Medakas überwintern

  • Es ist ok die in die Wohnung zu holen

    wäre mir als aussage zu pauschal


    eine wohnung, die kühl genug ist, um medaka zu überwintern und mit den niedrigen temperaturen auch die grundlage für erfolgreiche fortpflanzung im nächsten jahr zu bieten, wäre mir zu kalt

  • Hy!

    Im vorderen Topf waren nur Pflanzen.

    In dem mit Kokosmatte die Fische. Ich hab dann noch belüftet aber das mache ich heuer sicher nicht mehr. Hatte keinen Vorteil gefunden. Denke es ist eher kontraproduktiv, da sich das Wasser mischt und es trotzdem gefroren ist. Abdecken mit Hohlkammerplatten bringt da sicher mehr.

    LG Nina

    Hey Nina, das schaut spannend aus! du brauchst nur eine Kokosmatte für die Isolierung und sonst nix. Läuft es ganz techniklos, also auch ohne Teichheizer?

    Es ist ok die in die Wohnung zu holen.

    Zu bedenken: bei großen Gruppen geht das nimmer im 60l Tank.


    Medaka können Kälte ab. Das heißt aber nicht, dass man sie zwingend frieren lassen muss.

    Hi Tom, das mit den 60l ist klar. Ich habe einfach mehrfach gelesen, dass es die Lebensdauer steigert, wenn man sie nicht zu warm überwintert.

  • wäre mir als aussage zu pauschal


    eine wohnung, die kühl genug ist, um medaka zu überwintern und mit den niedrigen temperaturen auch die grundlage für erfolgreiche fortpflanzung im nächsten jahr zu bieten, wäre mir zu kalt

    Stellt sich die Frage ob man das so pauschalisieren kann oder ob es nicht wirklich schon genug Domestikationseffekte gibt und die Hochzuchten nicht auch ohne Winterruhe normal sich fortpflanzen können... also nicht auf einen Jahreszeitenwechsel angewiesen sind.... zumindest ist mir noch nichts untergekommen (oder mein Hirn hats nicht verarbeitet) wo das explizit erforscht wurde... nur ausführliche Studie(n) dazu ab wann (Licht/Temperaturen) die Eizellreifung beginnt abhängig von der Herkunft der Medaka und Testung was passiert wenn man die nördlichsten und südlichsten Vertreter in andere Breitengraden hält..

  • Ich habe einfach mehrfach gelesen, dass es die Lebensdauer steigert, wenn man sie nicht zu warm überwintert.

    meine Theorie dazu ist, dass sie einfach weniger intensiv leben durch die winter ruhe und allein schon dadurch sich die Lebenszeit verlängert.... Bildhaft wie eine Sanduhr die man zwischendurch immer mal schräg hält, damit sie langsamer rieselt....

  • Ich werde hier mal meine Überlegungen für den Winter in den Raum:

    In meinen 250l Teich (eingegraben, ca.60 cm tief) leben aktuell 7 orangene Medaka (die genaue Art kann ich nicht sagen). Für den Winter war ja eigentlich der Plan, diese im Bottich in der Gartenlaube zu überwintern.

    Dazu meine erste Frage: was braucht der Bottich alles? Im Teich gibt es jede Menge Hornkraut, das würde ich in den Bottich übernehmen. Braucht es auch Bodengrund?

    Die nächste Überlegung: den Bottich gut eingepackt auf dem Balkon zu überwintern, da hätte ich die Fischlein täglich im Blick - das ist im Garten nicht gegeben, da müsste ich extra hinfahren. Auf dem Balkon hätten sie auch mehr Tageslicht als in der Gartenlaube. Und mit der Balkonüberwinterung haben einige hier ja gute Erfahrungen gemacht.

    Und die dritte Überlegung - könnte ich eine Überwinterung im Teich riskieren und mittels Eisfreihalter (so ein schwimmendes Styropording) irgendwie dafür sorgen, dass der Teich nicht durchfriert?

    Ich freue mich über eure Gedanken dazu.

    VG und allen ein schönes Wochenende!

