Film über Aquariumbau mit gehärtetem Glas aus einem schwedischen Möbelhaus

  • Ich hab einen Film auf Youtube gefunden, der zeigt, wie sich auf einfachem Weg ein Aquarium selbst bauen läßt.


    Der Typ verwendet gehärtete Glasscheiben aus einem schwedischen Möbelhaus, die in den gelieferten Maßen ein


    Becken 80x40x37=brutto118L ergeben.Die Scheiben sind rundum geschliffen und sind als Regalböden gedacht.


    [VIDEO=youtube;ir4kHioCSM0]

    [/VIDEO]


    Ich habe nachgesehen, die Scheiben sind auch bei dem blaugelben Laden im Programm, Name Utrusta.


    Die Kosten für 4 große und 2 kleine Scheiben sind 60 Euro, dann kommt noch Silikon für ca7-10 Euro dazu.


    Eine der großen Scheiben bleibt übrig - evtl. als Abdeckung oder für nächste Selbstbaubecken....


    Vielleicht mag ja der eine oder die andere sich mal ein günstiges Becken selber bauen...

  • Hallo,

    erstens vermisse ich die Stege gegen Durchbiegen und als Auflage für Deckscheiben. Zweitens finde ich 70 € plus Arbeitszeit nicht so wenig, wenn ich bedenke, dass man Aquarien mit Garantie auf Dichtheit schon für weniger als 100 € bekommt. Selbstkleben lohnt sich nur dann, wenn man es erstens auch kann und zweitens Sicherheitsglas einen Mehrwert darstellt (und einen der Blaugrünstich nicht stört) und man drittens das nötige Werkzeug (Auspresspistole, Klebeband, ...). Isopropanol hat man vielleicht noch da als nach der Pandemie übrig gebliebenes Desinfektionsmittel. ;)

    Gruß, Klaus

  • Also mir wäre das viel zu riskant & zudem zu aufwändig - außerdem kann die Arbeit mit Glas auch ganz schnell in die Hose gehen, vorallem wenn es bricht.


    Ich vertraue dann lieber den fertigen Aquarien und einer fachkundigen Glaserei.


    Meine Hamster- und Meerschweinchen - Käfige waren zu DDR - Zeiten alle vom Glaser und 100% ig wasserdicht.


    Ein solches Becken habe ich noch, früher wohnten die Hamster drin & später einige Axolotl - Babys. Und es ist immer noch dicht.

  • Das ist mir auch aufgefallen, aber der Link wurde ja auch nicht von mir gesetzt. :)

    Bei meinem Händler haben auch die 60er Stege. In meiner naiven Zeit habe ich mal aus einem 60er den vorderen Steg entfernt, weil er mich beim Hantieren im Becken störte. Prompt löste sich eine der Silikonverklebung evilgrin nach einigen Jahren, in der Draufsicht war die Scheibe sichtbar durchgebogen - im Gegenteil zur hinteren.

  • Nabend zusammen ! Danke auf jeden Fall für den Link, ganz interessant... Also meine persönliche Meinung dazu:

    Finger weg von kleineren Becken aus dem Baumarkt oder Gartencenter ! Mein Freund hatte vor Jahren einen Aquarienbau

    in Münster, war in der Region für seine TOP Arbeit sehr bekannt. Wenn wir auf Tour waren, haben wir unterwegs doch viel

    Schrott gesehen. Die Scheiben fielen alleine vom Hinschauen fast auseinander, SORRY für meine harte Meinung dazu.

    Aquarienbau ist eine Wissenschaft für sich, man muss dann wirklich etwas Ahnung davon haben ! Nur ein Beispiel: Durch die

    Finger Fett an der Scheibe, dann kann man das Kleben schon vergessen, die Klebekante bitte vorher mit Aceton etc. reinigen.

    Wir wollen ja auch viele Jahre Freude an unseren Becken haben... Wünsche euch ein tolles Wochenende !;)

  • Foxi


    Mir hat mal ein netter Verkäufer gesagt - alle Standard - Aquarien namhafter Firmen kann man unbedenklich kaufen.


