1.000 Liter kleiner Gartenteich

  • Mir fallen noch Kaudi und Endler Guppys ein.

    Oder etwas nicht alltägliches: Drachenfische (Zacco platypus) werden aber bis ca. 20 cm groß und sind auch winterhart. Wassertemperatur ca. 4-26 °C.


    Oder Scheibenbarsche, Diamantbarsche.


    Oder, Du machst einen Wasserschildkröten-Teich. Schmuckschildkröten wären gut geeignet (werden aber recht groß), Chinesische Dreikielschildkröten sind auch recht hübsch und bleiben deutlich kleiner. Moschusschildkröten würdest Du im / am Teich leider kaum zu Gesicht bekommen.


    Du hast die schwierige Qual der Wahl, was Du aus deinem Teich machst. Mit einem 1.000 Liter Teich hat man schon ein paar Möglichkeiten.


    Viele Grüße Andy

  • Fortsetzung

    Liste der outdoortauglichen Arten


    * Honiggurami

    (Trichogaster chuna)


    * Rautenflecksalmler

    (Hemigrammus caudovittatus)


    Wie Andy im vorherigen Beitrag bereits schrieb, Du hast im Grunde eine unglaublich reiche Auswahl für Deinen Teich, Maik.

    Man kann als Außenstehender da 'nur kleine' ^^ Anregungen geben...


    Gutes Gelingen!

    Frank

  • Vielen Dank für die viele Mühe die Ihr Euch gemacht habt! mal sehen was es letztendlich wird.

    Und ja, die Qual der Wahl ist in jedem Fall gegeben.

    Freundliche Grüße von der Küste und von Maik

    dem Freund der Zwergbuntbarsche, Bärblinge, kleinen Salmler und Kärpflinge


    Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen, aber selten etwas besseres.
    Gotthold Ephraim Lessing


    Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

    Matthäus 5,9

  • Vielen Dank für die viele Mühe die Ihr Euch gemacht habt!

    Du planst und betreibst Deine mir bekannten Projekte immer mit großer Sorgfalt und einer beeindruckenden, nachhaltigen Überzeugtheit, Maik.


    Da kann man als um Tipps und Anregungen Gebetener Dir dann ja schlecht mit irgendwelchem halbgaren, völlig substanzlosen 'Zeugs' kommen, oder? ;)

    (Ich denke, ich spreche da schon auch ein wenig im Sinne der anderen, aktiv postenden Foris hier im Thread)

  • Du planst und betreibst Deine mir bekannten Projekte immer mit großer Sorgfalt und einer beeindruckenden, nachhaltigen Überzeugtheit, Maik.


    Da kann man als um Tipps und Anregungen Gebetener Dir dann ja schlecht mit irgendwelchem halbgaren, völlig substanzlosen 'Zeugs' kommen, oder? ;)

    (Ich denke, ich spreche da schon auch ein wenig im Sinne der anderen, aktiv postenden Foris hier im Thread)

    Smiley danke deumb.jpg

    Freundliche Grüße von der Küste und von Maik

    dem Freund der Zwergbuntbarsche, Bärblinge, kleinen Salmler und Kärpflinge


    Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen, aber selten etwas besseres.
    Gotthold Ephraim Lessing


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    Matthäus 5,9

  • Als zeigefreudig - also was für's Auge des menschlichen Betrachters - präsentierten sich aus der Summe der outdoor gepflegten Arten bei mir (nur) Platys, Reisfische und Makropoden (M. opercularis und M. ocellatus).


    Ein einzelner, im Gesellschaftsbecken aufgekommener, junger Schwarzer Makropode (M. spechti) wurde in seinem Sommerquartier auf dem Balkon anläßlich eines heftigen Regengusses zu übermütig.

    Ich fand ihn tot, vertrocknet, auf den Steinfliesen.

  • Mich verleitete einmal die beim Neonsalmler (Paracheirodon innesi) in aller Regel empfohlene, im Schnitt 'ein wenig tiefere' Hälterungstemperatur (20 - 24 Grad) dazu, etwa ein halbes Dutzend dieser Salmler im Hochsommer nach draußen zu setzen.

    Doch bereits der direkt folgende September war zu hart für sie.

    Ich verlor alle Exemplare.

    Das war mir eine Lehre.

  • Ich möchte lieber noch einmal darauf hinweisen, daß bei der Auswahl geeigneter Arten für einen Gartenteich in aller Regel nicht nur deren Temperaturhärte und allgemeine Robustheit, nicht nur deren passende Endgröße (nicht zu groß/nicht zu winzig), und gegebenenfalls auch der Grad ihrer sozialen Verträglichkeit zu beachten ist, sondern eben auch deren optische Sichtbarkeit und 'charakterliche' Zeigefreude.


