Kampffisch gesucht

  • Ahoi zusammen!

    In zwei bis drei Wochen, wird mein 20 Liter Becken eingefahren und bereit für einen neuen Einwohner sein. Natürlich hätte ich gerne ein Männchen, würde mich aber auch über ein hübsches Weibchen freuen. Ich möchte dieses, wenn möglich, nicht im Zoohandel kaufen. Ein privater Züchter, wäre mir lieber.

    Kennt von euch vielleicht jemand einen, oder züchtet selbst und hat demnächst ein Tier zu veräußern? Ich bevorzuge Deltas, keine Crown- oder Vailtales. Die Farbe ist fast schon egal. Ganz besonders, würde ich mich über mehrfarbige freuen. "Transparente" sind nicht so meins. Unterm Strich ist es aber wie mit Kindern: Hauptsache gesund! ;)

  • Hallo Stefan_L!

    Danke für deine Meinung. Ja, gemeint ist Betta splendens.


    Ich bin auch eher für größere Becken und wehre mich gegen Äußerungen wie "...in Indonesien züchten sie die in Marmeladengläsern..." über "...in freier Wildbahn leben die in Pfützen..." (Was auch oft in Verbindung mit Wasserwerten zu lesen und zu hören ist und angesichts einer Hochzucht nicht nur zynisch, sondern auch dumm ist.) bis hin zu der Meinung, dass ein Betta in einem zu großen Becken "verloren" ginge.


    Mein erster lebte in einem 120 Liter Becken. Seine Schwester in besagtem 20 Liter Becken. Das 120er besitzt nun meine große Tochter für ihre Pflanzen und ein 40er, das ich noch habe, ist bereits besetzt. Da ich mich nicht mit Vergesellschaftung auskenne, möchte ich da lieber nichts riskieren.


    Das besagte Weibchen hat länger gelebt, als das Männchen (siehe in meinem Vorstellungsthread). Ich habe nicht viel Erfahrung, aber das Bisschen spricht nicht gegen ein 20er Becken. Kannst du mir vielleicht noch ein paar Gründe für deine Einschätzung nennen? Ich lasse mich gerne eines besseren belehren.

  • Ich belehre Niemanden, ich äußere Meinungen:-)


    Es gibt da eine generelle Aussage aus dem Tierschutzgesetz (oder den Umsetzungsregeln, oder...) das die andauernde Haltung von Fischen in weniger als 54 l nicht dem Tierschutz entspricht.


    Wildformen von Betta splendens habe ich schon in 120 l zu mehreren Paaren zusammengehalten mit diversen anderen Fischen. Ging problemlos dank ausreichender Strukturierung und Ablenkung durch die Mitinsassen.

  • Das ist aber schade, weil ich vermutlich noch was lernen könnte. ;-)


    Ich habe auch gleich mal recherchiert und das hier gefunden. In der genannten Tabelle (am Ende des Textes) ist der B. splendens tatsächlich mit 60 Litern und als Haremshaltung aufgeführt.


    Also spare ich mir die Anschaffung eines Bettas vorerst. Für ein 60er Becken samt Besatz und Hardscape habe ich leider weder Geld, noch einen geeigneten Platz. Und mein Traum von einem Palandarium samt Betta kann ich dann wohl auch abhaken. Damit bei diesem die 60 Liter erreicht werden, müsste das ein ziemlich großer Glaskasten werden.


    Vermutlich werde ich trotzdem hin und wieder mal vorbei schauen und vielleicht bekomme ich ja irgendwann mein 120er Becken von meiner Tochter zurück. Dafür würde ich mir dann den Platz machen. :D

    Und dann bräuchte ich jede Menge Meinungsäußerungen über Strukturierung und Mitinsassen. ;)

  • Und mein Traum von einem Palandarium samt Betta kann ich dann wohl auch abhaken. Damit bei diesem die 60 Liter erreicht werden, müsste das ein ziemlich großer Glaskasten werden.

    Man kann ein 54-l-Standardaquarium mit einem Aufbau versehen, die Grundfläche wäre dann 60 x 30 und für die Höhe wäre ab ungefähr 50 cm alles möglich. Reizvoll kann es sein, ein Paludarium von 30 cm Breite und 60 cm Tiefe zu bauen, bei dem der Landteil über dem hinteren Teil des Wasserteils liegt.


    Bevor die Überlegungen auf andere Tierarten erweitert werden: In 20 Litern kann keine Fischart dauerhaft tierschutzgerecht gehalten werden.

  • Wildformen von Betta splendens habe ich schon in 120 l zu mehreren Paaren zusammengehalten mit diversen anderen Fischen. Ging problemlos dank ausreichender Strukturierung und Ablenkung durch die Mitinsassen.

    Das finde ich interessant, dass das schon bei 120l funktioniert.