    Vollglas - Aquarien unter 60 cm können in Einzelfällen Probleme bereiten - weil sie meistens nur für den Bereich Terraristik angedacht sind.

    Deshalb sollte man bei kleinen Aquarien immer die Dichtheitsprüfung durchführen - wozu auch alle Firmen raten. (Wobei das immer empfohlen wird).


    Große Aquarien & Sondergrößen sollte man sich anfertigen & vom Glaser/Aquarienbauer anliefern lassen.


    Ab einer bestimmten Größe sollte man auch unbedingt über Plexiglas - Aquarien nachdenken - die sind zwar extrem teuer, aber handlicher & das Leer - Gewicht ist bedeutend geringer.

    Außerdem hat man bei Plexiglas mehr kreative Gestaltungsmöglichkeiten.

  • Wassermonster

    Moin,

    Plexiglas?

    Meinst Du nicht Acryl?

    Ja, das Zeug hält ewig, ist sauleicht aber immer noch scheißanfällig für Kratzer und in Europa sehr teuer.

    Aquarienbau mit Glas ist keine Hexerei, benötigt aber wie Alles entsprechendes Wissen und auch das handwerkliche Geschick.

    Habe mich selbst aber immer nur an Kleinstbecken (so bis 10 l) rangetraut.

    Ein selbstgebautes großes Becken stehen zu haben wär aber schon cool, hab mir schon einige zurechtgesponnen;

    Gruß Ralf

  • Ich halte nichts von "Plastikaquarien".

    Acryl"glas" ist eben kein Glas.Es ist mir viel zu kratzempfindlich für ein benutzbares Becken.

    Gewichtsvorteil mag für manche ein Argument sein, aber meine Großaquarien aus dickem

    Glas standen immer auf selbst gebauten Tischen, und da ist nie was zusammengebrochen,

    obwohl das größte immerhin über 2 Tonnen gewogen hat.

    Und das Aquarium hatte ich auch noch selbst aus zwei gebraucht gekauften ganz ohne Hilfe

    selbst gebaut.Es war auch nicht das einzige, sondern noch ein zweites, nicht ganz so großes,

    zweites stand ebenso auf einer eigenen Unterkonstruktion.


    Bau eines 400x60x60-Aquariums

    compDSC09830.jpg


    4m-Becken in Betrieb

    comp_DSC00971.jpg


    Bau eines L330xB60xH50-Aquariums

    compDSC09168.jpg


    3,30-Becken in Betrieb, über Eck noch ein kleines Becken, beide mit Vitrinenscheiben zur "Abschottung" gegen die Wohnzimmerathmosphäre

    Alt und neu (2).jpg


    Und als alter, konservativer Aquarianer halte ich auch nichts von gebogenen Frontscheiben... <X

  • Achso, von der finalen Formgebung des Beckens her...

    Daran hab ich weniger gedacht, eher so an die Beckeneinrichtung...

    Richtig.... u. a. Formgebung ..


    Ich habe mich mal eine Weile mit dem Thema Plexiglas oder auch Acrylglas ;) beschäftigt.

    Da Normalglas - Aquarien extrem schwer & ab einer bestimmten Größe kaum noch allein tragbar sind, gefiel mir die Vorstellung auf das extrem leichte Plexiglas umzusteigen.


    Es nervt mich noch heute, daß ich spätestens ab 80 cm Aquarien auf männliche Hilfe zurückgreifen oder wenigstens um Hilfe bitten muss.

    Und alle Aquarien, die über 1 m groß sind, bekommt man als Frau fast gar nicht mehr gewupppt oder bewegt.


    Ich bin gern unabhängig & um Hilfe bitten, vorallem wenn's um mein Hobby geht, fällt mir unheimlich schwer.


    Mir gefiel beim Plexiglas auch die vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten, daß man das Aquarium komplett individuell an die Räumlichkeiten oder gar an die vorhanden Möbel anpassen kann.


    Ich habe u a. ein mehrstufiges Aquarium gesehen, welches an ein Regalsystem angepasst wurde. Es gab für die Fische und Pflanzen mehrere Ebenen & Rückzugsorte.


