• Hallo zusammen!

    Ich werde mir demnächst mein erstes Aquarium zulegen (160l Maße 100x40x40)

    und habe mir ein Bisschen was für den Besatz überlegt und wollt noch ein paar andere Meinungen einholen da ich mir nicht ganz sicher bin ob es nicht zu voll ist.

    Laut garnelio kommen sie alle mit den gleichen wasserwerten aus und sin recht einfach handzuhaben...


    gerne verbesserungsvorschläge oder kritik äußern!


    Also das hätte ich mir überlegt: 8 Trauermantelsalmler, 1 Pärchen Schmetterlingsbuntbarsche, 1 goldener Antennenwels, 8 Dreibinden Panzerwelse, 10 Red Rili Garnelen


    Danke für alle antworten!

  • Hallo Finja,


    Der Besatz ist aus meiner Sicht harmonisch und passend für die geplante Beckengröße. Menge und Größe der Tiere verrät schonmal, dass du dich mit dem Thema beschäftigt hast (oder großes Glück 😅).


    Jetzt kommen die Feinheiten:

    Planst du eine Wurzel? Höhlen/Unterstände in irgendeiner Form? Freie (Sand-)Bodenbereiche? Pflanzenecken wie auch ein wenig freien Schwimmraum?


    Und auch wenn mit Fischen, die alle die gleichen Wasserwerte (in dem Fall weich mit leicht saurem bis neutralem PH) mögen, ein großer Schritt getan ist:

    Hast du weiches bis zumindest mittelhartes Wasser aus der Leitung oder Möglichkeiten zum Wasser mischen? (Regenwasser, Osmose,...)


    VG,

    Janine

  • hallo finja


    die frage nach deinen ausgangs-wasserwerten wäre auch meine erste gewesen


    das 160er ist ein guter einstieg, das schon einige möglichkeiten bietet und auch ein günstiges format für das pflanzenwachstum hat


    die schmetterlinge allerdings sind nicht unbedingt ein einsteiger-fisch. mit den trauermänteln und den quirligen trilineatus stellt sich zudem die frage, ob sie an futter kommen. die würde ich nochmal überdenken


    auch müßte das becken schon sehr gut bepflanzt sein, um den rilis auch ohne die barsche eine überlebenschance zu bieten

  • Hallo,


    Dreilinien Panzerwelse (Corydoras trilineatus) und Trauermantelsalmler (Gymnocorymbus ternetzi) kommen zwar mit Temperaturen bis 26°C oder kurzzeitig auch mehr klar, sind bei daurhaft so hohen Temperaturen dann aber relativ kurzlebig. Bei Schmetterlingsbuntbarschen geht's ab 26°C erst los. Darunter sind sie sehr empfindlich und werden sie oft krank. Von daher ist das keine gute Kombination -insbesondere für Anfänger nicht.

  • Hallo,

    wenn Schmetterlingsbuntbarsch, dann den Bolivianischen!

    Mikrogeophagus altispinosus als NZ. Den muss mann nicht so warm halten. Die entwickeln sich bei 22-26 Grad, mittelhart und einem PH bis 7,5 ganz prächtig

    Von den Mikrogeo. Ramirezi rate ich dringend ab! Da wirs du keine Freude mit haben.... so schön, wie sie auch aussehen

    Aber wenn Barsch und Panzerwels bitte auch Sand als Bodengrund!

    Sie werden es dir danken!

    Ein kleiner Tip, nimm lieber noch ein paar Geweihschnecken (erst nach ein paar Wochen) und wenn du es bekommst ein männl roten Schwertträger mit ins Becken😉 Lass eher die Zwerggarnelen weg.

    Ich wünsche Dir viel Spaß mit deinem neuen Hobby👍😁

    Viele Grüße

    Eckhart

  • Auf keinen Fall Skalare!! Viel zu kleines Becken!

    Die Bolivianischen SBB sind, wie ich schrieb deutlich leichter zu Halten als die "normalen"😄. Aber es sind trotzdem Zwergbuntbarsche mit ihren "Macken".

    Fang mit einer schönen Gruppe Salmler (Trauermantelsalmler finde ich eher langweilig) und den Panzerwelse an.

    Der einzelne Schwertträger oder auch Platy... Molly und die Geweihschnecken nach einer gewissen Zeit. Die sind gut gegen die sicher aufkommenden Algen!

    Und dann kannst du mit fortschreitender Erfahrung noch was dazusetzen!

  • ein einzelner schwertträger - oder auch platy - ist ein armes schwein. und wird zudem, auch wenn diese zu seinem nahrungsspektrum gehören - und schon gar alleine - gegen eine algenplage nicht viel ausrichten. und welchen grund gäbe es sonst noch, ihnen das anzutun


    daß algen grundsätzlich aufkommen, zeugt von einer guten beckenchemie. wenn sie zur plage werden, läuft etwas aus dem ruder. meist wird dann zuviel gefüttert, es sind zu viele fische drin, zu wenig pflanzen, es wird zu wenig wasser gewechselt - oder alles zusammen


    ob man fische als langweilig empfindet, hat sehr viel mit persönlichem geschmack, aber auch mit passenden haltungsbedingungen zu tun. eine ausreichend große gruppe trauermäntel kann durchaus ein schönes schauspiel bieten. und es müssen ja auch nicht alle fische ständig wie aufgezogen durch die gegend schießen

  • War mir klar, dass dieser Einspruch kommt.

