Betta macrostoma "Marudi/Sarawak" Mythen und Realität

  • Hallo zusammen,

    ich würde gern an dieser Stelle mal mit einigen Mythen, welche sich um diese besonders schöne Art drehen, aufräumen.

    Ich selbst halte diese Art nunmehr seit 2009 und habe so ziemlich alles durch und gesehen.

    Ich lasse jetzt mal die üblichen wissenschaftlichen Eckdaten weg, was die Herkunft und Biotopparameter anbelangt.

    Diese sind nämlich nicht sonderlich hilfreich.

    Geht man von all dem geschriebenen aus, dürfte 100%, von dem was in meinen Becken schwimmt, nicht exestieren.

    In 2009 kam ich erstmals an 3 Paare macrostoma aus Marudi/Sarawak, welche Wildfänge waren.

    Diese habe ich in ein 300 Liter Becken gesetzt, welches mit Moorkienwurzeln, Bolbitis, Javafarn und Javamoss ausgestattet war/ist.

    Ich verzichtete auf Laub und gab nur extrem wenig Schwarzerle hinzu.

    Die Biotopwerte waren mir völlig egal und ich nahm beim Einrichten stinknormales Destillat.

    Wissentlich das Destillat in Reaktion, mit dem in der Luft enthaltenen Kohlendioxid reagiert, und auf ca. 4,5 bis 5 Ph absinkt. Es waren letztendlich Werte Ph 5/Gh 1/Kh fast nicht messbar/Leitwert um 15 µS.

    Ich kann sagen, dass ich bis dato bei diesem Werten auch keinerlei Säurestürze erfahren musste!

    Was ich noch wusste, ist das Wasser unter 130 µS entgiftende Wirkung auf den Menschen im Trinkwasser hat und unter 80 sogar entschlackend wirken soll.

    Warum also nicht auch bei anderen Organismen wie Fische?!

    Ich glich sogar das Wasser nach oben an bis 5,5 sogar knapp unter 6 Ph.

    Ich hielt diese Werte bei und hatte nie einen Ausfall und regelmäßig gesunden sowie kräftigen Nachwuchs.

    Die Tiere wurden älter und sind nun auf Rente. Sie leben heute noch! Sehen zwar nicht mehr so toll aus und sind nicht sonderlich aktiv aber gute "Esser" popcorn

    Zwischenzeitlich war es also so, dass ich neue Tiere benötigte, um weiterhin diese tolle Art zu pflegen und auch zu vermehren.

    Mir war zu dieser Zeit ja auch nicht sonderlich bewußt, wie lang sie mir erhalten bleiben. Nur soviel, das nach 5 Jahren, nichts mehr in punkto Vermehrung geschah.

    Selbes war bei einem bekannt Aquarianer zu beobachten, welcher zum gleichen Zeitpunkt Tiere bekam und auch diese heute noch exestieren!

    Ich will nicht behaupten, dass in der Natur die Tiere ähnlich alt werden, aber in Aquarien es durchaus möglich ist.

    Nun begann eine Qdyssee, welche mich an den Rand des Wahnsinns trieb.

    Mittlerweile waren nun mehr Halter im Besitz dieser tollen Art und ich machte mich auf die Suche nach neuen Tieren.

    Ich war nicht in der Lage, mir selber welche zu fangen, was Anfangs ja auch nicht mehr als nötig erschien....ich sollte mich jedoch irren!

    Alles, was ich in die Finger bekam, egal welchen Fundort, starb mir binnen kürzester Zeit weg.

    Ob nun als Import aus Indonesien oder gar Nachzuchten aus dem Inland.

    Hätte ich mal einige meiner eigenen Nachzuchten behalten. Wie es immer so ist, ist man hinterher schlauer und andere dürfen sich an tollen und stabilen Tieren erfreuen.

    Egal was ich mit der Wasserqualität anstellte, es gelang mir nicht, die Tiere am Leben zu erhalten.

    Es stellte sich heraus, dass Importe sowie Inlandnachzuchten unter den absolut sterilsten Bedingungen gezogen wurden.

    Unter dauerhaften Einsatz von UVC Klärern bis hin zu allerlei Produkten und Mittelchen.

    Das ist der größte Blödsinn, welchen man veranstallten kann und ein adäquates Halten dieser Art nahezu unmöglich macht.

    Die Tiere sind nicht in der Lage, sich ordentlich zu entwickeln.