    Für Amphibienarten hatte ich ebenfalls einige interessante Aquarien aus Plexiglas gesehen - teilweise mit eingebauten schrägen Ebenen oder separaten, schon vorbereiten Landteil für verschiedene Molch- und Froscharten.


    Allerdings haben mich die Preise schnell auf den Boden der Tatsachen zurück gebracht || 1000 - 5000 Euro und mehr schon für ein kleines Aquarium ..:schreck:

  • Goldfisch


    Solche Monster-Glas - Aquarien kann man aber nicht in einer normalen Mietwohnung unterbringen - außerdem würden da weder die Versicherung, noch der Vermieter mitmachen.


    Ich wohne in einem denkmalgeschützten, alten Haus mit Dielenboden - schon das Leergewicht Deiner Aquarien würde den Boden ächzen und knacken lassen.


    In einem Haus, was einem selbst gehört, was zudem nicht unterkellert, kann man natürlich solche Monster aufstellen - wenn der Boden eben genug dafür & vielleicht sogar betoniert ist.

  • Mein Haus ist auch uralt -fast 250 Jahre- , aber glücklicherweise nicht denkmalgeschützt...


    Und alle Fußböden im Erdgeschoß habe ich betoniert...


    ...auf dem ursprünglichen Fußboden (gestampfter Lehm mit trocken "knirsch" verlegten


    Dickfliesen hätte ich mich auch nicht getraut, die Becken aufzustellen.

  • Acryl"glas" ist eben kein Glas.

    Doch, Glas ist ein Zustand, die Physiker bezeichnen mit Glas eine feste Flüssigkeit. Das trifft u.a. auf mineralisches Glas, aber eben auch auf einige Kunststoffe zu.

    Und als alter, konservativer Aquarianer halte ich auch nichts von gebogenen Frontscheiben...

    Da stimme ich weniger wegen meines Alters und bewahrenden Einstellung zu, sondenr weil gebogene Frontscheiben zu Verzerrungen des Einblicks führen und brauchbare Fotos ungemein erschweren.

    Und alle Aquarien, die über 1 m groß sind, bekommt man als Frau fast gar nicht mehr gewupppt oder bewegt.

    Mal abgesehen davon, dass ich gerade große Aquarien i.d.R. genau einmal bewege, nämlich auf dem Weg vom Geschäft auf ihre Unterkonstruktion (und im Falle eines Umzugs sowieso Hilfe benötigen würde), wäre mir bei größeren Becken wegen ihrer Unhandlichkeit die Gefahr einfach zu groß, dass ich damit anecke und Möbel, Türen oder Wände beschädige oder gleich das Becken zerstöre. Und der Gewichtsvorteil ist nach dem Befüllen vernachlässigbar.

    Ich habe u a. ein mehrstufiges Aquarium gesehen, welches an ein Regalsystem angepasst wurde. Es gab für die Fische und Pflanzen mehrere Ebenen & Rückzugsorte.


    Für Amphibienarten hatte ich ebenfalls einige interessante Aquarien aus Plexiglas gesehen - teilweise mit eingebauten schrägen Ebenen oder separaten, schon vorbereiten Landteil für verschiedene Molch- und Froscharten.

    Ich hatte ein Mineralglasaquarium, das exakt auf einen Eckschrank mit fünfeckiger Grundfläche passte. Ich hatte ein Schildkrötenaquarium mit eingeklebtem Landteil und unterschwimmbarem, bepflanztem Rieselfilter. Ich habe andere Konstruktionen aus mineralischem Glas gesehen, da sehe ich jetzt gerade den Vorteil des Materials Acryl nicht, zumal ich mit Heimwerkermitteln auch nur gerade Platten zuschneiden und mit Silikonkautschuk verkleben könnte. Um Plexiglas zu biegen fehlt mir eine Werkstatt mit der passenden Ausrüstung.


    Bleibt ein Vorteil: Dicke Plexiglasscheiben haben keinen Farbstich, wobei ein Aquarium mit Frontscheibe aus "Weißglas" ohne Farbstich immer noch deutlich weniger Geld kostet.