Planarien, jetzt hat es mich bzw meine Aquarien auch erwischt

  • Zuerst aufgefallen sind mir die Planarien ja tatsächlich im Aufzuchtbecken mit den Erbsenkugelfischen. Und da sind sie weder an die Eier, noch die Larven der Fische gegangen (behandelt habe ich trotzdem).

    Wo es allerdings deutliche Einbußen gab, war im Becken mit den Red Bee Garnelen. Da habe ich auf einmal kaum mehr Nachwuchs gesehen.


    Vorgestern habe ich den Außenfilter vom großen Becken gereinigt. Den Mulm und das Wasser daraus hebe ich immer ein paar Tage auf, weil immer kleine Garnelen, Schnecken, und manchmal sogar Fischlarven drin sind.

    Es ist frustrierend, wie viele (kleine) Planarien sich in diesem Mulm-Eimer befinden! Die größeren erwische ich so nach und nach mit den Fallen. Aber der Nachschub ist unendlich...

    Ich denke immer mehr darüber nach, die Schnecken doch irgendwie in Quarantäne zu setzen, und das Becken mit Panacur zu behandeln. In der Hoffnung, dass es meinen kostbaren Flossensaugern nicht schadet =O

    Was ich mit den vier Körbchenmuscheln mache, weiß ich auch nicht - die werde ich wahrscheinlich opfern müssen.


    Rio180 : Ich habe die 250 mg Tabletten bestellt. Sie sind nur bis 9/26 haltbar. Aber ehrlich gesagt habe ich für die letzte Behandlung auch Tabletten mit abgelaufenen Verfallsdatum genutzt. Sie waren trocken, dunkel und nicht allzu warm gelagert, darum habe ich es riskiert.

  • In der Hoffnung, dass es meinen kostbaren Flossensaugern nicht schadet

    Von einer erfahrenen Flossensauger Halterin (Sewellia, Gastromyzon, Pseudogastromyzon ... ) weiß ich, dass sie es gut vertragen haben. Eigene Erfahrungen habe ich diesbezüglich (noch) nicht.


    Viele Grüße Andy

  • Die Fallen, die ich fast täglich (bzw. nächtlich) ins große Becken lege, sind zunehmend leerer. Nur noch vereinzelte Planarien sammeln sich darin.


    Fazit: Es scheint möglich zu sein, mittels Planarienfallen den Bestand der Plattwürmer auf ein moderates Maß zu reduzieren.

    Dazu muss man aber wirklich konsequent die Fallen einsetzen.


    Da mich das zunehmend stresst (und die Fische auch), und ich den Gedanken an ein planarienbefallenes Becken einfach unschön finde, werde ich trotzdem zu gegebener Zeit mit Panacur behandeln.

    Zuerst muß ich ein Becken für die Rennschnecken einlaufen lassen, in dem sich optimaler Weise schon etwas Aufwuchs bildet.

    Wenn die Schnecken nach längerer Beobachtung planarienfrei sind, können sie umziehen in andere Becken. Ich habe dafür in Frage kommend nur ein kleines Pflanzenbecken, wo 3 Geweihschnecken unterkommen können. Aber meine Mutter hat hoffentlich noch Möglichkeiten, Asyl-Schnecken aufzunehmen.

  • Mal wieder ein Planarien - Update:


    Das Becken mit den Erbsenkugelfischen und das mit den Red Bee kann ich wohl als planarienfrei betrachten. Zumindest gehen bei sporadischen Kontrollen keine Planarien in die Fallen. Das Red Bee Becken hatte ich ja mit Panacur behandelt. Beim Erbsenbecken vermute ich, dass die mit darin lebenden Dornaugen die vereinzelten Planarien gefressen haben.


    Leider befinden sich im großen Asienbecken nach wie vor Planarien. Ich hatte schon Hoffnung, da ich schon ewig keine Planarie mehr gesehen habe, auch in abgesaugten Mulm und Bodengrund nicht. Die eingesetzten Macrobrachium peguense Garnelen haben sich inzwischen gut eingelebt und vermehrt, und theoretisch sollten sie ja Planarien fressen. Aber als ich vorgestern und gestern nach längerer Pause wieder Fallen ausgelegt habe, warn innerhalb von drei Stunden (Licht aus im AQ) je ca. 50 Würmer in den Fallen. Das sind jetzt keine Massen, auf die Größe des Aquariums gesehen. Aber die Planarien sind eben auch nicht weg.

    Ich weiß nicht, wie viele es wären, wenn die Macrobrachium nicht im Becken wären - aber zum kompletten Ausrotten von Planarien eignen sie sich scheinbar nicht.

    Eigentlich wollte ich das Becken ja mit Panacur behandeln (und die Rennschnecken in Quarantäne setzen). Aber solange die Planarien nicht überhand nehmen, und ich eine Übertragung in die anderen Becken verhindern kann, scheue ich davor zurück. Es ist viel Arbeit, und man weiß nie genau, wer wie auf das Medikament reagiert.