    Ich erinnere mich noch daran, Maik, daß Du Dich früher für einen Deiner Terrassenkübel einmal bewußt für eine besonders plakativ gefärbte Medaka-Farbform entschiedst, diese dann darin aufgrund ihrer Scheuheit aber nie oder nur recht selten zu Gesicht bekamst.

    (Sofern ich mich da jetzt korrekt erinnere.)


    Bei mir als Pfleger würde so etwas Frust verursachen.

    Eine Ausnahme hiervon würde ich hier und heute vielleicht einzig noch bei Panzerwelsen machen.

  • Viele Arten kann man im Sommer im Gartenteich halten. Hat schon mal jemand versucht, die kleinen Tierchen im Herbst wieder rauszufangen? Ich hab`s bei meinen Medakas versucht und hab keinen einzigen gefunden. Hoffe, dass sie überleben, aber Salmler, Fadenfische, Lebendgebärende und andere Aquarienfische haben da wohl schlechte Karten, wenn man den Teich nicht komplett leermachen will. Ich hatte schon mal Malawis im Juni reingesetzt, kurz darauf kam die Schafskälte, die sie nicht überlebt haben.

    Ein Restrisiko ist es auf jeden Fall.

    Schönes Wochenende wünscht Siegfried

  • Wenn ich mir Siegfrieds vorherigen Beitrag aufmerksam durchlese (er ist anders als ich ein echter TeichPRAKTIKER), dann spräche auch bei Maik/DEUMB eigentlich alles dafür, sich für eine ganzjährig draußen zu pflegende Art zu entscheiden.

    Dann wäre alles, was ich an Arten vorgeschlagen habe, hiermit 'Schnee von gestern'! Praxisirrelevant.


    Sei's drum. Entscheidend ist, daß für Maik auf Sicht die beste Lösung gefunden wird!


    ... ODER, Maik stellt in jedem Herbst auf's Neue den kompletten Teich auf den Kopf, um für die Überwinterung an die eingesetzten Fische heranzukommen.

    Bloß, ÜBER WIEVIELE HERBSTE HINWEG WILL MAN EINE SOLCHE PROZEDUR UND TORTUR DENN ÜBERHAUPT DURCHHALTEN???

  • Jetzt fällt's mir wieder ein.


    Als ich ein Pärchen Zwergfadenfische einmal bis in den Oktober hinein draußen in einer Maurerwanne pflegte, mußte ich beim Versuch, sie herauszukriegen, sogar in der dicken, kalten Modderschicht unten auf dem Boden herumtasten und leicht graben, um die Fische letztendlich finden und entnehmen zu können.


    Das war selbst bei diesem vergleichsweise kleinen Behältnis schon einiger Aufwand!

    Wieviel mehr ist es das dann bei einem Teich!!!


    Ich 'zog' die Zwergfadenfische, man glaubt es fast nicht, bestens genährt und in 'gedeckten', satten Farben aus dem kalten Schmodder.

  • Ich sehe da kein wirkliches Problem. Der Teich hat nur 1.000 Liter. Ich werde, wie zuvor bei meinen Kübeln, einfach das Wasser abpumpen und in der verbleibenden Pfütze die Fische herausnehmen. Natürlich ist dabei nicht ausgeschlossen, dass ein Tier irgendwie durchrutscht. Bei großen Teichen von zig 1.000 Litern geht das natürlich nicht. Aber das ist ein 1.000 Liter-Teich und kein Pool.

    Freundliche Grüße von der Küste und von Maik

    dem Freund der Zwergbuntbarsche, Bärblinge, kleinen Salmler und Kärpflinge


    Die Menschen sind nicht immer, was sie scheinen, aber selten etwas besseres.
    Gotthold Ephraim Lessing


    Selig, die Frieden stiften, denn sie werden Söhne Gottes genannt werden.

    Matthäus 5,9

  • Ich sehe da kein wirkliches Problem. Der Teich hat nur 1.000 Liter. Ich werde, wie zuvor bei meinen Kübeln, einfach das Wasser abpumpen und in der verbleibenden Pfütze die Fische herausnehmen. Natürlich ist dabei nicht ausgeschlossen, dass ein Tier irgendwie durchrutscht. Bei großen Teichen von zig 1.000 Litern geht das natürlich nicht. Aber das ist ein 1.000 Liter-Teich und kein Pool.

