Gesellschaft für Goldfische im 4000l Teich

  • Hallo , ich bin Luis und 13 Jahre alt , für die die mich noch net kennen.


    Mein Vater und ich haben letzten Herbst noch schnell das Blumenbeet zu einem Teich umfunktioniert. Bis jetzt , ist Wasser drinn und alles aussen drum herum mit Steinen und Pflanzen verkleidet. Der Teich liegt links an unserer Terasse und es sollten ein paar etwas höhere Pflanzen , sowie viele kleine Uferpflanzen und 2 Seerosen einziehen.


    Im März bis April wollen wir dann anfangen den Teich mit Wasserpflanzen zu bepflanzen.

    Welche eignen sich , die auch überwintern können?


    Außerdem haben mein Vater und ich einen kleinen "Filter" gebaut. Eine Förderpumpe liegt am Grund des Teiches und fördert das Wasser ca. 130cm in die Höhe. Das Wasser wird durch einen Schlauch in einen 30l Kanister gefördert. Dieser Kanister ist mit einer Filtermatte getrennt um grobe Schmutzpartikel zu entfernen. Das Wasser wird dann durch ein Loch am Rand des Kanisters hinaus auf einen kleinen Wasserfall geführt und plätschert von dort dann wieder in den Teich.


    Was meint ihr dazu??


    So , jetzt zur eigentlichen Frage. Der Rest der Familie möchte auf jeden Fall Goldfische ( ich hätte lieber Medakas gehabt ). Wir wollten mit ca. 8-10 Stück beginnen. Nun hab ich aber viel von Aquarienfischen gelesen welche im Sommer in den Teich können. Welche würden eurer Meinung nach dazu geeignet seien?? ( Welche auch nicht von Goldfischen gefressen werden )

    Wenn möglich wäre es schön , wenn diese Tiere in unserem 160er Wohnzimmerbecken , bei ca. 22 Grad "überwintert" werden können.

    Es würde aber auch die Möglichkeit für eine Überwinterung in eine Plastikbox bei 13 Grad im Keller bestehen.


    Also ich würde gerne eure Meinungen zu unserem Teich und eure Gedanken zur Goldfischgesellschaft höten.


    LG Luis


    PS: Fotos kann ich erst morgen wenn dann reichen , aber bei 15cm Schnee und Eis ist denke ich net viel zu erkennen.

  • Chromi

    Hat den Titel des Themas von „gesellschaft für Goldfische im 4000l Teich“ zu „Gesellschaft für Goldfische im 4000l Teich“ geändert.
  • Als möglichen Besatz habe ich jetzt mit der Familie folgendes gemacht:


    20 Regenbogenelritzen


    5 Sarasa Goldfische


    Was meint ihr , geht das gut??


    LG Luis

  • Hallo Luis,


    Goldfische sind sehr verfressene Fische. Die machen auch vor kleinen Fischen kein Halt.


    Das heißt, die Regenbogenelritzen sollten schon wenigstens eine Länge von 3 cm haben und die Goldfische nicht mehr als 20 cm.

    Idealerweise setzt Du Regenbogenelritzen in üblicher Handelsgröße (also ab 4 cm) und junge Goldfische in der Größe von 5-7 cm zusammen ein.


    Dann klappt die Vergesellschaftung.

    Wenn Du bei den Goldfischen beide Geschlechter erwischst, vermehren die sich auch sehr gut.


    Ein Tipp wäre noch junge Goldschleien. Die wachsen recht langsam und Du könntest sie im Winter im Teich belassen, sofern dieser mindestens 1,20 m tief ist.

    Grünschleien wirst Du im Teich nicht so oft sehen, da Schleien sich mehr am Boden aufhalten. Wenn sie gründeln, siehst Du kleine Blasen aufsteigen. Wenn Du im Teich einen flachen Bereich hast, ziehen sie dort auch gerne hin.


    Hast ein Foto vom Teich? Wie ist er bepflanzt und welche Tiefen habt Ihr?


    Viele Grüße,

    Andy

  • Hallo Andy ,

    Ein Foto vom Teich reiche ich nachher ein , aber wie oben geschrieben wollen wir erst jetzt anfangen zu bepflanzen. Ich suche auch noch Empfehlungen für winterharte Pflanzen in Folgenden Tiefen:


    1. 5-8cm an der Terrasse , also sprich nicht zu hoch wachsend.


