgen. Aber auch bei ihnen konnte ich noch keine erfolgreiche Garnelenjagd beobachten.


    Vielen Dank für den Link! Immer wieder interessant, was neues über Zwergkärpflinge zu lesen 🙂

  • Bei Zwergkärpflingen gibt es kein "Chronisch"-Verfolgt-Problem.
    Männchen bilden Reviere und die Weibchen sind viel zu groß, um von Männchen sich gestresst fühlen zu können.
    Allerdings nichts desto trotz ist es richtig, dass Zwergkärpflinge sich lieber im Verkrauteten aufhalten und rumkriechen.
    Bzgl. Futter ist es wichtig ihnen nicht zu selten Lebend- oder Frostfutteer zu geben, sonst kümmern sie. Reichlich Lebendfutter fördert die Vermehrung auch noch.

    Einige krautige Bereiche gibt es ja bereits und ich kann hin und wieder beobachten, wie sie tief im Nixkraut umherschleichen.


    Bei mir gibt's allerdings nur einmal pro Woche Artemia-Nauplien an 2 aufeinanderfolgenden Tagen.


    Ansonsten im Wechsel unterschiedliches feines Granulatfutter sowie Staubfutter.

  • Endlich habe ich meine Exemplare auch. Aus einer Aquariumvermehrung beschafft. Sehen sehr gesund aus. Kleinanzeigen hat's möglich gemacht. Heute sind sie eingezogen.

    Sie sind erst halbwüchsig. Ehe da Nachwuchs kommt, wird es noch eine Weile dauern. 6 Weibchen werden aber ausreichen, um wieder eine größere Gruppe aufzubauen. Auf zwei Becken verteilt ist eigentlich auch die Sicherheit gegeben, dass es keinen Totalverlust gibt. Mit Pannen muss man ja immer rechnen.

    Ich werde mich melden, wenn es etwas Neues gibt.

  • Sehr gut! Bin gespannt!


    Ich glaube, ich wollte ja meine Zwergkärpflinge von der gleichen Züchterin holen. Da daraus aus unerklärlichen Gründen nichts mehr wurde, musste ich mir 6 Tiere für je 7 € + Expressversand in einem Onlineshop bestellen. Daher wäre es schon schön, wenn sie sich vermehren und ich sie auch auf mehrere Becken verteilen kann.


    Bisher habe ich allerdings keinen Jungfisch mehr gesehen. Ich hoffe sie verstecken sich nur zu gut und die vielen Garnelen lassen ihnen ausreichend Futter übrig.


    Die Weibchen scheinen allerdings auch kleine Reviere zu bilden. Das dominante Weibchen hat seins unter dem Nixkrautpolster und vertreibt dort die beiden anderen Weibchen. Die Männchen werden weitaus weniger von ihr vertrieben.


    Leider lassen sich hier keine Videos hochladen. Daher nur ein Pausenbild.


    Screenshot_20260210_203747_Gallery.jpg

  • ... Bisher habe ich allerdings keinen Jungfisch mehr gesehen.

    Sollten sich bei Dir wider Erwarten in den kommenden Monaten keine Jungfische zeigen, geistert mir da gerade eine leicht abenteuerliche Idee durch den Kopf.

    Ich kenne die räumlichen Gegebenheiten bei Dir im engsten Wohnumfeld jedoch überhaupt nicht.


    Muß inhaltlich jetzt erstmal kurz ausholen...


    Du schriebst weiter oben, Du hättest 'keinen Platz' für ein von Anubias vorgeschlagenes, zusätzliches, kleines Aufzuchtbecken.

    Auch 'kein Moos' als nötige Grundbepflanzung für ein solches Becken.

    Zudem wolltest Du nach der in der Tat teuer gewesenen Anschaffung Deiner Zwergkärpfling-Gruppe eigentlich auch 'kein weiteres Geld mehr (in die Sache) investieren'.


    Apropos 'kein Platz' (- in der Wohnung).