    Haben kein intaktes Immunsythem und machen beim geringsten Keimdruck die Grätsche!

    Es kam heraus, dass selbst die Fänger in Indonesien Wildtiere entnahmen, diese aber behielten, Nachwuchs unter sterilsten Bedingungen aufzogen und diesen dann als Wildfänge veräußerten.

    War und ist ja auch ein Bomben Geschäft, bedenkt man, dass in den USA und anderen Ländern bis zu 300 Dollar erzielt werden kann.

    Phänomen Deutschland, alles billig, möglichst Versand (auch wenn es nur 300 Kilometer weg ist), am besten vorbei bringen, Becken unter dem Arm, einrichten und Geld da lassen. :dash:

    Nun ist es so, dass natürlich nur noch schwache Tiere auf dem Markt waren und man Angst hatte, seine Lieblinge zu verlieren.

    Selbst die wenig stabilen Tiere wurden in Watte gepackt und kaputt gehalten.

    Mir ist von 2 absoluten Top Aquarianern bekannt, welche diese Art sogar erfolgreich in Leitungswasser gezogen haben mit stabilen Tieren!

    Soviel nur zu den Möglichkeiten und wie weit man gehen kann, was ich persönlich nicht nachahmen werde ;)

    Zurück zu den Indonesischen Fängern.

    Diese haben recht früh erkannt, dass viele der gefangenen Tiere recht schnell das Zeitliche gesegnet hatten.

    Und anstatt mit den verbliebenen Tieren zu arbeiten, welche ja augenscheinlich stabil waren, wurde hier ebenfalls mit UVC gearbeitet. :pillepalle:

    Die Nachfrage war groß und die Fänger wollten schnell Profit daraus schlagen. Was ja auch gelang. Die Masse machts halt.

    Leider habe ich bis dato nur 2 Fänger kennenlernen dürfen, welche dies anders angehen und eben nur mit stabilen Tieren arbeiten.


    Mal ganz ehrlich:

    Wenn in den Biotopen mal was nicht stimmt, setzen sich nur starke Tiere in der Natur durch und alles andere stirbt!

    Wenn es mal kälter wird, schmeißt da niemand nen Heizstab rein.

    Auch wenn der Keimdruck sich erhöht, weil ein natürlicher Wasserwechsel ausbleibt, wird da kein UVC Klärer reingehangen.

    Wenn Parasiten, vom Fisch nicht abgewehrt werden können, separiert den keiner und behandelt den mit Hexamita, Baktopur oder was sonst so angeboten wird.


    Kurzum...was schwach ist stirbt und die starken setzen sich durch! Nennt man natürliche Auslese meines Erachtens :schreck:


    Leider hat sich an diesem Zustand nichts geändert und es werden weiterhin schwache Tiere auf den Markt geschmissen.

    Würde hier so gern eine schwarze Liste posten :grumble:

    Mitunter habe ich Reaktionen, wo die Leute direkt am Paarpreis von z.B. 100 € rumheulen.

    Der andere verkauft die aber für 50 bis 60 € zzgl. Versand!

    Viel Spaß damit und nach wenigen Tagen sind sie tot! Es sei denn, man hält sie ebenfalls steril, was kein Garant ist!

    Auch habe ich feststellen müssen, dass Betta macrostoma extrem empfindlich auf Transporte reagieren.

    Woran das im einzelnen liegt, ist mir schleierhaft, weil selbst stabile Tiere dies teilweise nur schwer wegstecken.

    Sie fangen echt an zu klemmen bis hin zu starken Verpilzungen.

    Rein subjektiv für mich nicht zu verstehen. Klingt komisch, war aber häufig so.


    Nun ist es so, dass es mir gelang an einen Betta macrostoma Bock zu kommen.

    Dieser war der einzigste Wildfang eines bekannten Hunters, welcher nach dem Fang überlebte und stabil dort einige Wochen rumpaddelte.

    Ich erwarb diesen, und setzte ihn mit einem stabilen Weib aus dem gleichen Fundort zusammen.

    Das Weib bekam ich von einem befreundeten Schweizer, welcher auch regelmäßig Fangtouren selbst betreibt.

    Was soll ich sagen?!

    Sie verstanden sich auf anhieb und erfreue mich an extrem vielen Nachzuchten.

    Ich muss sie stellenweise separieren, damit der Bock auch mal etwas entlastet wird.