    Eigentlich ist es nicht verwunderlich, dass man auch mehr als 1 Paar von Betta splendens (Wildform) in ein und demselben Aquarium halten kann, wenn es groß genug und passend eingerichtet ist. Es wäre eher verwunderlich, wenn das nicht funktionieren würde. Da würde schon fast bedeuten, dass in ein und demselben Gewässer immer nur 1 Männchen vorhanden sein kann, weil es keine anderen duldet.


    ... Für ein 60er Becken samt Besatz und Hardscape habe ich leider weder Geld, noch einen geeigneten Platz.


    ... vielleicht bekomme ich ja irgendwann mein 120er Becken von meiner Tochter zurück. Dafür würde ich mir dann den Platz machen. :D

    Und dann bräuchte ich jede Menge Meinungsäußerungen über Strukturierung und Mitinsassen. ;)

    Naja - Deine Äußerung widersprechen sich irgendwie ganz schön:

    (1) Der Betrieb bzw. die Betriebskosten für ein Aquarium werden in ein paar Jahren die Anschaffungskosten überschreiten.

    (2) Mit dem Platz würde ich ja noch gelten lassen, aber meinst Du nicht auch, dass für ein 120 erst recht kein Platz ist, wenn es für das 60er nicht reicht?


    Aber was die Vergesellschaftung von Bettas angeht: Ich hatte vor vielen Jahren in einem 60er Aquarium ein Paar Betta splendens mit einigen Lebendgebärenden vergesellschaftet (Es hatte sich so ergeben; ich war noch jung und hatte das Geld ... ;-) .). Bettas und Lebendgebärende haben kaum Notiz voneinander genommen. Sicher haben sich die Bettas hin und wieder von den frisch geschlüpften Jungfischen der Lebendgebärenden "bedient". Nach Besatz des Aquariums mit den Bettas kamen nicht mehr so viele Jungfische von den Lebendgebärenden durch.


    Nachdem sich die Bettas im Laufe von ca. 3 Wochen eingelebt hatten, baute das Männchen unter dem Futterring ein Schaumnest (Ganz schön raffiniert - das war die einzige Stelle an der Wasseroberfläche, die beruhigt war. Die Wasseroberfläche des Aquarium wurde von einem Filter bewegt.). Nach ein paar weiteren Tagen waren im Schaumnest winzig kleine Larven zu erkennen. Ein paar Fische habe ich dann durch bekommen durch Fütterung mit Staubfutter und Artemia.


    Meine Vergesellschaftungserfahrungen mit Betta splendens sind durchweg positiv. Die vorher im gleichen Aquarium gehaltenen Macropodus opercularis waren nach meiner Erfahrung viel größere Raufbolde! Diese duldeten im Aquarium nichts, was sich bewegt hat. Sie vertilgten einfach alles, was sich bewegte, auch wenn ihre Bäuche noch so prall und voll waren.

  • Da würde schon fast bedeuten, dass in ein und demselben Gewässer immer nur 1 Männchen vorhanden sein kann, weil es keine anderen duldet.

    Dann dürfte es im Inlesee ja auch nur ein einziges Paar Schlangenkopffische geben. Nein, Aquarien sind von der Größe überhaupt nicht vergleichbar mit natürlichen Gewässern.

    Betta splendens, die miteinander aufgewachsen sind, können oft zusammenbleiben. Es kann aber sein, dass Abfischen einzelner oder viele Männchen zu tödlichen Unverträglichkeiten in der Restgruppe führt. Möglicherweise funktioniert auch das "Crowding", d.h., das Zusammensperren auf zu engem Raum, das die Revierbildung unterdrückt.

  • Dann dürfte es im Inlesee ja auch nur ein einziges Paar Schlangenkopffische geben. Nein, Aquarien sind von der Größe überhaupt nicht vergleichbar mit natürlichen Gewässern.

    Betta splendens, die miteinander aufgewachsen sind, können oft zusammenbleiben. Es kann aber sein, dass Abfischen einzelner oder viele Männchen zu tödlichen Unverträglichkeiten in der Restgruppe führt. Möglicherweise funktioniert auch das "Crowding", d.h., das Zusammensperren auf zu engem Raum, das die Revierbildung unterdrückt.

    Da stimme ich Dir voll zu.


    Vielleicht gibt es neben dem "Crowding" auch genau den umgekehrten Effekt. Ich hatte das - so glaube ich - mit Makropoden. Im kleinen Aquarium wurde immer einer total unterdrückt. Ausgelagert in einem größeren 200l-Becken war alles prima.

  • Naja - Deine Äußerung widersprechen sich irgendwie ganz schön:

    (1) Der Betrieb bzw. die Betriebskosten für ein Aquarium werden in ein paar Jahren die Anschaffungskosten überschreiten.