    Hast Du vielleicht einen Balkon oder eine Terrasse - nicht zu sonne-exponiert -, wo man klimatisch ab dem Mai ein zusätzliches, kleines Becken aufstellen, und darin zeitweise eines der Weibchen zum Gebären (ohne weitere Mitbewohner, außer Schnecken vielleicht) separieren könnte?


    Apropos 'kein Moos'.

    Hier wäre es für mich persönlich am naheliegendsten, in Deinen vorhandenen Becken die vorhandenen Pflanzen NUR bis zum späten Frühling oder frühen Sommer einfach unkontrolliert vor sich hin wachsen zu lassen, ohne auch nur einmal auszulichten.

    Sodaß Du den dann entstandenen Überschuß an Grünzeugs kostenlos für das Aufzuchtbecken draußen verwenden könntest.


    Apropos 'kein weiteres Geld mehr investieren'.

    Ein weiteres, kleines Becken mit passender Aquarienunterlage und etwas Sand oder Kies als Bodengrund kostet nicht die Welt.

    Ich würde es grundsätzlich ohne jede Technik betreiben.


    Fehlt dann noch ein stabiles, wetterbeständiges Tischchen/Schränkchen/kleines Regal, worauf man es stellen könnte.


    Bevor - was ich aber ehrlich gesagt nicht glaube - tatsächlich die Gefahr besteht, daß Deine Zwergkärpflinge ohne Nachwuchs 'aussterben' könnten, würde ich in einer solchen Situation mir jede irgendwie mögliche Option, den Bestand vielleicht doch langfristig zu erhalten oder sogar zu vergrößern, in Ruhe, und bei aller Verrücktheit mit Klarheit durch den Kopf gehen lassen.


    Nachtrag

    Sind bei Dir draußen eigentlich permanent irgendwelche Tierchen unterwegs, die vielleicht zu massiv Interesse an einem solchen Becken mitsamt dem Inhalt haben könnten?

    Sodaß man da besser gleich von Beginn an irgendwelche wirkungsvollen Vorsorgemaßnahmen treffen müßte?


    Grüße

    Frank

  • Vielen Dank für deine Unterstützung!


    Leider ist Platz ein wirkliches Problem bei mir. In meiner winzigen knapp 45 m2 Wohnung war es bereits eine Herausforderung, Platz für die jetzigen 3 Aquarien zu finden, da ich neben meinen Aquarien auch noch sehr viele Pflanzen habe.


    Einen Balkon habe ich leider nicht.


    Einen Garten gebe es. Aber auch dort sehe ich auf Anhieb erstmal keine ideale Möglichkeit, um ein Aquarium aufzustellen.


    Zudem bedeutet auch jedes weitere Becken zusätzlichen Pflegeaufwand und Abhängigkeiten.


    Ich habe neben der Aquaristik noch weitere Hobbys, wie das Fotografieren und meine ca. 40 Bonsais.


    Das jetzige Zwergkärpflingsbecken mag ich nicht gänzlich verkrauten lassen, weil ich das Gefühl habe, dass die Zwergpanzerwelse schon eher freie Plätze bevorzugen und auch noch irgendwie Luft holen müssen.

  • Heute Abend konnte ich 2 Jungfische beobachten 😊

    Da sie sich nah an der Wasseroberfläche aufhalten und ich seit einigen Tagen 3-4 Mal ein wenig Staubfutter verfüttere, sollten sie wohl etwas davon abbekommen, wenn ihnen denn nach Fressen ist. Durch die vielen Garnelen, Schnecken und Zwergpanzerwelse im Becken, wird das nicht gefressene Futter auch nicht verkommen.

    Sie wirken so, als wären sie vermutlich erst heute oder gestern geboren und werden hoffentlich wachsen und gedeihen.

    14.02.2026_2.jpg  14.02.2026.jpg

  • Heute Abend konnte ich 2 Jungfische beobachten 😊

    Coool, das sind ja überaus erfreuliche Neuigkeiten! 😊 👍


    Sollten das unter Umständen die 'Pioniere' in Deiner Vermehrung von Zwergkärpflingen sein?...