    Yvonne

  • mit dem 'schwimmenden styropording' verhinderst du nur, daß sich die eisdecke schließt und ein luft-austausch stattfinden kann


    friert der teich allerdings durch, hilft das auch nichts. und das ist bei diesem volumen und dieser tiefe - wenn du nicht klimatisch sehr begünstigt bist und der teich nicht sehr geschützt steht - zu befürchten


    das solltest du überhaupt im auge haben: die jeweiligen angaben werden immer mit bezug zum wohnort des erstellers getroffen

  • man unterschätzt die Isolierende Wirkung von gewachsenem Erdreich und einer geschlossenen Eisdecke....


    Ich wohne am Rand der fränkischen Schweiz auf paar 360m, komme ursprünglich aus dem Vogtland (kenne da Winter auf über 500 Höhenmeter)... habe hier ein freistehendes 1070L Boot, eine eingebuddelte ca 90 L Tonne und einen ca 250L Teich ebenso eingebuddelt (zusätzlich zu den ganzen Bottichen die im Winter im Gewächshaus sind).


    Die Lage hier bzgl. des Mikroklima ist für die echten OutdoorTeiche im Winter wegen fehlendem Schatten durch die ansonsten im Sommer stehende Vegetation: vollsonnig aber windexponiert.


    Ich mache rechtzeitig um dem ersten Frost herum nen großen Teichputz und reduziere organisches Substrat und versuche die Libellenlarven und Gelbrandkäfer umzusiedeln....


    Dann lasse ich die Eisdecke geschlossen und habe bislang nur gute Erfahrungen gemacht mit gesunden erwachsenen Tieren ohne Überbesatz.... Bei Überbesatz (ich meine da etwa 10fach so viel) kann es schief gehen. Aber mit 7 hast du eher nen Unterbesatz...


    Wie hoch liegst du? Zwickau ist ja eher tiefer als hier.

    Wie viel Sonne hat der Teich?


    Ich verstehe die Idee des Eisfreihalters nur wenn man Faulgase entweichen lassen muss ... ansonsten kühlt das das Wasser doch wahrscheinlich mehr aus als es die SauerstoffAnreicherung steigert ... hat das mal.jemand gemessen?

  • Der Garten liegt in der Nähe der Zwickauer Mulde auf ca. 250m (lt. Google).

    Und ohne Laub an den Bäumen bekommt der Teich mindestens vormittags Sonne ab. Nachmittags muss ich schauen, wie tief die Sonne steht, ob sie es über die Dächer schafft.

    Und es sind nur 7, weil mein regionaler Händler nur noch 7 hatte. Aber die tummeln sich seit 2 Monaten ohne Ausfälle.

  • Medaka können Kälte gut ab. Von daher können sie gut draußen überwintern. Durchfrieren sollte die Suppe natürlich nicht. Ein kleiner Heizstab kann das ggf. verhindern.


    Wenn dir dabei unwohl ist sind ein Kübel in Garage oder Keller (kühl/unbeheizt) oder ggf. ein Aquarium eine Alternative.


    7 Tierchen kannst du recht leicht unterbringen.

  • Der Garten liegt in der Nähe der Zwickauer Mulde auf ca. 250m (lt. Google).

    Und ohne Laub an den Bäumen bekommt der Teich mindestens vormittags Sonne ab. Nachmittags muss ich schauen, wie tief die Sonne steht, ob sie es über die Dächer schafft.

    Und es sind nur 7, weil mein regionaler Händler nur noch 7 hatte. Aber die tummeln sich seit 2 Monaten ohne Ausfälle.

    Klingt gut. Fließgewässer/Talsenke macht es milder als aufm Berg.


    Wenn genug Sonne da ist, würde ich es dort nach den oben beschriebenen Maßnahmen dort mit der Teichüberwinterung durchführen, und keine nennenswerten Verluste erwarten.


    Langfristig (über die Jahre gesehen) wird die Entwicklung der Population aber im Wesentlichen abhängig davon sein, wie viele Jungen im Sommer (mit deiner Hilfe?) hoch kommen