    Ich lasse die Jungtiere im Elternbecken und noch keines wurde gefressen! Selbst wenn ich das Weib für einige Wochen entnehme, geht sie nicht an die Brut.

    Schön ist es zu wissen, dass es sich auf die Jungtiere zu übertragen scheint.

    Die Größeren gehen nicht an die frisch geschlüpften oder kleinen ran.

    Diesmal habe ich es mal auf die Spitze getrieben und habe Amoniak und Nitrit steigen lassen.

    Ich habe selbst hier keinerlei Ausfälle verzeichnen können.

    Ist schon recht gruselig, wenn alle Jungtiere extrem stabil wie die Eltern sind :kanne:

    ich denke, es ist einfach der unermesslichen Gier der Leute zu schulden, welche um jeden Preis diese Tiere ziehen, um dann schnelles Geld zu machen.

    Hingegen ist es sau schwer, stabile Stämme zu etablieren.

    Klar ist dies zeitaufwendig und mitunter der Ertrag geringer. Aber lieber wenig und qualitativ hochwertig als Massen an Fischen, welche nach der Abgabe nur wenige Tage durchhalten!

    Denke das dies eher im Sinn der Arterhaltung fällt, als das dicke Portemonai der Fänger oder "Hightec Züchter".

    Viele erkennen nicht, wieviel Arbeit und Aufwand es benötigt, vernünftig Arterhaltung zu betreiben.

    Ohne dabei, Massen an Tieren über die Klinge springen zu lassen!

    All das hier kann zum großen Teil auf alle anderen Arten angewand werden, welche vermeintlich "schwer zu halten" sind.

    Oft wird das "Jäger und Sammlersyndrom" vielen zum Verhängnis.

    Man möchte etwas besitzen, will möglichst wenig dafür tun.

    Man entnimmt blödsinnige Informationen aus dem Internet, ohne zu hinterfragen wie es denn wirklich ist.

    Wie stille Post, der eine schreibt beim anderen ab, ergänzt noch irgendwelche irrelevanten Infos und brüstet sich damit.

    Und dann heißt es, das stand da so im Netz also muss es stimmen!

    Eben nicht! Das sind durchaus subjektive Erfahrungen, gepaart mit einer Menge Blödsinn, weil diese aus anderen Quellen entnommen wurden.

    Keiner von denen war jemals vor Ort am Fundort und hat Eindrücke sowie Erfahrungen gesammelt aus erster Hand.

    Ich bin mir bewußt, dass meine Aussage hier auf Unmut stoßen wird.

    Klar, hört man nicht gern, wenn man sich ertappt fühlt. Ist mir aber sowas von Rille und kann gut und unbesorgt schlafen. cookie


    Abschließend ein Paar Bilder meiner Tiere, welche sich bester Gesundheit erfreuen.

    Ach ja, abschließend möchte ich sagen, dass meine Tiere auch Trockenfutter fressen!

    Kein UVC Klärer, keine Heizung und nur ein kleiner Filter.

    Blasphemie ! 8o


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  • Tolle Verschwörungstheorie die Du da hast. Ich glaub kein Wort hahaha


    Du widersprichst Dir selber: Tiere sind sehr heikel beim Transport auch Deine ach so stabilen Tiere. Ich glaube Du hast einen oder mehrere Parameter, die für die Haltung wichtig sind, noch nicht verstanden und der passt halt zufällig manchmal dann bekommst Du "stabile Tiere" oder aber oft nicht, dann sterben sie.


    Selektion und Veränderung der Genetik braucht viele Generationen und nicht nur eine.


    Unter natürlichen Bedingungen (tiefer pH) ist halt wenig Keimdruck und die Tiere brauchen deshalb auch kein starkes Immunsystem.

  • Na da haben wir ja den ersten Kandidaten.

    Was den Transport anbelangt, haben die Hunter das Problem, dass wenn sie Tiere gefangen haben, sie in ihrem angestammten Wasser in Tüten für den Transport nach Hause nehmen.

    Schon da kippen viele Tiere nach wenigen Stunden um, ohne ersichtlichen Grund. Sprich doch mal mit denen oder fahr doch mal nach Miri und überzeuge Dich selbst.

    Frag doch mal Käufer, welche sich die Tiere via Tierversand haben zuschicken lassen (in ihrem wiederum gewohntem Wasser).

    Frag doch mal gestandene Aquarianer, welche selber an den Fangorten waren.