    Übertragung auf andere Becken verhindern - versteht sich, dass ich keine Pflanzen aus diesem Becken in die anderen Becken gebe, und nicht von einem ins andere Becken ohne Hände waschen fasse.

    Zusätzlich "desinfiziere" ich nach wie vor alle Eimer, Schläuche, sonstige Gegenstände mit Essigessenz. Da Planarien schon bei geringer Menge Säure (Essig oder Zitronensäure) sterben, halte ich das für eine recht sichere Methode.

  • Hallöchen Stefanie,

    Super, das mit dem Update,

    und schade, dass es in einem Becken immer noch welche gibt.

    Ich finde diese Updates immer sehr hilfreich.


    Die Planarien machen wirklich keinen Spaß.

    Monate habe ich mein Quarantänebecken einfach mit ein paar Neocaridina davidis laufen lassen und plötzlich nach Monate sehe ich zig Planarien...

    Es ist die Seuche.


    LG aus dem Neandertal Anja

  • Ja.. Planarien nerven.


    Mit Knoblauch & den Zwerg - Tigerschmerlen hatte ich sie ganz gut in den Griff bekommen.


    Aber so richtig gut läuft es erst jetzt.

    Die Biester verstecken sich im Bodengrund.

    Nun ist fast der gesamte Bodengrund entfernt, der blöde Axogravel endlich soweit raus & das Planarienproblem löst sich so ziemlich in Luft aus.


    Mir hat unlängst Jemand empfohlen, Becken mit Planarienbefall für lange Zeit ohne Bodengrund & hauptsächlich mit Plastikpflanzen zu betreiben.

    Sieht zwar nicht so schön aus, aber es würde sich am Ende auszahlen.

  • Ich weiß nicht ob es hier schon einmal angesprochen wurde; angeblich sollen ja Planarien Schnecken als "Trojanische Pferde" benutzen können.

    Hab' ich zumindest mal gelesen... :hmm:


    Jens

    Ja, das kann wohl passieren. Daher auch die Schnecken in Quarantäne, wenn ich mit Panacur behandeln würde. Denn sie vertragen das Medikament nicht, und können nicht in andere, planarienfreie, Becken wegen der Gefahr der Verschleppung.

    Dann bestünde aber immer noch die Gefahr, dass sie verhungern, denn ein großes Becken könnte ich nicht für sie einrichten, und es sind um die 10 Napfschnecken, Geweihschnecken, und zwei Faunus.


    Anja' , da fängt man doch schon an, an übernatürliche Kräfte zu glauben bei den Viechern! Teleportation oder so!


    Wassermonster, das klingt plausibel, mit den Kunstpflanzen und kein Bodengrund. Als vorübergehende Maßnahme sicher machbar. Wobei dann immer noch der Filter als potenzielle "Brutstätte" bleibt, und der wäre in so einem Setup schon wichtig.

    Im Mulm aus meinem Außenfilter vom großen Becken habe ich auch durchgehend Planarien gefunden, bzw. sie sind wohl geschlüpft Ich lasse den Mulm immer ein paar Tage im Eimer stehen, weil auch schon kleine Fische darin aufgetaucht sind (eingesaugte Eier).

  • Stefanie, es muss ein böser Fluch sein.

    Das Becken lief 9 Monate ohne Bodengrund, keine Planarie zu sehen.

    8 Wochen hatte ich jetzt Zeit bis neue Fische einziehen sollen.

    So ganz nackt sollte der Boden dafür nicht bleiben und ich habe den Sansibar Sand gut gewaschen und für 20 Minuten bei 160°C im Backofen gesteckt sowie die Mikrowelle für 5 Minuten dazu geschaltet.


    Nach 3 Wochen waren die Fiecher plötzlich present.

    Ich glaube mit der Zucht von Planarien hätte ich gut Erfolge nachzuweisen.

    Leider ist der Verkauf sehr schwierig und die Konkurrenz durch Jana und dir sehr groß.

    😉


    LG aus dem Neandertal (z.Zt. Zillertal)

    Anja

  • Ich lese hier ja schon eine ganze Weile mit.

    Das hört sich ja wirklich gruselig an mit den Planarien. Fast so wie mit Milben im Hühnerstall. Die kriegt man ohne Chemiekeule auch kaum wieder los.


    Mit was schleppt man sich sowas denn ein?

    Viele Möglichkeiten. Zum Beispiel über Pflanzen (auch solche vom Händler!), oder die Eier der Planarien hängen an Schnecken. Oder, wie bei mir wahrscheinlich geschehen, mit gekauftem Lebendfutter.

    Wie man an Anjas Beispiel sehen kann, sind die Eier von Planarien zum Teil sehr resistent, denn sie scheinen ja eine Backofen-und Mikrowellenbehandlung überstanden zu haben!