    Unterschätze nicht, was so ein Schwertträger den ganzen Tag abzupft. In Zusammenarbeit mit den Schnecken ist das schon eine gute Truppe in einem kleinem AQ. Meinen Single-Schwertträger geht es übrigens hervorragend! Ich tue ihnen damit auch nichts an!!! Schlimm wäre es, ich würde 3 Männchen in so einem Becken halten! Zudem habe ich nicht von einer Algenplage geschrieben, sondern von Algen, die wie wir wissen grade am Anfang vermehrt auftreten... bzw fast immer da sind!


    Wichtig ist, dass wir Neueinsteigern ein paar Tipps dalassen. Was sie davon umsetzen🤷‍♂️. Es geht einfach nicht ohne aufsaugen von Informationen, wenn man beginnt. Und ich teile nur das mit, was ich selbst erfahren habe und nicht das, was irgendwo geschrieben steht!
    Grüße

  • Von einem einzelnen Lebengebärenden würde ich auch abraten - der täte mir leid.


    Die Alternative zum Schnetterlingsbuba finde ich eine gute Idee.

    In wie weit die dann aber die Garnelen schnappen, kann ich nicht einschätzen.


    Zu den Trauermänteln:

    Wem sie gefallen, warum nicht?

    Man darf sie sich halt - wie die meisten Salmler - nicht als harmonischen Schwarm vorstellen, der geschlossen von rechts nach links und umgekehrt seine Bahnen durchs Becken zieht.

    Sobald sie sich in ihr zu Hause eingewöhnt haben, verteilen sie sich oder stehen als sehr lose Gruppe beieinander und bilden nur bei Unruhe kurz einen Schwarm. (Glaube ich ziemlich sicher... hatte noch keinen großen Schwarm, um sicher sagen zu können, dass es definitiv so ist.)

  • Du hast mit den Salmlern vollkommen recht! Wenn sie sicher sind, halten sie sich eher in 2-3 Gruppen auf oder sogar alleine.

    Aber es sind fast durchgängig sehr problemlose Fische. Fressen super. Zeigen sich und sind absolut friedlich zu anderen Arten.


    Das mit den Schwertträger hatte mir vor Jahren ein Bekannter gesagt, als ich an dem damaligen Becken Probleme mit Kahmhaut hatte. Weil auch diese wird von ihnen gerne gefressen!!

    Ich würde sofort eingreifen, wenn ich das Gefühl hätte, dass es den Jungs nicht gut geht. Ich habe genügend Kontakte, diese abzugeben😉

  • Danke für die vielen Tipps und Anregungen, ich bin aber gerade über den Zwergfadenfisch gestolpert und er scheint doch sehr gut statt den SBB reinzupassen.

    Was meint ihr?

    Er kommt zwar nicht aus Südamerika, aber ich denke solange die Wasserwerte und Einrichtung mit den anderen zusammenpasst sollte das doch egal sein?


    Außerdem habe ich mir ein paar Gedanken zur Einrichtung gemacht, ich hänge euch mal meinen kleinen Brainstorm-Zettel an 😉

    Die Zeichnung ist nur eine erste Idee und Skizze, gerne Verbesserungsvorschläge äußern!

  • planen ist gut finja, die realität sieht aber meist ganz anders aus. das beginnt damit, daß nicht alle pflanzen mit den bedingungen zurechtkommen werden, dann ist der boden ohne hilfsmittel immer bestrebt, sich zu nivellieren,


    wozu auch die bewohner ihren teil beitragen, und auch sie sollten ja ein mitspracherecht haben


    pflanzen sind wichtig, weil sie einen beitrag zum schadstoff-abbau leisten und den tieren rückzugsmöglichkeiten und reviergrenzen bilden. zudem sollte je nach bewohnern auch ein teil des beckens beschattet sein


    du solltest dir auch darüber im klaren sein, ob du wert auf bestimmte, anspruchsvollere pflanzen legst, und welchen aufwand zu betreiben du dafür bereit bist. für die fische ist der nutzen der pflanzen interessant, ansonsten sind ihnen die arten egal

  • Moin Finja,

    Zwergfadenfische mögen wie alle Labyrinther einen Schutz von oben, also eine dichte Schwimmpflanzendecke. Die Männchen sind untereinander ziemlich territorial und aggro. Während der Laichzeit werden die Weibchen teilweise sehr gescheucht, das Becken braucht viele Verstecke und eine wirklich dichte Bepflanzung. Während der Brutzeit wird das Schaumnest bewacht, das Männchen wird andere Fische womöglich dort nicht dulden. Es gibt Exemplare, die sind unkompliziert, andere richtige Giftzwerge.

    Dazu kommt, dass Zwergfadenfische im Handel aus Massenzuchten kommen und oft ziemlich empfindlich sind.

    Wenn du Labyrinther pflegen willst, würde ich eher Rote Spitzschwanzmakropoden oder eine friedliche Wildbetta-Art nehmen, etwa Betta rubra.

    Grüße

    Andreas