    Lag bestimmt an den von Dir erwähnten nicht verstandenen Parametern, hahaha

    Und was heißt, meine "ach so stabilen Tiere"? Komm vorbei und überzeuge Dich persönlich von Parametern, welche ein anderes Bild zeigen!

    Wohne ca. 85 Kilometer weg von Dir!

    Und ich rede hier nicht nur von einem Paar, sondern von mehreren Becken. War bezogen auf ein bestimmtes Paar als Beispiel. Wußte nicht, dass ich hier alles auf die Goldwaage legen muss, damit es nicht als Humbug verrissen wird.

    Siehe Bilder, da schwimmt etwas mehr rum, was genetisch unterschiedlich ist und exakt das zutrifft. Habe nicht nur ein Paar F0!

    Aber schön auf die Pauke hauen, ohne es selbst erfahren oder gesehen zu haben.

    Klar, tiefer Ph Wert, kein starkes Immunsysthem benötigt.

    Und tortzdem ballern die meißten ein UVC Klärer rein, weil selbst diese Voraussetzungen bei vielen nicht helfen (bei Ph Werten von knapp unter 4 bis 4,5).

    Was da wohl nicht verstanden wurde?

    Bei den ersten Paaren war ich nach 5 Jahren bei F 7 und klar wurde hier genau geschaut. Aber selbst nach kurzer Zeit und nur 3 Paaren verändert das nichts im Allel oder genetisch.

    Selbst mit Selektion und überkreuzen der Jungtiere mit blutsfremden Alttieren! Alles was von den Tieren abstammt , kam genauso klar wie die Alttiere.

    Wasserchemie ist keine Zauberei...

    Oder wie erklärt sich das, R. Eisenblätter, H. Wissmüller die Tiere in Leitungswasser gezogen haben? Sind alle doof und hatten Glück? Ich denke nicht.

    Da diese Personen es über extrem lange Zeiträume erfolgreich getan haben und keine Unbekannten sind, was ihre fachliche Kompetenz anbelangt.

    Alle Altaquarianer scheinen dann wohl Verschwörungstheoretiker zu sein.

    Habe hier einige Altaquarianer aus der IGL und AKL sitzen haben, welche es selbst begutachtet haben und sich überzeugten.

    Deswegen bekommt H. Linke auch Tiere von mir, weil die alle so ersponnen und erlogen sind, wie Du mir es ja deutlich unterstellst!


    Und bitte schön vorsichtig mit solchen Aussagen umgehen:


    Zitat

    Du widersprichst Dir selber: Tiere sind sehr heikel beim Transport auch Deine ach so stabilen Tiere.


    habe nirgends Bezug auf meine Tiere genommen, sofern man aufmerksam liest:


    Zitat

    Auch habe ich feststellen müssen, dass Betta macrostoma extrem empfindlich auf Transporte reagieren.

    Woran das im einzelnen liegt, ist mir schleierhaft, weil selbst stabile Tiere dies teilweise nur schwer wegstecken.

    Sie fangen echt an zu klemmen bis hin zu starken Verpilzungen.


    Dies bezog sich auf vorab erwähntes/erfahrenes (Hunter/andere Aquarianer), wie man klar erkennen kann.

    Also bitte keine Unterstellungen einstreuen und bitte mit Fakten flamen, wenn dies die Zielsetzung war?!

    Aus der Luft gegriffene Aussagen, helfen hier nicht weiter, es sei denn, es soll als haltloser Monolog gewertet werden.

    Es gibt Leute, welche ebenso unaufmerksam lesen und dann ist das Malheur perfekt und der eigentliche Kern der Sache nicht mehr transportiert wird.


    Wie gesagt, wenn Du eine neue Erfahrung kennenlernen willst, bist Du herzlichst und ohne Groll eingeladen vorbeizuschauen auf ne Tasse Kaffee!


    p.s. gern auch mit eigenem Messequip um das nicht verstandene zu verstehen ;)

  • Hallo Mike,

    zu den B. macrostoma kann ich zwar nix beitragen, zum Verhalten von Züchtern bzgl. Geschäftssinn hingegen schon. Da wird teilweise mit allen Mitteln und Methoden gearbeitet um "farbenfrohe" Tiere schnell auf Verkaufsgröße zu bekommen. Neben UV-C werden Antibiotika, Hormone und andere üble Sachen verwendet, auch spezielles Futter mit Chemiecocktail für die Färbung.