    Vielleicht könntest Du, zumindest jetzt in 'ihrer' Anfangszeit, zwar nicht jede Woche, aber jede zweite, für sie einen Extra-Ansatz Artemianauplien starten.

    Auch von den gehaltvollen Nauplien dürften sie sich etwas holen.

  • Hast Du vielleicht die Möglichkeit, frische, lebende Weiße Mückenlarven in Tütchen zu kaufen?


    Eine vergleichsweise winzige Portion davon mit der Breitseite einer flexiblen Messerklinge sehr fein zerkleinert, würde gewiß auch vom Kärpflingnachwuchs nicht unbeachtet gelassen.

    Zumal Weiße Mückenlarven - ganz gleich, in welchem 'Zustand' - die Angewohnheit haben, oberflächennah bzw. relativ oberflächennah zu bleiben.

    Dadurch sind solche Futter'reste' für die oben umherschwimmenden Kleinen ziemlich einfach zu erreichen.


    Zerkleinerte, ehemals lebende Weiße Mückenlarven haben zwar nicht mehr den ursprünglichen Nährwert. Nichtsdestotrotz wird dieses Futter den Kleinen Power geben!


    Nicht verfütterte, lebende Larven halten sich in einem kleinen Behältnis mit Leitungswasser problemlos über die eine und andere Woche hinweg frisch im Kühlschrank. (Das 'Hälterungswasser' ungefähr alle 2 Tage austauschen.)


    Auch frisch abgestorbene Larven habe ich, zuvor gut durchgespült, stets verfüttert.


    Zwergkärpflingweibchen verputzen lebende Weiße Mückenlarven in Originalgröße, ohne dabei mit der Wimper zu zucken.

    Die deutlich kleineren Männchen haben damit so ihre lieben Probleme. (Doch auch sie schafften es bei mir damals schließlich.)

  • Das werden auf jeden Fall bald mehr sein. Scheinbar hat nun eine Wurfperiode begonnen. Im altengerichteten Becken finden die Winzlinge immer etwas zum Fressen für die ersten Lebenstage.


    Ich habe bei meinen Exemplaren jetzt getestet, ob sie das von mir gebotene Futter auch fressen. Bin zu frieden. Das ist also abgesichert. Nun sollen sie mal richtig erwachsen werden. Der erste große Wasserwechsel ist auch überstanden.

  • Das werden auf jeden Fall bald mehr sein. Scheinbar hat nun eine Wurfperiode begonnen. Im altengerichteten Becken finden die Winzlinge immer etwas zum Fressen für die ersten Lebenstage.


    Ich habe bei meinen Exemplaren jetzt getestet, ob sie das von mir gebotene Futter auch fressen. Bin zu frieden. Das ist also abgesichert. Nun sollen sie mal richtig erwachsen werden. Der erste große Wasserwechsel ist auch überstanden.

    Die letzte Nacht hielten sie sich um die Filter-Glaswaren auf und bevorzugt in der Wasserkante, welche sich wegen der Oberflächenspannung an der Scheibe bildet. Darin können sie nahezu komplett verschwinden. Einer befindet sich immer noch in diesem Bereich. Wirkt aber sehr munter und kann auch recht flink werden.

    Ein anderer war kurz im unteren Drittel des Beckens zu beobachten. Er stand ruhig in der Deckung und direkt neben ihm ein, für seine Verhältnisse, riesiges Weibchen, welches ihn aber komplett zu ignorieren schien.

    Ob sie trotz der schätzungsweise ca. 150 kleinen bis großen Neocaridina genug Aufwuchs finden, empfinde ich als fraglich 🤔

    Vorhin konnte ich einen Jungfisch beobachten, der anscheinend gerade versuchte, mit aller Kraft seine Schwimmblase mit Luft zu füllen. Er schien allerdings an der Oberflächenspannung zu scheitern und sank wieder Richtung Boden. Habe dann lieber noch mal etwas Kahmhaut entfernt, um einen erneuten Versuch leichter zu machen.

    Ich weiß ja nicht, für wie viele Versuche, bei solchen Winzlingen, die Kraft reicht?


    15.02.2026_2.jpg