    2. 20-30cm Tiefe , hier können auch größer werdende Pflanzen hin.


    3. 15cm am Wasserfall. Da wollte mein Vater gerne eine grasartige Pflanze bis zu 80cm Wuchshöhe



    Also welche Arten könnt ihr bei diesen Bedingungen empfehlen??


    Der Teich hat die Maße 4m*1,2*1,2 sprich L*B*H.


    LG Luis

  • Hallo Luis,


    ich habe einen kleinen (ca.750 Liter) Teich und habe 2 große gelbe Goldfische und 40 Regenbogenelritzen eingesetzt. Im Spätherbst waren nur noch 9 Regenbogenelritzen da. Die Goldis sind dick und fett geworden. Ich vermute, dass die die Elritzen gefressen haben. Ich hab mir jetzt von https://koicompetence.de/ Rotbauchelritzen schicken lassen. Passen von der Größe her besser zu den Elritzen und haben ca. die gleichen Ansprüche wie die Regenbogenelritzen. Die Goldis kommen wieder raus. Was die Überwinterung betrifft, 22°C sind für beide zu warm. Das sind Nordamerikaner und die brauchen eine Winterruhe. Bei zu warmer Überwinterung kann es passieren, dass sie nicht laichen und die Lebenserwartung ist geringer. Ich verlinke dir mal ein Video von den Rotbauchelritzen.

    Was Wasserpflanzen angeht, empfehle ich für den Wasserfall Japanische Sumpfschwertlilien, die sind winterhart. Ebenso Blutweiderich oder klein bleibenden Bambus, der aber nicht Ausläuferbildend sein soll.

    Ich habe auf meinem YouTube-Kanal 3 Videos über Regenbogenelritzen, falls dich das interessiert.


    Ich wünsche euch viel Spaß mit eurem Gartenteich


    Viele Grüße

    Siegfried

  • Im Spätherbst waren nur noch 9 Regenbogenelritzen da. Die Goldis sind dick und fett geworden.

    Genau das ist der Punkt, die verfressenen Goldis machen fast jeder anderen Spezies im Gartenteich den Garaus,

    also entweder oder, beides geht bis zu nem gewissen Punkt gar nicht...

    Auch die sicherlich gern genommene und gewollte Nachzucht der Elritzen wird da kaum Chancen haben...

    Ein Tipp wäre noch junge Goldschleien. Die wachsen recht langsam und Du könntest sie im Winter im Teich belassen, sofern dieser mindestens 1,20 m tief ist.

    Bei Vergesellschaftung UND Nachwuchswünschen bei anderen Arten auch generell nicht empfehlenswert,

    da sie auch das letzte Laichkorn ergründeln würden...

    Die 1,20m sind nicht unbedingt der Weisheit letzter Schluss, ich bin mit 45cm Tiefe auch in diesem Winter ,

    allerdings mit aufgelegter Noppenfolie , gut über die Runden gekommen...(mit Angst zwar, aber eben unbegründet!)


    Mein Tip, bleibe bei den Elritzen, egal welche, eventuell kannst du ja, wenn unbedingt Goldfische,

    ein paar von den mehr unbeweglichen Rotkäppchenschleierschwänzen dazu tun, die sind zu doof , um irgend jemand schaden zu können:crazy:


    Zu den Pflanzen würde ich noch das Frischgrüne Zyperngras mit empfehlen... (auch sehr winterhart)

  • Mein Teich ist auch bloß 45 cm tief. Ich lege 2 Holzlatten drüber und darauf kommen durchsichtige Wellplatten, die es billig im Baumarkt gibt. Hab ich die letzten Jahre auch erfolgreich gemacht. Übrigens, ich hatte auch schon mal Elritzen übersehen, die problemlos überwintert haben. Wenn die langsam an die Kälte gewöhnt sind, passiert überhaupt nix. Ich hatte mir damals meine Elritzen aus der Eifel schicken lassen. Der lässt sie den ganzen Winter draußen. In Nordamerika gibt´s auch Winter!!