    In einer großen Volksrepublik soll auch mit Gentechnik gearbeitet werden wurde schon gemunkelt, wundern würde es mich nicht, zumal man ja mitlerweile "Gentechnik-Baukästen" in einigen Ländern legal erwerben kann.


    Was beim Händler nicht auffällig wird macht dann im heimischen Aquarium meist wenig Freude und oft auch nur kurz.


    Für mich ein Grund ausschließlich Nachzuchten aus privater Zucht, möglichst mit Wasserwerten wie in Berlin, zu nehmen.


    Aber ich bin mit meinem Gesellschaftsbecken ja eh ein Sonderling der die Tiere nicht so hält das sie sich "artgerecht" verhalten können und dann auch noch reines Leitungswasser nutzt ...

  • Cookie


    Immer gut, wenn jemand von persönlichen Erfahrungen berichtet. Sorry, falls ich Dich falsch verstanden habe, aber bei mir kam der Post an: alle anderen sind dumm und ich bin der King. Dann disqualifizierst Du Dich selber, indem Du von Leitungswasser sprichst (Leitungswasser ist nicht gleich Leitungswasser ;) ) und den selben Fehler machst, den Du anderen vorwirfst, nämlich Mist aus dem Internet abschreiben: den menschlichen Körper kann man nicht entschlacken, sicher nicht mit irgendwelchem Wasser mit niedrigem Leitwert. Ausserdem hatte ich mühe aus dem Post die Kernaussage herauszufiltern.


    Mit Parameter meinte ich nicht unbedingt klassische Wasserparameter. Vielleicht hätte ich lieber das Wort "Faktor" verwenden sollen, also Temperatur(unterschiede), Strömung, Huminstoffe, Genetik, Immunsystem, symbiontische Darmflora, ... und wer weiss, was sonst noch alles eine Rolle spielen könnte.


    Wenn die Fische schon den Fängern sterben, dann spricht das einfach dafür, dass sie von Natur aus heikel sind oder die Fänger bereits grosse Fehler machen oder den Faktor-X nicht beachten.


    Wenn Du die Sache verstanden hättest, dann müsstest Du auch aus "schwachen" Tieren, etwas machen können. Mein Eindruck ist aber, dass Du nach "stabilen" Tieren suchst, die auch mit Deinen suboptimalen Bedingungen zurecht kommen.


    "Die anderen" schaffen es die Fische zu züchten und auf den Markt zu bringen, also müssen sie doch ansatzweise etwas richtig machen. Das noch Verbesserungspotential besteht, kann man annehmen.


    Ich würde vermuten, dass es unterschiedliche Stämme (Fundorte) gibt, die auch unterschiedlich robust sind.

  • Was die Aussage anbelangt, wie Wasser auf den Organismus des Menschen wirkt, gab es mal ne recht coole PDF (Kopie der original Abhandlung) von Prof. Dr. Louis Claude Vincent (Universität Paris).

    Finde leider keinen adäquaten link dazu.

    Da habe ich die Wirkung aufgegriffen und diese Studie wirkte recht schlüssig auf mich.

    Ich habe mich hier zu keiner Zeit profiliert bzw. in den Vordergrund gedrängt.

    Ich habe nirgends suggeriert der King zu sein und alle anderen sind doof.

    Kannst ja mal ein Auszug zitieren, woraus das deutlich hervorgeht, wie schon bei den anderen falschen Zitaten.

    Bei Leitungswasser rede ich nun nicht unbedingt von z.B. Berliner, mit dem man von der Härte einen den Schädel einschlagen kann.

    Nebenher die Info, dass in Berlin seit wenigen Jahren, ich immer wieder Chlor messen konnte (Wert 0,8).

    Ist wohl in anderen Städten/Gemeinden auch schon festgestellt worden. Soll wohl wegen der Selbstreinigung der Anlagen unterstützen.

    Aus dem Netz schreib ich nichts ab und poste lieber subjektive Erfahrungen, auch wenn individuell, erst wenn eine gewisse Regelmäßigkeit eintritt.

    Wüßte nicht, wo ich deutlich mache, dass ich was nicht verstanden habe oder suboptimale Bedingungen zu erkennen sind?!

    Wieder so eine Aussage die sich durch nichts trägt, was ich geschrieben habe, wie ich meine.

    Immer wiederkehrende Behauptungen, welche so nie von mir geschrieben wurden...also wieder Unterstellungen.