    Umgekehrt hatte ich auch schon einen Fall, bei dem ich mir sicher bin, die Planarien(eier) waren in Frostfutter, da ich in dem Becken damals nichts Neues eingebracht habe, aber Frostfutter gegeben.


    Nicht jeder findet Planarien so schlimm, daher wird nicht darauf hingewiesen, wenn Planarien im Becken sind und Pflanzen/Tiere weitergeben werden.

  • Alle meine Erfahrungen mit Planarien habe ich hier mal aufgeschrieben: Planarien

    Danke - das deckt sich leider mit dem, was ich bisher an Erfahrungen mit Planarien gemacht habe.


    Außer, dass Panacur, Wirkstoff Fenbendazol, wohl wirklich eine effektive Methode ist, die Würmer loszuwerden und auch eine Weile Ruhe zu haben, da sich das Medikament im Becken anreichert. Aber die Panacur Behandlung ist auch nicht ohne Probleme. In einem reinen Garnelenbecken geht es noch gut, sobald Fische oder Schnecken dazukommen, wird es schwierig.


    Ich muss auch nochmal die Wirkung vom Essigbad auf Planarien genauer überprüfen. Bisher war es immer so, dass ich die gesammelten Planarienfallen (die "Reagenzglasvariante") in Wasser mit einem guten Schluck Essigessenz eingelegt habe, und die Planarien innerhalb kürzester Zeit reglos darin herumschwammen. Gestern Abend konnte ich in einer der Fallen zwei ganz offensichtlich noch lebende Planarien sehen, obwohl sie genauso viel Essig abbekommen hatten wie ihre leblosen Kollegen.

  • Ich lese hier ja schon eine ganze Weile mit.

    Das hört sich ja wirklich gruselig an mit den Planarien. Fast so wie mit Milben im Hühnerstall. Die kriegt man ohne Chemiekeule auch kaum wieder los.


    Mit was schleppt man sich sowas denn ein?

    Du kannst sie Dir auch über Garnelen/Zwerggarnelen einschleppen & oftmals über Lebend - bzw. Frostfutter.


    Bei mir kamen z. Bsp. diese Varianten & eventuell auch noch Pflanzen in Betracht.

  • Dann habe ich bislang ja wohl einfach Glück gehabt.


    Als ich mir meine Pflanzen aus unserem Flüsschen gefischt habe, habe ich überhaupt nicht überlegt, was ich mir damit vielleicht alles einschleppen könnte.

    Das erinnert mich daran, dass ich auf Bildern und auch live in Seen und Flüssen ebenfalls schon Planarien gesehen habe, und zwar gar nicht wenige. Also noch ein Weg, wie man sie sich einschleppen kann - mit Pflanzen und sonstigen Material aus Gewässern. Oder beim "tümpeln", also draußen gefangenen Futtertieren.

  • Gleiches konnte ich ja mit meiner "Zitronensäurekur" beobachten.

    4 Wochen war eine lange Zeit, aber dafür habe ich jetzt seit 2 Jahren keine mehr gesehen.

    Die Brühe stank nach ein paar Tagen erbärmlich. Mit Frischhaltfolie wurde das ganze abgedeckt und nach 14 Tagen noch einmal neu aufgesetzt. Die Temperatur wurde auch gleichzeitig erhöht um die Entwicklung der Eier zu beschleunigen.

    O.K. Pflanzen musste neue her und die Garnelen, Schnecken und Fische ins Quarantänebecken, aber es war die Mühe wert.

    Die Schnecken bleiben ein paar Monate dort und haben keine Planarien gehabt, was mich gewundert und doch sehr gefreut hatte.


    Vorteil:

    der Filter, die Schläuche, der Sand und Deko wurden gleich mit behandelt.

    Wenn meine Kaffeebohnensalmler am Samstag Abend ins Quarantänebecken kommen, und die Quarantäne vorbei ist, werde ich auch hier wieder mit Zitronensäure arbeiten um alles "platt" zu machen.

    (Jetzt weiß ich auch wieso die Plattwürmer heißen :roflrofl:).


    LG aus dem Zillertal Anja

  • Säure scheint ihnen deutlich mehr auszumachen, als Wärme oder Kälte. Damit kann man sie effektiv "platt" machen.


    Nach vier Tagen werden die Planarien in den Fallen deutlich weniger.

    Auch habe ich beim gestrigen Wasserwechsel und Filter reinigen kein "Nest" entdecken können, wie es in Chacas Bericht beschrieben steht - in keiner Höhle und auch nicht an Unterseiten von Pflanzen. Nichtmal im abgesaugten Bodengrund und Mulm aus dem Becken.

    Lediglich im Filtermulm kroch eine Planarie herum - das werden erfahrungsgemäß noch mehr, wenn sie aus den Eiern schlüpfen, die im Filter gelandet sind.

    Das unterstützt hoffentlich meine Vermutung, dass die Macrobrachium Garnelen die Planarienpopulation zumindest in Grenzen halten.