    (2) Mit dem Platz würde ich ja noch gelten lassen, aber meinst Du nicht auch, dass für ein 120 erst recht kein Platz ist, wenn es für das 60er nicht reicht?


    (1) Dem gibt es nichts zu hinzuzufügen. Es geht mir dabei nicht um den absoluten Preis, sondern um die Anschaffungskosten, die ich - wie in den meisten "Gütergemeinschaften" - an meiner Frau vorbei bekommen, beziehungsweise, ihr gegenüber erklären muss.

    (2) Wie ich schrieb, würde ich mir dafür Platz machen.


    Zusammengefasst: Wir wohnen fast zwei Jahre in dieser Stadt und haben noch nicht alles ausgepackt. Wir konnten - Dank Corona und einigen damit verbundenen, persönlichen Umständen - noch nicht mal richtig renovieren. Das alles gilt es ab Juli anzupacken. In diesem Sinne, weil meine Tochter und meine Frau sich mittlerweile selbst einen Betta splendens wünschen, plane ich grade mit meiner Frau zusammen, wie wir unser Wohnzimmer gestalten könnten. Als wir noch etwas mehr Platz hatten, wollte meine Frau ein großes Gesellschaftsbecken als Trennwand, beziehungsweise in eine integriert haben.


    Ich bin zu Zeit arbeitslos und werde mir vorerst keine Ausgaben dieser Art (Hobby) leisten. Aber mit einem ordentlichen Kostenplan für die Anschaffung des Beckens und ein paar Ideen für das Wohnzimmer, hoffe ich darauf, irgendwann ein 120 Liter, wenn nicht gar ein 250 Liter Becken einzurichten. Die Idee mit dem Palandarium könnte man bestimmt auch hierfür umsetzen.

    Und nein, ich bin nicht übergeschnappt. Und ja, ich sollte vielleicht erstmal mit einem 60 Liter Becken "üben" und mich dann vergrößern. Ich habe heute etwas im Forum gestöbert und echt tolle Berichte und Kommentare gefunden. Das hat mich sehr getriggert und auch meine Frau findet ein paar Ideen davon klasse.


    Am Wochenende beginne ich mit einigen kleineren Arbeiten, um Platz zu schaffen. Einige Dinge werde ich auf eBay verkaufen. Ich taste mich langsam heran und vielleicht schnappe ich mir anschließend wirklich ein günstiges 60er "zum Üben". Ich hoffe, das beruhigt einige Skeptiker und Kritiker. ;)

    Bevor die Überlegungen auf andere Tierarten erweitert werden: In 20 Litern kann keine Fischart dauerhaft tierschutzgerecht gehalten werden.


    Keine Sorge, das habe ich verstanden. Es sind nur 4 Garnelen und zwei Zebra-Rennschnecken darin.

  • (1) Dem gibt es nichts zu hinzuzufügen. Es geht mir dabei nicht um den absoluten Preis, sondern um die Anschaffungskosten, die ich - wie in den meisten "Gütergemeinschaften" - an meiner Frau vorbei bekommen, beziehungsweise, ihr gegenüber erklären muss.

    Oft kann man junge gebauchte via Kleinanzeigen (Netz, kostenlose Anzeigenblättchen) oder Aushängen in Zooläden oder Lebensmittelmärkten günstig übernehmen.

  • Oft kann man junge gebauchte via Kleinanzeigen (Netz, kostenlose Anzeigenblättchen) oder Aushängen in Zooläden oder Lebensmittelmärkten günstig übernehmen.

    Ja, ich halte auch immer die Augen offen, aber bisher war da nichts passendes dabei und auch nicht unbedingt günstig. Ich hätte mal ein großes Becken (ich glaube 240 Liter) mit Pumpen und allem Schnickschnack geschenkt bekommen (bei Selbstabholung). Sah auch super aus, aber es war davor ein Salzwasserbecken und der ganze Schnickschnack eben auch dafür.

    Ich lasse generell die Finger von Dingen, die ich so gar nicht einschätzen kann. Außerdem weiß man da immer nicht, was schon für "Seuchen" in dem Becken waren und ob es nicht doch irgendwelche Mängel hat. Mittlerweile wüsste ich etwa, worauf ich zu achten hätte.


    Ich bleibe wachsam. Danke für den Tipp! (Euch allen für eure Ratschläge!)

  • Ich habe auch gleich mal recherchiert und das hier gefunden. In der genannten Tabelle (am Ende des Textes) ist der B. splendens tatsächlich mit 60 Litern und als Haremshaltung aufgeführt.

    Hi! Das hier kam von mir, nachdem Stefan mich darauf aufmerksam machte. (Link im Wort "hier" im ersten Satz. Einfach drauf klicken.)