    Wenn man sie zu warm überwintert, hat man viel mehr Ausfälle beim Einsetzen im Frühjahr.

    Ich hab eine starke Durchlüftung laufen. dass immer ein Loch eisfrei bleibt. Man kann auch ein Loch ins Eis machen und den Wasserstand ca. 3 cm unters Eis absenken. Da friert es nicht so tief runter.


    Viele Grüße

    Siegfried

  • Endlich mal einer, der dieses Dogma nicht pflegt von der ungenügenden Teichtiefe bei starkem Frost.... Nichts gegen dich, Andi, aber es geistert zu viel

    nicht selbst Erprobtes im Netz...

    Ich selbst bin ja dem Zwang des 1. zu kleinen Teiches und 2. der winterlichen Stromabschaltung unterlegen und musste mir im Laufe der Jahre Möglichkeiten erarbeiten, wie ich damit klarkommen kann.

    Durchlüftung geht bei mir nur bei Sonne, wenn die Solarluftpumpe ausreichend Luft unter die Noppenfolie bläst....

    ...und es funktioniert!

  • Ich kann mich noch gut an den Winter 1996/97 erinnern, Da mussten wir zum Wasserleitung-Auftauen rausrücken. Die Erde war zum Teil bis zu 1m tief gefroren.

    Auch wenn damals die Seen und Teiche vielleicht bloß eine 60 - 70 cm dicke Eisschicht hatten, der Sauerstoffgehalt wird dann, gerade in kleineren Teichen, immer geringer, je länger die Frostperiode dauert.

    Gut, wir hatten die letzten Jahre kaum Winter. Aber irgendwann wird es dann wieder so weit sein, mit langen Frostnächten. Und bei tieferen Teichen, gerade bei kleinen Teichen, hat man dann ein kleines Sicherheitspolster.

    Deswegen, lieber den Teich 20-30 cm tiefer machen, als zu flach. Zu dem erwärmt er sich nicht so schnell in heißen Sommern.


    Viele Grüße,

    Andy

  • Ach Andi, was soll ich denn machen mit zwei Teichschalen, die haben unabänderliche Tiefen...

    Und was Neues einbuddeln mit 75 Jahren, nee, da arbeite ich lieber mit bissel Grips

    und mach das Notwendigste draus.. Klar , wäre das schon schöner...


    Aber für den Themenstarter ist es schon in Ordnung, wenn er sich verschiedene

    Möglichkeiten durch den Kopf gehen lassen kann, und eben von Beginn an auf Tiefe geht...

    Zu dem erwärmt er sich nicht so schnell in heißen Sommern.

    Das ist auch solch ein Ding, was ich nicht so einfach bestätigen kann...
    Bei einer , auch geringeren Tiefe , aber ordentlicher Bepflanzung, submers wie emers, habe ich in den letzten Sommern

    nie auch nur das geringste Problem gehabt, sehe dadurch natürlich nicht so sehr viel von meinen Fischen,

    deshalb auch Goldfische und keine Medakas, denen ich nur einen kleinen Schwimmraum einräume,

    den ich aber auch wirklich penibel frei halte von Seerosenblättern und Froschbiss etc.

    Temperaturen oberhalb 23/24 ° kommen da einfach nicht vor...

  • Hallo Leute , entschuldigt , dass ich nichts mehr geschrieben hatte , aber ich hatte viel um die Ohren.


    Alsoooo:

    Pflanzen sind jetzt bestellt.

    Hechtkraut , beim Wasserfall so dass das Wasser dazwischen durchplätschert.

    2× Zwergsimse oder so , auf jeden Fall ein kleines Gras


    2× Wasserfeder um Unterwasser auch Struktur zu haben


    6x Bachbunge ( glaube ich ) an der Flachwasserzone der Terrasse

    Bei den Namen muss ich nochmal nachsehen , aber ich glaub das wars. Außerdem ist es noch eine Seerose geworden , die seit 3 Wochen auch schon wächst und gedeiht


    An Fischen sind mein Vater und ich uns immer noch net einig. Die Regenbogenelritzen sind ihm zu teuer. Goldfische findet er gut , aber er würde es auch gut finden wenn ein oder 2 große Fische wie Channas oder Alligatorhechte dadrinn sind. Was meint ihr dazu?