    Ich habe Becken, wo ich im Ph zwischen 3,8 und 4,5 liege...aber auch Becken, wo ich einen weit höheren Ph Wert um 5 bis 5,5 habe.

    Bei den ganz sauren Becken, passiert es auch mal recht schnell bei der Aufzucht einen Leitwert um 580 zu haben. Artemien etc. (wurde zuletzt heute gemessen, von einem Aquarianer der IGL, welcher macrostoma Nachzuchten abgeholt hat!)

    Und es klappt ohne Probleme, wie auch in Becken, wo der Leitwert um 50 liegt und Paare gehalten werden.

    Mein Ansinnen lag dabei, genau zu schauen, woher Tiere kommen oder wie sie gezogen wurden.

    Ich denke Nachzuchten, welche ohne jegliche Technik bzw. Nachhelfen aufwachsen, sind allemal besser als wenn sie unter UVC Dauerbeschuß stehen(bzw. das Wasser in denen sie schwimmen).

    Die Unterstellung es nicht verstanden zu haben, weil man ja aus schwachen Tieren auch was machen kann, ist derart ex orbitant und lass das so stehen ;)

    Echt jetzt? * auf die Schulter klopf!:daumen hoch:

    Ich züchte diese Art auch, scheine also auch was richtig zu machen. Und alle meine Nachzuchten sind noch nirgends eingegangen! Glück gehabt *ü*

    Fundortspezifische Unterschiede auf Robustheit konnte ich nicht erkennen. Bleibt also zu vermuten?!

    Mir stellt sich die Frage, wo ich Dir auf die Füße getreten bin bzw. was die Intension Deines Vorgehens herruft?!

    Muss ja irgendwie persönlich genommen worden sein ?!

    Kann mir die wiederkehrende Diskredition/Kompromittierung nicht anders erklären.

    Wird immer wieder eingestreut und hab darauf echt keine Lust.

    War keine Eigenwerbung sondern Erfahrungen.

    Bitte um Nachsicht, mache das erst seit 1975 und reise auch immer wieder verschiedenste Biotope an um dazu zu lernen.

    Was glücklicherweise ein ganzes Leben lang möglich ist.

    Und genau deshalb, haben viele Aquarianer aufgehört ihre Erfahrungen zu teilen.

    Es wird stets und wiederkehrend verrissen ohne jegliche Substanz.

  • Nehmt es mir bitte nicht übel, aber das Thema ist eigentlich viel zu interessant, um es zusätzlich mit diesem "emotionalem Empfindsamkeits-Geschnörkel" schmücken zu müssen. Dadurch wird es sehr anstrengend sich dem Inhalt zu widmen.

    Ich habe auch mal eine ganze Gruppe Jungtiere innerhalb von 24 Stunden verloren. Oodinium!

    Die Tiere kamen auch von einem Züchter der seine Fische in Leitungswasser ohne zusätzliche Technik hält und das ganz erfolgreich!


    Wäre schön noch bissel was Fachliches, beispielsweise zu den bereits angesprochenen Erkundungen im Habitat der Tiere, zu lesen.

    Das Kleingedruckte macht doch bitte in einer privaten Diskussionen unter euch aus.


    Viele Grüße

    Heiko

  • Wäre schön noch bissel was Fachliches, beispielsweise zu den bereits angesprochenen Erkundungen im Habitat der Tiere, zu lesen.

    Ja bitte... 🤗

    Das ist nämlich wirklich interessant...!!!


    Ich habe von Bettas und deren Haltung bis jetzt eigentlich so gar keine Ahnung und Erfahrung. Denke aber, daß an den Erfahrungen des Themenverfassers nichts Falsches ist...

    Ich habe ja nun seit wenigen Wochen Betta splendens. Da wird so viel geschrieben, wie die Tiere zu halten sind!

    Ich halte sie ja auch 'etwas anders'. Doch die Tiere wirken 'sehr zufrieden'! Gesund, gut genährt, mit kräftigen Farben . . .


    Auch mit Wasserbeschaffenheit, -härte und so, befasse ich mich nicht.

    Möchte aber auch dazu anmerken, daß am Beispiel von Bienengarnelen, nach relativ wenigen Generationen, manche dieser Farbformen und/oder Arten in härterem und weniger keimarmen Wasser nachgezogen werden können. Soweit die Berichte stimmen . . .