    Als interessierter Mitleser freut es mich, zu erfahren, Maik, daß Dein neuer Gartenteich Dich beim obligatorischen Abfischen im Herbst doch nicht, wie vorhin befürchtet, vor eine zeit- und nervenraubende Herkulesaufgabe stellen wird. :thumbup:

  • Auch im Teich wird sich den Sommer über unten auf dem Boden eine nicht unbeachtliche Schlamm-Mulm-Schicht bilden.

    Dort hinein ziehen sich die (verbliebenen) Fische zurück, wenn die Wassersäule oben drüber durch das Abpumpen zu niedrig wird bzw. andere Versteckmöglichkeiten dadurch trockenfallen.


    Abhängig von der Dicke und Fläche dieser Bodenschicht sowie der Größe/Kleinheit der noch zu fangenden Fische könnte das Abfischen dann durchaus 'tricky' werden.


    Jetzt aber genug Probleme gewälzt!

    Punkt.


    Tschüß

    Frank

  • Hallo


    Ich bin etwas überrascht, dass die ganzen Salmler auf der Liste auftauchen. Das sind doch alles tropische Fische, die mit weniger als 15°C nur schlecht zurechtkommen werden. Sonnenbad Was hast Du für Temperaturkriterien angesetzt? Sehen wird man sie von oben ebenfalls nicht.


    Aus meiner praktischen Erfahrung müssen Fische für die Teichhaltung sowohl sehr hohe (Sommer + Sonne) als auch eher tiefe Temperaturen (mind. 10°C besser kurzzeitig noch weniger) abkönnen, sonst ist die Zeit draussen sehr kurz und man muss immer vor dem nächsten Kälteeinbruch zittern.

  • Hallo


    Ich bin etwas überrascht, dass die ganzen Salmler auf der Liste auftauchen. Das sind doch alles tropische Fische, die mit weniger als 15°C nur schlecht zurechtkommen werden. Sonnenbad Was hast Du für Temperaturkriterien angesetzt?

    Hallo, hobby,


    zu Pristella maxillaris hatte ich in der Hinsicht ja bereits etwas geschrieben.


    Alle übrigen, von mir vorgeschlagenen Salmler stammen aus der (klimatisch gewiß nicht homogenen) 'Mega'-Region Südbrasilien, teils Bolivien, Paraguay und Nordargentinien.

    Also einer Zone, wo in signifikantem, jedoch nicht klar umgrenztem Maße bereits von angedeuteten oder sogar ausgeprägten Jahreszeiten mit entsprechenden breiteren Temperaturschwankungen auszugehen sein dürfte.


    Der Großteil dieser Fische ist außerdem schon lange und ununterbrochen in der Aquaristik präsent. Hat also als jeweilige Art auch die Zeiten mitgemacht und überstanden, als es noch keine zuverlässig arbeitenden Regelheizer gab.


    Der Rote von Rio und der Blutsalmler wurden explizit in einem kleinen Nachschlagewerk für die sommerliche Teichhaltung empfohlen.

    An den Titel jenes Werkes erinnere ich mich jetzt nach Jahren aber nicht mehr.


    Ja, und ein Stück weit ist es auch eine gewisse Erfahrung und ein bißchen Fingerspitzengefühl, welcher Fisch 'für outdoor' geeignet sein könnte. Und welcher nicht.


    Mir ist natürlich bewußt, daß ich mich mit der letzten Aussage angreifbar mache, weil ihr eine gewisse Leichtfertigkeit innezuwohnen scheint.

    Doch ich möchte im Rahmen des Hobbys Aquaristik zu bedenken geben, daß nie ein tropischer Fisch jemals die gemäßigten Breiten erreicht hätte, wenn nicht immer wieder auf's Neue jemand den lange Zeit beschwerlichen Transport dieses 'nassen, faszinierenden Gutes' auf sich genommen und riskiert hätte.

    Das war echte Pionierarbeit!


    Genauso empfinde ich als selbst verstandener Durchschnittsaquarianer es als ein noch weitgehend brachliegendes, weites Feld, zumindest bestimmte, 'identifizierte' Fische hochinteressiert auf ihre Outdooreignung hin 'zu testen'. Lernbereit und offen.


    Mein größter Verlust outdoor 'auf einmal' war das bereits erwähnte Versterben von etwa einem halben Dutzend Neonsalmlern.

    Darüber hinaus verlor ich über all die Jahre recht selten vereinzelte Pfleglinge.


    Grüße

    Frank