    Würden z.B. aurantis oder asiatica gehen? Übern Sommer draußen lassen und dann zur Winterruhe in Mörtelwannen in den Keller?


    Lg Luis


    PS: Die Pflanzen kommen vorraussichtlich in 1ner Woche

  • 2 große Fische wie Channas oder Alligatorhechte

    Hallo Luis,


    schau mal Alligatorhecht: https://www.fischlexikon.eu/fi…n.php?fisch_id=0000000108

    Wie lang ist nochmal Euer Teich?

    Ich verstehe leider nicht so richtig, warum diese Fische im Handel angeboten werden.


    Ein paar Sonnenbarsche wären sicher besser. Die können im Winter auch im Teich verbleiben.


    Viele Grüße,

    Andy

  • Abend Andy ,

    Ja der Teich ist nur 5m lang ,aber ich meine gelesen zu haben , dass es auch kleinbleibende Alligatorhecht gibt von 60-100cm.

    Oder sind das Knochenhechte?


    LG Luis

  • Alligatorhechte und nordamerikanische Knochenhechte gehören unterschiedlicher Gattungen an. Selbst Knochenhechte werden je nach Art 80 - 200 cm lang.

    Die brauchen garantiert mehr als 4.000 Liter und 5m Schwimmlänge.

    Goldfische werden dann bald keine mehr im Teich sein.

  • Hallo,

    ich denke auch, dass so große Raubfische in Teichen von </= 20-25 m3 Wasserinhalt keinen Sinn machen und in unseren Breiten schonmal gar nicht - eben auch wegen der Überwinterung. Zu den Knochenhechten gehört der Alligatorhecht (Atractosteus spatula) als größter Vertreter - Knochenhechte für den Teich sollten aber, wenn überhaupt vernünftig unterbringbar (!), aus der Gattung Lepisosteus stammen, z.B. L.oculatus oder L.platostomus.


    Ich habe ja auch nur einen mäßig großen Teich, also eine GFK-Wanne in "Nierenform" mit gut 2,5 m Länge, einer Wassertiefe von 70-80 cm und einem Wasservolumen von gut 2.500 Litern. Als Besatz sind verschiedene Goldfischtypen, 2 kleine Rotfedern und 3 nicht zu groß gewordene Zwergwelse drin - ich füttere eher verhalten. Ab Mai setze ich oft auch noch kleinere Channa asiatica hinzu, die im Herbst aber wieder herausgefangen werden müssen. Diese Kombination gelingt bis jetzt über mehrere Jahre eigentlich ganz gut.

  • Okay , alles klar. Dann hab ich mich jetzt von den Hechten verabschiedet.

    Wie siehts den bei den subtropischen Cichliden aus?

    Gibt es da welche , die von ca. Mai-September draußen bleiben können , oder sogar länger?


    LG Luis

  • Hi Luis,

    tja - da bin ich nicht so sehr der Spezialist für, aber man kann sicherlich viele Sonnenbarscharten gut und auch über den Winter im Teich pflegen. Diamantbarsche (kenne ich von meinem Onkel) vermehren sich darin auch gut und sind dazu einigermaßen groß und wirklich hübsch gefärbt! Ansonsten, wenn du die Möglichkeit hast, an diese Art heranzukommen, würde sich eine der Unterarten des Chanchito (Australoheros facetus) sicherlich gut im Teich machen. Vermutlich wird man die aber nicht so gut zu Gesicht bekommen.

    Vielleicht ist auch Lepomis cyanellus eine Alternative - ein recht groß werdender (> 20 cm) Sonnenbarschverwandter mit verhältnismäßig großem Maul, der schon eher den Eindruck eines Raubfisches hinterlässt.

  • Okay , schonmal danke für deine Vorschläge.

    Ich hab mich jetzt auch noch etwas mehr in das Thema Cichliden eingelesen und bin auf die Gymnogeophagus gestoßen.

    Die sollen ja die Subtropen Südamerikas bewohnen und somit mit Temperaturen bis 13 Grad klar kommen. Könnte ich von diesen z.B. 5 Tiere einer Art einserzen und zum Überwintern dann auf 2 Wannen aufteilen oder vielleicht auch eine Große?


    LG Luis