    Also könnte doch auch bei Fischen, in dem Fall Betta macrostoma, eine schnelle Anpassung an veränderte Umwelt- und Lebensbedingungen erfolgt sein. Oder nicht...? :/


    Lg

    manu

  • Hallo Manu,


    meine Erfahrungen:

    es dauert üblicherweise einige Generationen bis die Tiere sich an andere Bedingungen gut angepasst haben. Wobei die Haltung eine andere Sache ist als die Nachzucht. "Angepasste" Tiere zeigen schon "normales" Verhalten, Eier verpilzen aber noch.

    Mit häufigen Wasserwechseln und / oder Walnussbaumlaub konnte ich das verbessern, also gehe ich davon aus das die Keimbelastung eine Rolle spielt neben der Wasserhärte.

    "Natürliche Selektion" durch härteres Wasser hat bei mir mehrfach funktioniert, ebenso eine Anpassung an tiefere Temperaturen als das was in der Literatur genannt wird, wobei da bei Labyrinthern teilweise seltsame Daten zu finden sind. Die Tiere altern schneller bei höheren Temperaturen und leben kühler gehalten länger und unproblematischer...


    Falls mal irgendwo Betta imbellis, angepasst an Wasser mit min. 15 °dH zu finden sind, würde ich welche nehmen, im Moment finde ich nix....

  • Hallo,

    Ganz kurz eine Anmerkung - Heiko hat völlig Recht - bitte nicht im zänkischen Klein-Klein verlieren... das tötet jeden Thread relativ schnell und ist fürs Thema völlig sinnfrei! Zumal Mike ja offensichtlich weiß, was er da schreibt...


    Wenn Anmerkungen oder Hinweise geschrieben werden, bitte nicht im nörgelnden FB Stil.


    Grüsse und weiter jetzt 😉

  • Hallo Manu,

    bei dem schön harten Wasser bieten sich Betta simplex an, die haben mit Weichwasser Probleme.

    <--- siehst Du ein Männchen in Normalfärbung, wenn sie am imponieren sind legen sie noch einiges an Makeup nach.


    Maulbrüter, das Weibchen verteidigt das Männchen und wenn man nicht aufpasst magern die Kerle ab weil die Weiber sie so bedrängen, daher am besten mit Männchenüberschuß halten.

    Bei mir schwimmen sie mit diversen anderen Fischen in Gesellschaft, erfahrene Betta-halter berichten von recht scheuem Verhalten in den Artbecken und empfehlen daher ausschließlich Artbecken.... ;-)


    Armin hat aktuell ein brütendes Männchen....

  • Holla zusammen,


    als ich mir den Beitrag durchlas ist mir direkt ein schöner, passender Artikel eingefallen den es 2005 in der Datz gab. Ich hab ihn euch mal rausgesucht und verlinke ihn hier. Da geht es zwar um Schwarzwasser in Südamerika aber ich denke das passt auch ganz gut zu den asiatischen Fischen.


    Ich hab über 10 Jahre intensiv Zwergbuntbarsche gepflegt und gezogen und kann eigentlich vieles aus dem Bericht bestätigen aber wer ihn nicht kennt sollte ihn sich auf jedenfall mal durchlesen, da ich denke das er sehr interessant ist.


    https://vda-online.de/blog/ent…aus-der-sicht-der-fische/

  • Danke Kosta, sehr interessanter Artikel!


    zu Prof. Dr. Louis Claude Vincent

    Der Mann war Ingenieur und hatte von Biologie keine Ahnung. Wenn man Ihn googelt, kommen am Anfang der Ergebnissliste viele esotherische Seiten, die man niemals als seriös bezeichen würde. Da sollten direkt alle Warnlampen anspringen.


    Was er von sich gegeben hat in Bezug auf Wasser und Menschen, hält heutigen wissenschaftlichen Erkentnissen einfach nicht stand und ist schlicht falsch. (So etwas kann man in einem emotionalen Post, der die Wahrheit für sich reklamiert, einfach nicht bringen ;) )

  • Hallo Hobby,ich muss mal was loswerden: Anstatt sich über andere Beiträge lustig zu machen und nur darauf rum zu hacken,solltest Du ev. mal was produktives dazu schreiben! Züchtest Du die Art schon mehrfach erfolgreich,hast Du ne stabile Zuchtgruppe und NZten zur Abgabe von B. macrostoma? Oder redest hier bzw. schreibst hier nur groß rum und störst produktive Korrespondenz unter erfahrenen Aquarianern,die sich der Art verschrieben haben!? Sorry aber liest sich so....Gruss Günther